Die Polizei in den vergangenen Wochen mindestens 234 Oppositionelle verhaftet, rund die Hälfte wurde in der Zwischenzeit wieder freigelassen. Viele von ihnen gaben an, in Haft bedroht oder geschlagen worden zu sein. Wegen des kritischen Hirtenbriefs der Bischöfe werden auch vermehrt Priester und Ordensleute bedroht.
In einer in seiner Geschichte einmaligen Entscheidung hat die renommierte Universität von Edinburgh Robert Mugabe den 1984 verliehenen Ehrendoktortitel wieder aberkannt.
Das Demonstrationsverbot für die Hauptstadt Harare ist um weitere drei Monate verlängert worden. Damit versucht die Regierung von Robert Mugabe, Protestkundgebungen der Opposition zu verhindern.
Trotz heftiger Proteste europäischer Staaten ist Simbabwe durch die Stimmen der afrikanischen Mitglieder in den Vorsitz der UN-Kommission für nachhaltige Entwicklung (CSD) gewählt worden.
Nach Berichten aus kirchlichen Kreisen werden im Zuge der Veröffentlichung des Hirtenbriefs der nationalen Bischofskonferenz an Ostern Bischöfe und Priester von den staatlichen Sicherheitskräften ins Visier genommen. Mehrere Priester seien auf eine schwarze Liste gesetzt worden. In einem BBC Interview forderte Erzbischof Ncube den Rücktritt des Präsidenten.
Die Regierungszeitung 'The Herald' hat den kritischen Hirtenbrief der katholischen Bischöfe scharf angegriffen. Ein Leitartikel bezeichnete das Dokument als schamlosen Versuch einer Agitation einer kleinen Clique katholischer Kleriker gegen die frei gewählte, legitimierte und beliebte simbabwische Regierung.
Am 18. April vor 27 Jahren führte Robert Mugabe Simbabwe in die Unabhängigkeit. In staatlich organisierten Auftritten ließ er sich gestern umjubeln. Doch heute führt er als Diktator das Land in den Ruin. Die Bevölkerung leidet Hunger, ein Rechtssystem gibt es nicht mehr, die Arbeitslosigkeit stieg auf 80 Prozent, die Inflation erreichte schon 2.000 Prozent.