Polisario und Marokko begannen in den USA Verhandlungen, um den seit 34 Jahren schwelenden Konflikt zu beenden. Marokko hat eine weitgehende Autonomie angeboten, Polisario hat dem Vorschlag zugestimmt, unter der Bedingung, dass auch eine vollständige Unabhängigkeit zur Abstimmung steht. Nach zwei Tagen wurden die Verhandlungen ergebnislos abgebrochen.
Nachdem die großen Erdölunternehmen sich unter dem Druck der UN aus der West Sahara zurückgezogen hatten, hat die Regierung mit kleineren Firmen aus den USA, Irland, Saudiarabien und Südafrika neue Verträge für off-shore Explorationen auf dem Gebiet der Westsahara unterzeichnet, was gegen internationales Recht verstößt.
Der UN-Sicherheitsrat hat in einer Resolution Marokko und die Polisario aufgefordert, Verhandlungen aufzunehmen. Beide hatten dem UN-Generalsekretär ihre Vorschläge über die Zukunft der Westsahara übergeben.
Marokko hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon neue Vorschläge für einen Autonomiestatus ihrer 'südlichen Provinzen' übergeben. Die Polisario-Führung überreichte Ki Moon ebenfalls ihre Gegenvorschläge für die Westsahara. Marokko boykottiert seit 1991 eine UN-Resolution, die eine Volksabstimmung über die Zukunft des Territoriums vorsieht.
Die UN hat den engischen Diplomaten Julian Harston als neuen Sonderbeauftragten für die Westsahara und Verantwortlichen für die UN-Mission MINURSO ernannt. MINURSO wurde 1991 geschaffen, um den Waffenstillstand zwischen Marokko und der Polisario zu überwachen. Die Westsahara ist seit 1975 militärisch von Marokko besetzt.
Khali Henna Ould Errachid, der Präsident des königlichen Rates, in dem 142 Vertreter der Sahraouis, zusammengeschlossen sind, gab gestern seine Vorschläge für eine Autonomie der Westsahara bekannt. Der Plan steht im Einklang mit den Erwartungen des Königs Mohamed VI ., ist aber eine Absage an jede Unabhängigkeitsperspektive.
Vor seiner sechstägigen Reise in die Westsahara hat König Mohammed VI. einen Konsultativrat für die Westsahara eingesetzt. Die 140 Mitglieder sollen dem König die Anliegen der Bevölkerung vortragen und zur Ausarbeitung einer Autonomielösung beitragen. Morokko hat in der Westsahara 200.000 Soldaten stationiert.
Die Polisario hat nach Gesprächen mit UN-Generalsekretär Kofi Annan einen Vorschlag, mit Marokko Verhandlungen über einen Autonomiestatus für die Westsahara zu beginnen, abgelehnt.
Die Regierung der Westsahara hat das Angebot des marokkanischen Königs Mohamed VI, der Westsahara den Status eines autonomen Gebiets zu gewähren, abgelehnt. Sie bezeichnete den fünf-tägigen Besuch des Königs im Territorium der Demokratischen Arabischen Republik Sahara (DARS) als kolonial und als eine Missachtung des internationalen Rechts.
Die marokkanische Regierung hat Delegationen der Stadt Madrid und des katalanischen Parlaments auf dem Flughafen der sahraouischen Hauptstadt Laayoune festgehalten und zur Rückkehr gezwungen. Die Politiker wollten Menschenrechtsverletzungen in der Westsahara untersuchen, wo marokkanische Sicherheitskräfte Proteste gegen die Besatzungsmacht gewaltsam niedergeschlagen hatten.