Schlagwort: Simbabwe

Trotz lokaler Kontroversen wie der Inhaftierung von Oppositionsaktivisten und dem Druck, das Treffen von Harare, Simbabwe, zu verlegen, war der 44. ordentliche Gipfel der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika (SADC) einer der am besten besuchten – von Staats- und Regierungschefs – der letzten neun Jahre. Nur drei Staatsoberhäupter waren nicht anwesend, nämlich Hakainde Hichilema aus Sambia, Azali Assoumani von den Komoren und Prithvirajsing Roopun aus Mauritius. Eswatini wurde aus dem Troika-Organ für Politik, Verteidigung und Sicherheitskooperation ausgeschlossen. Lesotho wurde ermutigt, die Wahlreformen zu beschleunigen. Der Gipfel in Harare stand unter dem Motto: Förderung von Innovation zur Erschließung von Chancen für nachhaltiges Wirtschaftswachstum und Entwicklung hin zu einer industrialisierten SADC. Die Region beherbergt den größten Teil der weltweiten Gold-, Kupfer-, Kobalt-, Lithium-, Chrom-, Graphit- und Platinvorkommen und verfügt über bedeutende Viehbestände und landwirtschaftliche Ressourcen.

Die südkoreanische Regierung will vier afrikanische Länder unterstützen, die besonders unter den Folgen der Dürre zu leiden haben. Von den drei Millionen Dollar humanitärer Hilfe sollen Simbabwe und Sambia je $1.000.000 erhalten, Malawi und Namibia je $500.000. Die Hilfe erfolgt über das Welternährungsprogramm der UNO. Die von der schlimmsten Dürre betroffenen südafrikanischen Länder hatten bereits im Frühjahr den nationalen Notstand ausgerufen und sich mit einem Hilferuf an die internationale Gemeinschaft gewandt.

KUVIMBA Mining House (KMH) hat mit einem chinesischen Konsortium einen BOT-Vertrag (Build, Operate and Transfer) über den Bau einer Erzverarbeitungsanlage mit einer Kapazität von drei Millionen Tonnen pro Jahr in den Sandawana-Minen unterzeichnet. Zur gleichen Zeit hat das Land in dieser Woche zwei chinesische Staatsangehörige ausgewiesen, die beschuldigt werden, in der Makanga-Mine in Bindura zwei Minenarbeiter an einem Frontlader gehängt zu haben – ein Fall, der eine Debatte über angebliche Missbräuche durch Investoren aus dem asiatischen Land ausgelöst hat. Letztes Jahr forderten die simbabwischen Gewerkschaften die Regierung in einem Schreiben auf, gegen chinesische Arbeitgeber zu ermitteln, die für Verstöße wie Folter, Schläge, geschlechtsspezifische Gewalt, niedrige Löhne und eine Vielzahl anderer Arbeitsverstöße berüchtigt seien. Simbabwe plant jedoch auch seine erste chinesische Investitionsausstellung zu veranstalten, um chinesische Investitionen in verschiedenen Sektoren und ihren Beitrag zur Wirtschaft des südafrikanischen Landes zu präsentieren und chinesische Investitionen in Simbabwe im Laufe der Jahre zu verstärken.

Mosambik, Simbabwe und Botsuana arbeiten gemeinsam an einem großen Infrastrukturprojekt, das den Ausbau des Eisenbahnnetzes Beira-Simbabwe-Botsuana und den Bau eines neuen Tiefseehafens Matutuine im Süden Mosambiks umfasst. Der den Handel und die wirtschaftliche Entwicklung in der Region ankurbeln soll, insbesondere in den Bereichen Bergbau und Transport. Das Projekt würde die Erschließung großer Kohlevorkommen im Binnenland Botswana und deren Transport durch Simbabwe zu Häfen in Mosambik ermöglichen. Die Eisenbahnlinie wird bis ins Zentrum Botswanas reichen und an die bestehende Infrastruktur in Simbabwe anschließen. Mosambik hat die Modernisierung der Strecke Beira-Machipanda bereits abgeschlossen und in Simbabwe haben die Arbeiten für eine 10 km lange Verlängerung nach Mutare begonnen.

Die United Methodist Church hat etwa 5,4 Millionen Mitglieder in den Vereinigten Staaten und 4,6 Millionen in Afrika, Europa und auf den Philippinen. Der ivorische Zweig der United Methodist Church, der mehr als 1,2 Millionen Mitglieder hat, ist aus der Union ausgetreten, nachdem ein seit langem bestehendes Verbot für LGBTQ +-Geistliche aufgehoben wurde. Im Mai stimmten die Delegierten auf der ersten Legislativversammlung der Kirche seit fünf Jahren mit überwältigender Mehrheit für die Aufhebung einer Vorschrift, die es „bekennenden praktizierenden Homosexuellen“ untersagt, ordiniert oder als Geistliche ernannt zu werden. In Simbabwe versammelten sich letzte Woche Hunderte von Mitgliedern der United Methodist Church in Harare, um gegen die Entscheidung zu protestieren, LGBTQ+ Mitglieder aufzunehmen. Sie sangen Hymnen und hielten Schilder hoch, auf denen sie erklärten, dass Homosexualität eine Sünde und ein Gräuel ist. „Afrika ist nicht zu verkaufen. Nein zur Homosexualität“, stand auf einem Schild. LGBTQ+- „Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Transgender und Queer“, das + bedeutet, Sexualität und Geschlecht werden als unabgeschlossenes Spektrum gesehen.

Eine neue Generation von Heilern (Sangomas) teilt heilige afrikanische spirituelle Praktiken in den sozialen Medien, doch Kritiker sagen, dass beides nicht zusammenpasst. Nach traditionellem Glauben spielen die Sangomas eine entscheidende Rolle, indem sie als Vermittler zwischen der spirituellen und der physischen Welt fungieren. In Simbabwe gibt es etwa 65.000 Sangomas. Die traditionellen Heiler sind oft die erste Anlaufstelle für viele, die Hilfe bei körperlichen und geistigen Beschwerden suchen. Mehrere Sangomas führen nun auf TikTok und Facebook Beratungen, Heilsitzungen und Reinigungszeremonien mit Live-Publikum aus aller Welt durch. Auf TikTok erhalten sie Geschenke, die sie gegen Bargeld eintauschen können. Darüber hinaus führen sie auch virtuelle Einzelsitzungen über Zoom oder WhatsApp durch und erhalten Zahlungen über Paypal, Western Union und MoneyGram. Gleichzeitig führen sie persönliche Beratungen in den Gebieten durch, in denen sie leben.

Präsident Emmerson Mnangagwa sprach auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg und lobte Putin „meinen lieben Bruder“ für die Verteidigung der Unabhängigkeit und territorialen Integrität Russlands. „Es ist bedauerlich und inakzeptabel, dass der kollektive Westen weiterhin hegemoniale Tendenzen verfolgt, die in eklatanter Weise die souveräne Gleichheit der Nationen, Gerechtigkeit und Fairness verletzen“, sagte Mnangagwa. Er forderte ein Ende der Sanktionen gegen sein eigenes Land. Gäste auf dem Wirtschaftsforum kommen nicht mehr aus Berlin, Brüssel und Paris – sondern vor allem aus dem Globalen Süden. Putin plant eine neue Weltordnung ohne westliche Vormachtstellung, das im Motto des Forums „Grundlagen der multipolaren Welt“, seinen Ausdruck findet.

Simbabwe ist nun das neunte afrikanische Land nach Ruanda, Benin, Nigeria, Kenia, Ruanda, Sambia, Mosambik und Malawi das Elon Musks Starlink eine Lizenz für die Bereitstellung von Satelliteninternetdiensten erteilt hat. Starlink wird jedoch nur über das Unternehmen von Wicknell Chivayo, ein regelmäßiger Gast von Präsident Mnangagwade, zugänglich sein, das die Lizenzrechte von der Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation in Simbabwe (POTRAZ) erhalten hat. Letzten Monat hat Starlink E-Mails an seine Abonnenten in Ländern verschickt, in denen es nicht registriert ist, und sie darüber informiert, dass es seine Dienste einstellen wird.

Ankole ist wohl die Rinderrasse mit den meisten politischen Verbindungen; sie wurde von Ugandas Präsident Yoweri Museveni populär gemacht und in Südafrika durch die Phala Phala Farm von Präsident Cyril Ramaphosa in der Nähe von Bela-Bela in Limpopo bekannt. Jetzt gewinnt die Rasse auch in Simbabwe an Bedeutung, und zwar auf höchster politischer Ebene. Simbabwes Präsident Emmerson Mnangagwa hat am Wochenende den umstrittenen Geschäftsmann Wicknell Chivayo auf seiner 405 Hektar großen Precabe Farm in Kwekwe empfangen. Danach schrieb Chivayo auf seiner Facebook-Seite: „Ich war besonders beeindruckt von der großen Herde der schönen Rasse Ankole“. Das Präsidialamt antwortete nicht auf Anfragen, wie viele Ankoles das Staatsoberhaupt besitzt.

Einen Monat nach der Einführung der goldgedeckten ZiG-Währung in Simbabwe hat die Regierung gestapoähnliche Überwachungsmechanismen eingerichtet, um diejenigen zu erwischen, die das neue Geld ablehnen. In einer Ansprache an die Befreiungsveteranen des Landes am Samstag in Bulawayo forderte Finanzminister Professor Mthuli Ncube sie auf, denjenigen den Krieg zu erklären, die angeblich gegen die Währung sind. „Ihr habt für die Unabhängigkeit dieses Landes gekämpft, jetzt solltet ihr für diese neue Währung kämpfen“, sagte er. In den letzten Jahren haben Kriegsveteranen eine militante Rolle bei der Stützung des Regimes und der Durchsetzung seiner Politik gespielt. Die Polizei der Republik Simbabwe, die Financial Intelligence Unit der Reserve Bank of Zimbabwe und die Antikorruptionskommission von Simbabwe führen jeweils eigene Operationen durch, um die Annahme von ZiG durchzusetzen.

Länder