Schlagwort: Ruanda

Nach Angaben des angolanischen Außenministers Tete Antonio wurde eine Vereinbarung getroffen, die bereits am Freitag zu einem Waffenstillstand im von Gewalt geprägten Osten der DR Kongo führen könnte. Der Präsident der Demokratischen Republik Kongo, Felix Tshisekedi, hatte sich am Mittwoch mit dem ruandischen Außenminister Vincent Biruta in Luanda getroffen, als die Spannungen zwischen den Nachbarn angesichts der blutigen Gewalt der Milizen an ihrer Grenze zunahmen. Der Osten der Demokratischen Republik Kongo war in den letzten Monaten Schauplatz heftiger Kämpfe zwischen kongolesischen Truppen und der Rebellengruppe M23.

Menschen, die in einem Slum neben einem wohlhabenden Viertel der ruandischen Hauptstadt leben, wurden von der Polizei daran gehindert, ihre Häuser zu verlassen oder zu betreten, während Drohnen über sie hinwegflogen und über Lautsprecher ankündigten, dass sie sofort in eine neue, rund 20 km entfernte Siedlung umziehen sollten. Die Bewohner der Siedlung Kibiraro/Kangondo, die an den gehobenen Bezirk Nyarutarama angrenzt, beklagen, dass ihre Grundrechte von der Regierung verletzt werden. In dem Slum leben rund 1 500 Familien.

An den Ausläufern des Volcanoes-Nationalpark im Norden des Landes erhielten in einer farbenfrohen Zeremonie 20 Baby-Berggorillas einen Namen. Die Namensgebung ist symbolisch; die Tiere waren nicht anwesend. Tausende Ruander, zusammen mit internationalen Berühmtheiten, feierten den Tag. Die Namen haben eine kulturelle Bedeutung oder beziehen sich auf den Naturschutz. Prinz Charles, aus London zugeschaltet, nannte ein männliches Gorilla-Baby Ubwuzuzanye, d.h. Harmonie, die Wiederherstellung des Gleichgewichts zwischen Mensch und Natur, erklärte der Prinz. In den bisher 18 Zeremonien erhielten über 250 Baby-Gorillas einen Namen. Nach jahrzehntelanger Wilderei haben sich die Menschenaffen vom Rand des Aussterbens erholt. Über 1000 Berggorillas leben jetzt in der Region, ihrem einzigen natürlichen Habitat weltweit.

Ehemalige Bewohner eines Wohnheims in Ruanda, sind obdachlos und mittellos. Die Männer, allesamt Überlebende des ruandischen Völkermords, hatten bis zu acht Jahre lang im Hope Hostel in Kigali gelebt. Zwei Tage, nachdem die britische Innenministerin Priti Patel eine Vereinbarung über 120 Millionen Pfund unterzeichnet hatte, um Flüchtlinge, die mit kleinen Booten im Vereinigten Königreich ankommen, in das ostafrikanische Land zu schicken, wurden sie aufgefordert, das Hotel zu verlassen. Die britische Regierung hat bisher noch keinen einzigen Asylbewerber nach Ruanda geschickt.

Die Nutzung von Gas aus dem Kivu-See zum Kochen, für industrielle Zwecke und für Fahrzeuge ist erforscht. Es wird erwartet, dass das aus dem See gewonnene Kochgas ab Ende 2023 genutzt werden kann. Das Unternehmen Gasmeth, hat einen 400-Millionen-Dollar-Vertrag mit  der ruandischen Regierung abgeschlossen. Der Konzessionsvertrag hat eine Laufzeit von 25 Jahren; er sieht eine  Förderung an komprimiertem Erdgas von 40 Millionen Standardkubikfuß pro Tag vor. Anteilseigner des in Ruanda eingetragenen Unternehmens Gasmeth sind American Investors, Nigerian Investors und Rwandan Investors.

Laurent Bucyibaruta, der ranghöchste Ruander, der sich in Frankreich wegen der Massaker von 1994 vor Gericht verantworten musste, bei denen schätzungsweise 800.000 Tutsi und gemäßigte Hutu ums Leben kamen, wurde von einem französischen Gericht der Mittäterschaft für schuldig befunden und zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt. Als Gouverneur der südlichen Provinz Gikongoro ermutigte Herr Bucyibaruta Zehntausende von Tutsi, in der Technischen Schule von Murambi Zuflucht zu suchen. Tage später wurden sie niedergemetzelt. Beweise von Überlebenden halfen, ihn zu überführen.

Der ruandische Staatschef, der seit 2 Jahrzehnten an der Macht ist, hat erklärt, dass er eine weitere Amtszeit von 20 Jahren in Betracht ziehen würde. Im Jahr 2015 änderte er die Verfassung, so dass er bis 2034 im Amt bleiben kann. Bei den letzten Präsidentschaftswahlen vor 5 Jahren hat er nach offiziellen Angaben 99 % der Stimmen erhalten, was viele außerhalb des Landes als Betrug abtaten. Kagama positioniert sich als Verfechter der Entwicklung, aber seine Kritiker sagen, dass er ein autoritäres Regime führt und dies fest im Griff hat. Charles Kambanda, Rechtsanwalt und Universitätsdozent meint, dass die Ruander bereits in einem Klima der Angst leben, und behauptet, dass mehr als ein Minister ihm gesagt hat, dass sie in der Regierung bleiben, weil sie befürchten, ermordet zu werden, wenn sie gehen.

Am 1. Juli feiert Ruanda seine 60-jährige Unabhängigkeit von Belgien. Im Gegensatz zu anderen afrikanischen Ländern, die diesen Tag mit Pomp und Festivitäten begehen, ist der Unabhängigkeitstag in Ruanda zwar ein gesetzlicher Feiertag, aber es finden keine nationalen Feierlichkeiten statt. Stattdessen wird nach Angaben der ruandischen Regierung in den 3 Tage später stattfindenden Befreiungstag – oder Kwibohora, wie er in der Region genannt wird – integriert. Der Befreiungstag erinnert an den Sieg der Ruandischen Patriotischen Front (RPF) unter der Führung von Präsident Paul Kagame über die ehemalige Diktatur von Juvenal Habyarimana und die ruandischen Streitkräfte im ruandischen Bürgerkrieg. Der Sieg der RPF endete 1994 in einem Völkermord an den Tutsi bei dem Hutu-Extremisten innerhalb von 100 Tagen schätzungsweise 800.000 Tutsi und gemäßigte Hutu töteten. Infolgedessen flohen mehr als 2 Millionen Ruander aus dem Land.

Premierminister Edouard Ngirente hat die Teefabrik Mulindi – Ruandas größte Teefabrik – an 5.000 Kleinbauern im Distrikt Gicumbi übergeben, was den Bauern helfen soll, mehr Gewinn aus dem Teeverkauf zu ziehen. Nach Angaben des National Agricultural Export Development Board ist dies die erste Fabrik, die vollständig im Besitz von Kleinbauern ist.

Ruanda öffnet die Landgrenzen vollständig, nachdem sie 2 Jahre lang als eine der Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie für den normalen Verkehr geschlossen waren. Über die Landgrenzen durften nur Lastwagen, die Waren transportierten, und Notreisende, darunter ruandische Staatsbürger, die aus Nachbarländern zurückkehrten, fahren. IN Petite Barriere im Distrikt Rubavu, der Ruanda mit der DR Kongo verbindet, überquerten vor der Pandemie täglich mehr als 50 000 Menschen die Grenze; einer der meistbenutzen Grenzübergänge weltweit. Die Menschen in den Gemeinden Goma und Gisenyi, bestreiten ihren Lebensunterhalt durch informellen Handel; durch die Grenzschließung hatte sich ihr Leben dramatisch verschlechtert.

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