Nachrichten aus Afrika
Neues Abkommens - aus den USA abgeschobene „Drittstaatsangehörige“
Die Demokratische Republik Kongo (DRK) teilt mit, dass sie „Drittstaatsangehörige“ aufnehmen wird, die im Rahmen eines neuen Abkommens mit der Regierung von US-Präsident Donald Trump aus den Vereinigten Staaten abgeschoben wurden. Es bezeichnete die Vereinbarung als „vorübergehend“ und als Ausdruck des „Engagements der DRK für Menschenwürde und internationale Solidarität“. Im Rahmen der Vereinbarung werden die USA die Kosten für die Abschiebungen übernehmen, sodass der kongolesischen Regierung keine Kosten entstehen, hieß es in der Erklärung. In der Nähe von Kinshasa wurden bereits Einrichtungen für die Ankommenden vorbereitet.
Kraftstoffversorgung - Notstand
Angesichts der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten hat die sambische Regierung die aktuelle Lage bei der Kraftstoffversorgung zum Notstand erklärt. Das Kabinett hat beschlossen, die Mehrwertsteuer auf Benzin- und Dieselimporte für einen Zeitraum von drei Monaten auf null zu setzen und die Verbrauchsteuer auszusetzen.
Armee befreit 31 Geiseln
Katholische als auch evangeliare Ostergottesdienste wurden in Ariko, im nordwestlichen Bundesstaat Kaduna, angegriffen. Sieben Menschen wurden getötet und mehrere entführt. Die nigerianische Armee teilte mit, dass sie 31 Gläubige befreit habe. Der Angriff fand statt, obwohl der Polizeichef für Ostern einen „massiven Sicherheitsaufgebot“ angeordnet hatte, auch an Gotteshäusern.
Energieabnehmer wenden sich Afrika zu
Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten treibt europäische und asiatische Abnehmer in die afrikanischen Ölförderländer, die im Vergleich zu anderen Hochrisikogebieten niedrigere Versicherungsprämien und besser planbare Liefertermine bieten. Branchenexperten zufolge werden Afrikas führende Energieländer – darunter Nigeria, Libyen, Angola, Gabun, Mosambik, Namibia und Tansania – zunehmend als risikoärmere Alternativen zu Lieferanten aus dem Nahen Osten angesehen. Während verschiedene globale Produzenten von einer möglichen Sperrung der Straße von Hormus profitieren könnten, gehen Analysten davon aus, dass Afrikas Energiegiganten dank einer geografischen Lage, die von großen Konfliktzonen „weitgehend abgeschirmt“ ist, langfristig als Hauptgewinner hervorgehen könnten.
Erste Offshore-Ölbohrung
Das Bohrschiff „Çağrı Bey“ der Turkish Petroleum Corporation steuert die Hoheitsgewässer Somalias im Arabischen Meer an, um dort die ersten Offshore-Ölbohrungen aufzunehmen. Forscher schätzen, dass das Land über Ölreserven in Milliardenhöhe verfügt, doch die Exploration wurde durch jahrzehntelange Konflikte und politische Instabilität behindert. Ankara hat seine Beziehungen zu Somalia vertieft und investiert seit mehr als einem Jahrzehnt in das Land. Außerdem hat es in den letzten Jahren seine militärische Präsenz dort ausgebaut, wo es seit 2017 einen großen Stützpunkt betreibt.
Haftstrafe für gleichgeschlechtliche Beziehungen verdoppelt
Präsident Bassirou Diomaye Faye hat ein Gesetz unterzeichnet, das "acts against nature" unter Strafe stellt. Die Höchststrafe für gleichgeschlechtliche Beziehungen wurde auf bis zu 10 Jahre Haft verdoppelt. Das Gesetz, das mit überwältigender Mehrheit in der Nationalversammlung verabschiedet wurde, sieht zudem strafrechtliche Sanktionen für Personen vor, die der Förderung oder Finanzierung gleichgeschlechtlicher Beziehungen für schuldig befunden werden. Seit Februar wurden Dutzende Männer aufgrund der Anti-LGBTQ-Gesetze festgenommen; den Auftakt zu einer Welle von Festnahmen bildete die Festnahme von 12 Männern durch die Polizei, darunter zwei lokale Prominente. Die Festnahmen basierten häufig auf Anschuldigungen und Durchsuchungen von Mobiltelefonen, über die fast täglich berichtet wird, wobei die Namen der Festgenommenen veröffentlicht werden.
10 afrikanische Nationen qualifiziert
Afrika wird bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 Geschichte schreiben: Mit zehn Nationen haben sich so viele wie nie zuvor direkt für das aufgestockte Weltturnier qualifiziert. Ein bedeutender Meilenstein für den Fußball des Kontinents. Die qualifizierten Mannschaften sind: Algeria, Cape Verde, Democratic Republic of the Congo, Egypt, Ghana, Ivory Coast, Morocco, Senegal, South Africa and Tunisia.
Kriminelle mit Verbindungen zum Russlandkrieg verhaftet
Vier Männer mussten sich vor einem Gericht in Harare wegen des Vorwurfs verantworten, Simbabwer nach Russland verschleppt zu haben. Berichten zufolge wurden die Opfer gezwungen im Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu kämpfen. Sie wurden als Feuerwehrleute angeworben. Die über Social-Media-Plattformen wie Facebook, Telegram und WhatsApp rekrutierten Opfer reisten nach Russland, wo ihnen ihre Dokumente beschlagnahmt wurden. Anstatt als Feuerwehrleute zu arbeiten, wurden sie zum Militärdienst gezwungen. Der Betrug flog auf, nachdem die Opfer Verwandte in Simbabwe kontaktierten.
Drohnenkriege verschärfen Auseinandersetzungen
Drei Jahre nach Ausbruch des Krieges im Sudan hat sich die rohstoffreiche Region Kordofan (Gold und Öl) zum heftigsten Schauplatz der Kämpfe zwischen der Armee und den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) entwickelt. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden allein zwischen Januar und Mitte März mehr als 500 Zivilisten durch Drohnenangriffe getötet. Es wird angenommen, dass beide Seiten auf aus dem Ausland gelieferte Technologie zurückgreifen: die RSF über in China hergestellte Drohnen, die sudanesische Armee türkische und iranische Modelle. Die ständigen Drohnenangriffe haben die wichtigsten Versorgungsrouten zwischen El Obeid, Dilling und Kadugli unpassierbar gemacht. Dies verhindert die Lieferung von Nahrungsmitteln und Medikamenten. Über 88.000 Menschen sind in den letzten Monaten allein aus der Kordofan-Region geflohen
Touadera für dritte Amtszeit vereidigt
Präsident Faustin-Archange Touadera versprach bei seiner Vereidigung „Frieden, Sicherheit, Versöhnung und nationale Einheit festigen“. Die Amtseinführung fand vor rund 20.000 Zuschauern in der Hauptstadt Bangui in Anwesenheit des burundischen Präsidenten Evariste Ndayishimiye, der den rotierenden Vorsitz der Afrikanischen Union innehat, sowie der Staatschefs des Kongo, Gabuns und der Komoren statt. Touadera, der seit 2016 im Amt ist, wurde bei den Wahlen im Dezember mit 77,90 % der Stimmen wiedergewählt. Die Wahl wurde von der Opposition und seinem Hauptkonkurrenten Anicet George Dologuele angefochten, der massiven Wahlbetrug geltend machte.

