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Hunderte Burundier bemühen sich verzweifelt darum, Reisedokumente zu beschaffen, um das Land noch vor dem harten Durchgreifen gegen nicht zugelassene Kleinunternehmen, die von Migranten geführt werden, zu verlassen. Die burundische Botschaft in Nairobi stellt Bürgern, die in ihre Heimat zurückkehren möchten, kostenlose Notfall-Reisedokumente aus. Der kenianische Präsident William Ruto hat den Montag, 14.9.2026 als Frist gesetzt, bis zu dem Ausländer, die Kleinunternehmen betreiben, ihre Tätigkeit einstellen müssen. Das Handelsministerium hatte erklärt, einige hätten die Visabestimmungen ausgenutzt, um ohne die erforderlichen Genehmigungen zu arbeiten. Kenia beherbergt Hunderttausende Migranten aus ganz Ostafrika, die auf der Suche nach Arbeit und Geschäftsmöglichkeiten sind

Fünf Jahre nachdem Präsident Kais Saied am 25. Juli 2021 außerordentliche Exekutivbefugnisse an sich gerissen hat, hat sich die Menschenrechtslage in Tunesien dramatisch verschlechtert. Der 49-seitige Bericht „‚Wir leben auf geliehener Zeit‘: Unterdrückung der Zivilgesellschaft in Tunesien“ dokumentiert die eskalierende Unterdrückung lokaler und internationaler zivilgesellschaftlicher Gruppen, ihrer Mitarbeiter, Mitglieder und Partner durch die tunesischen Behörden mittels missbräuchlicher Strafverfolgungen, willkürlicher Festnahmen, Inhaftierungen, finanzieller und strafrechtlicher Ermittlungen, massenhafter Suspendierungen und Androhungen der Auflösung.

Der weltweit tätige Fahrdienstvermittler Uber hat die sofortige Einstellung seines Betriebs in Nigeria und Uganda angekündigt. Dies ist Teil einer umfassenden Umstrukturierung des globalen Geschäfts, die auch zur Entlassung von rund 3.300 Mitarbeitern weltweit geführt hat. Uber nahm 2014 den Betrieb in Nigeria auf und zwei Jahre später in Uganda. Das Unternehmen sah sich zunehmend schwierigen Bedingungen gegenüber, darunter steigende Kraftstoffkosten, Druck durch konkurrierende Fahrdienstvermittlungsplattformen sowie Beschwerden von Fahrern über niedrige Fahrpreise und hohe Provisionsgebühren. Der Rückzug des Unternehmens aus Nigeria und Uganda folgt auf den kürzlich erfolgten Rückzug aus der Elfenbeinküste und Tansania. Uber erklärte, die Entscheidung beschränke sich auf diese beiden Länder und habe keine Auswirkungen auf die verbleibenden Aktivitäten in Subsahara-Afrika, wo das Unternehmen nach eigenen Angaben weiterhin Wachstumschancen sehe.

Die ghanaische Goldbehörde (GoldBod) verpflichtet Goldexporteure, Golddore vor dem Versand ins Ausland vor Ort zu veredeln. Damit soll ein größerer Teil des durch die Goldindustrie des Landes erwirtschafteten Wertes im Land verbleiben. Dies gilt seit dem 1. September 2026. Widerrechtliche Handlungen sollen mit dem Entzug von Exportgenehmigungen geahnt werden. Bisher wurde der Großteil des Goldes in rohem Zustand exportiert, wodurch erhebliche Gewinne an ausländische Handelsplätze wie Dubai oder die Schweiz verloren gingen. Ghana ist der größte Goldproduzent Afrikas.

Die UNO hat eine neue Weltkarte verabschiedet, die „Equal Earth“-Projektion, die die tatsächlichen Größen der Landmassen besser wiedergibt und die Größe Afrikas präziser darstellt. Togo hatte die Resolution „Correct the map“ eingebracht. 164 Staaten stimmten dafür, 6 Länder enthielten sich, die USA stimmten als einzige Nation dagegen. Togos Außenminister, Robert Dussey, sprach von einem historischen Moment. Die Entscheidung gehe weit über reine Kartographie hinaus. „Es geht um Gerechtigkeit, Würde, Gleichberechtigung und darum, wie wir unsere Welt darstellen“.

Straßenhändler in Harare haben geschworen, sich einer unverantwortlichen und realitätsfernen Regierungsanordnung zum Verlassen der Straßen zu widersetzen.  Der Widerstand erfolgt vor dem Hintergrund, dass eine siebentägige Räumungsfrist am Mittwoch, dem 9. September 2026, abläuft. Die Regierung warnt vor einer „umfassenden Säuberungsaktion mit Null-Toleranz“, die sich zunächst gegen illegale Verkaufsstände in der Hauptstadt richtet, bevor sie landesweit ausgeweitet wird. In Simbabwe sind etwa 1,36 Millionen Menschen (etwa 41,3 % der Gesamtbeschäftigung) in informellen, nichtlandwirtschaftlichen Beschäftigungsverhältnissen tätig. Im zentralen Geschäftsviertel von Harare sind es mehr als 30.000 Straßenhändler. Bei einer früheren Registrierungsaktion registrierte die Stadt Harare mehr als 100.000 Straßenhändler, wobei jeder Händler Berichten zufolge 10 US-Dollar gezahlt haben soll. Es ist unklar, wofür das Geld verwendet wurde.

An der Amtseinführung nahmen mehrere Staats- und Regierungschefs aus anderen Ländern teil, darunter die Präsidenten von Gabun und der Demokratischen Republik Kongo sowie die Ministerpräsidenten von Portugal und Mosambik. Carlos Vila Nova wurde 2021 mit Unterstützung der Mitte-Rechts-Partei „Unabhängige Demokratische Aktion“ erstmals Präsident. Im Juli 2026 wurde er mit über 55 % der Stimmen wiedergewählt. Er setzte sich damit gegen seinen Hauptkonkurrenten Nito Abreu, ein Mitglied des Parlaments, durch, der vom ehemaligen Ministerpräsidenten Patrice Trovoada unterstützt wurde. Die Wahlenthaltung lag bei 59 %, was eine historisch niedrige Wahlbeteiligung darstellt. Der Präsident von São Tomé und Príncipe hat eine weitgehend repräsentative Rolle, während die meisten Exekutivbefugnisse beim Ministerpräsidenten liegen.

Das Land hat eine akute Milchkrise. Viele Cafés und Restaurants können nicht mehr Chai – Tee (Tee, Milch und Gewürze) servieren. Die Ursachen sind die anhaltende Trockenheit und keine Vorratsplanung. Als Notfallmaßnahmen wurden angeordnet: zollfreie Einfuhr vom gelben Mais (für Viehfutter) und Milchimporte aus Nachbarländern.

Unter dem Titel: „Die Roças von São Tomé und Príncipe: Koloniales Agrarsystem und Zwangsmigration“ wurden sie in die Liste der Weltkulturerbe aufgenommen. Die Roças von Agostinho Neto und São João dos Angolares sind Teil eines umfassenderen Netzwerks kolonialer Landgüter, die durch den Kaffee- und Kakaoanbau die Wirtschaft der Inseln prägten, aber auch eine schmerzvolle Geschichte von Zwangsarbeit und Migration widerspiegelten. Hinter den Kakaobäumen befanden sich Werkstätten, Krankenhäuser, Schulen, Trockenterassen, Eisenbahnstrecken, Lagerhäuser, Kapellen, Arbeiterunterkünfte und elegante Plantagenhäuser. Es handelte sich um in sich geschlossene Siedlungen, in denen Architektur, Landwirtschaft und Alltag zu einer Kulturlandschaft verwoben waren, wie es sie sonst nirgendwo auf der Welt gab. Zum Weltkulturerbe gehören sechs große Plantagen: Monte Café, Água Izé, Diogo Vaz, São João, (auf São Tomé) und Sundy und Belo Monte (auf Príncipe).

Präsident Tshisekedi äußert sich seit Jahren positiv über Israel und begründet seine Unterstützung mit seinem christlichen Glauben. Zudem ist er sehr an der Unterstützung durch die Vereinigten Staaten interessiert. Er entschied nun die Botschaft der DRC nach Jerusalem zu verlegen. Kolumbiens neuer rechtsextremer Präsident, Abelardo de la Espriella, kündigte ebenfalls an, die Botschaft seines Landes nach Jerusalem zu verlegen. Dies ist eine deutliche Kehrtwende gegenüber seinem linken Vorgänger, der Israel wegen seines Völkermordkriegs gegen den Gazastreifen kritisiert hatte. Die Vereinigten Staaten verlegten ihre Botschaft nach Jerusalem während der ersten Amtszeit (2018) von Präsident Donald Trump. Fidschi, Guatemala, Honduras, Papua-Neuguinea und Paraguay sind diesem Beispiel gefolgt. Die meisten Länder, die diplomatische Beziehungen zu Israel unterhalten, behalten ihre Botschaften im Raum Tel Aviv bei. Sie vertreten die Auffassung, dass der endgültige Status Jerusalems durch Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern festgelegt werden sollte. Der UN-Sicherheitsrat hat Maßnahmen abgelehnt, die darauf abzielen, den Status Jerusalems zu ändern, und hat die Länder aufgefordert, dort keine diplomatischen Vertretungen einzurichten.

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