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  • Afrika
  • Benin

Die Wahlkommission hat Amtsinhaber Patrice Talon mit 86 % der Stimmen in der ersten Runde zum Sieger der Präsidentschaftswahlen des Landes erklärt. Talon, ein Baumwoll-Tycoon, der 2016 zum ersten Mal gewählt wurde, hatte bei der Wahl am Sonntag zwei Konkurrenten, während die meisten seiner wichtigsten Gegner im Exil sind oder von der Kandidatur ausgeschlossen wurden. Einigen Oppositionsparteien boykottierten Wahl.

  • Libyen

Der Chef der neuen libyschen Übergangsregierung und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan haben ihr Engagement für das umstrittene maritime Abkommen für 2019 bekräftigt. Erdogan sagte das Abkommen sichere "die nationalen Interessen und die Zukunft der beiden Länder". Das maritime Abkommen, legt einseitig einen neuen Verlauf der Festlandsockel im Mittelmeer fest, womit der Türkei auf Kosten Griechenlands und Zyperns einen Anteil an den Erdgasvorkommen zugeschlagen würde. Die Republik Zypern, Griechenland und Ägypten verurteilten das Memorandum als ernsthafte Verletzung internationalen Rechts; es werde gegen das Seerecht verstoßen und „Geografie verfälscht.“. Die Bundesregierung kommt zu der Überzeugung, “ das Abkommen verstößt gegen das völkergewohnheitsrechtliche Seerecht und erscheint im Ergebnis als unzulässiger Vertrag zulasten Dritter; die EU und die USA beurteilen die Lage ähnlich.

  • Tansania
  • Uganda

Die Regierungen von Uganda und Tansania und  die internationale Ölfirmen - die französische Total E&P und die chinesische Cnooc - haben Vereinbarungen für die Kommerzialisierung der geplanten East African Crude Oil Pipeline (EACOP) unterzeichnet. Die 1.445 Kilometer lange Pipeline, beginnt in Hoima im Albertine Graben im Westen Ugandas und im endet Hafen von Tanga in Tansania und wird 216.000 Barrel Rohöl pro Tag transportieren. Aufgrund der wachsartigen Beschaffenheit des ugandischen Öls wird es eine der längsten beheizten Rohöl-Exportpipelines der Welt sein. Mehr als 10.000 Arbeitsplätze sollen so geschaffen. Umweltaktivisten kritisieren das Projekt, aufgrund der C02-Emissionen (freigesetzt bei  der Verbrennung von Öl) entstehen, Risiken in beiden Ländern für geschützte Umgebungen, Wasserquellen und Feuchtgebiete.

  • Afrika

Die Bundesregierung hat die Liste der als Hochinzidenzgebiet erweitert. Sie listet 42 Staaten darunter 8 Länder in Afrika: Botswana, Eswatini, Lesotho, Simbabwe, Malawi, Mosambik, Sambia, Südafrika; diese gelten auch aktuell als Virusvarianten-Gebiete. Die Listung zieht Beschränkungen bei der Einreise nach Deutschland nach sich. Auflistung des RKI.

  • Liberia

Typhus gilt im Land mit mehr als 7.400 Fällen pro Jahr als endemisch. Die Regierung hat nun zum ersten Mal einen Impfstoff in die regulären Kinderimpfungen aufgenommen; die neue Impfkampagne zielt auf mehr als 1 Million Kinder zwischen neun Monaten und 14 Jahren ab. die Mehrheit der Typhusfälle des Landes tritt bei Kindern unter 15 Jahren auf.

  • Afrika

Bestätigte COVID-19-Fälle in Afrika 4.324.953 (ca. 3,3% weltweit). Global ca. 133 Millionen Coronavirus-Fälle, fast 2,9 Millionen Todesfälle. Anzahl der Coronavirus (COVID-19)-Fälle auf dem afrikanischen Kontinent nach Ländern

  • Elfenbeinküste

Der ehemalige Präsident Laurent Gbagbo und sein Jugendminister Charles Blé Goudé wurden vom Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) endgültig von Verbrechen gegen die Menschlichkeit freigesprochen; sie hatten stets ihre Unschuld beteuert. Der heutige Präsident Alassane Ouattara hatte 2010 die Wahl gewonnen, doch Gbagbo hatte sich geweigert, die Macht abzugeben. Der Konflikt dauerte bis April 2011 und mehr als 3000 Menschen wurden getötet und Hunderttausende vertrieben. Präsident Ouattara sagt, Gbagbo sei frei und könne zurückkehren; die Reisekosten würden vom "Staat Côte d'Ivoire" getragen. Er sagte jedoch nichts zu der Verhängung einer 20-jährige Haftstrafe wegen Veruntreuung von Geldern der regionalen Zentralbank, die ein ivorisches Gericht in 2019 in Abwesenheit ausgesprochen hatte.

  • Kenia

Die Blumenfarm „Rift Valley Roses“ gewinnt jetzt ihren Strom aus einer schwimmenden Photovoltaik-Anlage. Die Solaranlage schwimmt platzsparend auf einem Wasserreservoir der Farm; dies ist nicht nur platzsparend, es verringert auch die Verdunstung, dämmt die Algenblüte und kühlt die Solarmodule, die so effizienter arbeiten. Das Projekt wurde von dem Unternehmen Ecoligo in Berlin realisiert, das sich über Crowdinvesting finanziert. Private Investoren erhalten so die Möglichkeit, Geld in nachhaltige Projekte anzulegen.

  • Afrika

Der begeisterte Touristenführer Adam Bafirawala erfand den neuen Sport am jungen Nil. In Jinja steigen die Wassersportler in 10 aneinander geknüpfte aufgeblasene Lkw Schläuche und lassen sich, von einem Kajakfahrer angeführt, gemächlich nilabwärts treiben. Da es ein fast risikofreier Sport ist, können auch Nichtschwimmer eine Nil  Cruise wagen. Der immer beliebter werdende Sport für 25 US$  per Flussfahrt füllt die Kassen des Betreibers von  „Tubing the Nile“ und der Regierung.

  • Marokko
  • Westsahara

Außenminister Sabri Boukadoum rief zu "direkten und ernsthaften" Verhandlungen zwischen der Demokratischen Arabischen Republik Sahara (SADR) und Marokko auf, um eine Beilegung des Westsahara-Konflikts zu erreichen, da die im November wieder aufgenommenen Feindseligkeiten einen 30 Jahre alten Waffenstillstand zerbrachen. Seit dem Abzug der spanischen Kolonialmacht 1975 ist die Souveränität über die Westsahara ungeklärt. Marokko beansprucht Westsahara als Teil seines Staatsgebietes, während die Polisario die Unabhängigkeit des gesamten Territoriums anstrebt.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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