Ohne Wissen der Behörden hat eine in Dubai registrierte Rederei 36 iranische Öltanker unter tansanischer Flagge fahren lassen. Um EU-Sanktionen zu umgehen, hat der Iran seit langem Teilr seiner Tankerflotte in Malta und Zypern registriert.
Die politische Kampagnenorganisation Avaaz ruft zum Protest gegen die Übernahme eines Teils des Serengeti Nationalparks durch das arabische Tourismusunternehmen Ortelo Business Corporation (OBC) auf. Das Unternehmen bietet Millionairen und Prinzen aus dem Nahen Osten die Gelegenheit, ohne Lizenzen Großwild zu jagen. Durch den Landdeal könnten bis zu 48.000 Masai von ihrem Land vertrieben werden. Die Regierung will ebenfalls einen Teil des Selous Wildschutzgebiets für den Uranbergbau freigeben.
Nachdem 145 Passagiere der gekenterten Fähre gerettet werden konnten, steht die Zahl der Ertrunkenen bei 147. Die Fähre soll seetüchtig gewesen sein, hätte aber bei den ungünstigen Wetterbedingungen die Überfahrt nicht machen sollen.
Eine Fähre mit mindestens 250 Menschen an Bord, darunter 31 Kinder, ist in der Nähe der Insel Sansibar gesunken. Marine und Polizei sind im Rettungseinsatz. Das Schiff, die MV Skagit, von Dares Salaam kommend, soll wegen starken Winden in Schwierigkeiten geraten sein. Im September letzten Jahres starben 200 der 800 Passagiere, als ihr Schiff nahe Sansibar kenterte.
In der Dodoma Region kamen 42 Menschen ums Leben, als die über 120 Flüchtlinge aus Äthiopien auf dem Weg nach Südafrika durch Kenia und Tansania befördert wurden. Der Fahrer, als er die Leichen bemerkte, ließ die Überlebenden gehen und verschwand mit seinem Lastwagen. Die Polizei bemüht sich um Aufklärung. Erst letzte Woche ertranken 47 Migranten im Malawisee.
Ein holländischer Tourist und ein Lokaler Angestellter kamen um, als Bewaffnete eine Lodge nahe des berühmten Serengeti Wildreservats angriffen. Weitere Touristen wurden ausgeraubt. Dieser Zwischenfall könnte den tansanischen Tourismus, eine Haupteinkommensquelle, empfindlich beeinträchtigen.
Der 24-jährige Emrah Erdogan aus Wuppertal wird verdächtigt, eine Terrorausbildung in Pakistan absolviert und dann für al-Shabaab in Somalia gekämpft zu haben. Die Polizei folgte seine Spuren von Äthiopien über Somalia, Uganda und Kenia, wo er als Drahtzieher des Anschlags auf das Nairobi Einkaufszentrum Ende Mai gesehen wird. Verhaftet wurde er in Dares Salaam.
Was als politischer Protest anfing, nahm religiöse Dimensionen an, als islamische Separatisten zwei Kirchen niederbrannten. Sie fordern Unabhängigkeit des semi-autonomen Sansibar vom tansanischen Festland, eine Entscheidung, die sie vor der für 2014 geplanten neuen Verfassung erreichen wollen.
Ein lokaler Menschenrechtsbericht spricht von etwa 3000 Menschen, überwiegend ältere Frauen mit geröteten Augen, die zwischen 2005 und 2011 umkamen, weil sie als Hexen verdächtigt wurden. Die gefürchteten roten Augen kommen oft vor, wenn Rinderdung als Brennmaterial benutzt wird. Am stärksten betroffen von dem Hexenwahn sind die Provinzen Mwanza und Shinyanga. Viele Menschen, auch in aufgeklärten und christlichen Kreisen, glauben, dass hinter jedem Unglück - von Armut, Misserfolg, Krankheit bis zu Hungersnot und Erdbeben – Hexerei steht. Tiefer liegende Motive, wie Neid und Habgier, sind vielen nicht bewusst.
Aktivisten kritisieren einige Schulen nordwestlich von Dar es Salaam, weil sie von ihren HIV infizierten Schülern verlangen, rote Schleifen an ihren Uniformen zu tragen. Die Schulen machen die Eltern verantwortlich, doch die Aktivisten sehen darin eine schmerzliche Stigmatisierung, die dazu noch strafbar ist.