Präsident Adama Barrow hat angekündigt, dass das Land die Energieversorgung bis zum nächsten Monat ausbauen werde, in der Hoffnung, die gewalttätigen Proteste gegen anhaltende Stromausfälle zu unterbinden. In der Hauptstadt Banjul und den umliegenden Städten zündeten Demonstranten Reifen an und errichteten Barrikaden, um den Verkehr zu blockieren. Sie fordern Barrows Rücktritt. Im Dezember kandidiert Barrow für eine dritte Amtszeit. Die Polizei setzte Tränengas ein. Die wiederholten Stromausfälle finden während der heißen Jahreszeit statt und dauerten an einigen Orten bis zu 48 Stunden. Die anhaltenden Stromausfälle sind zum Teil auf den Klimawandel und den Krieg der USA und Israels gegen den Iran zurückzuführen. Der gambische Präsident kündigte zudem den Bau eines zusätzlichen 50-Megawatt-Solarkraftwerks an, mit dem bald begonnen werden soll.