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Ruanda kündigte seinen Austritt aus der Wirtschaftsgemeinschaft Zentralafrikanischer Staaten (ECCAS) an und warf seinem Nachbarn, der Demokratischen Republik Kongo (DRK), vor, den Block mit Unterstützung bestimmter Mitgliedstaaten zu instrumentalisieren“. Ruanda hatte erwartet, bei einem Treffen am Samstag in Äquatorialguinea die Führung des 11-köpfigen Blocks zu übernehmen. Stattdessen beschloss der Block, dass Äquatorialguinea diese Rolle weiterhin ausüben soll, was das ruandische Außenministerium als Verletzung seiner Rechte verurteilte. CEEAC oder ECCAS wurde am 18. Oktober 1983 Libreville (Gabun) gegründet. Die Gemeinschaft umfasst knapp 140 Millionen Menschen. Mitgliedstaaten sind: Angola, Äquatorialguinea, Burundi, Gabun, Kamerun, Demokratische Republik Kongo, Republik Kongo, Ruanda, São Tomé und Príncipe, Tschad, Zentralafrikanische Republik.

Im King Faisal Hospital in Kigali wurde der erste perkutane Verschluss eines offenen Foramen Ovale (klappenartiges Loch zwischen den oberen Herzkammern) in Ruanda erfolgreich durchgeführt, ein seltener Katheter gestützter Eingriff am Herzen eines Schlaganfallpatienten. Dies ist ein Meilenstein in der Patientenversorgung des Landes.

Ruanda und die Demokratische Republik Kongo (DRK) haben sich darauf geeinigt, bis zum 2. Mai ein Friedensabkommen auszuarbeiten, in dem sie sich verpflichten, die Souveränität der jeweils anderen Seite zu respektieren und bewaffnete Gruppen nicht mehr militärisch zu unterstützen.

Zum Auftakt des Gedenkens an den Völkermord an Ruandas Tutsi 1994 hat Präsident Paul Kagame seine Landsleute aufgerufen, keinem äußeren Druck nachzugeben. „Niemand darf euch vorschreiben, wie ihr Leben sollt“, erklärte er auf der zentralen Gedenkveranstaltung in Kigali. Zu seinen Kritikern, die Ruanda Sanktionen androhen, sagte er: „Ich werde jedem ins Gesicht sagen: Fahrt zur Hölle.“ Die Europäische Union, die USA und mehrere andere Länder verhängten Sanktionen und setzten die Hilfe aus, weil sie Ruanda beschuldigten, die M23-Rebellen zu unterstützen.  Großbritannien, Kanada und Deutschland haben ebenfalls einige Hilfen ausgesetzt und die Ausfuhrgenehmigungen für den Handel eingeschränkt

Ruanda hat die diplomatischen Beziehungen zu Belgien abgebrochen und alle Diplomaten des Landes aufgefordert, das Land innerhalb von 48 Stunden zu verlassen. Im Gegenzug erklärte Belgien, ruandische Diplomaten seien im Land nicht mehr willkommen. „Belgien bedauert die Entscheidung Ruandas, die diplomatischen Beziehungen zu Belgien abzubrechen. Außenminister Maxime Prevot auf X. erklärte: „Das ist unverhältnismäßig und zeigt, dass Ruanda es vorzieht, nicht in einen Dialog einzutreten, wenn wir anderer Meinung sind als es ist.“ Der Schritt Ruandas erfolgte einen Tag, nachdem Präsident Paul Kagame Belgien beschuldigt hatte, internationale Sanktionen gegen sein Land wegen des Konflikts im Osten der Demokratischen Republik Kongo zu befürworten.

In Kigali sind jeden ersten und dritten Sonntag im Monat die Hauptstraßen zwischen 7:00 und 10:00 Uhr für den Autoverkehr gesperrt. Mehr als 10 000 Menschen machen sich dann auf den Weg, um zu Fuß zu gehen, Rad zu fahren, zu tanzen und zu skaten. Die Initiative umfasst auch kostenlose NCD-Screenings (Noncommunicable diseases,), einschließlich Blutzucker-, Blutdruck- und Body-Mass-Index-Untersuchungen sowie Beratung, um die Teilnehmer zu präventiven Gesundheitsmaßnahmen zu ermutigen.

Die ruandische Regierung hat Belgien für seine „aggressive Kampagne“ verurteilt, mit der das Land daran gehindert werden soll, Entwicklungsgelder zu erhalten. Belgien forderte die Europäische Union auf, die direkte Budgethilfe für Ruanda so lange einzufrieren, bis das Land „seine Verbindungen zu den von den Tutsi geführten M23-Rebellen“ abbricht, die im Osten der DR Kongo auf dem Vormarsch sind.

Das belgische Berufungsgericht hat die Regierung angewiesen, fünf gemischtrassigen Frauen, die im Belgisch-Kongo der Kolonialzeit gewaltsam von ihren Familien getrennt wurden, Entschädigung zu zahlen. Die Frauen, die heute 70 Jahre alt sind, wurden als Kleinkinder ihren Müttern weggenommen und im Rahmen einer staatlichen Politik in Waisenhäusern untergebracht. Das Gericht erklärte, die Regierung hatte einen „Plan, systematisch nach Kindern zu suchen und sie zu entführen, die von einer schwarzen Mutter und einem weißen Vater geboren wurden“. Die Richter sagten dies sind Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die belgische Regierung entschuldigte sich 2019 offiziell bei den schätzungsweise 20.000 Opfern von erzwungenen Familientrennungen in der DR Kongo sowie in Burundi und Ruanda.

Das Land hat 700 Dosen des Impfstoffs vom Sabin Vaccine Institute, einer in den USA ansässigen gemeinnützigen Organisation, erhalten und hat angekündigt, dass es mit der Erprobung eines Impfstoffs gegen das tödliche Marburg-Virus beginnen wird. Nach Angaben von Gesundheitsminister Sabin Nsanzimana werden zunächst die am stärksten gefährdeten Personen wie Ärzte und Personen, die mit Marburg-Patienten in Kontakt gekommen sind, mit dem Impfstoff geimpft. Die hoch ansteckende Krankheit ähnelt Ebola und zeigt Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall, Erbrechen und in einigen Fällen den Tod durch extremen Blutverlust.

Die ruandischen Behörden haben bei den Beerdigungen für Opfer des Marburg-Virus, die Zahl der Trauernden begrenzt, um den Ausbruch der hochansteckenden Krankheit einzudämmen. Nicht mehr als 50 Personen dürfen an der Beerdigung einer Person teilnehmen. Der Marburg Virus weist eine Sterblichkeitsrate von bis zu 88 % auf. Er gehört zur gleichen Virusfamilie wie Ebola. Er wird von Flughunden auf den Menschen übertragen, und zwar durch den Kontakt mit Körperflüssigkeiten infizierter Personen.

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