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Burkina Faso hat Maßnahmen ergriffen, um lokale Sprachen im Rahmen einer umfassenderen Initiative zur digitalen Souveränität in den Mittelpunkt seiner Entwicklungspolitik im Bereich der künstlichen Intelligenz zu stellen. Das Ministerium stellte ein Programm vor, das sich der sprachlichen Formalisierung und der „Erstellung eines umfassenden Datenkorpus für große Sprachmodelle“ widmet. Die Veranstaltung brachte eine vielfältige Gruppe von Interessengruppen zusammen – darunter Forscher, Linguisten, Journalisten und KI-Spezialisten. Diese gemeinsame Initiative zielt darauf ab, sicherzustellen, dass die digitale Zukunft Burkina Fasos in seiner kulturellen und sprachlichen Identität verwurzelt bleibt.

Die Regierung hat ein Paket von Vereinbarungen mit dem US-amerikanischen Unternehmen Panda Hill Tanzania Limited unterzeichnet. Auf dem Gelände der Songwe-Gefängnisfarm soll Niob, ein kritisches Metall, das zur Härtung von Stahl und für Hochleistungslegierungen in der Luft- und Raumfahrt gebraucht wird,  abgebaut und verarbeitet werden. Auch eine Ferroniob-Schmelzanlage, die einzige Anlage dieser Art in Afrika und erst die vierte weltweit, soll erichtet werden. Das Projekt wird voraussichtlich mehr als 1.600 Arbeitsplätze während der Bauphase und etwa 600 dauerhafte Arbeitsplätze schaffen. Die Bauzeit soll 21 bis 24 Monate betragen und die Betriebsdauer mehr als 30 Jahre. Der Staat ist mit 16 % an dem Projekt beteiligt.

Seit dem 20. März streiken in Harare und den Midlands die Krankenschwestern. Die Lehrergewerkschaft ARTUZ will, sich dem Streik der Pflegekräfte anzuschließen. Die Streikenden fordern eine Gehalterhöhung, höhere Nachtdienstzulagen und kostenlose medizinische Versorgung in staatlichen Kliniken. Laut Gewerkschaften ist die monatliche Pendlerpauschale von 500 ZiG (ca. 15 USD) nicht ausreichend, da tägliche Pendlerkosten oft 6 USD erreichen. Viele Pflegekräfte verdienen weniger als 300 USD im Monat. Ein Gehalt das nicht den Lebensunterhalt sichert.

Präsident Michael Randrianirina, kündigte an, dass jeder, der sich um ein Ministeramt in der neuen Regierung bewirbt, einem Lügendetektortest unterzogen wird, um Korruption aufzudecken. „Wir suchen niemanden, der zu 100 % sauber ist, sondern jemanden, der zu mehr als 60 % sauber ist“, sagte er. Er entließ letzte Woche sein gesamtes Kabinett und ernannte am Sonntag einen neuen Premierminister. Im Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International belegt das Land Platz 148 von 180.

Südafrika verhandelt mit der Dangote-Raffinerie in Nigeria über einen 12-monatigen Kraftstoffvertrag. Der Großteil des im südlichen Afrika verwendeten Kraftstoffs stammt aus dem Nahen Osten. Globale Versorgungsunterbrechungen durch die Blockade der Straße von Hormuz infolge des Iran-Konflikts, haben die die Preise in der Region um über 40 % ansteigen ließen. Auch Ghana und Kenia sind in Verhandlungen mit der nigerianischen Raffinerie.

Hunderten von Händlern gehen aufgrund des Iran-Konflikts die Kraftstoffvorräte aus. Etwa 20 % der Tankstellen waren betroffen, nachdem die Regulierungsbehörde die Preise an den Zapfsäulen eingefroren hatte, trotz steigender weltweiter Ölpreise. Die Händler werden wahrscheinlich damit beginnen, Erdölprodukte zu horten, da sie im nächsten Monat mit Preiserhöhungen für Kraftstoff für Verbraucher rechnen. Afrikanische Länder gehören zu den am stärksten von Versorgungsengpässen und höheren Preisen betroffenen Ländern. Der Konflikt hat die Lieferungen von etwa 1/5 des weltweiten Öls und Flüssigerdgases durch die Straße von Hormus fast vollständig zum Erliegen gebracht hat.

Während islamistische Militante in den Nachbarländern weiterhin Chaos anrichten, hat Ghana ein Verteidigungsabkommen mit der Europäischen Union (EU) unterzeichnet. Im Rahmen eines 50-Millionen-Euro-Pakets lieferte die EU unter anderem Überwachungsdrohnen, Anti-Drohnen-Systeme, Fahrzeuge zur Bombenentschärfung und Motorräder an das ghanaische Militär. Die Kooperation erstreckt sich auf die Bekämpfung von Terrorismus, die Sicherung der Grenzen, Cybersicherheit und maritime Sicherheit im Golf von Guinea. In der Region soll die Stabilität gesichert und ein Übergreifen militanter Gewalt aus der Sahelzone verhindert werden.

Die Regierung hat einen Antrag von Starlink , des Milliardärs Elon Musk, auf den Betrieb seiner Satelliten-Internetdienste im Land abgelehnt habe, was dem Unternehmen einen zweiten Rückschlag im südlichen Afrika beschert. Starlink ist es auch nicht gelungen, eine Lizenz im benachbarten Südafrika zu erhalten, wo Eigentumsvorschriften den Markteintritt ebenfalls verhindert haben. Telekommunikationsunternehmen, die in Südafrika tätig sind, einschließlich solcher mit ausländischen Investitionen, sind derzeit verpflichtet, 30 % des Eigenkapitals an historisch benachteiligte Gruppen abzugeben. Die Folgen der durch die Apartheid hinterlassenen rassischen Ungleichheit sollen so abgemildert werden. Der in Südafrika geborene Musk hat sich geweigert, Anteile abzugeben, und bezeichnete die Politik zur Stärkung der schwarzen Bevölkerung als „offen rassistisch“. Die Nutzung von Starlink-Diensten oder der Import von Terminals bleibt in Namibia damit weiterhin illegal. Die Behörden haben bereits in der Vergangenheit vor strafrechtlicher Verfolgung und der Beschlagnahmung illegaler Geräte gewarnt. 

Der Tschad hat mit der Notfallumsiedlung von Flüchtlingen aus dem Grenzgebiet zum Sudan in der Provinz Ennedi Est begonnen. Präsident Mahamat Idriss Deby befahl der Armee letzte Woche, sich auf Vergeltungsmaßnahmen vorzubereiten, nachdem bei einem grenzüberschreitenden Drohnenangriff aus dem Sudan 17 Menschen im Tschad getötet wurden, darunter Trauergäste, die an einer Trauerfeier teilnahmen. Die ersten Umsiedlungsmaßnahmen betreffen rund 2.300 Menschen, mehr als die Hälfte davon sind Frauen und Kinder.

Zur Beendigung der Angriffe auf Treibstoffkonvois, die die Hauptstadt Bamako lahmgelegten, wurden mehr als 100 mutmaßliche Dschihadisten freigelassen. Seit September hatte, die mit Al-Qaida verbündete „Gruppe zur Unterstützung des Islam und der Muslime“ (JNIM) wiederholt Tankwagenkonvois angegriffen und damit eine akute Treibstoffknappheit verursacht. Der Waffenstillstand soll bis zum muslimischen Fest Eid al-Adha (Tabaski) Ende Mai gelten. Die Militärjunta unter General Assimi Goïta hat Schwierigkeiten, trotz Unterstützung durch russische Söldner (Africa Corps), die wichtigen Handelsrouten des Binnenstaates zu kontrollieren.

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