Schlagwort: Afrika

Frauen vor allem aus zentral- und ostafrikanischen Ländern, werden über soziale Medien angeworben, um in der Waffenfabrik Alabuga, in der gleichnamigen Sonderwirtschaftszone in der Republik Tatarstan, Drohnen zu montieren. In Videos, in afrikanischen sozialen Medien, wird für ein Ausbildungs- und Arbeitsprogramm in Russland als Schweißerin, Logistikerin, Bauingenieurin, Reinigungskraft oder Bedienung im Restaurant, geworben. Alabuga beschäftigt über tausend junge Frauen im Alter zwischen 18 und 22 Jahren aus 85 Ländern, die meisten aus Afrika, darunter Kamerun, Burkina Faso, Sambia, Somalia, Burundi oder Uganda. Im Mai erschien in The East African der Artikel „Horror of East African young women making drones for Russia war”, basierend auf Global Initiative of Transnational Organized Crime“, der auf 32 Seiten die Fakten klar belegt.

Das Symposium der Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar (SECAM) wird zu seiner 20. Vollversammlung, unter dem Thema: „Christus, Quelle der Hoffnung, der Versöhnung und des Friedens zusammenkommen“.  Pater Rafael Simbine Junior (Generalsekretär von SECAM):  „Afrika ist eine Familie, aber es ist eine Familie im Konflikt… Als Kirche müssen wir darüber nachdenken, wie wir zu Friedensstiftern werden können.“ Die Vollversammlung wird mehr als 250 Teilnehmer zusammenbringen, darunter Kardinäle, Bischöfe, Priester, geweihte Männer und Frauen und Laienführer aus ganz Afrika und seinen Inseln sowie Partner aus anderen Kontinenten. Das Treffen findet vom 30. Juli bis zum 4. August 2025 in Kigali statt.

Die Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Afrika (UNECA) hat Afrika als „Paradoxon aus Potenzial und Vernachlässigung“ bezeichnet und darauf hingewiesen, dass der Kontinent über ein Potenzial von etwa 60 % der weltweiten Solarenergie verfügt, aber weniger als 3% der weltweiten Energiefinanzierung auf sich zieht. ECA-Chef Gatete unterstrich, dass die Energiewende in Afrika vom Rand in das Zentrum der globalen Entwicklungsagenda rücken muss, nicht nur im Hinblick auf die Klimaresilienz, sondern auch auf nachhaltiges Wachstum, wirtschaftliche Gerechtigkeit und gemeinsamen Wohlstand. Mehr als 600 Millionen Menschen haben in Afrika immer noch keinen Zugang zu Elektrizität.

Die Vereinigten Staaten haben neue Visabeschränkungen für die Bürger von 31 afrikanischen Ländern eingeführt. Diese Beschränkungen begrenzen Visa für Nicht-Einwanderer und nicht-diplomatische Personen auf die einmalige Einreise mit einer Gültigkeitsdauer von nur drei Monaten. Betroffene Länder: Benin, Burkina Faso, Cabo Verde, Gambia, Ghana, Niger, Nigeria, Sierra Leone, Togo, Angola, Kamerun, Tschad, Kongo Brazzaville, Kongo DR, Äquatorialguinea, Burundi, Eritrea, Äthiopien, Madagaskar, Malawi, Mosambik, Somalia, Südsudan, Sudan, Tansania, Uganda, Sambia, Simbabwe.

Das südafrikanische Wettbewerbsgericht hat das Übernahmeangebot des französischen Unternehmens Canal+ (CAN.L) für den Fernsehsender MultiChoice (MCGJ.J) in Höhe 2 Mrd. USD genehmigt. Die Übernahme stellt einen Wendepunkt in der afrikanischen Medienlandschaft dar und könnte das Rundfunksystem des Kontinents umgestalten. Sie signalisiert eine strategische Konsolidierung, die darauf abzielt, globalen Streaming-Giganten wie Netflix entgegenzutreten. Für Canal+ ist die Übernahme im Rahmen seiner Expansion in Afrika, insbesondere in den englischsprachigen Regionen, von großer Bedeutung, während MultiChoice dadurch das dringend benötigte Kapital erhält, um seine lokalen Inhalte und Innovationen zu verbessern.

Zum Auftakt des Treffens der G20-Staaten in Durban kündigte Bundesfinanzminister Klingbeil eine erste Tranche von zehn Millionen Euro für die Weltbank zur Unterstützung privater Investitionen in Afrika an. „Deutschland habe seine Beziehungen zur südlichen Halbkugel zu lange vernachlässigt, während Russland und China ihren Einfluss vergrößert hätten“, sagte er. Unter deutscher G20-Präsidentschaft wurde 2017 die Initiative „Compact with Africa“ ins Leben gerufen, um private Investitionen in Afrika zu fördern.

In Kigali forderten die afrikanischen Delegierten des Innovationsgipfels für Kernenergie in Afrika (NEISA 2025), eine beschleunigte Einführung der Kernenergie, um den steigenden Energiebedarf des Kontinents zu decken, die Industrialisierung zu unterstützen und eine nachhaltige Entwicklung voranzutreiben. Da die Bevölkerung des Kontinents in den nächsten vier Jahrzehnten voraussichtlich auf über 3 Milliarden Menschen anwachsen wird, betonten die Staats- und Regierungschefs die Bedeutung von sauberer, zuverlässiger und skalierbarer Energie, insbesondere von Kernenergie. Ruandas Premierminister Edouard Ngirente wies darauf hin, dass 600 Millionen Afrikaner derzeit keinen Zugang zu Elektrizität haben. Er hob die Kernenergie als eine wichtige nachhaltige und umweltfreundliche Ressource hervor, die eine transformative Rolle bei der Verbesserung des Energiezugangs und der Bewältigung der klimatischen Herausforderungen spielen kann.

Die westafrikanische Kakaoproduktion, die in zwei aufeinanderfolgenden Jahren mit unterdurchschnittlichen Ernten konfrontiert war, wird in der kommenden Saison 2025/26 trotz leicht verbesserter Wetterbedingungen wahrscheinlich um weitere 10% zurückgehen. Côte d’Ivoire, Ghana, Nigeria und Kamerun produzieren über 2/3 der Kakaoernte; sie kämpfen jedoch mit wechselnden Wetterbedingungen, alternden Baumbeständen und Krankheiten.

Die Musikikone Angélique Kidjo hat ihren Platz in der Geschichte gefestigt: Sie ist die erste schwarzafrikanische Künstlerin, die mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame ausgezeichnet wurde. Die Sängerin aus Benin, ist für ihre elektrisierende Stimme und ihren genreübergreifenden Sound bekannt. Ihre Musik ist grenz- und kulturübergreifend und verbindet kraftvolle Rhythmen mit ebenso kraftvollen Botschaften. Kidjos Aufstieg zum Ruhm war nicht ohne Kampf. Geboren und aufgewachsen in Benin, ging sie 1983 nach Paris, um der politischen Unterdrückung durch das damalige kommunistische Regime zu entkommen.

Präsident Donald Trump hat damit gedroht, die Zölle gegen den BRICS-Wirtschaftsblock (10-Mitglieder) zu erhöhen, nachdem die Gruppe indirekte Kritik an Handelskriegen und den jüngsten militärischen Angriffen im Iran geübt hatte. „Jedes Land, das sich der antiamerikanischen Politik der BRICS anschließt, wird mit einem ZUSÄTZLICHEN Zoll von 10 % belegt. Es wird keine Ausnahmen von dieser Politik geben,“ so Trump.   

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