Schlagwort: Afrika

Indien gibt Nigeria, anstatt Russland, den Vorzug und sorgt damit für eine erhebliche Umwälzung der Lieferverhältnisse von Rohöl. Zwischen September und Oktober 2025 sollen mehr als zwei Millionen Barrel nigerianisches Öl in Indien eintreffen, da der politische Druck der USA das südasiatische Land dazu zwingt, seine Importe aus Russland zu reduzieren. Dieser Schritt ist Teil einer größeren Einkaufswelle indischer Raffinerien, die in den letzten Wochen Millionen Barrel aus nicht-russischen Quellen bezogen haben. Der südasiatische Markt kaufte eine Million Barrel Girassol aus Angola, eine Million Barrel Mars aus den USA, drei Millionen Barrel Murban aus Abu Dhabi und zwei Millionen Barrel nigerianisches Rohöl zur Lieferung im September und Oktober. Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Jahr 2022 ist Indien einer der wenigen großen Abnehmer von billigem russischem Öl und entzieht sich dem westlichen Boykott.

Afrikas jüngster Staat lehnt Abkommen zur Aufnahme von Palästinensern aus dem vom Krieg zerrütteten Gazastreifen ab. Das Außenministerium des Südsudans hat Behauptungen entschieden zurückgewiesen, er führe Gespräche mit Israel über die Umsiedlung von Palästinensern aus dem vom Krieg zerstörten Gazastreifen. Dies ist bereits das zweite Mal, dass ein afrikanischer Staat Vorschläge zur Aufnahme von Vertriebenen aus dem Gazastreifen abgelehnt hat. Im März hatten sowohl Somalia als auch die abtrünnige Region Somaliland erklärt, keinen entsprechenden Vorschlag von den Vereinigten Staaten oder Israel erhalten zu haben, wobei Mogadischu sich kategorisch gegen diese Idee aussprach.

183 Flüchtlinge aus Nairobi sind in Flüchtlingslager zurückgebracht worden. Sie hatten die offizielle Genehmigung erhalten, im Rahmen eines Programms der Vereinten Nationen zur Neuansiedlung von Flüchtlingen nach Deutschland zu reisen. Doch als sie in Nairobi ankamen, wurde ihre Reise in letzter Minute abgesagt, nachdem die neue deutsche Regierung die Teilnahme des Landes an dem Programm ausgesetzt hatte. Die Entscheidung Deutschlands hat Auswirkungen auf Asylsuchende in vielen Ländern, darunter Menschen aus der Demokratischen Republik Kongo, dem Südsudan und Afghanistan. Einige von ihnen gehen nun rechtlich vor; derzeit klagen über 50 Familien und Einzelpersonen gegen die deutsche Regierung. Das deutsche Innenministerium gab bekannt, dass seit 2024 4.711 Menschen im Rahmen des UN-Programms in das Land gekommen sind. Das Land hatte der Europäischen Kommission zugesagt, in den Jahren 2024 und 2025 insgesamt 13.000 Flüchtlinge aufzunehmen.

 Die USA hat ein Pilotprojekt vorgestellt hatten, wonach Bürger aus Malawi, Sambia und Simbabwe für Touristen- oder Geschäftsvisa eine Kaution in Höhe von bis zu 15.000 US-Dollar zahlen müssen. Im Rahmen des Programms müssen Staatsangehörige dieser Länder außerdem an einem von drei Flughäfen ein- und ausreisen: dem Logan International Airport in Boston, dem John F. Kennedy International Airport in New York oder dem Dulles International Airport in der Nähe von Washington, D.C. Das Pilotprogramm für Visumkautionen beginnt laut Angaben des US-Außenministeriums am 20. August.

Mindestens 80.000 Kinder sind laut Schätzungen des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) in West- und Zentralafrika zu Beginn der Regenzeit in der Region stark von Cholera bedroht. Starke Regenfälle, Überschwemmungen und Vertreibungen begünstigten die Ausbreitung der Krankheit, insbesondere in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) und Nigeria. In Kinshasa gibt es einem starken Anstieg der Fallzahlen. Im Juli waren es in der DRK über 38.000 Fälle und 951 Todesfälle.

Frauen vor allem aus zentral- und ostafrikanischen Ländern, werden über soziale Medien angeworben, um in der Waffenfabrik Alabuga, in der gleichnamigen Sonderwirtschaftszone in der Republik Tatarstan, Drohnen zu montieren. In Videos, in afrikanischen sozialen Medien, wird für ein Ausbildungs- und Arbeitsprogramm in Russland als Schweißerin, Logistikerin, Bauingenieurin, Reinigungskraft oder Bedienung im Restaurant, geworben. Alabuga beschäftigt über tausend junge Frauen im Alter zwischen 18 und 22 Jahren aus 85 Ländern, die meisten aus Afrika, darunter Kamerun, Burkina Faso, Sambia, Somalia, Burundi oder Uganda. Im Mai erschien in The East African der Artikel „Horror of East African young women making drones for Russia war”, basierend auf Global Initiative of Transnational Organized Crime“, der auf 32 Seiten die Fakten klar belegt.

Das Symposium der Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar (SECAM) wird zu seiner 20. Vollversammlung, unter dem Thema: „Christus, Quelle der Hoffnung, der Versöhnung und des Friedens zusammenkommen“.  Pater Rafael Simbine Junior (Generalsekretär von SECAM):  „Afrika ist eine Familie, aber es ist eine Familie im Konflikt… Als Kirche müssen wir darüber nachdenken, wie wir zu Friedensstiftern werden können.“ Die Vollversammlung wird mehr als 250 Teilnehmer zusammenbringen, darunter Kardinäle, Bischöfe, Priester, geweihte Männer und Frauen und Laienführer aus ganz Afrika und seinen Inseln sowie Partner aus anderen Kontinenten. Das Treffen findet vom 30. Juli bis zum 4. August 2025 in Kigali statt.

Die Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Afrika (UNECA) hat Afrika als „Paradoxon aus Potenzial und Vernachlässigung“ bezeichnet und darauf hingewiesen, dass der Kontinent über ein Potenzial von etwa 60 % der weltweiten Solarenergie verfügt, aber weniger als 3% der weltweiten Energiefinanzierung auf sich zieht. ECA-Chef Gatete unterstrich, dass die Energiewende in Afrika vom Rand in das Zentrum der globalen Entwicklungsagenda rücken muss, nicht nur im Hinblick auf die Klimaresilienz, sondern auch auf nachhaltiges Wachstum, wirtschaftliche Gerechtigkeit und gemeinsamen Wohlstand. Mehr als 600 Millionen Menschen haben in Afrika immer noch keinen Zugang zu Elektrizität.

Die Vereinigten Staaten haben neue Visabeschränkungen für die Bürger von 31 afrikanischen Ländern eingeführt. Diese Beschränkungen begrenzen Visa für Nicht-Einwanderer und nicht-diplomatische Personen auf die einmalige Einreise mit einer Gültigkeitsdauer von nur drei Monaten. Betroffene Länder: Benin, Burkina Faso, Cabo Verde, Gambia, Ghana, Niger, Nigeria, Sierra Leone, Togo, Angola, Kamerun, Tschad, Kongo Brazzaville, Kongo DR, Äquatorialguinea, Burundi, Eritrea, Äthiopien, Madagaskar, Malawi, Mosambik, Somalia, Südsudan, Sudan, Tansania, Uganda, Sambia, Simbabwe.

Das südafrikanische Wettbewerbsgericht hat das Übernahmeangebot des französischen Unternehmens Canal+ (CAN.L) für den Fernsehsender MultiChoice (MCGJ.J) in Höhe 2 Mrd. USD genehmigt. Die Übernahme stellt einen Wendepunkt in der afrikanischen Medienlandschaft dar und könnte das Rundfunksystem des Kontinents umgestalten. Sie signalisiert eine strategische Konsolidierung, die darauf abzielt, globalen Streaming-Giganten wie Netflix entgegenzutreten. Für Canal+ ist die Übernahme im Rahmen seiner Expansion in Afrika, insbesondere in den englischsprachigen Regionen, von großer Bedeutung, während MultiChoice dadurch das dringend benötigte Kapital erhält, um seine lokalen Inhalte und Innovationen zu verbessern.

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