Schlagwort: Ruanda

Der FC Bayern München hat angekündigt, das Logo „Visit Rwanda“ zurückzunehmen, da er sich „von dem kommerziellen Sponsoring distanzieren“ will. Der FC Bayern wies Vorwürfe des „Sportswashing“ zurück, als er 2023 einen Fünfjahresvertrag mit Ruanda unterzeichnete. Dieser umfasste Werbung im Stadion und Veranstaltungen, die laut Bayern „den Tourismus und Investitionsmöglichkeiten in Ruanda fördern“ sollten. Bayern-Fans hatten bei einem Spiel im Februar ein großes Transparent gegen den Deal gezeigt, nachdem die Vereinten Nationen Ruanda vorgeworfen hatten, Rebellen in der Demokratischen Republik Kongo unterstützt zu haben. Nun gibt der deutsche Fußballmeister bekannt, dass er eine neue Vereinbarung mit Ruanda getroffen hat, wonach das bestehende Sponsoring in einen Dreijahresvertrag umgewandelt wird, dessen Schwerpunkt auf der Förderung junger Fußballspieler in einer Bayern-eigenen Akademie im Land liegt. Der afrikanische Staat sieht sich wegen angeblicher Unterstützung von Rebellen in der benachbarten Demokratischen Republik Kongo (DRK) in der Kritik.

Ruanda hat ein neues nationales Identifikationssystem (ID) eingeführt, um jedem Bürger eine einheitliche digitale Identität zu geben. Der neue elektronische Ausweis, der biometrische Daten wie Iris-Scans und Fingerabdrücke enthält, wird in drei Formaten ausgegeben: als physische Karte, als digitale Version und als eindeutige ID-Nummer.  Das neue System soll die Identität aller Ruander vereinheitlichen, um einen nahtlosen Zugang zu Dienstleistungen wie Bankgeschäften, Regierungsprogrammen und der Registrierung von Mobiltelefonen zu ermöglichen.

Das Symposium der Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar (SECAM) wird zu seiner 20. Vollversammlung, unter dem Thema: „Christus, Quelle der Hoffnung, der Versöhnung und des Friedens zusammenkommen“.  Pater Rafael Simbine Junior (Generalsekretär von SECAM):  „Afrika ist eine Familie, aber es ist eine Familie im Konflikt… Als Kirche müssen wir darüber nachdenken, wie wir zu Friedensstiftern werden können.“ Die Vollversammlung wird mehr als 250 Teilnehmer zusammenbringen, darunter Kardinäle, Bischöfe, Priester, geweihte Männer und Frauen und Laienführer aus ganz Afrika und seinen Inseln sowie Partner aus anderen Kontinenten. Das Treffen findet vom 30. Juli bis zum 4. August 2025 in Kigali statt.

Nachdem mehr als drei Jahrzehnte lang die beliebte irische Kartoffelsorte Kinigi angebaut wurde, will Ruanda 11 neue ertragreiche und klimaresistente Sorten einführen. Die Produktion und die Ernährungssicherheit sollen so verbessert werden. Die Entwicklung neuer Sorten ist ein langwieriger Prozess; allein die Züchtung kann über 10 Jahre dauern, bevor ein Saatgut für die Landwirte bereit ist. Zu den Sorten gehören Gikungu, Cyerekezo und Ndamira. Cyerekezoi ist eine der vielversprechendsten Sorten und liefert fast doppelt so hohe Erträge wie die traditionellen Sorten.

Aterian Plc, ein in der UK ansässiges Explorationsunternehmen für kritische Minerale, gab bekannt, dass es nach einer Bohrung in Zusammenarbeit mit Rio Tinto Mining and Exploration Ltd, einem britisch-australischen multinationalen Mineralexplorationsunternehmen, hochgradige Lithiumvorkommen in Ruanda gefunden hat. Die im Jahr 2023 unterzeichnete Joint-Venture-Vereinbarung ermöglicht die Exploration und Erschließung von Lithium und Nebenprodukten im Rahmen eines Projekts, das 19 identifizierte Pegmatitzonen für Lithium, Cäsium und Tantal auf 2 750 Hektar Land in der Südprovinz umfasst. Lithium wird als „weißes Gold“ für Elektrofahrzeuge bezeichnet und spielt eine entscheidende Rolle in den Kathoden aller Arten von Lithium-Ionen-Batterien, die Elektrofahrzeuge antreiben. Es wird aber auch in den Batterien von Laptops und Mobiltelefonen sowie in der Glas- und Keramikindustrie verwendet. Im Juli 2024 trug der ruandische Bergbausektor etwa 3 % zur Wirtschaftsleistung des Landes bei und beschäftigte mehr als 72.000 Menschen.

In Kigali forderten die afrikanischen Delegierten des Innovationsgipfels für Kernenergie in Afrika (NEISA 2025), eine beschleunigte Einführung der Kernenergie, um den steigenden Energiebedarf des Kontinents zu decken, die Industrialisierung zu unterstützen und eine nachhaltige Entwicklung voranzutreiben. Da die Bevölkerung des Kontinents in den nächsten vier Jahrzehnten voraussichtlich auf über 3 Milliarden Menschen anwachsen wird, betonten die Staats- und Regierungschefs die Bedeutung von sauberer, zuverlässiger und skalierbarer Energie, insbesondere von Kernenergie. Ruandas Premierminister Edouard Ngirente wies darauf hin, dass 600 Millionen Afrikaner derzeit keinen Zugang zu Elektrizität haben. Er hob die Kernenergie als eine wichtige nachhaltige und umweltfreundliche Ressource hervor, die eine transformative Rolle bei der Verbesserung des Energiezugangs und der Bewältigung der klimatischen Herausforderungen spielen kann.

Ruanda und Turkmenistan haben am 14. Juli, die offizielle Aufnahme diplomatischer Beziehungen bekannt gegeben und damit ein neues Kapitel der bilateralen Zusammenarbeit aufgeschlagen. Menschenrechtsorganisationen kritisieren den repressiven Regierungsstil in Turkmenistan und die zahlreichen Menschenrechtsverletzungen durch den Staat. Die freie Meinungsäußerung ist massiv eingeschränkt. Die Landessprache ist Turkmenisch, und mehr als 95 % der turkmenischen Bevölkerung sind Muslime. In den letzten fünf Jahren sind die Exporte aus Turkmenistan nach Ruanda mit einer jährlichen Rate von 240 % gestiegen.

Einst als vielversprechende Cash-Crop gepriesen, ist die Macadamia in Ruanda heute von einem stillen Niedergang bedroht. Landwirte und Verarbeiter haben mit sinkenden Preisen, Schädlingsbefall und mangelnder Unterstützung der Regierung zu kämpfen.  Macadamia-Bäume beginnen in der Regel nach fünf Jahren zu produzieren und können danach alle drei Monate geerntet werden. Sie müssen gute bewässert und gespritzt werden Das Ministerium führte Macadamia 2004 erstmals in Ruanda ein.

Die Demokratische Republik Kongo und Ruanda haben ein von den USA vermitteltes Friedensabkommen unterzeichnet, das dazu beitragen soll, die jahrzehntelangen tödlichen Kämpfe im Ostkongo zu beenden und gleichzeitig der US-Regierung und amerikanischen Unternehmen den Zugang zu wichtigen Mineralien in der Region zu erleichtern. Das Abkommen steht auch im Mittelpunkt von Trumps Bestreben, sich Zugang zu wichtigen Mineralien zu verschaffen, die für einen Großteil der weltweiten Technologie benötigt werden, und das zu einer Zeit, in der die Vereinigten Staaten und China aktiv um Einfluss in Afrika konkurrieren. Der Wert der größtenteils unerschlossenen Mineralien wird vom US-Handelsministerium auf bis zu 24 Billionen Dollar geschätzt. Analysten sehen in dem Abkommen einen wichtigen Wendepunkt, glauben aber nicht, dass es die Kämpfe schnell beenden wird.

Die Demokratische Republik Kongo (DRK) und Ruanda haben ein vorläufiges Abkommen unterzeichnet, um den Konflikt im Osten der DRK zu beenden. Das vorläufiges Abkommen zur Beendigung der Kämpfe im Osten der Demokratischen Republik Kongo soll am 27. Juni formell unterzeichnet werden.

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