Schlagwort: Ruanda

RwandAir hat am Montag nach sechsjähriger Pause seine Flüge nach Mombasa wieder aufgenommen. Die neue Route verbindet Kigali, Sansibar und Mombasa und fördert den Tourismus in der Region. Die ruandische Fluggesellschaft, die ihre Mombasa-Route 2019 eingestellt hatte, wird voraussichtlich vier Flüge pro Woche in die Küstenstadt anbieten. RwandAir fliegt derzeit 41 Ziele an. Da immer mehr Länder Vereinbarungen mit RwandAir abschließen, werden neue Ziele hinzukommen. RwandAir hat ein Codesharing-Abkommen mit Qatar Airways, was eine einfache Anbindung an verschiedene Länder ermöglicht.

Die in den USA ansässige Interessenvertretung IRAdvocates, hat in Washington Klage gegen Apple eingereicht und wirft dem iPhone-Hersteller vor, Mineralien zu verwenden, die mit Konflikten und Menschenrechtsverletzungen in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) und Ruanda in Verbindung stehen, obwohl Apple dies bestreitet. In der Klage wird behauptet, dass drei chinesische Schmelzwerke – Ningxia Orient, JiuJiang JinXin und Jiujiang Tanbre – Coltan verarbeitet haben, das laut Ermittlern der UNO und von Global Witness durch Ruanda geschmuggelt wurde, nachdem bewaffnete Gruppen Minen im Osten der DRK eingenommen hatten, wodurch das Material mit der Lieferkette von Apple in Verbindung gebracht wird. Weiter heißt es in der Klage, eine 2025 veröffentlichte Studie der Universität Nottingham habe Zwangs- und Kinderarbeit an kongolesischen Standorten festgestellt, die mit Apple-Zulieferern in Verbindung stehen. Die kongolesischen Behörden sagen, dass bewaffnete Gruppen im Osten der DRK die Gewinne aus dem Mineralienhandel zur Finanzierung des Konflikts verwenden, der Tausende Menschen das Leben gekostet und Hunderttausende vertrieben hat.

Prinzessin Spéciose Mukabayojo, das letzte überlebende Kind, des verstorbenen Königs Yuhi V. Musinga, der einst Ruanda regierte, verstarb am 27. Oktober 2025, im Alter von 93 Jahren, in Nairobi. Sie wird in Ruanda beigesetzt.  König Yuhi V. Musinga regierte Ruanda von 1896 bis 1931, als er von den belgischen Kolonialbehörden abgesetzt wurde. Er starb später 1944 im Exil in Moba (DRC). Prinzessin Mukabayojo wurde geboren, nachdem ihr Vater bereits entthront worden war. Ihr Bruder, König Kigeli V. Ndahindurwa, wurde 2017 in Mwima in Nyanza beigesetzt. Das Mwima-Mausoleum in Nyanza, Ruanda, ist eine verehrte Stätte, an der König Mutara III. Rudahigwa und Königin Rosalie Gicanda begraben sind.

Ruanda ist das erste afrikanische Land, das die prestigeträchtigen UCI-Radsport-Weltmeisterschaften ausrichtet, was einen historischen Moment für den Kontinent darstellt. Die Veranstaltung wird als Wendepunkt für den Radsport in Afrika gefeiert. Die Titelkämpfe finden vom 21. September bis zum 28. September in Kigali statt.

Auf dem Kontinent positioniert Ruanda sich als führendes Land im Bereich der Drohnentechnologie. Das US-amerikanische Unternehmen Zipline, baut seine Dienstleistungen aus. Zipline, weltweit bekannt für seine Pionierarbeit im Bereich der medizinischen Drohnenlieferungen, insbesondere der Notfall-Blutversorgung, plant ab 2026 in den Bereich der städtischen Hauszustellungen einzusteigen. Am 4. September war Ruanda das erste afrikanische Land, das während des Aviation Africa Summit & Exhibition 2025 in Kigali ein selbstfliegendes elektrisches Lufttaxi vorstellte. Dabei wurde das von einem chinesischen Unternehmen für urbane Luftmobilitätstechnologie entwickelte zweisitzige elektrische Senkrechtstart- und -landungsflugzeug vorgeführt.

Sieben aus den USA abgeschobene Migranten sind in Ruanda eingetroffen. Sie sind die ersten von 250 Personen, die im Rahmen eines mit der Regierung von Präsident Donald Trump geschlossenen Abkommens von dem afrikanischen Staat aufgenommen werden sollen. Ruanda ist nach Uganda, Eswatini und dem Südsudan das vierte afrikanische Land, das sich bereit erklärt hat, Nichtstaatsangehörige aus den USA aufzunehmen.

Französische Richter haben eine langwierige Klage gegen Agathe Habyarimana, die Witwe des ehemaligen Präsidenten Ruandas, abgewiesen und entschieden, dass es keine ausreichenden Beweise gebe, um sie mit dem Völkermord von 1994 in Verbindung zu bringen. Die ehemalige First Lady floh mit französischer Hilfe aus Ruanda, nur wenige Tage nachdem das Flugzeug ihres Mannes im April 1994 abgeschossen worden war. Dies löste den Völkermord aus, bei dem rund 800.000 Menschen, hauptsächlich Angehörige der Tutsi-Ethnie, in einer der schlimmsten Gräueltaten des 20. Jahrhunderts ermordet wurden. Agathe Habyarimana (82) lebt seit 1998 in Frankreich. Kigali hat wiederholt ihre Auslieferung beantragt.

Der FC Bayern München hat angekündigt, das Logo „Visit Rwanda“ zurückzunehmen, da er sich „von dem kommerziellen Sponsoring distanzieren“ will. Der FC Bayern wies Vorwürfe des „Sportswashing“ zurück, als er 2023 einen Fünfjahresvertrag mit Ruanda unterzeichnete. Dieser umfasste Werbung im Stadion und Veranstaltungen, die laut Bayern „den Tourismus und Investitionsmöglichkeiten in Ruanda fördern“ sollten. Bayern-Fans hatten bei einem Spiel im Februar ein großes Transparent gegen den Deal gezeigt, nachdem die Vereinten Nationen Ruanda vorgeworfen hatten, Rebellen in der Demokratischen Republik Kongo unterstützt zu haben. Nun gibt der deutsche Fußballmeister bekannt, dass er eine neue Vereinbarung mit Ruanda getroffen hat, wonach das bestehende Sponsoring in einen Dreijahresvertrag umgewandelt wird, dessen Schwerpunkt auf der Förderung junger Fußballspieler in einer Bayern-eigenen Akademie im Land liegt. Der afrikanische Staat sieht sich wegen angeblicher Unterstützung von Rebellen in der benachbarten Demokratischen Republik Kongo (DRK) in der Kritik.

Ruanda hat ein neues nationales Identifikationssystem (ID) eingeführt, um jedem Bürger eine einheitliche digitale Identität zu geben. Der neue elektronische Ausweis, der biometrische Daten wie Iris-Scans und Fingerabdrücke enthält, wird in drei Formaten ausgegeben: als physische Karte, als digitale Version und als eindeutige ID-Nummer.  Das neue System soll die Identität aller Ruander vereinheitlichen, um einen nahtlosen Zugang zu Dienstleistungen wie Bankgeschäften, Regierungsprogrammen und der Registrierung von Mobiltelefonen zu ermöglichen.

Das Symposium der Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar (SECAM) wird zu seiner 20. Vollversammlung, unter dem Thema: „Christus, Quelle der Hoffnung, der Versöhnung und des Friedens zusammenkommen“.  Pater Rafael Simbine Junior (Generalsekretär von SECAM):  „Afrika ist eine Familie, aber es ist eine Familie im Konflikt… Als Kirche müssen wir darüber nachdenken, wie wir zu Friedensstiftern werden können.“ Die Vollversammlung wird mehr als 250 Teilnehmer zusammenbringen, darunter Kardinäle, Bischöfe, Priester, geweihte Männer und Frauen und Laienführer aus ganz Afrika und seinen Inseln sowie Partner aus anderen Kontinenten. Das Treffen findet vom 30. Juli bis zum 4. August 2025 in Kigali statt.

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