Schlagwort: Afrika

Der Klimawandel und unberechenbare Wetterextreme verändern die Situation bei durch Stechmücken übertragenen Krankheiten. In Malaria-Hotspots wird die Krankheit verstärkt und in bisher nicht betroffene Regionen neue Fälle gemeldet. Das auftretende Wetterphänomen La Niña hat Anfang 2026 in Teilen des südlichen Afrikas überdurchschnittliche Niederschläge brachte und Überschwemmungen verursachte, die zu mehr Brutstätten für Mücken führten. Einen Anstieg der Malariafälle von 68 % (8.760 Fälle) gegenüber dem Vorjahr meldete Namibia.  Das von Überschwemmungen heimgesuchte Mosambik verzeichnete in den ersten sechs Wochen des Jahres mehr als 1,35 Millionen Fälle, ein Anstieg um 55 %. Gauteng, in dem Johannesburg und Pretoria liegen und in der Malaria nicht endemisch ist, verzeichnete in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 mehr als 400 Fälle und 11 Todesfälle. Experten berichten, dass die alte Annahme, Malaria trete ausschließlich in den Sommermonaten auf, nicht mehr zutrifft, da sich die Krankheit mittlerweile auch im Winter ausbreitet

Mehrere afrikanische Staaten repatriieren, mit Sonderflügen und Busreisen ihre Bürger, aus Südafrika. Nigeria hat Evakuierungsflüge für über 1.000 Landsleute genehmigt. Auch Länder wie Ghana, Malawi und Simbabwe repatriieren Hunderte oder Tausende ihrer Staatsbürger. In der Provinz Westkap, wird von Tür zu Tür Einschüchterungen, sowie vom Tod zweier Mosambikaner in Mossel Bay, berichtet. 150 Malawiern, die in Mossel Bay, in Notunterkünften Zuflucht gesucht hatten, wurden zurückgeholt. Eine schwere Wirtschaftskrise mit einer Jugendarbeitslosigkeit von über 30% führten zu anti-migrantischen Protesten und gewaltsamen Ausschreitungen. Anti-Migranten-Gruppen fordern, dass Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung das Land verlassen – und haben den 30. Juni als Frist gesetzt.

Omar Artan, der als erster Somalier bei einer Fußballweltmeisterschaft als Schiedsrichter zum Einsatz kommen sollte, wurde die Einreise in die Vereinigten Staaten verweigert. Artan, Schiedsrichter des Jahres 2025 der Confédération Africaine de Football (CAF), wurde am Miami International Airport die Einreise verweigert. Die US-Einwanderungsbehörden haben keinen Grund für Artans Rückführung genannt, doch Somalia ist eines von mehreren Ländern auf einer von der Regierung unter Präsident Donald Trump eingeführten Liste mit Einreiseverboten. Die Fifa teilt mit: Gastgeber entscheidet über Visa.

Die Außenminister Afrikas und Südkoreas vereinbarten eine Vertiefung der Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Technologie, Infrastruktur, Ernährungssicherheit, Gesundheit, Klimaschutz sowie Frieden und Sicherheit, um angesichts wachsender globaler Unsicherheiten ihre Beziehungen zu stärken. Die Verpflichtungen wurden in einer gemeinsamen Erklärung dargelegt, die auf dem Korea-Afrika-Außenministertreffen vom 1. bis 2. Juni in Seoul verabschiedet wurde. An dem Treffen nahmen Vertreter aus 50 afrikanischen Ländern und wichtigen kontinentalen Institutionen teil, darunter die Afrikanische Union (AU), die Afrikanische Entwicklungsbank (AfDB), das Sekretariat der Afrikanischen Kontinentalen Freihandelszone (AfCFTA) und die Afrikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention (Africa CDC).

Die Vereinigten Staaten bereiten sich darauf vor, die Zahl der diplomatischen Vertretungen in Afrika, die Visumanträge bearbeiten können, deutlich zu reduzieren (von 50 auf 20). Dieser Schritt dürfte Tausende von Reisenden betreffen, die in die USA einreisen möchten. Die 20 afrikanischen Städte, die ihre volle Visumbearbeitungskapazität behalten werden, sind: Abidjan, Accra, Addis Abeba, Kapstadt, Dakar, Daressalam, Dschibuti, Johannesburg, Kampala, Kigali, Kinshasa, Lagos, Lomé, Luanda, Malabo, Monrovia, Nairobi, Port Louis, Praia und Yaoundé. Die Maßnahme ist Teil der umfassenderen Bemühungen der Trump-Regierung, die Einwanderungskontrollen zu verschärfen und die Verfahren zur Visumprüfung zu straffen.

Präsident Denis Sassou Nguesso erklärte am 25. Mai, dem Afrika-Tag, ab dem 1. Januar 2027 eine visumfreie Einreise für alle afrikanischen Staatsangehörigen in sein Staatsgebiet. Benin, Togo, Ruanda, Ghana, die Seychellen und Gambia haben bereits Maßnahmen eingeführt, afrikanischen Staatsbürgen eine visumfreie Einreise zu ermöglichen. Benin gewährt seit 2020 Bürgern aller afrikanischen Länder visumfreien Zugang für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen.  Am 18. Mai 2026 beschloss Togo ein Aufenthalt von 30 Tagen nach vorheriger Online-Anmeldung zu erlauben.

U.S.-Präsident Donald Trump hat mit einer präsidenteninternen Verfügung (Presidential Determination) die Obergrenze für die Aufnahme von weißen Südafrikanern angehoben (17.500) Eine angebliche „Notsituation“ für weiße Südafrikaner begründet die Anordnung; die südafrikanische Regierung und politische Parteien sollen zu rassistisch motivierter Gewalt anstiften.

Der für nächste Woche geplante Gipfel des Indien-Afrika-Forums wurde aufgrund der Ebola-Krise in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda abgesagt. Die vierte Ausgabe des Gipfels, der die diplomatischen Beziehungen zwischen Indien und den Ländern des afrikanischen Kontinents fördert, sollte nach mehr als einem Jahrzehnt vom 28. bis 31. Mai in Delhi stattfinden.

Ein sich rasch ausbreitender Ebola-Ausbruch des Bundibugyo-Stammes hat in der Demokratischen Republik Kongo mehr als 80 Menschen das Leben gekostet und die Großstädte Goma, Kinshasa und Kampala in Uganda erreicht. Dies Weltgesundheitsorganisation rief einen internationalen Gesundheitsnotstand aus, da befürchtet wird, dass das tatsächliche Ausmaß der Krise weitaus größer ist als berichtet. Bei dem Ausbruch handelt es sich um den Bundibugyo-Stamm, der erstmals 2007 identifiziert wurde. Im Gegensatz zum Zaire-Stamm, für ein Impfstoff vorhanden ist, gibt es für Bundibugyo keinen zugelassenen Impfstoff oder eine spezifische Behandlung. Die Sterblichkeitsrate kann bis zu 50 % betragen. Dies ist der 17. Ebola-Ausbruch in der DR Kongo, einem Land, das 4x so groß ist wie Frankreich und über 100 Millionen Einwohner hat. Der tödlichste Ausbruch in der Region zwischen 2018 und 2020 forderte fast 2.300 Todesopfer.

Während ihrer zweiten Sitzung zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) wurden die nationalen Kommunikationsdirektoren von AMECEA (Bischofskonferenzen Ostafrikas) daran erinnert, wie wichtig es ist, bei der Nutzung von KI ethische Standards einzuhalten. Das 2025 veröffentlichte vatikanische Dokument Antiqua et Nova, das sich mit der Beziehung zwischen KI und menschlicher Intelligenz befasst wurde als richtungsweisend diskutiert. Die Botschaft von Antiqua et Nova richtet sich an Ingenieure, Entwickler und Unternehmen der KI-Technologie und fordert diese auf, das Wohlergehen des Menschen über den Profit zu stellen. Die Kommunikationsdirektoren der AMECEA sollen die KI-Kompetenz in ihren jeweiligen Büros und Bischofskonferenzen zu fördern und die Menschen zu befähigen, sich kritisch und verantwortungsbewusst mit der Technologie auseinanderzusetzen.

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