Schlagwort: Afrika

Seit dem 1. Mai 2026 gewährt China 53 afrikanischen Staaten (Eswatini ist wegen Taiwan ausgeschlossen) einen umfassenden zollfreien Marktzugang. Während Rohstoffe oft bereits zollfrei waren, profitieren nun vor allem landwirtschaftliche Erzeugnisse und verarbeitete Güter von wegfallenden Zollsätzen, die zuvor zwischen 8 % und 30 % lagen. China ist Afrikas größter Handelspartner mit einem Rekordvolumen von 348 Milliarden USD im Jahr 2025. Die neue Politik soll helfen, das massive Handelsdefizit Afrikas (102 Milliarden USD im Jahr 2025) abzumildern. Das wesentliche Problem existiert jedoch weiter.  Afrika exportiert weiterhin Rohstoffe und importiert Industriegüter. Diese Asymmetrie führt zu anhaltenden Handelsdefiziten, schränkt die Mobilisierung inländischer Einnahmen ein und begrenzt die Zahl der Arbeitsplätze sowie die Steuerbasis.

Während seiner Afrikareise – bei der er Algerien, Kamerun und Angola besuchte – hat Papst Leo XIV. offen und nachdrücklich Stellung bezogen, „Tyrannen“ dafür kritisiert, Milliarden für Kriege auszugeben, und die „Kolonisierung“ der Bodenschätze Afrikas verurteilt. „Die Welt wird von einer Handvoll Tyrannen zerstört, aber sie wird von einer Vielzahl solidarischer Brüder und Schwestern zusammengehalten.“ In Äquatorialguinea, einem der am strengsten kontrollierten Staaten Afrikas, forderte er auf sich „in den Dienst von Recht und Gerechtigkeit zu stellen“. Die 11-tägige Tour stand unter dem Motto „Pilger der Hoffnung, Versöhnung und des Friedens“.

Die Ökologin Dr. Iroro Tanshi wurde mit dem renommierten Goldman Environmental Prize 2026 (Grüner Nobelpreis) ausgezeichnet.  Im Afi-Mountain-Wildreservat wiederentdeckte sie die Fledermausart Kurzschwanz-Rundblattnase (Hipposideros curtus). In einem Land, in dem Fledermäuse oft mit Hexerei in Verbindung gebracht werden, hat Tanshi erfolgreich eine Kampagne ins Leben gerufen, um die Tiere zu schützen, indem Waldbrände in den Gebieten, in denen sie leben, verhindert werden. Sie gründete die Small Mammal Conservation Organization (SMACON) um Buschbrände zu verhindern.

Nachdem er von jubelnden Menschenmengen begrüßt worden war, richtete Papst Leo XIV. seine erste Ansprache in ungewöhnlich direktem Ton an die Amtsträger. Er forderte die kamerunischen Machthaber auf, ihr „Gewissen“ zu prüfen und „die Ketten der Korruption“ zu sprengen. „Sicherheit hat Priorität, muss aber stets unter Achtung der Menschenrechte ausgeübt werden,… Die öffentlichen Autoritäten sind dazu berufen, als Brücken zu dienen, niemals als Quellen der Spaltung, selbst wenn Unsicherheit vorherrschend zu sein scheint“, sagte der Papst in Anwesenheit von Biya; dessen Behörden hart gegen Proteste vorgingen, die durch seine umstrittene Wiederwahl für eine achte Amtszeit im Oktober ausgelöst worden waren. Zu seinen Zuhörern gehörte der 93-jährige Präsident Paul Biya, der das zentralafrikanische Land seit 1982 mit eiserner Hand regiert. Papst Leo XIV. forderte zudem ein Ende des Separatistenkonflikts im englischsprachigen Nordwesten, dass er unter strengen Sicherheitsvorkehrungen besucht.

Papst Leo XIV. besucht vier Länder in Afrika, um die Staats- und Regierungschefs weltweit dazu aufzufordern, sich den Bedürfnissen des Kontinents anzunehmen. Mehr als ein Fünftel der Katholiken weltweit lebt in Afrika. Innerhalb von zehn Tagen besucht er elf Städte und Ortschaften in Algerien, Kamerun, Angola und Äquatorialguinea.

Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten treibt europäische und asiatische Abnehmer in die afrikanischen Ölförderländer, die im Vergleich zu anderen Hochrisikogebieten niedrigere Versicherungsprämien und besser planbare Liefertermine bieten. Branchenexperten zufolge werden Afrikas führende Energieländer – darunter Nigeria, Libyen, Angola, Gabun, Mosambik, Namibia und Tansania – zunehmend als risikoärmere Alternativen zu Lieferanten aus dem Nahen Osten angesehen. Während verschiedene globale Produzenten von einer möglichen Sperrung der Straße von Hormus profitieren könnten, gehen Analysten davon aus, dass Afrikas Energiegiganten dank einer geografischen Lage, die von großen Konfliktzonen „weitgehend abgeschirmt“ ist, langfristig als Hauptgewinner hervorgehen könnten.

Afrika wird bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 Geschichte schreiben: Mit zehn Nationen haben sich so viele wie nie zuvor direkt für das aufgestockte Weltturnier qualifiziert. Ein bedeutender Meilenstein für den Fußball des Kontinents. Die qualifizierten Mannschaften sind: Algeria, Cape Verde, Democratic Republic of the Congo, Egypt, Ghana, Ivory Coast, Morocco, Senegal, South Africa and Tunisia.

Ein neuer Bericht des International Press Institute (IPI) deckt ein eskalierendes hartes Vorgehen gegen Journalisten in den Ländern der Sahelzone auf und warnt vor einer zunehmenden Informationssperre mit regionalen und globalen Folgen. Die Militärregime in Mali, Niger und Burkina Faso haben nach einer Welle von Staatsstreichen die Unterdrückung unabhängiger Medien verschärft. Die Behörden greifen zunehmend auf Gesetze gegen Cyberkriminalität und zur nationalen Sicherheit zurück, um Journalisten zu verhaften, zu schikanieren und inhaftieren. Sowohl ausländische als auch lokale Medien, wie Radio France Internationale (RFI)France 24BBC und Deutsche Welle (DW), Joliba TV wurden suspendiert oder blockiert.

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat beschlossen, die Versklavung von Afrikanern während des transatlantischen Sklavenhandels als „schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ anzuerkennen. Der Vorschlag wurde mit 123 Ja-Stimmen und drei Nein-Stimmen angenommen – die Vereinigten Staaten, Israel und Argentinien stimmten dagegen. 52 Länder enthielten sich der Stimme, darunter das Vereinigte Königreich und die Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Im Gegensatz zu Resolutionen des UN-Sicherheitsrats sind die der Generalversammlung nicht rechtsverbindlich, haben jedoch das Gewicht der weltweiten Meinung.

Südafrika verhandelt mit der Dangote-Raffinerie in Nigeria über einen 12-monatigen Kraftstoffvertrag. Der Großteil des im südlichen Afrika verwendeten Kraftstoffs stammt aus dem Nahen Osten. Globale Versorgungsunterbrechungen durch die Blockade der Straße von Hormuz infolge des Iran-Konflikts, haben die die Preise in der Region um über 40 % ansteigen ließen. Auch Ghana und Kenia sind in Verhandlungen mit der nigerianischen Raffinerie.

Länder