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Bundespräsident Köhler ist auf seiner zweiten Afrikareise in Madagaskar angekommen. Während seines Besuches will er sich vor allem über die Themen Bildung und Umwelt informieren.
Eine von Mosquitos übertragene Viruskrankheit, die auf der Insel Réunion letztes Jahr 20% der Bevölkerung befiel und 90 Todesfälle verursachte, hat Madagaskar erreicht. Auch in Mauritius und den Seychellen werden Fälle gemeldet.
Eine Untersuchung UNICEF stellte fest, dass in manchen Teilen des Landes bis zu 74% der Kinder an Unterernährung leiden. Grund sind Überschwemmungen Anfangs des Jahres und eine Dürre in den letzten Monaten. Auch sind die Weltmarktpreise für Vanille, ein Hauptexport, in einem Jahr von 180 auf 50 Dollar per Kilo gefallen.
Auf einer Sitzung in Mauritius diskutierte die südafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (SADC) den Antrag Madagaskars, Mitglied zu werden.
Die USA werden Madagaskar über die nächsten vier Jahre 110 Millionen Dollar geben, um Landrechte und Kredite für den landwirtschaftlichen Bereich zu stärken, der durch eine drei Jahre dauernde Dürre gelitten hat. In Madagaskar leben 70% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze.
Die Islamisten haben den alten von ihnen beherrschten Nationalkongress wieder zusammengerufen und dem gewählten Parlament und der Regierung jede Legitimität abgesprochen. Ministerpräsident Abdullah al-Thani hatte den Rücktritt seiner Regierung bei gewählten Parlament eingereicht, dass aber keine wirkliche Macht ausübt. Politisch wie auch militärisch befindet sich das Land im Chaos.  
Nach wochenlangen Gefechten hat das islamistische Bündnis Fajr Libyia den Flughafen von Tripolis erobert und die lokalen Al-Sintan Milizen vertrieben. Bei den Kämpfen wurde der Flughafen fast vollständig zerstört. Nach Medienberichten sollen auch Kampfflugzeuge aus den Vereinigten Emiraten von Ägypten aus in die Kämpfe eingegriffen haben. Das gewählte, aber machtlose Parlament, das in die Grenzstadt Tobruk geflohen ist, erklärte die Fajr Libya und die Answar al Sharia Milizen zur Terrororganisationen.  
Wegen immer heftigerer Kämpfe zwischen den verschiedenen Milizen um die Großstädte Tripolis and Bengasi haben Tunesien und Ägypten alle Flüge von und nach Libyen zeitweise suspendiert.  
Das neu gewählte Parlament versammelte sich zum erstem Mal offiziell in der Stadt Tobruk. Trotz heftiger Kämpfe in Trioplis und Bengazi konnten 170 der 200 Abgeordneten an der Sitzung teilnehmen. Sie forderten eine Waffenruhe, die von der UN überwacht werden soll. Wegen der eskalierenden Gewalt werden Hunderte von ausländischen Arbeitskräften evakuiert.  
Ihr Boot sank unweit der libyschen Küste. Die Küstenwache entdeckte Wrackteile nur 4 km von der Stadt al-Khum entfernt und Leichen der Opfer, die an den Strand gespült wurden, unter ihnen Frauen und Kinder.
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