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Der Präsident des Inselstaates Principe a Sao Tomé hat Maria do Carmo Silveira das Amt des Premierministers übertragen. Die 44-jährige war Direktorin der Zentralbank und gehört der Regierungspartei MLSTP an.
Drei Oppositions-Mitglieder, die im Wahlkampf für ihren jüngeren Kandidaten geworben haben, sollen dabei über den schlechten Gesundheitszustand und möglich baldigen Tod von Präsident Sata berichtet haben. Jetzt müssen sie sich vor Gericht verantworten. Bei einem Schuldspruch droht ihnen fünf Jahre Haft.
Das sambische Finanzministerium berichtet von „erheblichen strukturellen Schwächen“ in der Staumauer, die binnen drei Jahren behoben sein müssen, um eine Katastrophe zu vermeiden. Sambia und Simbabwe, die sich die erzeugte Energie teilen, müssten 250 Mio. Dollar für eine gründliche Renovierung aufbringen. Ein Kollaps der 128 Meter hohen Staumauer wäre eine Katastrophe für 3,5 Mio. Bewohner im Sambesi Flusstal in Sambia, Simbabwe, Malawi und Mosambik. Auch würde die Stromerzeugung für große Teile des südlichen Afrika zerstört, da auch der Cahora Bassa Damm flussabwärts betroffen wäre.
Fr Moses Hamungole ist bisher Leiter des Radio-Vatikan-Programms in Swahili und Englisch, das weite Teile Afrikas mit Nachrichten versorgt. Nun hat Papst Franziskus den aus Kafue stammenden Priester der Erzdiözese Lusaka zum Bischof von Monze ernannt. Neben journalistischen Studien in Lusaka, studierte er auch in Rom und Leuven, Belgien, und arbeitete an der ostafrikanischen Bischofskonferenz AMECEA.
Das „Oasis-Forum“, ein Zusammenschluss der größten christlichen Konfessionen in Sambia, ist auf der Seite der Bevölkerung, die nach einer „neuen und noch demokratischeren Verfassung“ verlangt. Nach 50 Jahren Unabhängigkeit sind die Menschen sich ihrer Macht und Rechte bewusst und wollen sich nicht weiter einschüchtern lassen. Die Politoker sollen ihre „Arroganz und Besserwisser-Einstellung“ ablegen und statt leeren Worten kräftige Taten zeigen.
Der Oppositionspolitiker und frühere Priester der Diözese Ndola, Frank Bwalya, muss sich wegen Beleidigung des Staatsoberhauptes vor Gericht verantworten. Am Rundfunk beschrieb er Präsident Michael Sata als Kartoffel. Das Bemba Wort „chumbu mushololwa“ bezieht sich auf die Süßkartoffel, die bricht, wenn sie gebogen wird. Man beschreibt damit einen unnachgiebigen Menschen, der auf Niemanden hört. Wenn verurteilt, könnte sich Bwalya von der „Alliance for a Better Zambia“ auf eine fünfjährige Haft einstellen.
Michael Sata hat die Arbeitserlaubnis des Firmenchefs der Konkoka Kupfermine, die Filiale eines indischen Konzerns, aufgekündigt, weil dieser Arbeiter entlassen hat. Auch andere ausländische Firmen, darunter die südafrikanische Supermarket Kette Shoprite, drohte er mit ähnlichen Maßnahmen. Er will die 60% Arbeitslosenrate reduzieren, vergisst aber dabei, dass ausländische Investoren, die Sambia nötig braucht, sich zurückziehen oder fernbleiben.
Weil sie für eine Trennung von Barotseland, dem verarmten Westen des Landes, vom Rest Sambias demonstrieren, wirft man ihnen Hochverrat vor. Die Bestrebungen gehen schon Jahrzehnte zurück, sind aber unter Präsident Sata neu aufgeflammt. Barotseland war britisches Protektorat, das zur Zeit von Sambias Unabhängigkeit in 1964 eine beschränkte Selbstverwaltung erhalten sollte, eine Abmachung, die, wie die Lozi Stammesältesten sagen, nie respektiert wurde.
Wenn seine Minister ihn nicht besser gegen Angriffe der Opposition verteidigen, will Präsident Michael Sata das Parlament auslösen und Neuwahlen ausrufen. Seit Beginn seiner Amtszeit vor zwei Jahren wird Sata beschuldigt, dass sein Kabinett aufgebläht, stammeszugehörig und inaktiv sei. Die nächsten regulären Wahlen wären erst in 2016.
Sambia hat unter der Präsidentschaft von Sata seine Kontrolle über die Medien verschärft. Im Juli wurden drei Journalisten in Lusaka verhaftet, weil sie auf zambianwatchdog.com kritische Artikel veröffentlicht hatten. Dann wurde die Nachrichtenseite gesperrt. Versuche, die Blockierung zu umgehen, wurden sofort vereitelt. Reporter ohne Grenzen (ROG) bitten um Hilfe, damit die sambische Bevölkerung weiterhin Zugang zu unabhängiger Berichterstattung hat.
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