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Russland und China haben den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen daran gehindert, eine Entscheidung des westafrikanischen Wirtschaftsblocks ECOWAS zu unterstützen, neue Sanktionen gegen Mali zu verhängen. Kenias Botschafter bei den Vereinten Nationen, Martin Kimani, sagte, er sei "enttäuscht", dass der Rat sich nicht auf eine, wie er es nannte, "relativ milde" Presseerklärung einigen konnte, und sprach sich für die "Verhängung von Sanktionen gegen die Militärbehörden in Mali aus.

Die Länder in Subsahara-Afrika verloren insgesamt 1,93 Milliarden Dollar aus ihrer Wirtschaft, weil die Regime das Internet weiträumig abschalteten. Aus dem Bericht des „Global Cost of Internet Shutdowns 2021“ geht hervor, dass Nigeria die größte Beeinträchtigung 5 040 Stunden pro Jahr (210 Tage 1,45 Mrd. $) aufweist, gefolgt von Äthiopien 8 760 Stunden (164,5 Mio. $). Weitere nennenswerte afrikanische Länder sind: Sudan 605 Stunden (25 Tagen), Uganda (109 Mio. $), Burkina Faso (35,9 Mio. $), Eswatini 216 Stunden Blackout (2,9 Mio. $). Weiter wird berichtet, dass 69 % aller Internet-Störungen mit Einschränkungen der Versammlungsfreiheit, 29 % mit Wahleinmischungen und 29 % mit Verstößen gegen die Pressefreiheit verbunden waren und 75 % der staatlichen (globalen) Internetausfälle mit zusätzlichen Menschenrechtsverletzungen.

Die Bewohner des Gebiets um Mutoko (145 km nordöstlich der Hauptstadt Harare) fühlen sich betrogen. Sie müssen zusehen, wie fremde Firmen ihren kostbaren schwarzen Granit abbauen und abtransportieren - bis zu 60 Lastwagen pro Tag. Sie fühlen sich bedroht, ausgebeutet und schlecht behandelt; ihre Häuser werden durch Sprengungen beschädigt; Ackerland wird unbrauchbar und die schon prekären Straßen werden weiter demoliert. Die Königliche Bibliothek in Kopenhagen ist von Mutoko Granit gebaut. Für die 6.500 Tonnen hat die simbabwische Regierung 975.000 US Dollar eingesteckt. Bis die Dörfler  lernen, ihren Stein selbst zu bearbeiten, bleiben sie die Verlierer.

In öffentlichen Gesundheitseinrichtungen ist die Verschreibung von Verhüttungsmittel vom Familienstand abhängig.   Unverheirateten Frauen werden Verhütungsmittel oft verweigert, während bei verheirateten Frauen in der Regel die Zustimmung des Ehemannes eingeholt wird; in einigen Fällen wird unverheirateten Frauen geraten, zu heiraten. Das Land hat eine jährliche Wachstumsrate von 2,6 %. Bis 2050 wird es voraussichtlich das drittbevölkerungsreichste Land der Welt werden.

Die Forderung nach einem vollständigen Verbot von DDT (Dichlor-Diphenyl-Trichlorethan) hat eine Debatte ausgelöst. DDT wird in der Landwirtschaft (z.B. Indien) und zur Eindämmung krankheitsübertragender Insekten (Malariabekämpfung) eingesetzt.  Prof Bontle Mbongwe, von Botsuana argumentiert, „da DDT nicht abgebaut wird, bleibt es viele Jahre lang in der Umwelt intakt; daher sind Mensch und Umwelt seinen toxischen Wirkungen ausgesetzt, von denen einige die Entwicklung von Kindern beeinträchtigen können…noch bedenklicher ist, dass DDT über den Boden, das Wasser und vor allem die Luft durch die Umwelt und über Grenzen hinweg transportiert wird." Die Länder südlich der Sahara gehen von DDT und Pyrethroiden zu mehr Organophosphatchemikalien, den Neonicotinoiden, über. Ende 2020 zeigten jedoch noch 18 Staaten die Verwendung von DDT zur Seuchenbekämpfung an.

Ndugai hat die Entscheidung der Regierung angefochten, Kredite in Höhe von 560.000 US-Dollar vom Internationalen Währungsfonds IWF zu übernehmen, und erklärt, dass das Land durch die Kreditaufnahme Gefahr läuft, verscherbelt zu werden. Ndugai ist einer der dienstältesten Abgeordneten, der seit dem Jahr 2000 für den Wahlkreis Kongwa im Parlament sitzt. Der Rücktritt wird unterschiedlich bewertet.

Die katholische Kirche in Kamerun erhofft sich vom Africa-Cup einen wichtigen Impuls für die Konfliktlösung im Land. Die katholischen Bischöfe erklärten, dass das Fußballturnier "der Beginn eines neuen Kamerun sein könnte, das an Frieden, Einheit und Brüderlichkeit glaubt". Zum Start des Turniers gab es ein interreligiöses Gebet mit katholischen, protestantischen und muslimischen Geistlichen. Kamerun wird aktuell von zwei Krisen dominiert: zum einen dem Konflikt zwischen Regierung und englischsprachiger Minderheit im Südwesten; zum anderen der Bedrohung durch die islamistische Terrormiliz Boko Haram im Norden des Landes.

ECOWAS und die Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA) verhängte eine Reihe von wirtschaftlichen und diplomatischen Sanktionen als Reaktion auf den Wunsch der malischen Militärführung, die Wahlen bis 2026 zu verschieben. Alle Grenzen zum Mitgliedsland werden ab sofort geschlossen, alle nicht lebenswichtigen Handelsbeziehungen und alle Finanzmittel Malis bei der Ecowas-Zentralbank eingefroren. Alle Botschafter der Staatengruppe werden aus Malis Hauptstadt Bamako abgezogen. Das Land hat seit 2012 drei Militärputsche hinter sich. Malis Junta verurteilt die harte ECOWAS-Sanktionen als " illegal".

In der ostkongolesischen Stadt Goma stellt seit ein paar Jahren ein kleines Unternehmen Holzkohle Briketts her -  nicht die gewohnte Holzkohle aus geschlagenen Bäumen - sondern aus Haushalts - und Landwirtschaftsabfällen. Der Gründer und Geschäftsführer der innovativen Firma „Brisol“, Patrick Kirere, erklärt den Prozess der Herstellung: Abfälle von Haushalten und Märkten werden gesammelt, sortiert, verkohlt,  gemahlen und mit Bindemittel in eine homogene Masse gemischt. Diese wird in Brikettierpressen geformt, dann getrocknet, verpackt und vermarktet. Diese ökologische Alternative schränkt die Abholzung ein, schafft Arbeitsplätze und bietet den Haushalten einen billigen Brennstoff an. In 30 Jahren hat die Demokratische Republik Kongo 20% ihres Regenwaldes verloren, fast so viel wie Brasilien.

Heftige Regenfälle mit Gewittern und starken Winden, die 24 Stunden anhielten, haben im Süden des Landes eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Fünf  Menschen wurden durch Blitze getötet, weitere 15 schwer verletzt. Etwa 5000 Häuser wurden zerstört und 6 Gesundheitszentren überflutet. Die mosambikanische Katastrophenschutzbehörde hat die Bevölkerung gewarnt, dass in der laufenden Regen - und Wirbelsturm Saison fast 400,000 Menschen in der Provinz von Überschwemmungen betroffen werden könnten und hat bereits Boote, Lebensmittel, Zelte und Decken in das Gebiet geschickt.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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