Schlagwort: Afrika

Hunderten von Händlern gehen aufgrund des Iran-Konflikts die Kraftstoffvorräte aus. Etwa 20 % der Tankstellen waren betroffen, nachdem die Regulierungsbehörde die Preise an den Zapfsäulen eingefroren hatte, trotz steigender weltweiter Ölpreise. Die Händler werden wahrscheinlich damit beginnen, Erdölprodukte zu horten, da sie im nächsten Monat mit Preiserhöhungen für Kraftstoff für Verbraucher rechnen. Afrikanische Länder gehören zu den am stärksten von Versorgungsengpässen und höheren Preisen betroffenen Ländern. Der Konflikt hat die Lieferungen von etwa 1/5 des weltweiten Öls und Flüssigerdgases durch die Straße von Hormus fast vollständig zum Erliegen gebracht hat.

Ghanas Präsident John Mahama wird am 25. März 2026, dem Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer der Sklaverei und des transatlantischen Sklavenhandels, den Vereinten Nationen eine wegweisende Resolution vorlegen: „Declaration of the Trafficking of Enslaved Africans and Racialised Chattel Enslavement of Africans as the Gravest Crime Against Humanity“.  Der transatlantische Sklavenhandel soll offiziell zum schwersten Verbrechen gegen die Menschlichkeit erklärt werden. Ghana fordert neben der Anerkennung auch Wiedergutmachung. Geraubte Artefakte sollen zurückgegeben werden und der Sklavenhandel soll aufgearbeitet werden. Die Afrikanische Union (AU), die Karibische Gemeinschaft (CARICOM) und Ländern wie Brasilien unterstützen den Vorschlag.

Die Lavaströme des Vulkans Piton de la Fournaise haben zum ersten Mal seit 19 Jahren den Ozean auf der französischen Insel Réunion erreicht. Piton de la Fournaise brach am 13. Februar 2026 aus. Durch das Fließen des Lavastroms ins Meer bildet sich Lavadeltas und vergrößern die Insel. Das Ereignis zieht viele Touristen an.

Die westafrikanische Regionalorganisation ECOWAS hat ihre Besorgnis über die zunehmenden Spannungen an der Grenze zwischen Guinea, Liberia und Sierra Leone zum Ausdruck gebracht und alle Parteien zur Zurückhaltung aufgefordert. ECOWAS kündigte die Entsendung einer technischen Erkundungsmission an, um die Entwicklungen im umstrittenen Gebiet von Yenga zu bewerten – einem seit langem bestehenden Konfliktherd aufgrund historischer Territorialstreitigkeiten zwischen Guinea und Sierra Leone. Für heute 16.03. 26 wurde ein Notfall-Gipfel der Mano River Union (MRU) in Conakry anberaumt, an dem die Präsidenten von Guinea, Liberia, Sierra Leone und der Elfenbeinküste teilnehmen sollen. 

Microsoft bemüht sich darum, dass mehr Afrikaner seine KI-Tools nutzen, da der US-Technologiegigant mit Chinas DeepSeek konkurriert. Das Unternehmen plant, in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit Schulen, Universitäten und anderen Institutionen 3 Millionen Afrikaner in seiner KI-Technologie zu schulen, wobei der Schwerpunkt auf Südafrika, Kenia, Nigeria und Marokko liegt. Außerdem hat es sich mit der MTN Group, Afrikas größtem Telekommunikationsunternehmen, zusammengetan, um das Microsoft 365-Anwendungssuite zusammen mit seinem digitalen Assistenten Copilot an seine 300 Millionen Abonnenten zu verkaufen. Während sich ein Großteil der Welt darauf konzentriert, wie KI-Giganten in den USA und Europa miteinander konkurrieren, haben chinesische Konkurrenten wie die Open-Source-KI-Plattform DeepSeek in vielen afrikanischen Ländern an Bedeutung gewonnen und machen etwa 11 % bis 14 % der Chatbot-Nutzung aus.

Konservative Anglikaner, die sich in Abuja versammelten, haben ihre Pläne zur Wahl eines rivalisierenden „Primus inter Pares”, was die Position des Erzbischofs von Canterbury innerhalb der weltweiten anglikanischen Kirche beschreibt, zurückgezogen.  Stattdessen erklärt GAFCON, dass es alte Strukturen und alte Titel hinter sich lässt und nun einen neuen Führungsrat unter der Leitung des ruandischen Erzbischofs Laurent Mbanda vorstellt. Der Global Anglican Council erklärt: Erzbischof Laurent Mbanda ist ihr Vorsitzender, und Sarah Mullally ist die Erzbischöfin von Canterbury.

Der Konflikt zwischen Israel, dem Iran und den USA hat eine Fluchtwelle afrikanischer Staatsangehöriger ausgelöst. Südafrika:  Forderte über 6.400 Bürger im Nahen Osten auf kommerzielle Flüge und Landwege zur Flucht zu nutzen. Kenia: Repatriierungsflüge zwischen Nairobi und Dubai finden statt.  Ghana: Staatsbürger aus dem Iran werden über Landwege evakuiert. Andere afrikanische Länder geben Sicherheitswarnungen heraus.

Die britische Regierung wird ab diesem Monat keine Studienvisa mehr an Personen aus Afghanistan, Kamerun, Myanmar und dem Sudan ausstellen, wie Innenministerin Shabana Mahmood mitteilte. Außerdem werden keine Arbeitsvisa für Fachkräfte aus Afghanistan mehr ausgestellt. Das Innenministerium begründete diese Maßnahme mit dem angeblich weit verbreiteten Missbrauch von Visa.  95 % der afghanischen Staatsbürger stellten nach dem Studienvisa einen Asylantrag. Die Anträge von Studierenden aus Kamerun und dem Sudan haben sich mehr als vervierfacht.

Die Britin Sarah Mullally wird noch in diesem Monat offiziell zum Oberhaupt der weltweiten anglikanischen Gemeinschaft eingesetzt. Sie ist nicht nur die ranghöchste Geistliche der Church of England, sondern als auch „primus inter pares” (die Erste unter Gleichen) der Primas der anglikanischen Gemeinschaft. Somit ist sie das geistliche Oberhaupt von fast 95 Millionen Anglikanern. Die globale Bewegung Gafcon (Global Anglican Future Conference) der „authentischen Anglikaner, die Gottes Evangelium bewahren” plant, nur wenige Wochen vor der Amtseinführung von Erzbischof Mullaly in der Kathedrale von Canterbury ihren eigenen „Ersten unter Gleichen” zu wählen. Viele konservative Christen sind der Meinung, dass nur Männer zu Bischöfen geweiht werden sollten. Dies kommt einem Schisma (Kirchenspaltung) gleich. Anglikanische Provinzen in Afrika (insbesondere Nigeria) treiben den Bruch voran. Andere Regionen wie das südliche Afrika oder Kenia unterstützen die Erzbischöfin von Canterbury.

Vom 13. bis 23. April 2026 wird Papst Leo XIV vier afrikanische Länder besuchen: Algerien (Algier und Annaba), Kamerun (Jaunde, Douala und Bamenda), Angola (Luanda, Muxima und Saurimo) und Äquatorialguinea (Malabo, Mongomo und Bata).

Länder