Schlagwort: Afrika

Präsident Denis Sassou Nguesso erklärte am 25. Mai, dem Afrika-Tag, ab dem 1. Januar 2027 eine visumfreie Einreise für alle afrikanischen Staatsangehörigen in sein Staatsgebiet. Benin, Togo, Ruanda, Ghana, die Seychellen und Gambia haben bereits Maßnahmen eingeführt, afrikanischen Staatsbürgen eine visumfreie Einreise zu ermöglichen. Benin gewährt seit 2020 Bürgern aller afrikanischen Länder visumfreien Zugang für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen.  Am 18. Mai 2026 beschloss Togo ein Aufenthalt von 30 Tagen nach vorheriger Online-Anmeldung zu erlauben.

U.S.-Präsident Donald Trump hat mit einer präsidenteninternen Verfügung (Presidential Determination) die Obergrenze für die Aufnahme von weißen Südafrikanern angehoben (17.500) Eine angebliche „Notsituation“ für weiße Südafrikaner begründet die Anordnung; die südafrikanische Regierung und politische Parteien sollen zu rassistisch motivierter Gewalt anstiften.

Der für nächste Woche geplante Gipfel des Indien-Afrika-Forums wurde aufgrund der Ebola-Krise in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda abgesagt. Die vierte Ausgabe des Gipfels, der die diplomatischen Beziehungen zwischen Indien und den Ländern des afrikanischen Kontinents fördert, sollte nach mehr als einem Jahrzehnt vom 28. bis 31. Mai in Delhi stattfinden.

Ein sich rasch ausbreitender Ebola-Ausbruch des Bundibugyo-Stammes hat in der Demokratischen Republik Kongo mehr als 80 Menschen das Leben gekostet und die Großstädte Goma, Kinshasa und Kampala in Uganda erreicht. Dies Weltgesundheitsorganisation rief einen internationalen Gesundheitsnotstand aus, da befürchtet wird, dass das tatsächliche Ausmaß der Krise weitaus größer ist als berichtet. Bei dem Ausbruch handelt es sich um den Bundibugyo-Stamm, der erstmals 2007 identifiziert wurde. Im Gegensatz zum Zaire-Stamm, für ein Impfstoff vorhanden ist, gibt es für Bundibugyo keinen zugelassenen Impfstoff oder eine spezifische Behandlung. Die Sterblichkeitsrate kann bis zu 50 % betragen. Dies ist der 17. Ebola-Ausbruch in der DR Kongo, einem Land, das 4x so groß ist wie Frankreich und über 100 Millionen Einwohner hat. Der tödlichste Ausbruch in der Region zwischen 2018 und 2020 forderte fast 2.300 Todesopfer.

Während ihrer zweiten Sitzung zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) wurden die nationalen Kommunikationsdirektoren von AMECEA (Bischofskonferenzen Ostafrikas) daran erinnert, wie wichtig es ist, bei der Nutzung von KI ethische Standards einzuhalten. Das 2025 veröffentlichte vatikanische Dokument Antiqua et Nova, das sich mit der Beziehung zwischen KI und menschlicher Intelligenz befasst wurde als richtungsweisend diskutiert. Die Botschaft von Antiqua et Nova richtet sich an Ingenieure, Entwickler und Unternehmen der KI-Technologie und fordert diese auf, das Wohlergehen des Menschen über den Profit zu stellen. Die Kommunikationsdirektoren der AMECEA sollen die KI-Kompetenz in ihren jeweiligen Büros und Bischofskonferenzen zu fördern und die Menschen zu befähigen, sich kritisch und verantwortungsbewusst mit der Technologie auseinanderzusetzen.

Die Anti-Korruptionskonferenz des Commonwealth legt eine Vision für den KI-gestützten Kampf gegen Korruption in Afrika vor. In Yaoundé versammelten sich Vertreter aus 20 afrikanischen Staaten sowie über 200 internationale Expertenmit dem Ziel moderne Oversight-Mechanismen zu etablieren, um Haushaltsunregelmäßigkeiten, Unterschlagung und mangelnde Transparenz in öffentlichen Verwaltungen zu bekämpfen. Nigeria präsentierte seine Technologie-Initiative CEPTI (Constituency and Executive Projects Tracking Initiative) Das System nutzt Geospatial-Mapping und Datenanalysen zur Echtzeitüberwachung staatlich finanzierter Projekte. Seit dem Start der Initiative wurden Projekte im Wert von 22,9 Billionen Naira überwacht, über 4,9 Milliarden Naira direkt aus mangelhaften Verträgen zurückgewonnen und Einsparungen von 91,4 Milliarden Naira durch das Verhindern künstlich aufgeblähter Budgets erzielt.

Der 1 Million Dollar Milken-Motsepe-Preis für KI und Fertigung ging an das Unternehmen BleagLee. In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung von Edea, einer Stadt in der Küstenregion von Kamerun, wird die Abfallwirtschaft optimiert und nachhaltige Praktiken gefördert.  Eine patentierte KI-basierte Software hilft die Müllansammlungen in Gemeinden aufzuspüren und einzusammeln. BleagLee verarbeitet Kunststoff-, Landwirtschafts- und Elektroschrott zu hochwertigen Industrieprodukten wie recycelten Polymeren, Filamenten für den 3D-Druck und biobasierten Kohlenstoffmaterialien. Das in Tansania ansässige Unternehmen Freshpack Technologies wurde für seine KI-gestützte Kühlhauslösung zur Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung in Afrika, mit dem mit 250.000 Dollar dotierten, zweiten Preis ausgezeichnet. Der im Mai 2025 ins Leben gerufene „AI and Manufacturing“-Preis hat mehr als 2.000 Unternehmer aus 100 Ländern auf fünf Kontinenten dazu bewegt, sich zu bewerben.

Togo stellt die weltweit am häufigsten verwendete Weltkarte in Frage und fordert eine Abkehr von der Mercator-Projektion. Gerardus Mercator (1569), für die Seefahrt gestaltete Karte, vergrößert Gebiete in Polnähe (wie Europa und Grönland) und verkleinert Regionen am Äquator. Afrika erscheint so groß wie Grönland, obwohl es in der Realität etwa 14-mal größer ist. In Zukunft soll die Equal Earth-Projektion, eine flächentreue Karte, verwendet werden. Sie zeigt die relativen Größen der Kontinente korrekt an: Afrika ist demnach flächenmäßig größer als die USA, China, Indien und der Großteil Europas zusammen. Die entsprechende Resolution soll im September vor die UN-Generalversammlung gebracht werden.

Präsident Emmanuel Macron will bei der Eröffnung des „Africa Forward“ Gipfels in Kenia, der zum ersten Mal in einem englischsprachigen Land stattfindet, Frankreichs neuen Ansatz gegenüber Afrika vorstellen.  Schwerpunktmäßig geht es um die Förderung von Innovationen, grüner Energie, digitaler Technologie und die Reform der internationalen Finanzarchitektur. Es werden bis zu 30 Staats- und Regierungschefs sowie rund 4.000 Wirtschaftsvertreter und Innovatoren erwartet.

Wie jedes Jahr wird am 8. Mai der Internationale Tag des Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds begangen. Dieser Tag bietet die Gelegenheit, das anhaltende Engagement des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz sowie seiner Freiwilligen für die weltweite humanitäre Hilfe zu würdigen.

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