Schlagwort: Ruanda

Nachdem mehr als drei Jahrzehnte lang die beliebte irische Kartoffelsorte Kinigi angebaut wurde, will Ruanda 11 neue ertragreiche und klimaresistente Sorten einführen. Die Produktion und die Ernährungssicherheit sollen so verbessert werden. Die Entwicklung neuer Sorten ist ein langwieriger Prozess; allein die Züchtung kann über 10 Jahre dauern, bevor ein Saatgut für die Landwirte bereit ist. Zu den Sorten gehören Gikungu, Cyerekezo und Ndamira. Cyerekezoi ist eine der vielversprechendsten Sorten und liefert fast doppelt so hohe Erträge wie die traditionellen Sorten.

Aterian Plc, ein in der UK ansässiges Explorationsunternehmen für kritische Minerale, gab bekannt, dass es nach einer Bohrung in Zusammenarbeit mit Rio Tinto Mining and Exploration Ltd, einem britisch-australischen multinationalen Mineralexplorationsunternehmen, hochgradige Lithiumvorkommen in Ruanda gefunden hat. Die im Jahr 2023 unterzeichnete Joint-Venture-Vereinbarung ermöglicht die Exploration und Erschließung von Lithium und Nebenprodukten im Rahmen eines Projekts, das 19 identifizierte Pegmatitzonen für Lithium, Cäsium und Tantal auf 2 750 Hektar Land in der Südprovinz umfasst. Lithium wird als „weißes Gold“ für Elektrofahrzeuge bezeichnet und spielt eine entscheidende Rolle in den Kathoden aller Arten von Lithium-Ionen-Batterien, die Elektrofahrzeuge antreiben. Es wird aber auch in den Batterien von Laptops und Mobiltelefonen sowie in der Glas- und Keramikindustrie verwendet. Im Juli 2024 trug der ruandische Bergbausektor etwa 3 % zur Wirtschaftsleistung des Landes bei und beschäftigte mehr als 72.000 Menschen.

In Kigali forderten die afrikanischen Delegierten des Innovationsgipfels für Kernenergie in Afrika (NEISA 2025), eine beschleunigte Einführung der Kernenergie, um den steigenden Energiebedarf des Kontinents zu decken, die Industrialisierung zu unterstützen und eine nachhaltige Entwicklung voranzutreiben. Da die Bevölkerung des Kontinents in den nächsten vier Jahrzehnten voraussichtlich auf über 3 Milliarden Menschen anwachsen wird, betonten die Staats- und Regierungschefs die Bedeutung von sauberer, zuverlässiger und skalierbarer Energie, insbesondere von Kernenergie. Ruandas Premierminister Edouard Ngirente wies darauf hin, dass 600 Millionen Afrikaner derzeit keinen Zugang zu Elektrizität haben. Er hob die Kernenergie als eine wichtige nachhaltige und umweltfreundliche Ressource hervor, die eine transformative Rolle bei der Verbesserung des Energiezugangs und der Bewältigung der klimatischen Herausforderungen spielen kann.

Ruanda und Turkmenistan haben am 14. Juli, die offizielle Aufnahme diplomatischer Beziehungen bekannt gegeben und damit ein neues Kapitel der bilateralen Zusammenarbeit aufgeschlagen. Menschenrechtsorganisationen kritisieren den repressiven Regierungsstil in Turkmenistan und die zahlreichen Menschenrechtsverletzungen durch den Staat. Die freie Meinungsäußerung ist massiv eingeschränkt. Die Landessprache ist Turkmenisch, und mehr als 95 % der turkmenischen Bevölkerung sind Muslime. In den letzten fünf Jahren sind die Exporte aus Turkmenistan nach Ruanda mit einer jährlichen Rate von 240 % gestiegen.

Einst als vielversprechende Cash-Crop gepriesen, ist die Macadamia in Ruanda heute von einem stillen Niedergang bedroht. Landwirte und Verarbeiter haben mit sinkenden Preisen, Schädlingsbefall und mangelnder Unterstützung der Regierung zu kämpfen.  Macadamia-Bäume beginnen in der Regel nach fünf Jahren zu produzieren und können danach alle drei Monate geerntet werden. Sie müssen gute bewässert und gespritzt werden Das Ministerium führte Macadamia 2004 erstmals in Ruanda ein.

Die Demokratische Republik Kongo und Ruanda haben ein von den USA vermitteltes Friedensabkommen unterzeichnet, das dazu beitragen soll, die jahrzehntelangen tödlichen Kämpfe im Ostkongo zu beenden und gleichzeitig der US-Regierung und amerikanischen Unternehmen den Zugang zu wichtigen Mineralien in der Region zu erleichtern. Das Abkommen steht auch im Mittelpunkt von Trumps Bestreben, sich Zugang zu wichtigen Mineralien zu verschaffen, die für einen Großteil der weltweiten Technologie benötigt werden, und das zu einer Zeit, in der die Vereinigten Staaten und China aktiv um Einfluss in Afrika konkurrieren. Der Wert der größtenteils unerschlossenen Mineralien wird vom US-Handelsministerium auf bis zu 24 Billionen Dollar geschätzt. Analysten sehen in dem Abkommen einen wichtigen Wendepunkt, glauben aber nicht, dass es die Kämpfe schnell beenden wird.

Die Demokratische Republik Kongo (DRK) und Ruanda haben ein vorläufiges Abkommen unterzeichnet, um den Konflikt im Osten der DRK zu beenden. Das vorläufiges Abkommen zur Beendigung der Kämpfe im Osten der Demokratischen Republik Kongo soll am 27. Juni formell unterzeichnet werden.

Ruanda kündigte seinen Austritt aus der Wirtschaftsgemeinschaft Zentralafrikanischer Staaten (ECCAS) an und warf seinem Nachbarn, der Demokratischen Republik Kongo (DRK), vor, den Block mit Unterstützung bestimmter Mitgliedstaaten zu instrumentalisieren“. Ruanda hatte erwartet, bei einem Treffen am Samstag in Äquatorialguinea die Führung des 11-köpfigen Blocks zu übernehmen. Stattdessen beschloss der Block, dass Äquatorialguinea diese Rolle weiterhin ausüben soll, was das ruandische Außenministerium als Verletzung seiner Rechte verurteilte. CEEAC oder ECCAS wurde am 18. Oktober 1983 Libreville (Gabun) gegründet. Die Gemeinschaft umfasst knapp 140 Millionen Menschen. Mitgliedstaaten sind: Angola, Äquatorialguinea, Burundi, Gabun, Kamerun, Demokratische Republik Kongo, Republik Kongo, Ruanda, São Tomé und Príncipe, Tschad, Zentralafrikanische Republik.

Im King Faisal Hospital in Kigali wurde der erste perkutane Verschluss eines offenen Foramen Ovale (klappenartiges Loch zwischen den oberen Herzkammern) in Ruanda erfolgreich durchgeführt, ein seltener Katheter gestützter Eingriff am Herzen eines Schlaganfallpatienten. Dies ist ein Meilenstein in der Patientenversorgung des Landes.

Ruanda und die Demokratische Republik Kongo (DRK) haben sich darauf geeinigt, bis zum 2. Mai ein Friedensabkommen auszuarbeiten, in dem sie sich verpflichten, die Souveränität der jeweils anderen Seite zu respektieren und bewaffnete Gruppen nicht mehr militärisch zu unterstützen.

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