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Die vom obersten Gerichtshof verordnete Neuauszählung der Wahlergebnisse vom 16. November 2004 hat den Sieg der SWAPO bestätigt. Die Opposition erwägt eine neue Klage.
Vor 20.000 Bürgern wurde Präsident Hifikepunye Pohamba im Stadion von Windhoek vereidigt. Er übernimmt die Führung Namibias von Sam Nujoma, der das Land in die Unabhängigkeit führte und 15 Jahre lang regierte.
Der traditionelle Führer der Herero, Paramount Chief Kuaima Riruako, beklagte, dass immer noch kein Dialog mit Deutschland begonnen habe. Ministerin Wieczorek-Zeul hatte sich bei der Gedenken an den 100. Jahrestag des Völkermords an den Heroro im Namen der deutschen Regierung entschuldigt und einen Dialog mit den Nachkommen der Opfer vorgeschlagen.
Die 4000 Hektar große Farm einer deutschen Eigentümerin wurde in einem Präzedenzfall für 470.000 Euro zwangsverkauft. Die Regierung will bis 2010 4,8 Million Hektar Land für die Ansiedlung landloser Namibier erwerben.
Das Parlament hat ein Abkommen zwischen der Regierung und der Oppositionspartei RENAMO gebilligt, das auch eine Amnestie für die RENAMO Mitglieder beinhaltet, die in den letzten anderthalb Jahren für Überfälle auf Sicherheitskräfte und Zivilisten verantwortlich waren. Die Übereinkunft ist ein wichtiger Schritt, um friedliche und faire Wahlen im Oktober möglich zu machen. Vermittelt wurde der Friedensprozess durch die römische Basisgemeinschaft Sant'Egidio.  
Am 15. Oktober, 22 Jahre nach Ende des Bürgerkriegs, sind Präsidentschafts- und Parlamentswahlen angesagt. Für das Amt des Präsidenten kandidieren der amtierende Präsident Filipe Nyusi für die Regierungspartei FRELIMO, Alphonso Dhlakama für die Oppositionspartei RENAMO und Daviz Simano, Bürgermeister der Stadt Beira und Gründer einer neuen Partei, der Demokratischen Bewegung von Mosambik (MDM).  
Bei der 2. Triangular Conference am 24. Juli beschwerten sich die Einheimischen im Nacala Korridor, dass sie keinen Zugang zu Feuerholz und andern Waldprodukten haben. Ihr Leben sei sehr eingeschränkt. Die Partner Mosambiks im ProSavanna Project, Brasilien und Japan, verteidigten ihre Teilnahme. Sie seien von der Regierung in Maputo eingeladen worden, um Mosambiks Landwirtschaft zu modernisieren. In weiten Teilen des 14 Mio. ha Nacala Korridors, der sich über drei Provinzen erstreckt, wird zurzeit Soja angebaut. Das anfänglich gesetzte Ziel war Ernährungssicherheit und Souveränität.
Von seinem Buschversteck in den Gorongosa Bergen in Zentral–Mosambik aus will Afonso Dhlakama, der Anführer der RENAMO Partei, den Präsidentschaftswahlkampf führen. Heute wird er in einer Telefonkonferenz dem Parteikongress in Beira seine Wahlpropaganda überbringen. Seit 1994 versucht Dhlakama vergebens, an die Spitze des Landes zu kommen. Nachdem er sich vor zwei Jahren aus der Hauptstadt zurückgezogen hat, haben seine Truppen sporadische Attacken gemacht. Vor den Oktober Wahlen, jedoch, hofft man auf eine Verhandlungslösung mit der Regierung.
Wegen Korruptionsverdacht und mangelnder Transparenz haben ausländische Geber ihre Finanzhilfen an die Regierung um 11% gekürzt. Statt 309 Mio. Dollar kommen demnächst nur 225 Mio. in die Staatskasse. Nach den Niederlanden, Spanien und Belgien, hat jetzt auch Norwegen die direkte Hilfe an die Regierung gestoppt. Manche Geber aber wollen größere Summen direkt an die Landwirtschaft und an das Gesundheitswesen zahlen, wo die Hilfe beim Volk ankommt.
Die Regierung hat kurzfristig eine Verlängerung der Wahlregistrierung angekündigt, nachdem der Oppositionsführer Dhlakama die Frist verpasst hatte. Ohne Registrierung kann er kein Wahlkandidat sein. Seit 1992 hat er jede Wahl verloren; er soll sich in einer entfernten Gebirgshöhle in der Sofala Provinz versteckt halten.
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