Schlagwort: Afrika

Die ugandische Technologieunternehmerin Shifra Ainomugisha wurde zur „Commonwealth-Jugendlichen des Jahres 2026“ gekürt. Mit der Auszeichnung, die im Rahmen der „Commonwealth Youth Awards 2026“ in London verliehen wurde, wurde Ainomugishas Arbeit bei Solafam Uganda Ltd. gewürdigt, einem Sozialunternehmen, das solarbetriebene Kühlhäuser, Bewässerungssysteme mit erneuerbaren Energien und künstliche Intelligenz kombiniert, um Landwirten dabei zu helfen, ihre Ernten zu konservieren, die Produktivität zu steigern und die Einkommen im ländlichen Raum zu erhöhen. Sie wurde aus fast 1.000 Bewerbern aus den 56 Mitgliedsländern des Commonwealth ausgewählt und zudem zur regionalen Gewinnerin für Afrika im Rahmen des Nachhaltigkeitsziels 2 „Kein Hunger“ gekürt. Die Auszeichnung spiegelt auch die wachsende internationale Aufmerksamkeit für die Rolle junger Unternehmer bei der Entwicklung von Lösungen zur Klimaanpassung wider.

„Guinea wird künftig verlangen, dass sein Gold innerhalb der eigenen Landesgrenzen verarbeitet wird. Rohgold wird Guinea nicht mehr verlassen“, erklärte Präsident Mamadi Doumbouya. Gold ist eines der wichtigsten Exportgüter Guineas; im ersten Quartal dieses Jahres wurden mehr als 22 Tonnen des Metalls exportiert. Andere afrikanische Staaten haben ähnliche Maßnahmen ergriffen, um die Verarbeitung im Inland und die Wertschöpfung im Bergbausektor zu steigern. In Tansania und Uganda ist der Export von unverarbeiteten Mineralien und Metallen wie Gold und Kupfer bereits verboten, während Ghana plant, den Export von Rohgold bis 2030 zu verbieten. Afrikas größter Lithiumproduzent, Simbabwe, hat den Export von Konzentrat des zur Herstellung von Batterien verwendeten Metalls ab 2027 verboten. Guinea ist zudem der weltweit größte Produzent von Bauxit, das zur Herstellung von Aluminium verwendet wird.

Papst Leo XIV. hat dringend zu weltweiten Maßnahmen zur Bekämpfung des zunehmenden Hungers aufgerufen und den Zugang zu Nahrungsmitteln als „grundlegendes Menschenrecht“ bezeichnet. Er warnte, dass Konflikte weltweit eine der Hauptursachen für Ernährungsunsicherheit seien, wobei politische Instabilität und Krieg die ohnehin schon schweren humanitären Krisen noch verschärften. Ein Bericht des WFP, stellt fest, dass letztes Jahr 266 Millionen Menschen in 48 Ländern von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen waren. Der Papst erklärte, Ernährungssicherheit sei für die globale Stabilität unerlässlich. Er kritisierte politische und bürokratische Hindernisse, die humanitäre Hilfe behindern.

Die Islamische Entwicklungsbank (IsDB) hat einen Kredit in Höhe von 650,7 Millionen Euro an Uganda genehmigt, um das nationale Standardspurbahn-Projekt (Standard Gauge Railway – SGR) zu finanzieren. Es handelt sich hierbei um das größte Finanzierungspaket für ein Einzelprojekt, das die Bank jemals für das ostafrikanische Land freigegeben hat. Neben der Islamischen Entwicklungsbank wird das Bahnprojekt unter anderem von der Weltbank und der Afrikanischen Entwicklungsbank (AfDB) unterstützt. Die Uganda Standard Gauge Railway ist ein geplantes Eisenbahnnetz, das das Land im Rahmen des Ostafrikanischen Eisenbahn-Masterplans mit den Nachbarländern Kenia, Ruanda, der Demokratischen Republik Kongo und dem Südsudan verbinden soll. Die neue Normalspur-Eisenbahn (SGR) soll das alte, ineffiziente Meterspur-Eisenbahnnetz ersetzen. Die gesamten Kosten für die 1.724km lange SGR in Uganda werden auf 12,8 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Nach mehreren Fehlstarts wurden die Arbeiten an der Trans-Sahara-Gaspipeline (TSGP) Anfang Juni vor dem Hintergrund der jüngsten Entspannung in den Beziehungen zwischen Niger und Algerien offiziell wieder aufgenommen. Das Megaprojekt, das Nigeria mit den beiden Ländern verbindet, begann Anfang April mit einer ersten Bauphase in der algerischen Region Adrar. Die über 4.000 km lange Pipeline wird den Transport von nigerianischem Gas durch Niger und Algerien ermöglichen, von wo aus es dann über das Mittelmeer in europäische Märkte, insbesondere nach Italien und Spanien, exportiert werden kann.

Afrikanische und karibische Länder haben eine offizielle Entschuldigung und Wiedergutmachungszahlungen von den Ländern gefordert, die vom transatlantischen Sklavenhandel profitiert haben. Die Forderungen wurden zum Abschluss einer dreitägigen Konferenz in Ghana gestellt.  Ziel es war, die Bemühungen, um Wiedergutmachungsgerechtigkeit voranzutreiben. Sie folgen auf eine wegweisende UN-Resolution vom März, in der die transatlantische Sklaverei als „schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ anerkannt und die UN-Mitgliedstaaten aufgefordert wurden, zu einem Wiedergutmachungsfonds beizutragen. Etwa 12 bis 15 Millionen afrikanische Männer, Frauen und Kinder wurden vom 15. bis zum 19. Jahrhundert gefangen genommen und nach Amerika verschleppt, um dort als Sklaven zu arbeiten. Im Rahmen der „Next Steps“-Konferenz in der ghanaischen Hauptstadt Accra wurde ein 19-Punkte-Plan für Wiedergutmachungszahlungen verabschiedet.

Die USA haben rund zwei Dutzend Migranten in die Zentralafrikanische Republik abgeschoben, einen der ärmsten und konfliktreichsten Staaten der Welt. Unter den Migranten an Bord befinden sich Staatsangehörige aus Jordanien, Armenien, der Türkei, Georgien, Afghanistan und ein iranischer Demokratieaktivist. Das Flugzeug aus Alexandria, Louisiana machte einen planmäßigen Zwischenstopp in Ghana. Es ist unklar, ob es auch dort Abschiebungen gab.  Im Rahmen ihrer verschärften Maßnahmen hat die Trump-Regierung den Kreis der von Abschiebung betroffenen Personen erweitert und die Möglichkeiten für deren Abschiebungsziele ausgeweitet. Die umstrittenen und oft geheimen Abschiebeabkommen wurden mit Ländern wie der Zentralafrikanischen Republik und Ghana sowie mindestens sieben weiteren afrikanischen Staaten geschlossen. Die Menschen werden aus den USA abgeschoben und in Länder verfrachtet, in denen sie haben keinen Aufenthaltsstatus, keine Verbindungen und kein Unterstützungsnetzwerk haben.

Simbabwe hat seinen Kryptowährungssektor durch die Rechtsverordnung Nr. 99 von 2026 formalisiert und legalisiert. Unternehmen, die am Kauf, Verkauf, Transfer oder der Verwahrung virtueller Vermögenswerte beteiligt sind, müssen sich jährlich bei der Financial Intelligence Unit (FIU) registrieren. Die Registrierung kostet 500 USD pro Jahr. Ein Betrieb ohne entsprechende Zulassung gilt ab sofort als Straftat. Das Land schließt sich damit einer wachsenden Zahl afrikanischer Staaten an, darunter Südafrika, Nigeria, Kenia und Mauritius, die digitalen Vermögenswerte regulieren. Auf dem gesamten Kontinent steigt die Krypto-Nutzung rasant an. Subsahara-Afrika verzeichnete zwischen Juli 2024 und Juni 2025 einen On-Chain-Wert Anstieg von 52% gegenüber dem Vorjahr.

Das Großprojekt im Wert von 350 Millionen US-Dollar für ein neues US-Konsulat in Mailand ist wegen Arbeiterausbeutung in den Schlagzeilen. Die italienische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen das in Alabama ansässige Unternehmen Caddell Construction, einen führenden Auftragnehmer für diplomatische Einrichtungen der USA weltweit. Zwei Manager der italienischen Niederlassung von Caddell Construction wurden festgenommen. Ausländischen Arbeitskräften, die vorwiegend aus Indien und Kenia rekrutiert wurden, waren Jahresgehälter von über 25.000 Euro versprochen worden. Stattdessen erhielten sie nur 1,55 bis 2 Euro (1,80 US-Dollar) pro Stunde. Der Mindestlohn im Baugewerbe in Mailand beginnt bei 13,39 Euro pro Stunde. Massive, unangekündigte monatliche Abzüge für minderwertige Verpflegung und Unterkunft (die oft 800 Euro ihres Verdienstes verschlangen) ließen den Arbeitern nur 500 Euro im Monat zum Leben. Die Beschäftigten wurden gezwungen, 10 bis 12 Stunden am Tag an 6 Tagen in der Woche zu arbeiten, was die in Italien gesetzlich festgelegte Arbeitszeit von 40 Stunden bei weitem überschritt. Personalverantwortliche sollen beschwerdeführende Arbeiter mit sofortiger Abschiebung in ihre Heimatländer bedroht haben. Krankschreibungen waren strengstens verboten.

An der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 (11.06. – 19.07.2026) in den USA, Kanada und Mexiko nehmen 10 afrikanische Länder teil: Marokko, Senegal, Ägypten, Algerien, Tunesien, Elfenbeinküste, Südafrika, Ghana, Kap Verde, Demokratische Republik Kongo. Südafrika spielt als erstes afrikanisches Land gegen Mexiko.

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