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  • Kamerun

Männer auf Motorrädern und in Zivilkleidung griffen die private Internationale bilinguale Mutter-Francisca-Akademie in der Stadt Kumba an und töteten mindestens 6 Kinder (9 -12 Jahr alt.) Bischof Agapitus Nfon (Kumba) kritisiert die Regierung, welche tatenlos zuschaut wie es im englischsprachigen Teil von Kamerun immer häufiger zu Anschlägen auf die Zivilbevölkerung kommt. Seit 2016 nehmen die separatistischen Tendenzen zu, nachdem Präsident Paul Biya verordnet hatte, dass auch in englischsprachigen Schulen Französischunterricht stattfinden solle.

  • Angola

In den Provinzen Huila, Namibe und Cunene sollen diesen Monat mindestens 225 landwirtschaftliche Schulen entstehen. Sie werden verantwortet von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und mit 6,6 Millionen Euro von der Europäischen Union finanziert. Das Projekt „Stärkung der Widerstandsfähigkeit und der Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit in Angola (FRESAN)“ ist Teil des Nationalen Entwicklungsplans zur Verbesserung der Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit durch die Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft.

  • Namibia

Schätzungsweise 7.000 Kap-Pelzrobben wurden in einer Brutkolonie am ‘Pelican Point‘ nahe der Küstenstadt Walvis Bay tot aufgefunden. Die Mitarbeiter von Ocean Conservation Namibia (OCN) sind entsetzt über die Lage, "Die Mütter sitzen neben den toten Tieren oder tragen sie ein paar Tage lang herum". Die Todesursache konnte noch nicht ermittelt werden. Als Ursache werden Nahrungsmittelknappheit, Krankheit oder Umweltverschmutzung in Erwägung gezogen.

  • Sudan

Der Sudan hatte nach den Arabischen Emiraten und Bahrain seine Beziehungen zu Israel normalisiert. Premierminister Benjamin Netanjahu sagte, er werde den Sudan beim Übergang unterstützen und  Weizen im Wert von 5 Mill. Dollar an seinen "neuen Freund" Sudan schicken, da das Land unter einer Nahrungsmittelkrise leidet. Laut UNO Angaben sind 9,6 Mill. Menschen betroffen. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu versucht, Verbindungen zu arabischen und afrikanischen Staaten zu knüpfen, um mit ihnen gemeinsam gegen den Iran vorzugehen.

  • Seychellen

Bei den Präsidentschaftswahlen gewann der anglikanische Priester Wavel Ramkalawan mit 54,9% der Stimmen gegen Präsident Danny Faure 43,5%. Der Archipel im Indischen Ozean ist eine ehemalige britische Kolonie, die 1976 unabhängig wurde. Die Vereinigte Partei von Faure ergriff 1977 durch einen Staatsstreich die Macht und regierte seither. Ramkalawan sagte nach der Wahl: "Bei dieser Wahl gab es keine Verlierer, es gab keine Gewinner - unserem Land wurde die Möglichkeit gegeben, am Ende als Sieger hervorzugehen.“ Faure saß in der Nähe und nickte zustimmend, als der neue Präsident sprach.

  • Guinea

Nach den vorläufigen Wahlergebnissen gewann Präsident Alpha Conde in 14 von 20 Wahlkreisen. In Conakry kam es zu tödlichen Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Anhängern der Opposition. In einer Erklärung sagte Conde "Ich erneuere meinen Appell an alle, Ruhe und Gelassenheit zu bewahren, bis der Ausgang des laufenden Wahlprozesses in unserem Land feststeht. Wenn der Sieg mein ist, bleibe ich offen für den Dialog und stehe für die Zusammenarbeit mit allen Guineern zur Verfügung.“

  • Burundi

Das oberste Gericht Burundis verurteilte den ehemaligen Präsident Pierre Buyoya wegen "eines Angriffs auf das Staatsoberhaupt“ zu einer lebenslangen Haftstrafe. Buyoya, ein Tutsi, kam 1987 durch einen Staatsstreich an die Macht. 1993 verlor er die demokratischen Wahlen gegen Ndadaye, ein Hutu; dieser wurde nach 4 Monaten von Tutsi-Soldaten getötet. Seine Ermordung stürzte die Nation in einen jahrelangen Bürgerkrieg zwischen der Mehrheit der Hutu und der Minderheit der Tutsi. Buyoya hat das Urteil als „Betrug“ abgelehnt. "Dieser Fall ist ein rein politischer Prozess", sagte er und deutete damit an, dass die gegenwärtige Regierung Burundis ihn für Wahlkampfzwecke ausnutzt.

  • Mosambik
  • Tansania

Kämpfer des islamischen Staates, haben von Mosambik aus das Dorf Kitaya in Tansania angegriffen. Sie kamen über den Grenzfluss Rovuma, rissen Häuser nieder, enthaupteten angeblich 20 Menschen, zerstörten ein gepanzertes Fahrzeug und stahlen Bargeld und militärische Ausrüstung. Das Terrornetzwerk, "Islamischer Staat", bekannte sich zu dem Anschlag. Laut UNO Angaben sind aufgrund des Konflikts in Cabo Delgado mindestens 300.000 Menschen vertrieben und fast 2.000 Menschen getötet worden.

  • Botsuana

Eine Änderung eines botswanischen Landgesetzes ermöglich es Frauen, gleichberechtigt neben ihrem Ehemann Land zu besitzen. Vor seiner Änderung hatte die Landpolitik 2015 Ehefrauen davon abgehalten, Land zu besitzen, wenn ihre Ehemänner bereits welches besaßen. Das überarbeitete Gesetz gibt jedem das gleiche Anrecht auf ein Wohngrundstück an einem Ort seiner Wahl, sowohl auf Staats- als auch auf Stammesland. Die neue Politik schützt auch Witwen und Waisen, die einen Haushalt führen. Nach einer Regierungsprüfung sind 53% Frauen von 620.660 Personen auf der Warteliste der Regierung für die Landzuweisung. Die durchschnittliche Wartezeit für Land liege zwischen 10 und 30 Jahren.

  • Mauritius

Der mauritische Premierminister Pravind Jugnauth hat die Briten und Amerikaner wegen ihres Verhaltens gegenüber den Chagos-Inseln als "Heuchler" und "Verfechter der Doppelzüngigkeit" bezeichnet. Die Chagos-Inseln liegen zwischen Madagaskar, Sri Lanka und Indonesien und sind bis heute britische Kolonie. Als die Briten Mauritius 1968 in die Unabhängigkeit entließen, spalteten sie zuvor die Chagos-Inseln administrativ ab. Fast 2000 Bewohner wurden umgesiedelt. Auf der Hauptinsel Diego Garcia errichteten sie eine Militärbasis, die bis 2036 an die USA verpachtet ist. 2019 stimmte die UN-Generalversammlung mit überwältigender Mehrheit für die Rückgabe der Chagos-Inseln - 116 Staaten stimmten dafür, 6 dagegen. Das Vereinigte Königreich erklärt jedoch, den Souveränitätsanspruch von Mauritius nicht anzuerkennen.

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