Kategorie: Allgemein

Für das Volk der Guin markiert das jährliche Epe-Ekpe- oder Ekpessosso-Fest im September den Beginn des neuen Ahnenjahres. Die traditionelle Zeremonie der „Entnahme des heiligen Steins“ ist ein fester Bestandteil des Festes, der bis ins Jahr 1663 zurückreicht und von Siedlern aus der ehemaligen Goldküste – dem heutigen Ghana – ins Leben gerufen wurde. „Der Stein kann verschiedene Farben annehmen: Weiß, ein Symbol für Frieden und Wohlstand; Himmelblau, ein Zeichen für reichliche Ernten; oder Rot, das ein Jahr der Hungersnot, des Krieges und des Unglücks ankündigt“, sagte Wlomo Nomo Combietey VIII. Nii Labite, Hüter des heiligen Waldes. „Er kann aber auch mehrfarbig sein, was ein Zeichen für Krankheit oder eine große Epidemie ist“, fügte der zeremonielle Hüter hinzu. Beim jährlichen Ekpessosso-Festival im Südosten von Togo haben Voodoo-Priester eine weiße Stein-Orakel enthüllt, die für das kommende Jahr Reinheit, Frieden und Wohlstand voraussagt.

AGRA (Alliance for a Green Revolution in Africa – „Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika“) ist eine 2006 durch die Bill & Melinda Gates Foundation (BMGF) und die Rockefeller Foundation gegründete Entwicklungshilfeorganisation mit Fokus auf Afrika. Sie wollte den Hunger in seinen afrikanischen Partnerländern halbieren und die Landwirtschaft produktiver machen. Rund 20 Jahre später sieht eine zivilgesellschaftliche Studie diese Ziele weitgehend verfehlt. Die Zahl der unterernährten Menschen in den Fokusländern im Zeitraum von 2006 bis 2024 um 58 % gestiegen, von 94,6 auf 149,6 Millionen. Deutschland war über mehrere Jahre hinweg ein wichtiger europäischer Geldgeber von AGRA. Nach anhaltender Kritik hat die BRD jedoch schrittweise seine direkte finanzielle Unterstützung (2021) beendet.

Präsident Adama Barrow hat angekündigt, dass das Land die Energieversorgung bis zum nächsten Monat ausbauen werde, in der Hoffnung, die gewalttätigen Proteste gegen anhaltende Stromausfälle zu unterbinden. In der Hauptstadt Banjul und den umliegenden Städten zündeten Demonstranten Reifen an und errichteten Barrikaden, um den Verkehr zu blockieren. Sie fordern Barrows Rücktritt. Im Dezember kandidiert Barrow für eine dritte Amtszeit. Die Polizei setzte Tränengas ein. Die wiederholten Stromausfälle finden während der heißen Jahreszeit statt und dauerten an einigen Orten bis zu 48 Stunden. Die anhaltenden Stromausfälle sind zum Teil auf den Klimawandel und den Krieg der USA und Israels gegen den Iran zurückzuführen. Der gambische Präsident kündigte zudem den Bau eines zusätzlichen 50-Megawatt-Solarkraftwerks an, mit dem bald begonnen werden soll.

Hunderte Burundier bemühen sich verzweifelt darum, Reisedokumente zu beschaffen, um das Land noch vor dem harten Durchgreifen gegen nicht zugelassene Kleinunternehmen, die von Migranten geführt werden, zu verlassen. Die burundische Botschaft in Nairobi stellt Bürgern, die in ihre Heimat zurückkehren möchten, kostenlose Notfall-Reisedokumente aus. Der kenianische Präsident William Ruto hat den Montag, 14.9.2026 als Frist gesetzt, bis zu dem Ausländer, die Kleinunternehmen betreiben, ihre Tätigkeit einstellen müssen. Das Handelsministerium hatte erklärt, einige hätten die Visabestimmungen ausgenutzt, um ohne die erforderlichen Genehmigungen zu arbeiten. Kenia beherbergt Hunderttausende Migranten aus ganz Ostafrika, die auf der Suche nach Arbeit und Geschäftsmöglichkeiten sind

Fünf Jahre nachdem Präsident Kais Saied am 25. Juli 2021 außerordentliche Exekutivbefugnisse an sich gerissen hat, hat sich die Menschenrechtslage in Tunesien dramatisch verschlechtert. Der 49-seitige Bericht „‚Wir leben auf geliehener Zeit‘: Unterdrückung der Zivilgesellschaft in Tunesien“ dokumentiert die eskalierende Unterdrückung lokaler und internationaler zivilgesellschaftlicher Gruppen, ihrer Mitarbeiter, Mitglieder und Partner durch die tunesischen Behörden mittels missbräuchlicher Strafverfolgungen, willkürlicher Festnahmen, Inhaftierungen, finanzieller und strafrechtlicher Ermittlungen, massenhafter Suspendierungen und Androhungen der Auflösung.

Der weltweit tätige Fahrdienstvermittler Uber hat die sofortige Einstellung seines Betriebs in Nigeria und Uganda angekündigt. Dies ist Teil einer umfassenden Umstrukturierung des globalen Geschäfts, die auch zur Entlassung von rund 3.300 Mitarbeitern weltweit geführt hat. Uber nahm 2014 den Betrieb in Nigeria auf und zwei Jahre später in Uganda. Das Unternehmen sah sich zunehmend schwierigen Bedingungen gegenüber, darunter steigende Kraftstoffkosten, Druck durch konkurrierende Fahrdienstvermittlungsplattformen sowie Beschwerden von Fahrern über niedrige Fahrpreise und hohe Provisionsgebühren. Der Rückzug des Unternehmens aus Nigeria und Uganda folgt auf den kürzlich erfolgten Rückzug aus der Elfenbeinküste und Tansania. Uber erklärte, die Entscheidung beschränke sich auf diese beiden Länder und habe keine Auswirkungen auf die verbleibenden Aktivitäten in Subsahara-Afrika, wo das Unternehmen nach eigenen Angaben weiterhin Wachstumschancen sehe.

Die ghanaische Goldbehörde (GoldBod) verpflichtet Goldexporteure, Golddore vor dem Versand ins Ausland vor Ort zu veredeln. Damit soll ein größerer Teil des durch die Goldindustrie des Landes erwirtschafteten Wertes im Land verbleiben. Dies gilt seit dem 1. September 2026. Widerrechtliche Handlungen sollen mit dem Entzug von Exportgenehmigungen geahnt werden. Bisher wurde der Großteil des Goldes in rohem Zustand exportiert, wodurch erhebliche Gewinne an ausländische Handelsplätze wie Dubai oder die Schweiz verloren gingen. Ghana ist der größte Goldproduzent Afrikas.

Die UNO hat eine neue Weltkarte verabschiedet, die „Equal Earth“-Projektion, die die tatsächlichen Größen der Landmassen besser wiedergibt und die Größe Afrikas präziser darstellt. Togo hatte die Resolution „Correct the map“ eingebracht. 164 Staaten stimmten dafür, 6 Länder enthielten sich, die USA stimmten als einzige Nation dagegen. Togos Außenminister, Robert Dussey, sprach von einem historischen Moment. Die Entscheidung gehe weit über reine Kartographie hinaus. „Es geht um Gerechtigkeit, Würde, Gleichberechtigung und darum, wie wir unsere Welt darstellen“.

Straßenhändler in Harare haben geschworen, sich einer unverantwortlichen und realitätsfernen Regierungsanordnung zum Verlassen der Straßen zu widersetzen.  Der Widerstand erfolgt vor dem Hintergrund, dass eine siebentägige Räumungsfrist am Mittwoch, dem 9. September 2026, abläuft. Die Regierung warnt vor einer „umfassenden Säuberungsaktion mit Null-Toleranz“, die sich zunächst gegen illegale Verkaufsstände in der Hauptstadt richtet, bevor sie landesweit ausgeweitet wird. In Simbabwe sind etwa 1,36 Millionen Menschen (etwa 41,3 % der Gesamtbeschäftigung) in informellen, nichtlandwirtschaftlichen Beschäftigungsverhältnissen tätig. Im zentralen Geschäftsviertel von Harare sind es mehr als 30.000 Straßenhändler. Bei einer früheren Registrierungsaktion registrierte die Stadt Harare mehr als 100.000 Straßenhändler, wobei jeder Händler Berichten zufolge 10 US-Dollar gezahlt haben soll. Es ist unklar, wofür das Geld verwendet wurde.

An der Amtseinführung nahmen mehrere Staats- und Regierungschefs aus anderen Ländern teil, darunter die Präsidenten von Gabun und der Demokratischen Republik Kongo sowie die Ministerpräsidenten von Portugal und Mosambik. Carlos Vila Nova wurde 2021 mit Unterstützung der Mitte-Rechts-Partei „Unabhängige Demokratische Aktion“ erstmals Präsident. Im Juli 2026 wurde er mit über 55 % der Stimmen wiedergewählt. Er setzte sich damit gegen seinen Hauptkonkurrenten Nito Abreu, ein Mitglied des Parlaments, durch, der vom ehemaligen Ministerpräsidenten Patrice Trovoada unterstützt wurde. Die Wahlenthaltung lag bei 59 %, was eine historisch niedrige Wahlbeteiligung darstellt. Der Präsident von São Tomé und Príncipe hat eine weitgehend repräsentative Rolle, während die meisten Exekutivbefugnisse beim Ministerpräsidenten liegen.

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