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Die Zambezi River Authority, die den Kariba-Staudamm betreibt, erklärte in einem Schreiben vom 25. November, dass der Wasserstand des größten Wasserkraftwerks einen Rekordtiefstand erreicht hat und die Stromerzeugung eingestellt werden muss; das gilt bis im Januar2023, wenn der Wasserstand neu überprüft wird und sich hoffentlich verbessert hat. Die Kohlekraftwerke, die ebenfalls einen Teil des Stroms liefern, sind aufgrund der veralteten Infrastruktur, unzuverlässig. Das Solarpotenzial des Landes ist noch nicht voll erschlossen, um die Versorgung sinnvoll zu ergänzen. In den letzten Monaten waren Haushalte und Industriebetriebe stunden- und manchmal tagelang ohne Strom. Das Wasserkraftwerk Kariba South versorgt Simbabwe mit rund 70 % seines Stroms.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Namen der Viruskrankheit „Affenpocken“, mit der englische Bezeichnung Mpox ersetzt. Der Erreger wurde erstmals 1958 in einem dänischen Labor bei Affen nachgewiesen - daher der Name Affenpocken. Die eigentlichen Überträger sind Nagetiere in West- und Zentralafrika. Durch Kontakt mit infizierten Nagetieren, über Bisse, Sekrete, Urin und Kot kann der Virus der Gattung Orthopoxvirus auch Monkeypox virus (MPXV) auf Menschen übertragen werden. Im Frühjahr 2003 kam es zum ersten Nachweis von Affenpocken beim Menschen außerhalb Afrikas. Als Ursache wurde der Import von Nagetieren aus Ghana in die USA identifiziert. In Deutschland sind im Mai 2022 erstmals Fälle von Affenpocken identifiziert worden. Mit Stand 29.11.2022 sind 3.671 Affenpockenfälle aus allen 16 Bundesländern ans RKI übermittelt worden.

2,7 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zum Internet, in Afrika sind es 60 % der Bevölkerung. In Addis Abeba, zum ersten Mal in Afrika, findet das jährliche UN-Forum zur Verwaltung des Internets statt. Ziel ist es, Lösungen für eine offene, freie, und sichere digitale Zukunft für alle zu finden. UN-Generalsekretär António Guterres, „Mit den richtigen Maßnahmen kann die digitale Technologie der nachhaltigen Entwicklung einen noch nie dagewesenen Schub geben, insbesondere für die ärmsten Länder….Wir hören oft, dass die Zukunft digital sein wird. Aber die Zukunft des Digitalen muss auf den Menschen ausgerichtet sein." Guterres betonte, dass der von ihm vorgeschlagene Globale Digitale Pakt (GDP) auf den Menschenrechten basiert. Er geht davon aus, dass der GDP von den Regierungen auf dem Zukunftsgipfel 2024 vereinbart wird.

Daten belegen, dass im November 2022 mehr als 10.000 in Nigeria ausgebildete Ärzte im Vereinigten Königreich registriert waren, und dass über 1.000 dieser Ärzte zwischen dem 1. Januar und dem 30. September 2022 zugelassen wurden. Der Präsident von NARD (Nigerian Association of Resident Doctor) teilte mit, dass im Durchschnitt jeden Monat zwischen 100 und 160 Ärzte das Land verlassen. Doctors for Change (DFC) wurde als WhatsApp-Gruppe ins Leben gerufen, um eine Plattform für zurückkehrende medizinische Fachkräfte zu schaffen, sie sehen die Diaspora als „Nigerias Brain Gain“. DFC ist nun eine Bewegung von über 300 nigerianischen Gesundheitsfachleuten mit unterschiedlichem Hintergrund und aus verschiedenen Fachbereichen, die in Nigeria und in der Diaspora praktizieren und sich für die Umgestaltung des nigerianischen Gesundheitssystems, nach indischem Vorbild, einsetzen.

Malawis Vizepräsident Saulus Chilima wurde wegen mehrerer Korruptionsdelikte angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, 280.000 US Dollar von dem britischen Multimillionär, dem in Malawi geborenen Zuneth Sattar, erhalten zu haben, um die Vergabe lukrativer Regierungsaufträge zu beeinflussen. Als Chilima vor Gericht kam, war er nur dem Namen nach Vizepräsident; Präsident Lazarus Chakwera hatte ihn schon im Juni beim ersten Auftauchen der Gerüchte suspendiert. Malawier unterstützen, laut Afrobarometer, das Verfahren gegen Chilima. Politiker und Beamte sollen von ihren Positionen entlassen werden, sobald sie wegen Korruption angeklagt wurden.

Die 4 Millionenstadt Nairobi ist bekannt als „grüne Stadt in der Sonne“, aber die umweltschädlichen Abgase des Verkehrs zerstören diesen Ruf. Der meiste Verkehr geschieht durch Kleinbusse, „Matatus“ genannt. Massive Staus sind an der Tagesordnung. Nun hat die kenianisch - schwedische Firma ROAM einen Elektrobus für ein städtisches Schnellbusnetz vorgestellt. Durch den Elektroantrieb gibt es weniger Lärm und weniger Luftverschmutzung. Vorteile sind: Klimaanlage, Barrierefreiheit und Geräumigkeit (90 Passagiere).  Der Akku reicht für rund 360 Kilometer - eine ganze Schicht. Auch sollen die Busse so weit wie möglich vor Ort produziert werden und so der wachsenden Bevölkerung gut bezahlte Industriearbeitsplätze bieten.

Im südöstlichen Bundesstaat Ebonyi haben unbekannte Angreifer die Büros der Wahlkommission (INEC) zerstört, darunter 340 Wahlurnen, 130 Wahlkabinen, 14 Stromgeneratoren und große Wasserspeicher Tanks. Sicherheitsbehörden untersuchen den Vorfall. Man vermutet, dass die Täter eine Beeinträchtigung der Präsidentschaftswahl im Februar 2023 durch Wahlgewalt befürchten.

Die Mitglieder einer Trauerfeier hatten sich unter Zelten auf einem Hügel nahe der Hauptstadt Yaoundé versammelt, als ein Teil des Bodens unter Ihnen nachgab. 14 Tote konnten geborgen werden und 10 weitere Verletzte kamen in ein Krankenhaus. Die Rettungskräfte suchen noch weiter nach Verschütteten. Es ist die jüngste wetterbedingte Katastrophe in Kamerun seit Jahresbeginn. Schwere Regenfälle haben im ganzen Land verheerende Überschwemmungen verursacht, die Infrastruktur geschwächt und Tausende Menschen vertrieben.

2 Wochen vor Ende des Schuljahres schließen landesweit die Schulen, um die Ausbreitung von Ebola einzudämmen. Dies steht im Widerspruch zu der offiziellen Aussage der Regierung, dass alles unter Kontrolle sei. In den vergangenen zwei Monaten sind 55 Menschen an dem Virus gestorben - und es gab 22 wahrscheinliche Ebola-Todesfälle, bevor der Ausbruch am 20. September offiziell erklärt wurde.

Der Stadtrat Windhuks hat die Entscheidung getroffen, die Statue von Curt von François, einem deutschen Kolonialherrn, der fragwürdigerweise als Gründer der Stadt gesehen wird, aus dem Stadtbild zu entfernen. Zur Aufbewahrung wird sie ins Unabhängigkeitsmuseum gebracht. Der ehemalige Bürgermeister der Stadt Windhuk, Job Amupanda, sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Entfernung der Statue sei "der Beginn eines Prozesses zur Dekolonialisierung Windhuks".

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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