Kamerun – Der Anführer, Sisiku Ayuk Tabe, und neun seiner Anhänger wurden von einem Militärgericht in Jaunde wegen „Rebellion, Terrorismus und separatistischer Bestrebungen“ zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Sie haben sich für die Schaffung eines unabhängigen Staates „Ambazonia“ eingesetzt, der sich aus den englischsprachigen Regionen Kameruns zusammensetzt. Die anglophone Minderheit fühlt sich schon jahrzehntelang von der frankophonen Zentralregierung vernachlässigt. Zu Waffengewalt kam es vor zwei Jahren. Inzwischen wurde eine halbe Million Menschen aus ihren Dörfern vertrieben.
Sambia – Die Behörden haben kürzlich Drohnen eingesetzt, um Lastkraftwagen aufzuspüren, die den Zoll umgehen wollen. Am Wochenende hat die Zambia Revenue Authority (ZRA) sieben Laster im Norden des Landes beschlagnahmt. Die von DR Kongo, Malawi und Tansania kommenden Trucker laden oft im entlegenen Busch ihre Waren aus und transportieren sie in kleineren unauffälligen Autos weiter. Die ZRA hofft, durch den Einsatz der Drohnen Technologie mehr Steuereinnahmen zu erzielen.
Tansania – Um die zunehmenden Konflikte zwischen Mensch und Tier einzudämmen, wird Tansania 10% seiner Krokodilpopulation verkaufen. Neben Angriffen auf Menschen demolieren Krokodile auch Grundstücke und vernichten ganze Ernten, sagte der Tourismusminister. Auch soll es eine spezielle Genehmigung geben, dass Bürger die Tiere jagen und häuten dürfen, bevor sie auf den lokalen und internationalen Märkten verkauft werden.
Simbabwe – Bei Protesten gegen die verheerende Wirtschaftspolitik wurden heute Morgen in Harare über 100 Oppositionelle zusammengeschlagen, die sich trotz Polizeiverbot versammelt hatten. Nur kurz zuvor wurde bekannt, dass sechs Aktivisten entführt, gefoltert und zum Teil getötet wurden. Kirchenvertreter appellierten an Politiker, nach Lösungen zu suchen, bevor es zu Gewalt kommt. Die UNO schlägt Alarm, weil 2.3 Mio. vom Hungertod bedroht sind. Alles ist knapp und teuer: Strom, Wasser, Medizin, Brot und besonders Treibstoff. Benzin kostet heute 9 US$ per Liter. Die Menschen wissen, dass nicht so sehr Dürre und Zyklon an ihrem Elend schuld sind, sondern Misswirtschaft und uferlose Korruption.
Mauritius – Als Mauritius unabhängig wurde, behielt Großbritannien das Chagos Archipel im nördlichen Indischen Ozean, 2100 km entfernt; „unrechtmäßig“, wie der Internationale Gerichtshof und die UN-Vollversammlung behaupten. Die koloniale Verwaltung verstoße gegen das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Doch die Londoner Regierung hat keine Absicht, sich zurückzuziehen, denn auf dem Diego Garcia-Atoll ist ein großer Militärstützpunkt der USA, den Amerika noch bis 2036 von Großbritannien gepachtet hat, und der bei den Kampfeinsätzen gegen Afghanistan und Irak äußerst wichtig war. In dem aktuellen Konflikt mit dem Iran ist eine Übergabe nicht denkbar.
Tansania – Am Samstag kippte der Laster bei Morogoro, etwa 200 km westlich von der Hafenstadt Daressalam um, explodierte und ging in Flammen auf. Die Zahl der Toren steht heute bei 71; die meisten davon starben, weil sie zur Unfallstelle liefen, um das auslaufende Benzin anzuzapfen. Bei der gestrigen Massenbestattung appellierte Präsident Magufuli an die Bevölkerung, sich von verunglückten Tanklastern fernzuhalten.
Uganda – Während in den Straßen der Hauptstad Kampala, besonders zu Stoßzeiten, totales Chaos herrscht, ist der 51 km lange „Kampala – Entebbe Express-Highway“ meist „gähnend leer“. Man könne die Autos „an einer Hand“ abzählen. Gebaut wurde er von China für 450 Mio. Dollar. Kritiker fragen, wie es zu dem Bau der Straße kommen konnte. Sie bezweifeln den Nutzen, vermuten Schmiergeldzahlungen und befürchten eine drohende Schuldenfalle. China könnte, wenn die Kreditrückzahlungen ausbleiben, wichtige staatliche Besitztümer übernehmen, wie das schon mehrfach in Afrika passiert ist.
DR Kongo – Zwei neuentwickelte Medikamente sind im Kampf gegen Ebola vielversprechend, doch die WHO warnt vor „überzogenen Erwartungen“. Die Zahl der Toten sei bereits zurückgegangen. Wichtig sei jedoch, die Krankheit frühzeitig zu erkennen. Wenn der Infizierte binnen drei Tagen die Medikamente bekommt, ist die Erfolgsrate bei 90%. Unbehandelt liegt die Todesrate bei 75%. Während der jetzigen Epidemie im Kongo sind bisher 1800 Menschen gestorben.
Südafrika – Die jugendlichen Piloten, die mit dem selbst zusammen gebauten Flugzeug „Sling 4“ von Kapstadt nach Kairo geflogen waren, sind heile in Südafrika zurück, doch zerschmettert über den Absturz der Begleitmaschine über Tansania, der Des Werner, Vater der Gründerin des Projektes, und einem Co-Piloten das Leben kostete. Megan Werner hatte das U-Dream Global Projekt gegründet, um bei jungen Menschen Innovationen zu entdecken und zu fördern.
Kenia – Vier Freunde haben sich vorgenommen, mit dem Fahrrad zum Hajj 2019 nach Mekka zu fahren. In 45 Tagen schafften sie die 3500 km Strecke von Nairobi nach Mekka durch Äthiopien und den Sudan. In Port Sudan nahmen sie die Fähre über das Rote Meer nach Jeddah. Dazu suchten sie Sponsoren für 50.000 $, um begabten aber armen Jungen in Kenia eine Schulbildung zu ermöglichen.