Schlagwort: Kenia

Hunderte Burundier bemühen sich verzweifelt darum, Reisedokumente zu beschaffen, um das Land noch vor dem harten Durchgreifen gegen nicht zugelassene Kleinunternehmen, die von Migranten geführt werden, zu verlassen. Die burundische Botschaft in Nairobi stellt Bürgern, die in ihre Heimat zurückkehren möchten, kostenlose Notfall-Reisedokumente aus. Der kenianische Präsident William Ruto hat den Montag, 14.9.2026 als Frist gesetzt, bis zu dem Ausländer, die Kleinunternehmen betreiben, ihre Tätigkeit einstellen müssen. Das Handelsministerium hatte erklärt, einige hätten die Visabestimmungen ausgenutzt, um ohne die erforderlichen Genehmigungen zu arbeiten. Kenia beherbergt Hunderttausende Migranten aus ganz Ostafrika, die auf der Suche nach Arbeit und Geschäftsmöglichkeiten sind

Das Land hat eine akute Milchkrise. Viele Cafés und Restaurants können nicht mehr Chai – Tee (Tee, Milch und Gewürze) servieren. Die Ursachen sind die anhaltende Trockenheit und keine Vorratsplanung. Als Notfallmaßnahmen wurden angeordnet: zollfreie Einfuhr vom gelben Mais (für Viehfutter) und Milchimporte aus Nachbarländern.

Präsident William Ruto hat ein hartes Vorgehen gegen Ausländer angeordnet, die Kleinunternehmen betreiben, und erklärt, lokale Händler und Straßenverkäufer müssten geschützt werden. Ruto sagte, Kenia sei weiterhin offen für ausländische Investitionen, argumentierte jedoch, dass Investoren – darunter auch chinesische Händler – Arbeitsplätze schaffen und die Produktion ausweiten sollten, anstatt mit Kenianern im Kleinunternehmertum zu konkurrieren. Seine Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund einer zunehmenden Debatte über die steigende Zahl afrikanischer Migranten, die in Kenias riesiger informeller Wirtschaft tätig sind.  Kenia beherbergt eine große Flüchtlingsbevölkerung. Regierungsangaben zufolge gab es in Kenia Ende Juni etwa 857.000 registrierte Flüchtlinge und Asylsuchende, von denen fast 14 % in städtischen Gebieten lebten. Während Rutos jüngster Schritt angesichts des Status Kenias als regionaler Wirtschaftsknotenpunkt wahrscheinlich kontrovers diskutiert werden wird, erfolgt er auch vor dem Hintergrund allgemeinerer Bedenken hinsichtlich Fremdenfeindlichkeit in anderen Teilen Afrikas. In Südafrika kam es zu einer Welle von Protesten gegen Migranten ohne Papiere, und Zehntausende Afrikaner haben sich dort für eine freiwillige Rückführung entschieden.

In Kenia könnte dieser Kinderrollstuhl das Design der Zukunft sein. In Kijabe stellt eine Werkstatt die Rollstühle aus Bambus her.  „Bethany Kids“, eine Wohltätigkeitsorganisation, hilft behinderten Kindern, Selbstständigkeit zu erlangen, und ermöglichen es ihnen, zur Schule zu gelangen, wo sie lernen und Freunde finden können. Diese alternativen Bambusrollstühle sind leichter, robuster und einfacher zu bedienen. Herkömmliche Rollstühle werden in der Regel importiert und sind für viele kenianische Familien mit Preisen zwischen 45.000 und 80.000 kenianischen Schilling (350–620 US-Dollar) unerschwinglich. Die Organisation schätzt, dass die Herstellung der Bambusrollstühle weniger als 10.000 kenianische Schilling (77 US-Dollar) kosten könnte. Nach Angaben des kenianischen Nationalrats für Menschen mit Behinderungen benötigen etwa 500.000 Menschen mit körperlichen Behinderungen Rollstühle. Derzeit befindet sich der Bambusrollstuhl jedoch noch im Prototypenstadium, da die Entwickler sein Design und seine Haltbarkeit vor einer breiteren Einführung weiter testen.

TikTok führt für Nutzer in Südafrika, Nigeria und Kenia einen In-App-Hub zur KI-Kompetenz ein. Dies ist Teil einer Reihe von Ankündigungen zum Thema KI, die das Unternehmen auf dem „AI for Good Global Summit“ in Genf gemacht hat. Das Portal soll Nutzern helfen, KI-generierte Inhalte zu erkennen und zu verstehen. Es ist Teil des „AI Literacy Fund“ von TikTok, für das das Unternehmen nach eigenen Angaben inzwischen zugesagte Investitionen in Höhe von mehr als 4 Millionen US-Dollar erhalten hat. TikTok teilte mit, dass die afrikanischen Partnerschaften des Fonds in Zusammenarbeit mit Moxi Africa in Südafrika, dem Centre for Journalism Innovation and Development, Africa Check und der Paradigm Initiative in Nigeria sowie Eveminet und Mtoto News in Kenia bereits mehr als 200 Millionen Aufrufe generiert haben.

Rastafari in Kenia äußern ihre Enttäuschung, nachdem ein Gericht ihnen das Recht verweigert hatte, aus religiösen Gründen Marihuana zu rauchen. Sie wollen in Berufung gehen. Die Gemeinschaft hatte seit 2021 bei kenianischen Gerichten darauf gedrängt, ihnen den Konsum des Krauts unter Berufung auf das verfassungsmäßige Recht auf Religionsfreiheit zu gestatten. Der High Court entschied jedoch, dass die Gemeinschaft nicht nachweisen konnte, dass Marihuana ein notwendiger Bestandteil ihrer Glaubenspraxis sei, und gewährte ihr daher nicht das Recht, die Drogengesetze des Landes zu umgehen. Der Besitz von Marihuana wird mit bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe und einer erheblichen Geldstrafe geahndet. Zwar waren sich alle Zeugen „einig, dass Cannabis als Sakrament verwendet wird, doch konnten sie sich nicht darauf einigen, ob dessen Konsum wesentlich oder lediglich wünschenswert ist“, so der Richter in seiner Urteilsbegründung.

Die berühmten rosa Flamingos im kenianischen Rift Valley verlieren sowohl an Farbe als auch an Zahl, da sich verändernde Bedingungen in den Seen ihr empfindliches Ökosystem bedrohen. Wissenschaftler sagen, dass steigende Wasserstände, verursacht durch stärkere Regenfälle und andere Umweltfaktoren, die Chemie der alkalischen Seen verändern. Flamingos sind auf Cyanobakterien angewiesen, mikroskopisch kleine Organismen, die reich an Carotinoid-Pigmenten sind und den Vögeln ihr charakteristisches Rosa verleihen. Da diese Nahrungsquelle schwindet, verlieren die Vögel nicht nur ihre Farbe, sondern sind auch gezwungen, auf der Suche nach geeigneteren Lebensräumen abzuwandern. An mehreren Seen des Rift Valley, darunter Elementaita und Bogoria, sind die Flamingo Populationen im Vergleich zu den Vorjahren stark zurückgegangen.

Mangrovenwald-Ökosysteme zu sanieren, um so das Meeresleben wiederherzustellen. Die Renaturierungsarbeiten werden fast ausschließlich von Frauen geleitet. Jeden Freitag treffen sich die Mitglieder der Gruppe, um Setzlinge zu ernten, sie zu pflanzen und zu überwachen. Außerdem sammeln die Frauen Plastikmüll aus den Mangroven und dem Meer, sortieren ihn und verkaufen ihn an Recyclingunternehmen. Die Gruppe hat neue wirtschaftliche Möglichkeiten geschaffen, die im Naturschutz selbst verwurzelt sind. Die Frauen betreiben nun Ökotourismus-Stege durch die Mangrovenwälder, ein Restaurant und verschiedene kleine Unternehmen, die von einer gesunden Küstenumgebung abhängig sind. „Wir haben nur einen Ozean“, sagte Hassan. „Wir müssen ihn heute und für morgen schützen, damit alle davon profitieren können. Es ist unsere Verantwortung, uns darum zu kümmern. “

Das Großprojekt im Wert von 350 Millionen US-Dollar für ein neues US-Konsulat in Mailand ist wegen Arbeiterausbeutung in den Schlagzeilen. Die italienische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen das in Alabama ansässige Unternehmen Caddell Construction, einen führenden Auftragnehmer für diplomatische Einrichtungen der USA weltweit. Zwei Manager der italienischen Niederlassung von Caddell Construction wurden festgenommen. Ausländischen Arbeitskräften, die vorwiegend aus Indien und Kenia rekrutiert wurden, waren Jahresgehälter von über 25.000 Euro versprochen worden. Stattdessen erhielten sie nur 1,55 bis 2 Euro (1,80 US-Dollar) pro Stunde. Der Mindestlohn im Baugewerbe in Mailand beginnt bei 13,39 Euro pro Stunde. Massive, unangekündigte monatliche Abzüge für minderwertige Verpflegung und Unterkunft (die oft 800 Euro ihres Verdienstes verschlangen) ließen den Arbeitern nur 500 Euro im Monat zum Leben. Die Beschäftigten wurden gezwungen, 10 bis 12 Stunden am Tag an 6 Tagen in der Woche zu arbeiten, was die in Italien gesetzlich festgelegte Arbeitszeit von 40 Stunden bei weitem überschritt. Personalverantwortliche sollen beschwerdeführende Arbeiter mit sofortiger Abschiebung in ihre Heimatländer bedroht haben. Krankschreibungen waren strengstens verboten.

Der ehemalige Oberste Richter David Maraga gehörte zu mehreren Umweltaktivisten, die bei Protesten gegen die geplante Abtrennung von 76 Acres geschützter Fläche für einen Parkplatz im Nairobi-Nationalpark festgenommen wurden. Umweltschützer haben wiederholt vor der Zersplitterung von Wildkorridoren und geschützten Ökosystemen gewarnt und erklärt, dass weitere Landabtrennungen negative Auswirkungen auf die Artenvielfalt, den Tourismus und die Naturschutzbemühungen in Kenia haben könnten. Richter David Maraga möchte bei den Wahlen 2027 für das Präsidentenamt kandidieren.

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