Kategorie: Allgemein

„Keep the Five Alive“ lautet das Motto des diesjährigen Weltrhinoceros-Tags. Es gibt weniger als 27.000 Tiere. In Afrika leben zwei der Arten, das weiße und das schwarze Nashorn. Das südliche weiße Nashorn gilt mit knapp 16.000 verbleibenden Exemplaren als „fast bedroht“; bedroht ist das schwarze Nashorn mit weniger als 7.000 in freier Wildbahn. Von den nördlichen weißen Nashörnern gibt es nur noch 2 Exemplare, beides Weibchen, die im Ol-Pejeta-Naturschutzgebiet in Kenia. Am stärksten bedroht sind die als „vom Aussterben bedroht“ eingestuften Javan- und Sumatra-Nashörner, die in Indonesien und auf Sumatra vorkommen, während das indische Einhornnashorn in Indien und Nepal weiterhin als „gefährdet“ gilt. Als große Pflanzenfresser spielen sie eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der Ökosysteme. Durch ihre Fressgewohnheiten lichten sie dichten Busch und schaffen Wege. Dadurch dringt Sonnenlicht ein und hilft kleineren Pflanzen und anderen Tieren zu gedeihen. Nashornkot liefert zudem Nährstoffe für die Ökosysteme und kann zur Verbreitung von Samen beitragen.

Bei Drohnenangriffen auf zwei Lagerhäuser in der Ortschaft Shikan in Nord-Kordofan wurden über 292.000 Schulbücher, 40.000 Übungshefte für Arabisch und Mathematik sowie weitere Lernmaterialien zerstört. Die Materialien sollten ab Oktober 2026, zu Beginn des neuen Schuljahres, unter anderem an Schulen in West-Bara, Bara und Um Dam verteilt werden; der Verlust wird voraussichtlich das Lernen von Tausenden von Kindern beeinträchtigen.

Die jüngsten Kämpfe zwischen den Houthis und den Truppen der in Aden ansässigen, von Saudi-Arabien unterstützten Regierung haben eine neue humanitäre Krise ausgelöst. Die mit dem Iran verbündeten Houthi-Rebellen übernahmen Anfang dieses Monats in einer Offensive die Kontrolle über die jemenitische Küste am Roten Meer. Dabei kamen auf beiden Seiten Hunderte Menschen ums Leben, der weltweite Handel wurde bedroht und die Energiepreise stiegen an. Die Vereinten Nationen warnen, dass die Zahl der Flüchtlinge, die aus dem Jemen über das Rote Meer nach Dschibuti fliehen, im Land auf 10.000 ansteigen. Hinzu kommen die mehr als 5,2 Millionen Menschen, die bereits vor der Wiederaufnahme der Kämpfe im Jemen innerhalb des Landes vertrieben worden waren.

Nachdem eine bewaffnete Gruppe im Dorf Madegoua in der Nähe der Stadt Makary in der Region „Far North“ in Kamerun 15 Menschen getötet hatte, sind hunderte Menschen sind aus ihren Häusern geflohen. Der Angriff löste eine Fluchtwelle aus zehn umliegenden Dörfern aus. „Boko Haram hat uns aufgefordert, unsere Dörfer zu verlassen. Sie kommen, um uns zu töten und unsere Habseligkeiten zu rauben“, berichtete ein vertriebener Dorfbewohner gegenüber Africanews.  Kamerun ist Teil der Multinational Joint Task Force, deren Auftrag es ist, Boko Haram und andere bewaffnete Gruppen rund um den Tschadsee zu bekämpfen.

Antonio Guterres (Generalsekretär der Vereinten Nationen), erklärte gegenüber der Global Africa Business Initiative, dass Afrika ein Marktpotenzial von 3 Billionen US-Dollar biete und die Welt dies endlich als „Gamechanger für die globale Wirtschaft“ anerkenne. Afrika hat die am schnellsten wachsende Erwerbsbevölkerung der Welt. Es verfügt über 30 % der weltweiten Bodenschätze und besitzt 60 % des Solarpotenzials. Kenia generiert mittlerweile mehr als 90 % seines Stroms aus erneuerbaren Quellen. Marokko entwickelt Pläne für die „Pont de la Méditerranée“, ein Unterseekabel zur Versorgung Europas mit grünem Strom. Tunesien mischt weltweit bei KI und Computer-Vision-Software mit. Ruanda leistet Pionierarbeit bei der landesweiten Lieferung per Drohne. „Auch im Unterhaltungssektor geht der Stern Afrikas auf“, stellte Guterres fest, wobei Nigeria, Südafrika und der Senegal Musik und Filme für ein weltweites Publikum produzieren. Die Welt müsse jedoch sicherstellen, dass Afrikas riesige natürliche Ressourcen – insbesondere kritische Mineralien – vor Ort Wertschöpfung und menschenwürdige Arbeitsplätze schaffen, anstatt einfach ins Ausland verschifft zu werden.

Kenia hat mit der „Emerging Markets Working Group“ der Hoover Institution der Stanford University eine fünfjährige Rahmenvereinbarung unterzeichnet, um Daten und künstliche Intelligenz in die politische und wirtschaftliche Entscheidungsfindung einzubinden, wobei ein Frühwarnsystem für El Niño das erste Ergebnis sein soll. Das El-Niño-System integriert Klima-, Geodaten, Wasser-, Landwirtschafts- und Infrastrukturdaten, um Informationen auf Bezirksebene zu generieren, mit dem Ziel, schnellere und besser koordinierte Reaktionen zu ermöglichen. Das Abkommen ist das jüngste einer Reihe von Partnerschaften im Bereich KI und Daten, die Kenia eher aus außenpolitischen Gründen als zum Zweck der Beschaffung von Technologie geschlossen hat.

Die Impfkampagne betrifft die am stärksten betroffenen Regionen Bunia und Mongbwalu in der Provinz Ituri. Zum Einsatz kommt der Impfstoff ERVEBO der für das Zaire-Ebolavirus wirksam ist jedoch nicht für den aktuell grassierenden Bundibugyo-Stamm. Die Gesundheitsbehörden erklärten, Ervebo könne einen gewissen Schutz vor dem Bundibugyo-Virus bieten, da die beiden Viren miteinander verwandt seien. Der Ebolo- Ausbruch gilt als der tödlichste aller 17 bisherigen Ebola-Ausbrüche im Land. Bisher wurden in den 7 Provinzen 7.541 Fälle und 3.639 Todesfälle bestätigt.  (Sterblichkeitsrate ca. 48 %).

Die ugandische Armee teilte mit, sie habe die militärische Zusammenarbeit mit der Türkei ausgesetzt, nachdem Ankara aufgefordert worden war, den prominenten politischen Blogger Fred Lumbuye und scharfen Kritiker von Präsident Yoweri Museveni auszuliefern. Armeechef Muhoozi Kainerugaba, Musevenis Sohn und weithin als wahrscheinlicher Nachfolger seines Vaters angesehen, ist wegen der Bemühungen um die Auslieferung von Fred Lumbuye wiederholt mit den türkischen Behörden aneinandergeraten. Die beiden Länder pflegen seit fast einem Jahrzehnt enge Beziehungen im Verteidigungsbereich, die militärische Ausbildung, Waffen und Überwachungsausrüstung, Technologietransfer sowie die Zusammenarbeit bei der Terrorismusbekämpfung und im Sicherheitsbereich umfassen. Es wird auch gedroht, den Eisenbahnvertrag im Wert von 3 Milliarden Dollar mit dem türkischen Unternehmen Yapi Merkezi zu kündigen und türkische Staatsangehörige aus Uganda auszuweisen. Die beiden Länder pflegen seit fast einem Jahrzehnt enge Beziehungen im Verteidigungsbereich, Technologietransfer, Terrorismusbekämpfung und Sicherheitspolitik.

Am 20. September haben sich 7 äthiopische bewaffnete Gruppen zu einer neuen militärischen und politischen Allianz zusammengeschlossen: Sie erklärten: „Wir haben ein gemeinsames Bündnis namens ‚Allianz der äthiopischen Volkskräfte für das Überleben‘, kurz ‚Allianz für das Überleben‘, gegründet,“ mit dem Ziel eine inklusive Übergangsregierung zu bilden und die föderale Regierung von Premierminister Abiy Ahmed zu stürzen. Die 7 Gruppen sind: Tigray People’s Liberation Front (TPLF), Fano-Milizen, Oromo Liberation Army (OLA), Ogaden National Liberation Front (ONLF), Afar Revolutionary Democratic Unity Front, Benishangul Peoples’ Liberation Movement, Gumuz Peoples’ Democratic Movement.

Die US-Regierung hat eine Finanzierung in Höhe von bis zu 414 Millionen US-Dollar für ein Uranprojekt im Niger genehmigt. Vor 2 Jahren zog die USA seine Truppen aus dem ab. Die US Development Finance Corp genehmigte den Kredit für das Dasa-Projekt des kanadischen Bergbauunternehmens Global Atomic. Die Uranlagerstätte wird mit dem höchsten Gehalt in Afrika bezeichnet. Die Investition könnte den Zugang der USA zu einer strategischen Uranversorgung stärken. Niger, der siebtgrößte Uranproduzent der Welt, ist in einen Streit, mit dem vom französischen Staat unterstützten Bergbauunternehmen Orano verwickelt. Orano dominiert den Uransektor des Landes. Das Projekt ist mit erheblichen sicherheitspolitischen und politischen Risiken behaftet. Im vergangenen Monat verübte eine Gruppe von Soldaten Angriffe auf einen wichtigen Militärflugplatz, den Präsidentenpalast und andere sensible Einrichtungen in der Hauptstadt Niamey im Rahmen eines versuchten Putsches. Im Jahr 2024 erklärten sich die Vereinigten Staaten bereit, etwa 1.000 Soldaten abzuziehen, nachdem die Militärregierung, die 2023 durch einen Putsch die Macht in Niger übernommen hatte, deren Präsenz, als „illegal“ eingestuft und Russland um sicherheitspolitische Unterstützung gebeten hatte. Auch französische Soldaten wurden 2023 zum Abzug aufgefordert.

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