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Bei einem Angriff lokaler Milizen auf den Amtssitz von Präsident Abdullahi Yusuf in Baidoa sind 10 Menschen umgekommen. Die Clan-Milizen reagierten gewaltsam auf den Versuch der Regierung, illegale Straßensperren zu beseitigen. Die islamischen Milizen, die Mogadischu fast vollständig kontrollieren, wollen Verhandlungen mit der Zentralregierung aufnehmen.
Nach wochenlangen Kämpfen haben islamische Milizionäre die somalische Hauptstadt eingenommen. Seit 15 Jahren wird damit zum ersten Mal die gesamte Stadt von einer einzigen Gruppe kontrolliert.
Islamisten haben den Markt von Hologa, einem Stützpunkt der als proamerikanisch eingeschätzten Warlords, erobert. Milizen der Warlords hatten das Dach eines Krankenhauses des Internationalen Roten Kreuzes im Norden von Mogadischu, in dem sich 120 Patienten befanden, besetzt, um von dort das Hauptquartier der Islamisten zu beschießen.
Bei mehrtägigen Gefechten zwischen einem Bündnis von Warlords und islamistischen Milizen starben über 100 Menschen. Hunderte wurden schwer verwundet. Tausende Menschen sind aus der Stadt geflohen. Ein vereinbarter Waffenstillstand hielt nur kurze Zeit.
Aus diplomatischen Quellen verlautet, dass die USA die Koalition von Milizen ARPCT in Mogadischu mit Geld und Satelliteninformation im Kampf gegen bewaffneten Gruppen der islamischen Gerichte unterstützen. Sie werden verdächtigt, al-Kaida Mitglieder zu schützen, die 1998 gegen die amerikanischen Botschaften in Kenia und Tansania Bombenanschläge verübten.  
Bei schweren Kämpfen zwischen Warlords und islamischen Milizen in Mogadischu gab es mindestens 60 Tote und viele Verletzte. Hunderte mussten aus ihren Häusern fliehen.  
Bei einem Feuergefecht haben zwei Schiffe der amerikanischen Kriegsmarine 12 verdächtigte somalische Piraten gefangen genommen. Ein Verdächtiger wurde getötet, fünf verwundet. Die Küste von Somalia gehört zu den gefährlichsten Gewässern der Welt. In den letzten 12 Monaten wurden dort 37 Schiffe angegriffen.
Ein Jahr nach den Parlamentswahlen sind 205 der 275 Abgeordneten in Baidoa zu ihrer ersten Sitzung zusammengekommen. Aus Sicherheitsgründen konnte die Regierung bisher nicht nach Mogadischu ziehen.  
Bei Schießereien zwischen einer neu entstandenen Gruppe, der 'Alliance for the Restoration of Peace and Counter-Terrorism' und Islamisten kamen in Mogadischu 10 Menschen ums Leben.  
Oxfam Mitarbeiter haben sieben Menschen in Südsomalia gefunden, die an Wassermangel gestorben sind. Tausende versuchen mit weniger als einem Liter pro Tag bei 40 Grad Hitze zu überleben. Die Brunnen und Bohrlöcher in der Region sind ausgetrocknet. Die nächste Regenzeit wird im April erwartet.
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