Vertreter von 21 Staaten Afrikas südlich der Sahara beraten diese Woche auf einem Kongress in Mauritius, wie man sinnvoll mit dem anfallenden Müll umgehen soll. Da bei tieferem Entwicklungsstand der organische Anteil mit fast 60% ziemlich hoch ist, geht es vielfach um die Verwertung der kompostierbaren Abfälle, besonders als Biogas. So wird das Knowhow für Ressourcennutzung immer wichtiger. In einigen Ländern sind bestimmte Plastiktüten schon verboten, in andern soll der Gebrauch reduziert werden.
Maurizische Fischer beklagen sich über ein Abkommen mit der EU, das europäischen Fischereiflotten erlaubt, jährlich 5500 Tonnen Fisch in maurizischen Gewässern zu fangen gegen einen Entgelt von nur 660.000 Euro. Die Fangquoten der einheimischen Fischer haben sich seitdem halbiert..
Dass die Regierungspartei, nach ihrem Wahlsieg im Mai, staatliche Stellen anhielt, sich von dem Verlag „La Sentielle“ zu distanzieren, weil dieser angeblich die Opposition unterstützt hatte, sehen der Erzbischof von Port-Louis, sowie Amnesty International und Reporter ohne Grenzen als Angriff auf die Demokratie.
General Mohamed Ould Abdel Aziz, der im August die Macht ergriffen hatte, weigert sich das Ultimatum, der Afrikanischen Union (AU) die Demokratie wiederherzustellen, anzunehmen. Es sei nicht das beste für das Land. Die Internationale Gemeinschaft erwägt nun Sanktionen.
Das Parlament hat eine Kommission eingesetzt, die die Geschichte der Sklaverei auf der Insel in allen Einzelheiten erforschen soll. Geleitet wird das Projekt von dem Südafrikaner Robert Shell. Die Sklaverei begann 1715 unter französischer Kolonisierung und wurde 1835 unter britischer Herrschaft abgeschafft. Sklaven auf den Zuckerplantagen wurden durch Arbeiter aus Indien ersetzt.
Um dem steigenden Alkoholkonsum und Tabakgenuß besonders bei Jugendlichen entgegenzuwirken, hat die mauretanische Regierung beschlossen, bis zum 7. Juli 2006 alle in unmittelbarer Umgebung der großen Straßen angeschlagenen Werbeplakate für Alkohol und Tabak entfernen zu lassen.
Premierminister Paul Bérenger hat Wahlen für die 3. Juli angekündigt. Die 1,2 Millionen Bewohner von Mauritius setzen sich aus afrikanischen, indischen, europäischen und chinesischen Volksgruppen zusammen.
Premierminister Paul Berengers Regierungspartei hat die Wahlen verloren. Die Oppositionspartei Social Alliance unter der Führung von Navin Ramgoolam gewann 38 der 62 Parlamentssitze, die MMM nur 22. Die Wahlbeteiligung lag bei 81%.
Mit 80% der abgegebenen Stimmen, kann Mohammed Ould Abdel Aziz weiterregieren. Der Präsident, der selbst durch einen Putsch an die Macht kam, wird als Verbündeter des Westens im Kampf gegen den Terrorismus in der Sahara gesehen. Seine Erfolge gegen die islamistischen Bewegungen brachten ihm den Sieg, obwohl die Opposition ihm Wahlmanipulation und einen autoritären Führungsstil vorwirft.