Schlagwort: Ruanda

Kongos Präsident fordert, in seiner Rede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York, Ruanda für seine Rolle bei der „Destabilisierung“ seines Landes zu bestrafen. „Das Wiedererstarken der von Ruanda unterstützten Terrorgruppe M23 hat eine beispiellose humanitäre Krise ausgelöst“, sagte Tshisekedi und fügte hinzu, dass mehr als 7 Millionen Menschen in der Demokratischen Republik Kongo durch die Kämpfe vertrieben worden seien. UN-Experten hatten zuvor erklärt, dass sich zwischen 3.000 und 4.000 ruandische Soldaten im Kongo aufhalten, die mit der M23-Rebellengruppe zusammenarbeiten, die sich seit einem Jahrzehnt in einem Konflikt mit kongolesischen Truppen befindet.

In einer landesweiten Maßnahme hat das Ruanda Governance Board (RGB) 185 Kirchen geschlossen. Um eine Kirche betreiben zu dürfen, muss man Prüfungen in Bezug auf Infrastruktur, Hygiene und Sicherheit bestehen. Darüber hinaus müssen alle Leiter von Gotteshäusern qualifiziert sein.  Der Kommunikationschef des RGB, Jean Bosco Rushingabigwi sagt: „Die Inspektion konzentriert sich darauf, zu überprüfen, ob die Religionsgemeinschaften und Gebetshäuser über die vom RGB ausgestellte Registrierungsdokumente verfügen, ob sie bei der Eröffnung einer Zweigstelle mit dem Bezirk zusammenarbeiten und ob die Gebetshäuser die gesetzlichen Anforderungen [Bauvorschriften] für ihren Standort erfüllen. Wir überprüfen auch, ob die Leiter die erforderlichen akademischen Abschlüsse und Zertifikate in Theologie sowohl auf der Ebene der Organisation als auch auf der Ebene der Gemeinden oder Zweigstellen besitzen“. 2019 führte RGB eine ähnliche Aktion durch; damals wurden 714 Gotteshäuser, die meisten davon Pfingstkirchen und eine Moschee, geschlossen. Der letzte Zensus 2022 zeigt: 40 % katholisch, 21 % pfingstlerisch, 15 % protestantisch, 12 % Siebenten-Tags-Adventisten (STA) und 2 % Muslime.

Die Vereinten Nationen haben einen Waffenstillstand zwischen der Demokratischen Republik Kongo (DRK) und Ruanda im Osten der DRK begrüßt und die Hoffnung geäußert, dass die Vereinbarung zu einer „Deeskalation“ der Feindseligkeiten führen könnte, so ein Sprecher. „Das zweite Ministertreffen zwischen der Demokratischen Republik Kongo und der Republik Ruanda, das in Luanda unter der Vermittlung der Republik Angola stattfand, hat sich auf einen Waffenstillstand geeinigt, der am 4. August 2024 um Mitternacht in Kraft treten wird“, so die angolanische Präsidentschaft.

Nach den vorläufigen Wahlergebnissen hat Präsident Paul Kagame die Präsidentschaftswahlen mit 99 % der Stimmen gewonnen. Der Präsident, der seit 1994 in verschiedenen Funktionen an der Macht ist, gewann 2017 mit einer ähnlichen Quote. Etwa 9 Millionen der insgesamt 14 Millionen Ruander waren zur Wahl zugelassen.

Die neue Labour-Regierung im Vereinigten Königreich hebt das ruandische Abschiebungsprogramm auf. Ruanda ist nicht verpflichtet, die im Rahmen der ruandisch-britischen Partnerschaftsinitiative für Migration und wirtschaftliche Entwicklung bereits gezahlten 5 Milliarden Euro zurückzuzahlen. Kigali erklärte, es sei weiterhin entschlossen, Lösungen für die globale Migrationskrise zu finden.

Premierminister Sir Keir Starmer bestätigte, dass das Abschiebeprogramm nach Ruanda „tot und begraben“ ist. Er sagte, die von der vorherigen konservativen Regierung eingeführte „Spielerei“ der Abschiebung von illegal im Vereinigten Königreich ankommenden Migranten nach Ruanda beendet ist. Das Programm, kostete bereits rund 310 Millionen Pfund. Die Beendigung des Programms hinterlässt auch ein Fragezeichen hinter dem Schicksal von 52.000 Migranten, die zur Abschiebung vorgesehen sind.

RwandAir Cargo nimmt am 17. Juni Flüge nach Dubai und Dschibuti auf, die beide von ihrem speziellen Frachtflugzeug B738SF bedient werden. Die Erweiterung ist Teil der Mission der Fluggesellschaft, Afrika und die Welt zu verbinden. Als Binnenstaat ist die Luftfracht für das wirtschaftliche Wachstum Ruandas bedeutend.  Bosco Gakwaya, Direktor von RwandAir Cargo Services: „Unsere Expansion nach Dubai und Dschibuti stärkt die Rolle von RwandAir Cargo als wichtiger Handelsvermittler auf dem afrikanischen Kontinent und ist gut auf die Ziele der Afrikanischen Kontinentalen Freihandelszone (AFCFTA) abgestimmt, das Kigali zu einem regionalen Frachtdrehkreuz macht.“

Das Ruanda-Gesetz, mit dem britische Asylbewerber zur Bearbeitung ihrer Ansprüche nach Afrika geschickt werden sollen, wurde nach zwei Jahren juristischer Auseinandersetzungen und politischer Querelen vom Parlament verabschiedet. Nach der Zustimmung des Königs tritt das Gesetz in Kraft. Personen, die nach Ruanda geschickt werden könnten, sind Asylbewerber – Menschen, die den Schutz des Vereinigten Königreichs gesucht haben und ohne Genehmigung aus einem anderen sicheren Land eingereist sind. Dies betrifft rund 52.000 Menschen. Sie sind derzeit in vom Innenministerium finanzierten Unterkünften untergebracht und dürfen keine Arbeit annehmen, da ihr Fall noch nicht angehört wurde, um entweder aus dem Vereinigten Königreich abgeschoben oder als Asylsuchende anerkannt zu werden.

Der ruandische Präsident Paul Kagame und der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa trafen sich am Wochenende zu einem dreistündigen Gespräch hinter verschlossenen Türen in Kigali; ihr erstes direktes Treffen seit der Stationierung von SADC-Truppen unter südafrikanischer Führung in der DRK. Sie waren sich einig, dass eine politische Lösung für den Konflikt im Osten der Demokratischen Republik Kongo die beste sei. Ruanda beschuldigt die Demokratische Republik Kongo, Hutu-Elemente zu unterstützen, die sich gegen Kagames Regierung stellen, und befürchtet, dass die südafrikanischen Truppen tatsächlich an der Seite dieser Aufständischen kämpfen werden.

Kenia, Eswatini, Ghana, Malawi und Ruanda haben sich im Kampf gegen einen gemeinsamen Feind zusammengeschlossen: Schlangenbisse. Mit Hilfe der Liverpool School of Tropical Medicine (LSTM) wollen sie unter dem Banner der neuen African Snakebite Alliance bessere Wege zur Bekämpfung von Schlangenbissen finden und regionalspezifische Impfstoffe gegen Schlangengift entwickeln. Die Schlangenbissraten in Afrika südlich der Sahara schwanken zwischen 100 und 650 Bissen pro 100 000 Menschen pro Jahr. 59 % der Schlangenbisse werden von traditionellen Heilern behandelt und 25 % werden nicht einmal von einem Arzt gesehen. Nur 16 % werden offiziell in medizinischen Einrichtungen erfasst. Der Bericht im Science Translational Medicine erklärt, dass die Häufigkeit von Schlangenbissen um das Zehnfache und die Zahl der Todesfälle um das 30-fache gestiegen ist.

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