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  • Kongo-RDC

Denis Mukwege, der kongolesische Gynäkologe und Gründer des Panzi- Hospitals in Bukavu, der unzählige Frauen und Mädchen, Opfer sexualisierter Kriegsgewalt, chirurgisch wiederhergestellt hat, ist auch ein furchtloser Menschenrechtsaktivist. Damit hat er sich Feinde gemacht; in  2012 entging er nur knapp einem Mordanschlag. Jetzt erhielt er neue Morddrohungen weil er Grausamkeiten im Osten des Landes dokumentiert, verantwortliche Täter- Gruppen öffentlich benennt und Gerechtigkeit fordert. Er ist dankbar für die gewährte Sicherheit von Patienten und Personal.

  • Botsuana

Der leitende Nationalpark-Veterinär Mmadi Reuben erklärte, dass der mysteriöse Tod von hunderten Elefanten offenbar mit Cyanobakterien zusammenhängt, welche die Tiere beim Trinken an Wasserlöchern aufgenommen haben. Als Ende Juni die Wasserstellen austrockneten hörte das Sterben auf. Weitere Untersuchungen über das Auftreten der giftigen Bakterien werden durchgeführt.

  • Botsuana

Ein neuer Gesetzentwurf schlägt härtere Strafen und die Einrichtung eines Sexualstraftäterregisters vor. Die Namen sowie die Personalien aller Personen, die wegen Sexualstraftaten verurteilt wurden, sollen aufgezeichnet und veröffentlicht werden. Präsident Masisi sagte, es werde erwartet, dass die Maßnahmen die Zahl der Fälle im Zusammenhang mit geschlechtsspezifischer Gewalt (GBV) verringern und dabei die Sicherheit von Frauen und Kindern, fördern. Der Weltbevölkerungsbericht von 2020 zeigt, dass Botswana mit 92,9 pro hunderttausend Menschen das Land mit der zweithöchsten Anzahl von Vergewaltigungsfällen weltweit ist.

  • Lesotho

Die Regierung kritisierte die Vereinigten Staaten, nachdem sie Sanktionen gegen Phakiso Mochochochoko (lesothischer Staatsbürger) verhängte. Er wurde an der Seite der Chefanklägerin des IStGH (Internationaler Strafgerichtshof Den Haag), Fatou Bensouda, sanktioniert. Die Sanktionen stehen im Zusammenhang mit der Untersuchung mutmaßlicher Kriegsverbrechen der US-Streitkräfte in Afghanistan. Die USA sind kein Mitglied des IStGH und bestehen darauf, dass der Gerichtshof nicht gegen seine Bürger oder Staaten ermitteln kann, die nicht Mitglieder des IStGH sind.

  • Malawi

Das Hohe Gericht im Bezirk Kasungu hat zwei Männer, darunter den Vater des Kindes, zum Tode verurteilt, weil sie im April 2016 ein fast 2 Jahre altes Kind mit Albinismus getötet haben. Im Land sind Menschen mit Albinismus einem großen Risiko ausgesetzt, da ihre Körperteile für Hexerei verkauft werden. Die „Tonse Regierung“ ließ verlautbaren, dass sie alle notwendigen Maßnahmen ergreifen werde, damit Menschen mit Albinismus, wie jeder andere Mensch im Land, seine Rechte und Freiheiten einfordern kann.

  • Uganda

In der Nacht zum Sonntag brannte der symbolträchtige Turm der Makerere Universität in der Hauptstadt Kampala lichterloh. Das Feuer soll vom Dach aus auf die anderen Etagen übergegriffen haben. Diese beherbergen die Studenten Akten, die Finanzabteilung und -  zur großen Enttäuschung der Historiker -  wertvolles Archivmaterial über die gesamte Geschichte der Universität, die 1922 als technische Schule gegründet wurde und inzwischen eine der ältesten und renommiertesten Universitäten Afrikas ist. Unter den berühmten Absolventen ist auch Tansanias erster Präsident, Julius Nyerere.

  • Seychellen

Vom 22. bis 24. Oktober 2020 finden Präsidentschaftswahlen statt. Die Wahlkommission hat die Nominierung von 3 Kandidaten angenommen: amtierender Präsident Danny Faure (Vereinigte Seychellen), Wavel Ramkalawan (Linyon Demokratik Seselwa) und Alain St. Ange (Eine Seychellen). Patrick Pillay (Lalyans Seselwa) - wurde disqualifiziert, da er die gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllte.

  • Burundi
  • Tansania

Präsident John Magufuli von Tansania und sein burundischer Amtskollege, Präsident Evariste Ndayishimiye, haben vereinbart, ihre Wirtschaftsbeziehungen zu stärken. Ein erweiterter Handel und beiderseitige Investitionen sollen den Frieden und die Stabilität in den beiden Ländern voranzubringen.

  • Äthiopien

Wirtschaftsexperten befürworten die Regierungsmaßnahmen, neue Geldscheine mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen herauszugegeben. Neben dem Ersatz der alten 10-, 50- und 100-Birr-Scheine wird ein neuer 200-Birr-Schein eingeführt. Große Geldmengen, die außerhalb der Banken zirkulieren, verschärfen die wirtschaftlichen Probleme und behindern die begonnene Wirtschaftsreform.

  • Seychellen

Schulen auf Mahé, Praslin und La Digue, schlossen sich der Bewegung zur Säuberung der Welt an, einem der größten kommunalen Umweltprogrammen der Welt. 2019 beteiligten sich 21 Millionen Menschen weltweit in 180 Ländern am World Cleanup Day und setzten durch ihre Cleanups (Müllsammelaktionen) ein starkes Zeichen für eine saubere, gesunde und plastik-müllfreie Umwelt. Das Ministerium für Bildung und Humanressourcenentwicklung (MEHRD)  auf den Seychellen hat diese Bewegung in den Lehrplan aufgenommen, und jedes Jahr werden die Schulen ermutigt, während einer Woche Umweltaktivitäten durchzuführen, um die Kinder für die Bedeutung einer sauberen Umwelt zu sensibilisieren.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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