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Safran Landing Systems (eine Tochtergesellschaft des französischen Luft- und Raumfahrtkonzerns Safran) hat einen Vertrag mit Marokko, über die Errichtung eine 280 Millionen Euro teuren Fahrwerksfabrik in der Nähe von Casablanca, unterzeichnet.  In Nouaceur sollen Komponenten für die Airbus A320-Familie hergestellt werden. Im Oktober 2025 wurden bereits Vereinbarungen über ein neues Triebwerks-Industriezentrum getroffen. Zusätzlich entsteht ein Wartungs- und Reparaturzentrum (MRO), das ab 2027 jährlich bis zu 150 Triebwerke instand setzen wird. Seit über 25 Jahren ist Safran ist in Marokko präsent.  An 10 Standorten werden fast 5.000 Mitarbeiter beschäftig. Die neuen Deals sind ein weiterer Schritt Marokkos, seine Position in den globalen Lieferketten der Luft- und Raumfahrtindustrie zu stärken. Mit 150 Unternehmen beschäftigt der Luft- und Raumfahrtsektor Marokkos 25.000 Menschen.

Die Trump-Regierung hat heimlich neun Personen nach Kamerun abgeschoben, obwohl viele von ihnen vor US-Gerichten Schutz vor solchen Maßnahmen genießen und keiner von ihnen aus diesem afrikanischen Land stammt. Unter ihnen Personen aus Simbabwe und Ghana. Mehrere der Männer und Frauen, die am 14. Januar mit einem Flug aus Alexandria, Louisiana, nach Kamerun gebracht wurden, kannten ihr Ziel nicht, bis sie in einen Flug des Heimatschutzministeriums gesetzt und mit Handschellen und Ketten gefesselt wurden. Die Regierung von Präsident Donald Trump hat keine Vereinbarung bekannt gegeben, in der Kamerun sich bereit erklärt hätte, Deportierte aus anderen Ländern aufzunehmen. Die Gruppe wird in einem staatlichen Komplex in Yaoundé festgehalten. Die örtlichen Behörden verweigern ihnen die Ausreise, sofern sie nicht einer Rückkehr in ihre ursprünglichen Heimatländer zustimmen.

Die Türkei hat ihr Tiefsee-Bohrschiff Cagri Bey nach Somalia entsandt, um im Curad-1-Bohrloch vor der somalischen Küste nach Öl und Gas suchen. Es ist die erste Offshore-Explorationsmission Ankaras außerhalb seiner Seegebiete. Die türkische Marine eskortiert die Cagri Bey und soll während den Bohrungen Schutz bieten. Im Jahr 2024 wurde ein Energieabkommen zwischen Ankara und Mogadischu abgeschlossen.

Die Staats- und Regierungschefs der AU haben auf dem zweitägigen Gipfeltreffen in Addis Abeba eine Resolution verabschiedet, in der Sklaverei, Deportation und Kolonialismus als Völkermord und Verbrechen gegen die Bevölkerung Afrikas bezeichnet werden. Die Mitgliedstaaten einigten sich darauf, den 30. November zum „Afrikanischen Tag zu Ehren der afrikanischen Märtyrer und Opfer des transatlantischen Sklavenhandels, der Kolonialisierung und der Apartheid“ zu erklären. Außerdem forderte der Vorsitzende Mahmoud Ali Youssouf ein Ende der von ihm so bezeichneten Ausrottung des palästinensischen Volkes. Die Konferenz bekundet ihre Solidarität mit Palästina und dem palästinensischen Volk. 

Während des Gipfeltreffens der Afrikanischen Union in Addis Abeba kündigte Präsident Xi Jinping an, dass es ab dem 1. Mai 2026 die Zölle für Importe aus 53 afrikanischen Ländern abschaffen werde. Eswatini ist das einzige Land, das nicht auf der Liste steht, da es diplomatische Beziehungen zu Taiwan unterhält.

Der ukrainische Militärgeheimdienst hat bekannt gegeben, dass zwei Nigerianer identifiziert wurden, die im laufenden Konflikt für Russland gekämpft haben und dabei ums Leben gekommen sind. In ihrer Mitteilung an die nigerianischen Behörden legten ukrainische Beamte Bilder der Personen in Tarnuniformen sowie Dokumente vor, die angeblich ihre Vertragsdetails enthalten. Der russische Botschafter in Nigeria, Andrey Podyolyshev, hat diese Behauptungen zurückgewiesen und erklärt, dass es keine von der Regierung unterstützten Programme zur Rekrutierung von Nigerianern für den Krieg gebe. Ein Bericht der Investigativgruppe All Eyes on Wagner vom Februar 2026 schätzt, dass mindestens 36 Nigerianer für den Krieg rekrutiert wurden, von denen bisher fünf als getötet bestätigt sind. Insgesamt sollen über 1.400 Afrikaner aus 35 Ländern in russischen Diensten stehen.

Bewaffnete Männer auf Motorrädern haben bei Überfällen in drei Dörfern (Tunga-Makeri, Konkoso und Pissa) im Nordwesten Nigerias Dutzende Menschen getötet. Die bewaffneten Männer erschossen Einheimische, zündeten Häuser an und entführten eine unbekannte Anzahl von Menschen im Bundesstaat Niger.

Die Staatschefs Afrika treffen sich in Addis Abeba zum Gipfeltreffen der Afrikanischen Union 2026. Schwerpunktthemen sind: Wasserversorgung im Zusammenhang mit dem Klimawandel und als wichtiger Faktor für wirtschaftliche Entwicklung; Konflikte im Sudan, Südsudan, in der Demokratischen Republik Kongo und in der Sahelzone; Israels Anerkennung von Somaliland, das den Druck auf die Grenzen erhöht; Afrikas Rolle in der veränderten globalen Lage und Finanzwelt.  Der burundische Präsident Évariste Ndayishimiye übernimmt turnusgemäß den Vorsitz der Union für das Jahr 2026.

Die Grenze Kenias zu Somalia wird im April wieder geöffnet, fast 15 Jahre nachdem sie aufgrund von Angriffen der islamistischen Miliz al-Shabab geschlossen wurde. Die in Somalia ansässige Gruppe hat eine Reihe tödlicher Anschläge in Kenia verübt. Darunter 2013 einen Anschlag auf ein Einkaufszentrum Nairobi, bei dem 67 Menschen ums Leben kamen, und einen auf eine Universität in Garissa zwei Jahre später, bei dem 148 Menschen starben. Die Absicht, zwei Grenzübergänge wieder zu öffnen, folgt auf jahrelange Sicherheitsbewertungen. Sicherheitskräfte werden in großer Zahl eingesetzt, um den Grenzübergang zu sichern.

Der Zyklon hat mindestens 31 Menschen getötet und schwere Verwüstungen angerichtet. Zyklon „Gezani“, ist mit einer Geschwindigkeit von bis zu 270 km/h. über die Insel gefegt. Die zweitgrößte nordöstliche Hafenstadt Toamasina mit rund einer halben Million Einwohnern wurde verwüstet.  90 % aller Häuser sind beschädigt. Laut offiziellen Angaben sind geschätzt mehr als 250.000 Menschen von dem Unwetter betroffen. 

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

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