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Straßenhändler in Harare haben geschworen, sich einer unverantwortlichen und realitätsfernen Regierungsanordnung zum Verlassen der Straßen zu widersetzen.  Der Widerstand erfolgt vor dem Hintergrund, dass eine siebentägige Räumungsfrist am Mittwoch, dem 9. September 2026, abläuft. Die Regierung warnt vor einer „umfassenden Säuberungsaktion mit Null-Toleranz“, die sich zunächst gegen illegale Verkaufsstände in der Hauptstadt richtet, bevor sie landesweit ausgeweitet wird. In Simbabwe sind etwa 1,36 Millionen Menschen (etwa 41,3 % der Gesamtbeschäftigung) in informellen, nichtlandwirtschaftlichen Beschäftigungsverhältnissen tätig. Im zentralen Geschäftsviertel von Harare sind es mehr als 30.000 Straßenhändler. Bei einer früheren Registrierungsaktion registrierte die Stadt Harare mehr als 100.000 Straßenhändler, wobei jeder Händler Berichten zufolge 10 US-Dollar gezahlt haben soll. Es ist unklar, wofür das Geld verwendet wurde.

Bei einem verheerenden Verkehrsunfall auf der Straße zwischen Harare und Masvingo, kamen 27 Menschen ums Leben kamen, sieben weitere wurden schwer verletzt. Ein Lastkraftwagen, der Bergbaumaschinen aus Südafrika transportierte, und ein Kleinbus mit Mitgliedern der African Apostolic (Mwazha) Church stießen, in der Nähe der Honeyspruit-Brücke im Bezirk Chikomba, frontal zusammen und gerieten in Brand. Die Ausrufung des Katastrophenzustands ermöglicht es der Regierung, zusätzliche Ressourcen zu mobilisieren und die Hilfe für Überlebende und Hinterbliebene zu koordinieren.

Die staatliche Eisenbahngesellschaft Simbabwes (NRZ) teilte mit, dass ihre Zusammenarbeit mit privaten Betreibern nun Kapazitäten bereitstellt, um Lithiumkonzentrat auf der Schiene zum Hafen von Maputo zu transportieren. Der erste 180 km lange Abschnitt der Transportstrecke würde über die Gleise der BBR zwischen Gwanda und Beitbridge verlaufen, danach von Beitbridge mit dem Grenzübergang Chicualacuala nach Mosambik (300 km), danach die Limpopo-Strecke, Chicualacuala – Maputo (522 km). Die gesamte Bahnstrecke von Gwanda zum Hafen Maputo beträgt ca. 1.000 km Die meisten Lithiumminen Simbabwes liegen entlang eines West-Südost-Eisenbahnkorridors, der nach Mosambik führt, von wo aus die Mineralien nach China verschifft werden. Simbabwe exportierte im Jahr 2025 1,13 Millionen Tonnen lithiumhaltiges Spodumenkonzentrat nach China, was etwa 15 % der chinesischen Lithiumkonzentratimporte in diesem Jahr ausmachte.

Das Bildungssystem Simbabwes muss dringend den Schritt von einem theorielastigen Unterricht hin zu Innovation, Industrialisierung und praktischer Problemlösung vollziehen, wenn es Absolventen hervorbringen soll, die in der Lage sind, die nationale Entwicklung und den wirtschaftlichen Wandel voranzutreiben, erklärte Dr. Anna Moyo. Das „Bildung 5.0“-Modell, das auf Lehre, Forschung, gesellschaftliches Engagement, Innovation und Industrialisierung basiert, stellt eine deutliche Abkehr vom bisherigen Bildungssystem dar. In Anlehnung an Chinas Reform (bei der über 12.000 veraltete Hochschulstudiengänge gestrichen wurden, um den Schwerpunkt stark auf künstliche Intelligenz, Robotik und Spitzentechnologie zu legen) argumentiert sie: „Der Lehrplan sollte auf Innovation, Industrialisierung und nationale Entwicklung ausgerichtet sein. Gegenwärtig kann der formelle Sektor nur etwa 20 % der jährlich 30.000 Absolventen aufnehmen.

Präsident Emmerson Mnangagwa hat Verfassungsänderungen unterzeichnet, die seine Amtszeit bis 2030 verlängern. Im Gesetzt enthalten sind eine Bestimmung, wonach künftige Präsidenten von den Abgeordneten gewählt werden können, anstatt durch eine direkte Volksabstimmung. Die Verfassungsänderungen werden heftig von den Oppositionsparteien und zivilgesellschaftlicher Gruppen kritisiert. Für Mnangagwa bedeutet das neue Gesetz jedoch, dass er mehr Zeit hat, die Prioritäten seiner Regierung voranzutreiben, und gleichzeitig den Einfluss der ZANU-PF auf die politische Landschaft Simbabwes stärkt.

Der Senat von Simbabwe hat mit überwältigender Mehrheit die umstrittenen Verfassungsänderungen verabschiedet.  Präsident Emmerson Mnangagwa bleibt damit bis 2030 im Amt. Eine weitere Änderung räumt dem Parlament die Befugnis ein, den Präsidenten zu ernennen. Die 1987, sieben Jahre nach der Unabhängigkeit, eingeführten direkten Präsidentschaftswahlen wurden abgeschafft.

Simbabwe hat seinen Kryptowährungssektor durch die Rechtsverordnung Nr. 99 von 2026 formalisiert und legalisiert. Unternehmen, die am Kauf, Verkauf, Transfer oder der Verwahrung virtueller Vermögenswerte beteiligt sind, müssen sich jährlich bei der Financial Intelligence Unit (FIU) registrieren. Die Registrierung kostet 500 USD pro Jahr. Ein Betrieb ohne entsprechende Zulassung gilt ab sofort als Straftat. Das Land schließt sich damit einer wachsenden Zahl afrikanischer Staaten an, darunter Südafrika, Nigeria, Kenia und Mauritius, die digitalen Vermögenswerte regulieren. Auf dem gesamten Kontinent steigt die Krypto-Nutzung rasant an. Subsahara-Afrika verzeichnete zwischen Juli 2024 und Juni 2025 einen On-Chain-Wert Anstieg von 52% gegenüber dem Vorjahr.

Mehrere afrikanische Staaten repatriieren, mit Sonderflügen und Busreisen ihre Bürger, aus Südafrika. Nigeria hat Evakuierungsflüge für über 1.000 Landsleute genehmigt. Auch Länder wie Ghana, Malawi und Simbabwe repatriieren Hunderte oder Tausende ihrer Staatsbürger. In der Provinz Westkap, wird von Tür zu Tür Einschüchterungen, sowie vom Tod zweier Mosambikaner in Mossel Bay, berichtet. 150 Malawiern, die in Mossel Bay, in Notunterkünften Zuflucht gesucht hatten, wurden zurückgeholt. Eine schwere Wirtschaftskrise mit einer Jugendarbeitslosigkeit von über 30% führten zu anti-migrantischen Protesten und gewaltsamen Ausschreitungen. Anti-Migranten-Gruppen fordern, dass Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung das Land verlassen – und haben den 30. Juni als Frist gesetzt.

Während der 80. Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen in wurden die Vertreter für die fünf nichtständigen Sitze im Sicherheitsrat gewählt: Zimbabwe (Gruppe der afrikanischen Staaten), Kirgisistan (Gruppe der asiatisch-pazifischen Staaten), Trinidad und Tobago (Gruppe der lateinamerikanischen und karibischen Staaten), Österreich und Portugal (Gruppe der westeuropäischen und anderen Staaten). Das 2jährige Mandat beginnt mit dem 1. Januar 2027.  

Die Tabakernte wird voraussichtlich die Rekordmarke von 360.000 Tonnen (360 Millionen Kilogramm) überschreiten. Rund 95% der mehr als 127.000 registrierten Tabakbauern in Simbabwe sind vertraglich gebundene Kleinbauern, auf die 85 % der gesamten Produktion entfallen. Da Kleinbauern keine traditionellen Landtitel besitzen, um sich normale Bankkredite zu sichern, springen von China unterstützte Firmen ein. Sie stellen Saatgut, Dünger und Betriebsmittel auf Kredit zur Verfügung und erhalten im Gegenzug das Recht, die Ernte aufzukaufen.  Verträge mit chinesischen Unternehmen sind eine zweideutige Angelegenheit: sie bringen Einnahmen und führen zu Abhängigkeiten. Viele Kleinbauern berichten, dass hohe Unternehmensgebühren, unvorhersehbares Wetter und streng kontrollierte Unternehmenspreise sie dauerhaft in Schulden stürzen. Kritiker sagen, dass Tabakunternehmen den Anbau nach Afrika verlagern, Ackerland der Nahrungsmittelproduktion entziehen und zur Entwaldung beitragen. Landwirte geben bewusst traditionelle Grundnahrungsmittel wie Mais und Sonnenblumen zugunsten von Tabak auf.

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