Geologen des US-Bergbauunternehmens KoBold Metals dringen tief in den kongolesischen Busch vor, in der Hoffnung, dass eine hochmoderne Armee von „Explorern“ unter der Leitung von KI ihnen einen Vorsprung im Wettlauf um kritische Mineralien verschaffen wird. Zu ihrer Ausrüstung gehören hochpräzise GPS-Geräte und Tablets, die mit einem KI-System verbunden sind, das in Echtzeit auf Servern läuft, die sich Tausende von Kilometern entfernt am Firmensitz in Kalifornien befinden. Die Arbeit von KoBold, ist Teil einer US-Strategie, die Versorgung mit strategischen Mineralien zu sichern und Chinas Dominanz in diesem Sektor zu verringern. China hat seit den 2000er Jahren massiv in das Land investiert und kontrolliert 70 bis 80 % des kongolesischen Kupfer- und Kobaltmarktes. Das zentralafrikanische Land ist der weltweit zweitgrößte Kupferproduzent und der größte Kobaltproduzent; dennoch ist der Untergrund des riesigen Landes mit einer Fläche von mehr als 2,3 Millionen Quadratkilometern noch weitgehend unerforscht. Das amerikanische Unternehmen befindet sich noch in der Explorationsphase und hofft, in einigen Jahren die Produktion aufnehmen zu können. Seit 2025 hat KoBold 14 Explorationslizenzen für ein Gebiet von mehr als 3.000 Quadratkilometern erhalten.