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Die ghanaische Goldbehörde (GoldBod) verpflichtet Goldexporteure, Golddore vor dem Versand ins Ausland vor Ort zu veredeln. Damit soll ein größerer Teil des durch die Goldindustrie des Landes erwirtschafteten Wertes im Land verbleiben. Dies gilt seit dem 1. September 2026. Widerrechtliche Handlungen sollen mit dem Entzug von Exportgenehmigungen geahnt werden. Bisher wurde der Großteil des Goldes in rohem Zustand exportiert, wodurch erhebliche Gewinne an ausländische Handelsplätze wie Dubai oder die Schweiz verloren gingen. Ghana ist der größte Goldproduzent Afrikas.

Ghana hat 422 Keimplasma-Accessions im globalen Saatgut-Tresor auf Svalbard in Norwegen hinterlegt, um die pflanzengenetischen Ressourcen des Landes vor Bedrohungen wie dem Klimawandel, Schädlingen und Krankheitsausbrüchen zu schützen. Die Initiative wurde vom Council for Scientific and Industrial Research (CSIR-PGRRI) in Bunso in der Eastern Region durchgeführt. Dank der Unterstützung des Global Crop Diversity Trust in Deutschland war es möglich das Material sicher zu duplizieren.  Ghana war eines von fünf afrikanischen Ländern, die neben Nigeria, Kenia, Äthiopien und Simbabwe für die Teilnahme am ‚Seeds for Resilience‘-Projekt ausgewählt wurde. Zu den ausgewählten Kulturpflanzen gehören Mais, Reis, Maniok, Augenbohnen und einheimische Auberginensorten, allesamt Grundnahrungsmittel, für die eine hohe Nachfrage im Rahmen von Forschungs- und Züchtungsprogrammen besteht.

Alle ghanaischen Staatsbürger und im Land ansässigen Ausländer müssen einen biometrischen Personalausweis aus Kunststoff bei sich tragen, die „Ghana Card“.  Alle Unternehmen und sonstigen Einrichtungen müssen nun gemäß neuen Vorschriften, einen biometrischen App-Scanner zur Überprüfung der nationalen Personalausweise verwenden. Es ist nun strafbar, eine Ghana Card zum Zweck einer Transaktion zu fotokopieren oder visuell zu überprüfen. Organisationen, die weiterhin Fotokopien oder visuelle Ausweiskontrollen verwenden, riskieren Geldstrafen von bis zu 24.000 ghanaischen Cedi (etwa 2.100 US-Dollar). Einzelpersonen müssen mit Geldstrafen von bis zu 6.000 ghanaischen Cedi (etwa 525 US-Dollar oder 390 Pfund) rechnen.

Durch sintflutartige Regenfälle kam es in Ghanas Hauptstadt Accra zu schweren Überschwemmungen. Rettungskräfte setzten Boote ein, um eingeschlossene Anwohner zu retten, während das steigende Hochwasser Häuser, Straßen und Fahrzeuge überschwemmt. Die Regierung hat die Einwohner aufgefordert, unnötige Fahrten zu vermeiden, während Polizei, Feuerwehr und Militär ihre Rettungsmaßnahmen fortsetzen. Wetterdienste warnen vor weiteren starken Regenfällen, was Befürchtungen vor weiteren Überschwemmungen in Accra schürt, wo rasante Urbanisierung und mangelhafte Entwässerung dazu geführt haben, dass saisonale Überschwemmungen zunehmend verheerende Auswirkungen haben.

Mehr als 1.710 Menschen wurden in der Gemeinde Wassa Amenfi West in der Westregion vertrieben, nachdem fast eine Woche lang heftige Regenfälle schwere Überschwemmungen ausgelöst hatten. Betroffene Anwohner machen den illegalen Bergbau mitverantwortlich für das katastrophale Ausmaß der Überschwemmungen. Sie erklärten, die Bergbauaktivitäten hätten das Land stark geschädigt und natürliche Wasserläufe verstopft.

Afrikanische und karibische Länder haben eine offizielle Entschuldigung und Wiedergutmachungszahlungen von den Ländern gefordert, die vom transatlantischen Sklavenhandel profitiert haben. Die Forderungen wurden zum Abschluss einer dreitägigen Konferenz in Ghana gestellt.  Ziel es war, die Bemühungen, um Wiedergutmachungsgerechtigkeit voranzutreiben. Sie folgen auf eine wegweisende UN-Resolution vom März, in der die transatlantische Sklaverei als „schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ anerkannt und die UN-Mitgliedstaaten aufgefordert wurden, zu einem Wiedergutmachungsfonds beizutragen. Etwa 12 bis 15 Millionen afrikanische Männer, Frauen und Kinder wurden vom 15. bis zum 19. Jahrhundert gefangen genommen und nach Amerika verschleppt, um dort als Sklaven zu arbeiten. Im Rahmen der „Next Steps“-Konferenz in der ghanaischen Hauptstadt Accra wurde ein 19-Punkte-Plan für Wiedergutmachungszahlungen verabschiedet.

Mehrere afrikanische Staaten repatriieren, mit Sonderflügen und Busreisen ihre Bürger, aus Südafrika. Nigeria hat Evakuierungsflüge für über 1.000 Landsleute genehmigt. Auch Länder wie Ghana, Malawi und Simbabwe repatriieren Hunderte oder Tausende ihrer Staatsbürger. In der Provinz Westkap, wird von Tür zu Tür Einschüchterungen, sowie vom Tod zweier Mosambikaner in Mossel Bay, berichtet. 150 Malawiern, die in Mossel Bay, in Notunterkünften Zuflucht gesucht hatten, wurden zurückgeholt. Eine schwere Wirtschaftskrise mit einer Jugendarbeitslosigkeit von über 30% führten zu anti-migrantischen Protesten und gewaltsamen Ausschreitungen. Anti-Migranten-Gruppen fordern, dass Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung das Land verlassen – und haben den 30. Juni als Frist gesetzt.

Seit dem 25. Mai 2026 wurde das offizielle Ghana e-Visa-Portal freigeschaltet. Es ersetzt die „Visa on Arrival“-Regelung. Innerhalb von 48 Stunden soll das gebührenpflichtige Visa per e-mail zugesandt sein. Inhaber afrikanischer Pässe, die geschäftlich oder touristisch reisen, sind von den Visagebühren befreit. Ghana ist nun das sechste afrikanische Land, das alle Visumgebühren für afrikanische Staatsbürger abschafft. Es gelten weiterhin die üblichen Reisebedingungen: Gültiger Reisepass, Gelbfieberimpfung und Flugticket.

Präsident John Dramani Mahama hat der internationalen Gemeinschaft erläutert, dass die Politik Ghanas von seinen rechtlichen Traditionen, kulturellen Werten und dem gesellschaftlichen Konsens geprägt ist. Daher hat er sie, insbesondere die internationalen Partner, gebeten, die Haltung des Landes zu Fragen der Lesben-, Schwulen-, Bisexuellen-, Transgender- und Queer-Gemeinschaft (LGBTQ+) zu respektieren. „Ich habe einen Eid geschworen, die Verfassung zu wahren, und so werden die Volksvertreter den Gesetzentwurf beraten, und sobald sie ihn verabschieden, wird er der Präsidentschaft vorgelegt“. Da er einen Eid geschworen hat, die Verfassung zu schützen und zu verteidigen, sagte Präsident Mahama, habe er nach der Verabschiedung des Gesetzentwurfs kaum etwas anderes zu tun, als gemäß dessen Bestimmungen zu handeln. Das umstrittene Gesetz, das 2024 vom vorherigen Parlament verabschiedet worden war, aber nicht unterzeichnet wurde, wurde im März 2025 als privater Gesetzentwurf im neuen Parlament wieder eingeführt. Das Gesetz sieht vor: Bis zu 3 Jahre Haft für Personen, die sich als LGBTQ+ identifizieren, bis zu 10 Jahre Haft für die Förderung oder finanzielle Unterstützung von LGBTQ+-Aktivitäten. Für die Assemblies of God-Kirche, der Präsident Mahama angehört, spiegelt seine Haltung die Lehren der Bibel wider.

Während islamistische Militante in den Nachbarländern weiterhin Chaos anrichten, hat Ghana ein Verteidigungsabkommen mit der Europäischen Union (EU) unterzeichnet. Im Rahmen eines 50-Millionen-Euro-Pakets lieferte die EU unter anderem Überwachungsdrohnen, Anti-Drohnen-Systeme, Fahrzeuge zur Bombenentschärfung und Motorräder an das ghanaische Militär. Die Kooperation erstreckt sich auf die Bekämpfung von Terrorismus, die Sicherung der Grenzen, Cybersicherheit und maritime Sicherheit im Golf von Guinea. In der Region soll die Stabilität gesichert und ein Übergreifen militanter Gewalt aus der Sahelzone verhindert werden.

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