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Die beiden wahrscheinlich aus dem Kafue - Nationalpark entkommenen Löwen haben in der Sambesi -Region Angst und Schrecken ausgelöst. Binnen zwei Wochen töteten sie 16 Kühe. Die Menschen trauten sich nicht mehr aus dem Haus. Aber erst als Schulen eine Schließung planten, um die Kinder nicht zu gefährden, trafen Polizei und Wildtier- Behörden ein. Fernsehbilder mit den Kadavern der beiden Großkatzen und einer aufgeregten Menschenmenge sorgten für Beruhigung. Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren sind verbreitet, werden aber durch eine Dürre verschärft, die die Nahrungsquelle für Mensch und Tier verringert hat.

Am 15. Juli 2024 wurde, während seiner ersten ordentlichen Sitzung des ECOWAS-Parlaments, die Empfehlung für die beschleunigte Umsetzung des Programms für eine gemeinsame Währung vorgelegt. Dies würde folgende Länder betreffen: Benin, Burkina Faso, Cabo Verde, Côte d'Ivoire, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Liberia, Mali, Niger, Nigeria, Senegal, Sierra Leone und Togo. „Es ist von entscheidender Bedeutung, einen Konsens zwischen den Mitgliedstaaten herzustellen, um die Umsetzung des ECOWAS-Programms für eine einheitliche Währung zu beschleunigen und die Abteilung mit den notwendigen personellen Ressourcen auszustatten, damit sie ihr Mandat rechtzeitig erfüllen kann“, heißt es in dem Bericht.

Die 25. Internationale AIDS-Konferenz, findet vom 22. bis 26. Juli 2024 in München statt. Erwartet werden rund 18 000 Teilnehmer aus der ganzen Welt. Die Konferenz bringt tausende von Menschen, die mit HIV leben, davon betroffen sind und daran arbeiten, zusammen, um Wissen, bewährte Verfahren und Erfahrungen aus der HIV-Bekämpfung der letzten 40 Jahre sowie aus der Bekämpfung von COVID-19, Mpox und anderen Bedrohungen der öffentlichen Gesundheit auszutauschen.

Kenias Polizei verbietet Proteste in der Hauptstadt, nachdem Polizei mit Tränengas reagiert hatte, als die von Jugendlichen angeführten Demonstranten erneut in den großen Städten auf die Straße gingen. Die Proteste begannen letzten Monat gegen geplante Steuererhöhungen und gehen weiter, obwohl das Gesetz zurückgezogen wurde. Die Demonstranten fordern Präsident William Ruto zum Rücktritt auf. Ein kenianisches Gericht hat aber das von der Polizei verhängte Verbot von Protesten in der Hauptstadt aufgehoben.  

Vertreter aus 28 afrikanischen und europäischen Ländern sind in Tripolis zusammengekommen, um über Möglichkeiten zur Bekämpfung der irregulären Migration zu beraten. Die nordafrikanischen Länder bitten auf der Konferenz um Unterstützung bei der Eindämmung der Flüchtlings- und Migrantenströme. Die Vereinten Nationen haben seit 2014 mehr als 20.000 Todesfälle und verschwundene Personen im zentralen Mittelmeer registriert, was diese Route zu einer der gefährlichsten Überfahrten für Migranten weltweit macht. Die Internationale Organisation für Migration gab im Mai an, dass sich zu Beginn des Jahres mehr als 706.000 Migranten in Libyen aufhielten, aber libysche Beamte sagen, dass die tatsächliche Zahl über zwei Millionen liegt. Die libyschen Behörden erklärten, dass bis zu 80 %der Ausländer im Land keine Papiere haben.

Das ganz von Südafrika eingeschlossene Königreich Lesotho ist arm, aber dank seiner Höhenlage – von 1.000 bis 3.400 Meter über dem Meer – ist es reich an Wasser. Das Wasser der vielen  dort entspringenden Flüsse wird in riesiken Dämmen aufgestaut und schon seit zwei Jahrzehnten nach Südafrika exportiert, besonders in den 400 km nördlich gelegenen Wirtschaftsraum um Johannesburg. Während Südafrika jährlich 180 Millionen € an die Lesotho Regierung bezahlt, haben viele Menschen in Lesotho keinen Nutzen davon. Sie werden kaum konsultiert oder informiert und müssen für eine kleine Entschädigung für ihr genommenes Land gerichtlich vorgehen. Ihre Weiden und Äcker leiden bereits unter anhaltender Dürre. Trotzdem plant das Lesotho Highlands Water Projekt ein weiteres Großprojekt: aus einer neuen Talsperre im Südwesten sollen jährlich 150 Millionen Kubikmeter Wasser durch eine 700 Kilometer lange Pipeline ins durstige Botswana gepumpt werden.

Mission Harmony 2024 - das Krankenhausschiff "Peace Ark" der chinesischen Volksbefreiungsarmee (PLA) besucht 13 Länder, nämlich die Seychellen, Tansania, Madagaskar, Mosambik, Südafrika, Angola, die Republik Kongo, Gabun, Kamerun, Benin, Mauretanien, Dschibuti und Sri Lanka; es wird der Bevölkerung vor Ort medizinische Hilfe leisten und die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen China und den besuchten Ländern unterstützen.  Auf den Seychellen wurden mehr als 4.000 Menschen von Ärzten untersucht, seit das Schiff am 5. Juli am IPHS-Kai angelegt hat. Um eine effiziente Kommunikation zu gewährleisten, wurde das medizinische Personal an Bord des Schiffes von mehr als 50 freiwilligen Helfern unterstützt, die vom Ministerium für lokale Verwaltung mobilisiert wurden.

"Wenn in Westafrika noch mehr Länder in die Instabilität kippen, hat das nicht nur dramatische Konsequenzen für die Menschen vor Ort, sondern auch direkte Auswirkungen für unsere Sicherheit in Europa", so Außenministerin Annalena Baerbock bei ihrem Besuch in den Senegal und die Elfenbeinküste. Im Wettstreit mit Russland und China fordert die Außenministerin gleichberechtigte Kooperationen mit Ländern in Afrika.

Nach den vorläufigen Wahlergebnissen hat Präsident Paul Kagame die Präsidentschaftswahlen mit 99 % der Stimmen gewonnen. Der Präsident, der seit 1994 in verschiedenen Funktionen an der Macht ist, gewann 2017 mit einer ähnlichen Quote. Etwa 9 Millionen der insgesamt 14 Millionen Ruander waren zur Wahl zugelassen.

Die gambischen Gesetzgeber haben für die Aufrechterhaltung des 2015 erlassenen Verbots der weiblichen Genitalverstümmelung gestimmt und damit den umstrittenen Gesetzentwurf, den muslimische Geistliche eingebracht hatten, abgelehnt. Das seit 2015 geltende Verbot hat zu einem deutlichen Rückgang der Genitalverstümmelung in Gambia geführt. Die Befürworter der Aufhebung argumentieren jedoch, dass die Genitalverstümmelung religiöse und kulturelle Werte aufrechterhält. FGM (Female Genital Mutilation) beinhaltet die teilweise oder vollständige Entfernung der äußeren weiblichen Genitalien und kann zu schweren gesundheitlichen Problemen wie Infektionen, Blutungen, Unfruchtbarkeit und Komplikationen bei der Entbindung führen. Gambia gehört zu den 10 Ländern mit der höchsten FGM-Rate. 73 % der Frauen und Mädchen im Alter von 15 bis 49 Jahren haben sich dem Eingriff unterzogen, so die Zahlen von UNICEF für 2024. Wäre der Gesetzentwurf angenommen worden, wäre Gambia das erste Land der Welt gewesen, das das Verbot der Genitalverstümmelung aufgehoben hätte.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

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