Unter dem Titel: „Die Roças von São Tomé und Príncipe: Koloniales Agrarsystem und Zwangsmigration“ wurden sie in die Liste der Weltkulturerbe aufgenommen. Die Roças von Agostinho Neto und São João dos Angolares sind Teil eines umfassenderen Netzwerks kolonialer Landgüter, die durch den Kaffee- und Kakaoanbau die Wirtschaft der Inseln prägten, aber auch eine schmerzvolle Geschichte von Zwangsarbeit und Migration widerspiegelten. Hinter den Kakaobäumen befanden sich Werkstätten, Krankenhäuser, Schulen, Trockenterassen, Eisenbahnstrecken, Lagerhäuser, Kapellen, Arbeiterunterkünfte und elegante Plantagenhäuser. Es handelte sich um in sich geschlossene Siedlungen, in denen Architektur, Landwirtschaft und Alltag zu einer Kulturlandschaft verwoben waren, wie es sie sonst nirgendwo auf der Welt gab. Zum Weltkulturerbe gehören sechs große Plantagen: Monte Café, Água Izé, Diogo Vaz, São João, (auf São Tomé) und Sundy und Belo Monte (auf Príncipe).