Nambia produziert 7% der weltweiten Uranproduktion und ist neben Niger und Usbekistan der einzige Staat außerhalb der Gruppe der 45 Kernmateriallieferländer (NSG) mit großen Vorkommen. Weitere hervorragende Vorkommen wurden gefunden und 10 neue Minen sollen enstehen. Umweltschützer warnen davor, denn der Uranabbau in der Wüste Namib, verschlingt große Wassermengen. Gruppen wie 'Earthlife Namiba' fordern mehr Transparenz bei der Lizenzvergabe und Mitsprache der Öffentlichkeit vor der Bewilligung neuer Minen.
Menschenrechtler haben im Grenzgebiet zu Angola Gräber mit Überresten von bis zu 1600 Zivilisten gefunden. Man nimmt an, dass die Menschen, vielfach Flüchtlinge, zwischen 1994 und 2003 verschwunden sind. Sie sind vermutlich Opfer der Sicherheitskräfte und ihr Tod auf die „ethno-politische Intoleranz“ im unabhängigen Namibia zurückzuführen.
Namibia ist das neunte afrikanische Land, das von der amerikanischen 'Millennium Challenge Corporation' (MCC) profitiert. Mit einem 304 Millionen Dollar Zuschuss soll Berufsausbildung und Landwirtschaft verbessert und Infrastruktur und Ökotourismus gefördert werden.
Mit der Ernennung von drei weiteren Frauen ins Parlament hat Namibia als viertes SADC Land die angestrebte Quote von 30% Frauen im Parlament erreicht. Die andern Länder sind Mosambik, Südafrika und Tansania. Namibia zeigt ein konsistentes Engagement, Frauen gleiches Recht in Politik und Mitbestimmung zu gewähren.
Anlässlich der Gedenkveranstaltung für die Schließung der Gefangenlager in 1908 haben die Ovaherero und Nama erneut Reparationszahlungen von der Bundesrepublik für die während der deutschen Kolonialzeit zugefügten Schäden und Verluste gefordert.
Das Kabinett hat den Plan, Atomkraftwerke und eine Anlage zur Urananreicherung zu bauen, gebilligt. Namibia hat bedeutende Uranvorkommen und könnte angereichertes Uran exportieren.
Nach der Dürre und den anschließenden Überschwemmungen hat Präsident Pohamba in vier Nordregionen den Notstand ausgerufen und solidarische Hilfe erbeten. Dazu hat er sowohl die namibische Gesellschaft als auch internationale Partner angesprochen.
Die deutsch-namibische Versöhnungsinitiative, 2004 angestoßen durch die Bundesentwicklungsministerin, wird jetzt umgesetzt. Im Zuge der jüngsten Regierungsverhandlungen stellte das BMZ 20 Millionen Euro bereit, die speziell der Verbesserung der Lebensbedingungen derjenigen Volksgruppen dienen, die vor 100 Jahren unter der deutschen Kolonialherrschaft besonders zu leiden hatten. Zusätzlich werden die regulären Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit verdoppelt.
Erster Präsident und 'Vater der Nation' Sam Nujoma hat den Delegierten des Parteikongresses der SWAPO seinen Rücktritt als Präsident der SWAPO erklärt. Präsident Hifikepunye Pohamba wird auch Parteivorsitzender werden.
Der ehemalige Aussenminister Midipo Hamutenya ist aus der Partei ausgetreten und hat sein Parlamentsmandat niedergelegt. Er gründete eine neue Partei, "Rally for Democracy and Progress"RDP.