logo Netzwerkafrika
  • Somalia

Ein Frachtflugzeug der Vereinten Nationen mit humanitären Gütern ist auf dem Flughafen Beledweyne in Zentralsomalia abgestürzt. Das Flugzeug sei von der Startbahn abgekommen und in Flammen aufgegangen. Die 3 Besatzungsmitglieder überlebten. Das Flugzeug, das von Dschibuti kam, sollte Nahrungsmittel, für die durch Regenfälle vertriebenen Menschen liefern.

  • Simbabwe

Shep Mafundikwa, nach Jahren im Ausland, gründete nun eine Zigarrenfirma, die erste im Land. Die Zigarren werden unter dem lokalen Namen für die Viktoriafälle, Mosi-Oa-Tunya (der Rauch, der donnert) vertrieben.  Bewusst werden nur Frauen für das Zigarrenrollen eingestellt, zurzeit rollen sie 200 Zigarren pro Tag; Ziel sind 2000. Mosi Oa Tunya-Zigarren gibt es in verschiedenen Größen, Preisen und Geschmacksrichtungen. International konkurriert Mosi Oa Tunya mit Marokkos Habanos und Mosambiks Luxuszigarren Bongani. Simbabwe ist der sechstgrößte Tabakproduzent der Welt. Der hochwertige Tabak, das "goldene Blatt" wird hauptsächlich für den Export verwendet, vor allem nach China, Deutschland und anderen internationalen Märkten. Die schwierige Situation im Land begrenzt die Produktion.

  • Afrika

Oxfam und andere Hilfsorganisationen verbreiteten einen offenen Brief der Gruppe „Millionaires for Humanity“, in dem 83 Millionäre Steuererhöhungen fordern. Die durch die Corona - Pandemie verursachten Probleme "lassen sich nicht durch Wohltätigkeit lösen, egal wie generös sie auch sein mag", heißt es in dem Brief. Erforderlich zur Finanzierung des Wiederaufbaus seien "dauerhaft höhere Steuern für die reichsten Menschen auf diesem Planeten, für Menschen wie uns". Prominente Unterzeichner des offenen Briefes sind unter anderen,  die deutsche Start-up-Investorin und Philanthropin Dr. Mariana Bozesan, der Gründer der Warehouse Group, der Neuseeländer Sir Stephen Tindall, der britische Drehbuchautor und Regisseur Richard Curtis, die US-Filmemacherin Abigail Disney und der Mitgründer der US-Eismarke Ben & Jerry's, Jerry Greenfield.

  • Nigeria

Der diesjährige Internationale Preis der Pressefreiheit des US-Journalismus Verbands „Committee to Protect Journalists" wird 4 Preisträgern zugesprochen. Die Auszeichnung erhalten: der Fotojournalist Shahidul Alam aus Bangladesch, der freiberufliche iranische Reporter Mohammad Mosaed, die russische Journalistin Swetlana Prokopjewa und der nigerianische Zeitungsverleger Dapo Olorunyomi.

  • Sudan

Die Übergangsregierung, mit Justizminister Abdulbari, kündigte weitere Reformen an. In der Übergangsverfassung wurde schon die Definition des Sudans als islamischer Staat gestrichen. Das Abfallen vom muslimischen Glauben soll nun entkriminalisiert werden. Auch ist es Nicht-Muslimen erlaubt, Alkohol zu konsumieren, unter der Bedingung "dass es nicht den Frieden stört". Die Genitalverstümmelung bei Mädchen und Frauen ist auch unter Strafe gestellt worden.  Menschen, die diesen Eingriff vornehmen, können mit einer Gefängnisstrafe von bis zu 3 Jahren oder einer Geldstrafe verurteilt werden. Verantwortlichen Krankenhäusern und anderen Einrichtungen droht die Schließung.

 

  • Libyen

Generalsekretär Antonio Guterres warnte, dass der Konflikt in Libyen in eine neue Phase eingetreten ist, "in der die ausländische Einmischung ein noch nie dagewesenes Ausmaß erreicht hat". Die „Wagner Group“, ein privates russische Militärunternehmen, hat bis zu 1.200 Personen in Libyen stationiert und verstärkt Haftars Streitkräfte. Der Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Anwar Gargash, sprach davon, dass "etwa 10.000 syrische Söldner in Libyen operieren, etwa doppelt so viele wie vor sechs Monaten". Ägypten hat davor gewarnt, dass jeder von der Türkei unterstützte Versuch, Sirte einzunehmen, dazu führen könnte, dass die Armee direkt eingreift.

  • Kenia

Das Bildungsministerium teilte mit, dass Grund- und Sekundarschüler erst 2021 in die Schule zurückkehren. Die Abschlussprüfungen für beide Stufen - die kenianischen Prüfungen für den Primarschulabschluss und die kenianischen Prüfungen für den Sekundarschulabschluss – werden dieses Jahr gestrichen. Kenia kämpft weiterhin gegen die COVID-19-Pandemie, und die Fälle nehmen täglich zu. Die Regierung eine Handvoll Bezirke, darunter die Hauptstadt Nairobi, abgeriegelt und eine nächtliche Ausgangssperre verhängt.

  • Simbabwe

Die Polizei verhaftete am Montag 12 Krankenschwestern, die vor den staatlichen Krankenhäusern protestierten und forderten, in US-Dollar bezahlt zu werden, da eine Inflation von fast 800% ihre Gehälter aushöhlt. Die Demonstrationen finden zu einer Zeit statt, in der die COVID-19-Fälle zunehmen; bisher verzeichnete man 716 Infektionen und acht Todesfälle.

  • Sambia

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, hat die Richterin Prisca Matimba Nyambe für den Internationalen Residualmechanismus für Strafgerichtshöfe, auch bekannt als Mechanismus, wiederernannt. Richterin Matimba Nyambe, eine Fürsprecherin des Obersten Gerichtshofs und des Obersten Gerichtshofs von Sambia, gehört zu den 25 hochrangigen Juristen auf der Richterliste des Internationalen Residualmechanismus-Strafgerichtshofs, 6 Juristinnen wurden für den Internationalen Strafgerichtshof ernannt.

  • Kongo-RDC

Ehemalige Kriegsherren, darunter zwei, die in Den Haag wegen Kriegsverbrechen angeklagt wurden, entsandte die Regierung in die Provinz Ituri; sie sollen den aktuellen Konflikt lösen. Zwischen 1999 und 2007 führte die Auseinandersetzung zwischen Lendu-Bauern und Hema-Hirten zu schätzungsweise 50.000 Toten; Hunderttausende wurden zur Flucht gezwungen. 2017 brach die ethnische Gewalt in Ituri erneut aus.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

­