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Der Verwaltungsrat der Afrikanischen Entwicklungsbank (AfDB) gab bekannt, dass er eine Finanzhilfe in Höhe von 1,5 Mrd. USD bewilligt hat, um die afrikanischen Länder bei der Abwendung einer drohenden Nahrungsmittelkrise, aufgrund der Unterbrechung der Nahrungsmittellieferungen infolge des Krieges zwischen Russland und der Ukraine, auf dem Kontinent zu unterstützen. 20 Millionen afrikanische Kleinbauern werden im Rahmen dieser Initiative mit zertifiziertem Saatgut versorgt und erhalten besseren Zugang zu Düngemitteln. Akinwumi Adesina, Präsident der AfDB-Gruppe, sagte: "Nahrungsmittelhilfe kann Afrika nicht ernähren. Afrika braucht keine Schüssel in der Hand. Afrika braucht Saatgut in der Erde und mechanische Erntemaschinen, um die vor Ort produzierten Lebensmittel in Hülle und Fülle zu ernten. Afrika wird sich selbst mit Stolz ernähren, denn es ist unwürdig, um Nahrung zu betteln."

Der ehemalige nigerianische Präsident Olusegun Obasanjo hat einen diplomatischen Sieg im äthiopischen Bürgerkrieg errungen: Die Übergangsregierung von Tigray hat sich verpflichtet Kriegsgefangene freizulassen. Die Gefangenen stammen aus den Armeen der äthiopischen Behörden, der Amhara-Region und Eritreas. Ihre Freilassung ist eine "vertrauensbildende Maßnahme", die zur Einhaltung des seit mehr als einem Monat bestehenden "Mini-Waffenstillstands" gehört. Die meisten der Gefangenen stammen aus Gebieten außerhalb von Tigray. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Gefangenen an Menschenrechtsverletzungen beteiligt waren, ist daher gering bis null. Von den mehr als freigelassenen 4 000 Gefangenen sind 401 Frauen.

Präsident Yoweri Museveni erklärt, seine Regierung werde angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten nicht in die derzeitige Wirtschaftslage eingreifen. Die Preise für Erdölprodukte, importierte Rohstoffe und Lebensmittel sind auf Grund des Krieges in der Ukraine gestiegen. Museveni riet den Bürgern, teuren Weizen durch lokal verfügbare Nahrungsmittel wie Hirse, Mais, grüne Bananen und Maniok zu ersetzen. Der größte Teil Ugandas ist sehr produktiv und viele Familien sind auf Subsistenzlandwirtschaft angewiesen. Die Preise für lokal produzierte Lebensmittel sind vor allem, wegen der Transportkosten, in den Städten gestiegen.

Der Bericht der Weltbevölkerung 2022 zeigt, dass rund 60 % der ungewollten Schwangerschaften in Lesotho mit einem Abbruch enden; 35,71 % der Jugendlichen im Alter von 10 bis 15 Jahren sind im Jahr 2019 wegen eines Schwangerschaftsabbruchs in Gesundheitszentren zur geburtshilflichen und gynäkologischen Behandlung eingeliefert wurden. Im Jahr 2021 wurden schätzungsweise 8,17 % der Teenager im Alter von 15 bis 19 Jahren eingeliefert, während weitere 10,6 % der jungen Frauen im Alter von 20 bis 24 Jahren von Gesundheitsfachkräften wegen eines ungewollten Schwangerschaftsabbruchs behandelt wurden. In Lesotho ist der Schwangerschaftsabbruch auf der Straße sehr verbreitet, obwohl er für die Gesundheit der Frauen gefährlich ist: Infektionen, Beschädigung des Gebärmutterhalses, starker Blutverlust und das Risiko, dass Material in der Gebärmutter zurückbleibt. Abtreibung steht in Lesotho unter Strafe, und jede Person, die den Abbruch einer Schwangerschaft vorsätzlich herbeiführt oder veranlasst, kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren bestraft werden.

Die Regierung hat die 5% Abgabe auf den Export von Rohplatin ausgesetzt, nachdem die Bergbauunternehmen das Finanzministerium um ihre Abschaffung gebeten hatten. Davon profitieren kurzfristig die großen Minenunternehmen Impala Platinum, insbesondere die großen südafrikanischen, die im Nachbarland den Bergbausektor dominieren, Sibanye Stillwater, Impala Platinum und Anglo American Platinum. Die Abgabe sollte die Bergbauunternehmen dazu bewegen, inländische Wertschöpfungsanlagen zu entwickeln, da Simbabwe versucht, die Erträge aus seinen riesigen Platinvorkommen zu optimieren. Die Platinminenbetreiber exportieren das Mineral derzeit zur Veredelung nach Südafrika, größtenteils in rohem oder halbverarbeitetem Zustand, wodurch dem Land nach Ansicht der Regierung erhebliche potenzielle Einnahmen entgehen.

Ein seltener weißer Büffel, der größer ist als andere, wurde in Tansanias nördlichem Tarangire-Nationalpark , südöstlich des Manyara-Sees gesichtet. Weiße Büffel sind sehr selten und in einigen Gemeinschaften gelten sie als heilig.

Trotz wiederholter offizieller Abschaffung -  zuletzt in 2007 - besteht die Sklaverei immer noch und betrifft die Nachfahren von Generationen versklavten und bis heute nicht freigelassenen Menschen. Diese sind überwiegend Schwarze, Haratin genannt. Die Geschichte der Sklaverei ist komplex. Die in 2005 anerkannte mauretanische Organisation „SOS Esclaves“ schätzt, dass etwa 600.000 Sklaven im Land leben, fast 20% der Bevölkerung, die alle mühseligen, schmutzigen Arbeiten verrichten und so der Elite ein angenehmes Leben ermöglichen. Während manche Herren mit Gewalt drohen und sogar die Sklavenkinder von den Eltern wegnehmen und verkaufen können, bieten andere ihnen die Freiheit an, die die Sklaven ohne wirtschaftliche Lebensgrundlage nicht annehmen wollen. 10 Jahre Gefängnisstrafe hat „SOS Esclaves“ für Sklavenhaltung angeordnet, aber bis heute wurde noch nie ein Sklavenhalter verurteilt. Während der Islam die Sklaverei als mit dem Koran vereinbar ansieht, glauben viele Sklaven, dass ihre Lage gottgegeben ist. Der Widerstand wächst nur sehr langsam.

Macky Sall, amtierender Präsident der Afrikanischen Union (AU) und Präsident vom Senegal, soll im Auftrag seiner afrikanischen Amtskollegen nach Russland und in die Ukraine reisen, um Friedensverhandlungen zu führen und die Versorgung Afrikas mit Agrarprodukten und Düngemitteln zu sichern.

Der Westlibyer Dabaiba war im Januar 2021 für ein Jahr zum Übergangspremier gewählt worden. Er sollte die für Dezember angesetzten Parlaments- und Präsidentschaftswahlen vorbereiten und dann abtreten. Nachdem die Wahlen abgesagt wurden, blieb er im Amt. Der Ostlibyer Bashaga wurde im Januar 2022 unter nebulösen Umständen vom in Ostlibyen tagenden Parlament gewählt. Bei dem Versuch, die Amtsgeschäfte in Libyens Hauptstadt Tripolis, dem Sitz der international anerkannten Regierung zu übernehmen, ist es zu Gefechten gekommen. Die Bewaffneten in Tripolis unterstützen den dort regierenden, westlibyschen Premier Abdulhamid Dbaiba. Bashaga ist mit Feldmarschall Chalifa Haftar alliiert, der wiederum mit Moskau verbunden ist. Eine Machtübernahme in Tripolis würde dem Kreml mehr Macht in Libyen verschaffen.

Die Erzdiözese Kaduna teilte am 11. Mai mit, dass Pater Joseph Akete Bako mehr als einen Monat nach seiner Entführung am 8. März gestorben sei. "Pater Joseph Akete wurde zusammen mit seinem jüngeren Bruder, der ihn besuchte, entführt. Die Entführung geschah gegen 1:30 Uhr nachts. Sein Sicherheitsbeamter wurde getötet.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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