Schlagwort: Kongo-RDC

Geologen des US-Bergbauunternehmens KoBold Metals dringen tief in den kongolesischen Busch vor, in der Hoffnung, dass eine hochmoderne Armee von „Explorern“ unter der Leitung von KI ihnen einen Vorsprung im Wettlauf um kritische Mineralien verschaffen wird. Zu ihrer Ausrüstung gehören hochpräzise GPS-Geräte und Tablets, die mit einem KI-System verbunden sind, das in Echtzeit auf Servern läuft, die sich Tausende von Kilometern entfernt am Firmensitz in Kalifornien befinden. Die Arbeit von KoBold, ist Teil einer US-Strategie, die Versorgung mit strategischen Mineralien zu sichern und Chinas Dominanz in diesem Sektor zu verringern. China hat seit den 2000er Jahren massiv in das Land investiert und kontrolliert 70 bis 80 % des kongolesischen Kupfer- und Kobaltmarktes. Das zentralafrikanische Land ist der weltweit zweitgrößte Kupferproduzent und der größte Kobaltproduzent; dennoch ist der Untergrund des riesigen Landes mit einer Fläche von mehr als 2,3 Millionen Quadratkilometern noch weitgehend unerforscht. Das amerikanische Unternehmen befindet sich noch in der Explorationsphase und hofft, in einigen Jahren die Produktion aufnehmen zu können. Seit 2025 hat KoBold 14 Explorationslizenzen für ein Gebiet von mehr als 3.000 Quadratkilometern erhalten.

In Uvira, im Osten der Demokratischen Republik Kongo, rollt der Ball zwischen Krücken und gesunden Beinen hin und her. Auf dem Spielfeld sprinten die Spieler, kämpfen um den Ball und feiern ihre Tore. Es ist eine ganz normale Fußballszene, mit einem Unterschied: Alle Teilnehmer sind Amputierte. Vom 23. bis 25. September fand in Uvira das erste nationale Fußballturnier für Amputierte statt. Spieler aus Nord-Kivu, Süd-Kivu und Tanganjika kamen zu drei Wettkampftagen zusammen. Über die Spiele hinaus bot das Turnier einen Raum der Begegnung und der Genesung für Sportler, deren Leben oft von Gewalt und bewaffneten Konflikten geprägt wurde. Das Turnier ist vorbei, doch die Botschaft dieser Spieler bleibt unverändert: Der Verlust eines Gliedmaßes bedeutet nicht den Verlust ihrer Träume, ihrer Talente oder ihres Platzes in der Gesellschaft.

Die Provinz Nord-Kivu wird zum neuen Hotspot der Ebola-Epidemie. Ausgelöst durch das Bundibugyo-Virus breitet sich der Ausbruch wesentlich schneller aus. Forscher gehen davon aus, dass sich die seltenen Bundibugyo-Arten des Virus monatelang verbreiteten, bevor im Mai die ersten Fälle in Ituri, einer Provinz an Nord-Kivu, bestätigt wurden. Hilfskürzungen, Lücken im Überwachungssystem und das Fehlen zugelassener Impfstoffe und Behandlungen erschwerten die Reaktion, ebenso wie bewaffnete Konflikte in der Region.

Nachdem ein Boot auf dem Tanganjikasee gekentert war, sind mindestens 41 Menschen sind ums Leben gekommen, 49 weitere konnten gerettet werden. Das Boot hatte Berichten zufolge etwa 100 Menschen und Fracht an Bord, als es in der Nähe des kongolesischen Dorfes Mapera kenterte. Das Schiff war auf dem Weg vom Hafen von Kigoma in Tansania zur Stadt Kalemie in der DR Kongo. Für viele Menschen in der DR Kongo ist das Reisen mit dem Boot die günstigste und erschwinglichste Art, sich fortzubewegen. Das Land gehört zu den ärmsten der Welt und verfügt nicht über eine ausreichende Infrastruktur für seine mehr als 100 Millionen Einwohner. Der Schiffbruch war bereits der zweite Verlust eines kongolesischen Schiffes auf der Strecke Kigoma–Kalemie innerhalb von weniger als einem Monat.

Die Impfkampagne betrifft die am stärksten betroffenen Regionen Bunia und Mongbwalu in der Provinz Ituri. Zum Einsatz kommt der Impfstoff ERVEBO der für das Zaire-Ebolavirus wirksam ist jedoch nicht für den aktuell grassierenden Bundibugyo-Stamm. Die Gesundheitsbehörden erklärten, Ervebo könne einen gewissen Schutz vor dem Bundibugyo-Virus bieten, da die beiden Viren miteinander verwandt seien. Der Ebolo- Ausbruch gilt als der tödlichste aller 17 bisherigen Ebola-Ausbrüche im Land. Bisher wurden in den 7 Provinzen 7.541 Fälle und 3.639 Todesfälle bestätigt.  (Sterblichkeitsrate ca. 48 %).

Präsident Tshisekedi äußert sich seit Jahren positiv über Israel und begründet seine Unterstützung mit seinem christlichen Glauben. Zudem ist er sehr an der Unterstützung durch die Vereinigten Staaten interessiert. Er entschied nun die Botschaft der DRC nach Jerusalem zu verlegen. Kolumbiens neuer rechtsextremer Präsident, Abelardo de la Espriella, kündigte ebenfalls an, die Botschaft seines Landes nach Jerusalem zu verlegen. Dies ist eine deutliche Kehrtwende gegenüber seinem linken Vorgänger, der Israel wegen seines Völkermordkriegs gegen den Gazastreifen kritisiert hatte. Die Vereinigten Staaten verlegten ihre Botschaft nach Jerusalem während der ersten Amtszeit (2018) von Präsident Donald Trump. Fidschi, Guatemala, Honduras, Papua-Neuguinea und Paraguay sind diesem Beispiel gefolgt. Die meisten Länder, die diplomatische Beziehungen zu Israel unterhalten, behalten ihre Botschaften im Raum Tel Aviv bei. Sie vertreten die Auffassung, dass der endgültige Status Jerusalems durch Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern festgelegt werden sollte. Der UN-Sicherheitsrat hat Maßnahmen abgelehnt, die darauf abzielen, den Status Jerusalems zu ändern, und hat die Länder aufgefordert, dort keine diplomatischen Vertretungen einzurichten.

Die Regierung der Demokratischen Republik Kongo und die von Ruanda unterstützte Rebellengruppe M23 haben sich auf einen Fahrplan für Friedensgespräche geeinigt. „Die Parteien einigten sich darauf, einen Mechanismus einzurichten, dessen Aufgabe es ist, die Fortschritte zu überprüfen und Herausforderungen bei der Umsetzung der Verpflichtungen und Zusagen im Rahmen des Doha-Rahmenabkommens anzugehen“, hieß es in der Erklärung unter Bezugnahme auf das Abkommen von 2025.

 Der Ebola-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo fordert laut Angaben der UNO etwa ein Todesopfer alle 30 Minute. In 6 Provinzen der DR Kongo wurden mehr als 4.660 Fälle registriert. Das Welternährungsprogramm hat mehr als 260.000 warme Mahlzeiten in Behandlungs- und Isolationszentren bereitgestellt.

Ein Affe mit auffälligen rosa-orangefarbenen Lippen und einem schwarzen Gesicht, der in den Wäldern der Demokratischen Republik Kongo lebt, wurde als neue Art bestätigt. Das Forschungsteam, aus der DR Kongo, den USA und Deutschland, gab dem Tier den lateinischen Namen Colobus congoensis, um die natürliche Vielfalt des Landes zu würdigen. Er gehört zur größeren Gruppe der Colobus-Affen. Dabei handelt es sich um bedeutende afrikanische Affenarten, die keine Daumen haben. Den Einheimischen waren die Affen bekannt und sie nannten sie Likweli.

Die Trump-Regierung verhindert, dass US-Bürger in der Demokratischen Republik Kongo mit Linienflügen in die USA reisen. Die Anordnung, die auf der Grundlage einer als „Title 49“ bekannten Befugnis im Verkehrsbereich erlassen wird, sieht vor, dass US-Bürger im Kongo oder solche, die das Land kürzlich verlassen haben, auf eine „Do-not-board“-Liste gesetzt werden, bis sie mindestens 21 Tage in einem Drittland verbracht haben. Die neuen Beschränkungen werden angesichts eines sich ausbreitenden Ebola-Ausbruchs verhängt, der sich bereits auf mehrere Provinzen im Kongo ausgeweitet hat.

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