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Private Touristenreisen im Weltall schienen lange eine Zukunfts-phantasie. Heute sind sie Wirklichkeit. Dass auch ein technisch weniger entwickelter Kontinent wie Afrika seit einigen Jahren  eigene Sateliten in den Weltraum schickt, ist kaum  bekannt. Hier ein Überblick über afrikanische Weltraumprojekte.

Die Investmentbank Credit Suisse wurde von den britischen Behörden zu einer Geldstrafe von 147 Mill. Pfund verurteilt. Die Geldstrafe ist Teil eines Vergleichs mit britischen, schweizerischen und US-amerikanischen Aufsichtsbehörden. Die Strafe wäre noch höher ausgefallen, wenn die Credit Suisse nicht einen Schuldenerlass von 200 Mill. Dollar zugesagt hätte. Mitarbeiter der Credit Suisse sollen Bestechungsgelder angenommen und gezahlt haben, als sie Kredite in Höhe von 1,3 Mrd. US$ an die mosambikanische Industrie vermittelten. Laut FCA (UK's Financial Conduct Authority) zahlte ein mosambikanischer Regierungsauftragnehmer zwischen 2012 und 2016 heimlich "erhebliche Schmiergelder in Höhe von schätzungsweise über 50 Mio. USD an Mitglieder des Dealteams der Credit Suisse", um sich Kredite zu günstigeren Konditionen zu sichern. Die Geldstrafe wurde verhängt, nachdem 19 Personen - darunter der Sohn des ehemaligen Präsidenten Armando Guebuza - in Mosambik wegen Bestechung, Veruntreuung und Geldwäsche vor Gericht standen. Sie streiten die Vorwürfe ab.

In einem der wichtigsten Justizorgane des Landes, dem Staatsrat, wurden erstmals 98 Frauen zu Richterinnen ernannt. Präsident Abdul Fattah al-Sisi hatte dazu aufgerufen, Frauen in die beiden wichtigsten Justizbehörden des Landes - den Staatsrat und die Staatsanwaltschaft - aufzunehmen. Seit seiner Gründung im Jahr 1946 ist der Staatsrat ausschließlich männlich besetzt und hat bisher weibliche Bewerber aktiv abgelehnt. In den vergangenen Jahren haben Frauen gegen die Entscheidungen des Rates Einspruch erhoben, weil sie sich diskriminiert fühlten.

Bewaffnete Männer haben 2 traditionelle Herrscher in der Gemeinde Njaba im nigerianischen Bundesstaat Imo erschossen und etliche verletzt. Bis zu 20 lokale Könige aus verschiedenen Orten des Gebiets befanden in einer Sitzung, als Bewaffnete in den Veranstaltungsort eindrangen und sporadisch um sich schossen. Im benachbarten Bundesstaat Ebonyi wurde ein Polizeiposten angegriffen.

Die neue Fluggesellschaft „Eurowings Discover“ wird ab März 2022 jeden Mittwoch, Freitag und Sonntag den Flug von Frankfurt nach Windhuk zu den „Vic Falls“ verlängern.  So wird es erstmals Direktflüge von Deutschland aus zu den Victoria-Fällen in Simbabwe geben.

Josia Maria Neves, ehemaliger Premierminister, gewinnt die Präsidentschaftswahlen im ersten Wahlgang. Nach den offiziellen Ergebnissen lag Neves mit 51,7 % der Stimmen vor Veiga mit 42,4 %. Fünf weitere Kandidaten erhielten jeweils weniger als 2 % der Stimmen. Der 61-jährige Neves, der von 2000 bis 2016 Premierminister war, wird die Verantwortung für die Stabilisierung der vom Tourismus geprägten Wirtschaft des atlantischen Archipels übernehmen, nachdem die COVID-19-Pandemie das Land tief in die Rezession gestürzt hat. Präsident Jorge Carlos Fonseca trat nach der verfassungsmäßig zulässigen Höchstdauer von zwei mal fünf Jahren von seinem Amt zurücktritt. Veiga, der von 1991-2000 Premierminister war und Fonsecas Mitte-Rechts-Bewegung für Demokratie (MpD) vertritt, räumte am seine Niederlage ein.

Präsident Recep Tayyip Erdoğan wird nach Angola Nigeria und Togo besuchen. Die Türkei hat in Afrika immer größer werdende Fußspuren hinterlassen: z.B. Ostafrikas größte Indoor-Arena in Ruanda, eine nationale Moschee in Ghana, ein Armeestützpunkt in Somalia und ein fast 400 km langes Eisenbahnprojekt, das dem Binnenland Äthiopien über den Hafen von Dschibuti direkten Zugang zu wichtigen Handelsrouten verschaffen wird. Ankara präsentiert sich als alternativer Akteur, auf einem Kontinent, auf dem seit langem ein harter Wettbewerb zwischen den traditionellen europäischen Mächten, China und neuen Interessenten herrscht. Die Türkei versucht sich als alternative externe Macht zu etablieren.

Die 27. Ausgabe des Panafrikanischen Kino- und Fernsehfestivals von Ouagadougou (FESPACO) findet vom 16. bis 23. Oktober 2021 in Burkina Faso statt. Die diesjährige Ausgabe steht unter dem Motto "Cinemas of Africa and the Diaspora". Das Festival bietet Filmvorführungen und Ausstellungen, Forumsdiskussionen der Wettbewerbsfilme, thematische Konferenzen und Treffen. Siebzehn Spielfilme wurden aus 1 132 Beiträgen für die höchste Auszeichnung, den "Étalon de Yennenga" (Hengst von Yennenga), ausgewählt, der dem afrikanischen Film verliehen wird, der "Afrikas Realitäten" am besten zeigt. Das beliebte Festival sollte ursprünglich vom 27. Februar bis zum 6. März 2021 stattfinden, es wurde aber wegen der neuen Coronavirus-Pandemie und der seit sechs Jahren andauernden brutalen Aufstandsbewegung verschoben. Burkina Faso befindet sich inmitten eines Konflikts mit militanten Gruppen, die mit dem Islamischen Staat und Al-Qaida in Verbindung stehen.

Nach einer 10-monatigen Unterbrechung wurde die "Conakry Express"-Zugverbindung wieder aufgenommen. Die Pendler in der verkehrsreichen westafrikanischen Stadt sind begeistert. Der Express befördert täglich etwa 3 000 Pendler zwischen den Vororten und dem Stadtzentrum. Die Verbindung war im Januar unterbrochen worden, um dem russischen Konzern Rusal die Möglichkeit zu geben, einen Rückstand bei der Lieferung von Bauxit aufzuholen.

Kommunikationsminister Thierry Moungalla sagte in einer im öffentlichen Fernsehen verlesenen Erklärung: "Zeremonien für zivile, religiöse und traditionelle Eheschließungen und Mitgift werden für 45 Tage ausgesetzt". Das Verbot dient dazu, die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen; das Land sieht sich mit einer dritten Welle des Virus konfrontiert. Bei rund 5,5 Millionen Einwohnern wurden seit dem 14. März 2020 offiziell 15.445 Fälle von Covid-19 registriert, von denen 222 tödlich verliefen.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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