Schlagwort: Simbabwe

Eine Gruppe von Veteranen des Befreiungskrieges der 1970er Jahre hat mit scharfen Waffen den sofortigen Rücktritt von Präsident Emmerson Mnangagwa gefordert, weil er die grundlegenden Tugenden des Kampfes für die Unabhängigkeit Simbabwes missachtet hat. „Seine 2030-Agenda ist illegal und verräterisch“, sagen sie. Die Kriegsveteranen werfen Mnangagwa, der seit 10 Jahren an der Macht ist, Korruption, Vetternwirtschaft und Nepotismus vor, die ein noch nie dagewesenes Ausmaß erreicht haben. Runesu Geza, ehemalige Guerillakämpfer, sagt: „Es ist uns klar, dass Mnangagwa nicht in der Lage ist, dieses Land zu führen, und dass es jetzt an der Zeit ist, dass er geht. Wir fordern ihn auf, friedlich zu gehen. Wenn er sich weigert, diesen Rat zu befolgen, haben wir keine andere Wahl, als das Volk von Simbabwe aufzufordern, mit einem abtrünnigen Präsidenten im Einklang mit der Verfassung umzugehen“.

In diesem Jahr haben viele Menschen, aufgrund der schwachen Wirtschaft, Schwierigkeiten ihrer Pflicht zur Ehrung der Verstorbenen, den Grabstein zu enthüllen, nachzukommen.  Die Simbabwer nutzen traditionell lange Feiertage wie die Weihnachtszeit, um fröhliche Beerdigungsriten abzuhalten, bei denen gesungen, getanzt, christliche Gebete gesprochen oder die Geister der Vorfahren angerufen werden, damit sie die Lebenden schützen und leiten. Viele glauben, dass solche Zeremonien Segen bringen können, aber wenn sie zu lange vernachlässigt werden, kann dies zu einem Fluch führen. Bis zur Zeremonie werden die Gräber mit einfachen Metallschildern oder gar nicht gekennzeichnet; danach werde Grabsteine oder ähnliches errichtet.

Der Schadstoffgrad im Chivero-Lake, der wichtigsten Wasserquelle von Harare, hat ein alarmierendes Ausmaß erreicht und beeinträchtigt sowohl die Wasser- als auch die Tierwelt. Der Anstieg der Cyanobakterien aufgrund der Verschmutzung – vor allem durch Rohabwasser – stellt ein erhebliches Gesundheitsrisiko für Mensch und Tier dar. Die giftigen Algenblüten haben bereits zum Tod von mehreren Tieren geführt, darunter vier Nashörner, drei Zebras, vier Gnus und vier Fischadler. Darüber hinaus wurden mehr als 1 000 tote Fische an Land gespült, was den örtlichen Fischern und Verbrauchern Sorgen bereitet.

Auf der französischen Insel Mayotte im Indischen Ozean sind mehrere hundert Menschen ums Leben gekommen sind, nachdem Zyklon Chido mit Windgeschwindigkeiten von 225 km/h und bis zu acht Meter hohen Wellen die Insel heimgesucht hat. Zyklon Chido setzt seinen Weg in westlicher Richtung fort und erreicht Pemba in Mosambik. Danach zieht der Sturm weiter landeinwärts durch Mosambik und Malawi. Im Laufe des Montags wird es das südliche Malawi und anschließend die mosambikanische Provinz Tete überqueren, bevor es in der Nacht zum Dienstag auf Simbabwe zusteuert. Obwohl er sich leicht abgeschwächt hatte, handelte es sich immer noch um einen schweren Wirbelsturm. Es wird erwartet, dass es zu intensiven Regenfällen mit Überschwemmungen und Erdrutschen kommen wird.  

Das Parlament hat am 11. Dezember ein Gesetz zur Abschaffung der Todesstrafe verabschiedet; es muss nun noch von Präsident Emmerson Mnangagwa ratifiziert werden.  Die letzte Exekution gab es 2005 unter dem Präsidenten Robert Mugabe. Es gab zwar immer wieder Todesurteile, aber im April 2024 sprach Staatschef Mnangagwa eine Amnestie aus und wandelte alle Todesurteile in lebenslange Haftstrafen um.

Simbabwes Kranke wenden sich wegen des heruntergekommenden Gesundheitssystems an Herbalisten. Den Krankenhäusern fehlt es an Medikamenten, Ausrüstung und sogar an Personal, da Ärzte und Krankenschwestern wegen besserer Gehälter und Bedingungen im Ausland abwandern. Das größte öffentliche Krankenhaus des Landes, Parirenyatwa, verfügt seit 15 Jahren nicht mehr über ein funktionierendes Mammographie Gerät. Einige Krankenhäuser bitten um Spenden von Medikamenten und lebenswichtigen Dingen wie Handschuhen und Spritzen. Bei den Simbabwern, die sich von einem kaputten öffentlichen Gesundheitssystem im Stich gelassen fühlen, sind Herbalisten immer gefragter.

Innenminister Leon Schreiber hat die Gültigkeit der simbabwischen Ausnahmegenehmigungen (ZEP) bis zum 28. November 2025 verlängert. Simbabwische Staatsangehörige, die keine Ausnahmegenehmigung für den Übergang von einer ZEP zu einem allgemeinen Arbeitsvisum in Südafrika beantragt hatten, sollten bis zum 29. November 2024 eine neue Ausnahmegenehmigung beantragen, die bis zum 29. November 2025 gültig ist. Schreiber versicherte, dass Inhabern einer solchen Genehmigung keine Abschiebung oder rechtliche Schritte im Zusammenhang mit ihrem ZEP-Status drohten und sie in Südafrika ein- und ausreisen könnten, wenn sie andere Einreisebedingungen erfüllten. Letztes Jahr, im Juni, stellte das Gericht fest, dass die Beendigung der ZEP rechtswidrig war.

Simbabwe plant 331 Millionen Dollar an ehemalige weiße Farmer zu zahlen, deren Land im Jahr 2000 beschlagnahmt wurde. Dies ist ein Schritt, um die Gläubiger dazu zu bringen, einer Umstrukturierung des Schuldenbergs des Landes zuzustimmen, der das Land seit mehr als zwei Jahrzehnten von den internationalen Kapitalmärkten ausgesperrt. Die Regierung hat mindestens 439 ehemalige Landbesitzer als „Begünstigte für einen finanziellen Ausgleich in Höhe von 331 Millionen Dollar“ identifiziert, sagte der Präsident der Afrikanischen Entwicklungsbank, Akinwumi Adesina.

Die Regierung hat angekündigt, dass Administratoren von WhatsApp-Gruppen, die innerhalb der Landesgrenzen tätig sind, sich nun bei der Post- und Telekommunikationsregulierungsbehörde von Simbabwe (POTRAZ) registrieren lassen und eine Lizenz erhalten müssen. Sie müssen eine Mindestlizenzgebühr von 50 US-Dollar entrichten, wobei die Kosten je nach Art der Gruppe auf bis zu 2.500 US-Dollar ansteigen können. Die Behörden begründen diesen Schritt mit der Erhöhung der Datensicherheit und des Datenschutzes. Kritiker argumentieren, dass die Maßnahme als Mittel zur Unterdrückung politischer Meinungsverschiedenheiten eingesetzt werden könnte, insbesondere in einer Zeit, in der die Überwachung durch die Regierung und das harte Durchgreifen gegen oppositionelle Stimmen befürchtet wird. Die politische Opposition in Simbabwe und zivilgesellschaftliche Organisationen befürchten, dass die neue Verordnung Teil eines umfassenderen Bestrebens ist, den digitalen Raum einzuschränken und das Recht auf freie Meinungsäußerung zu beschneiden.

Die Legalisierung von Simbabwern ohne Papiere soll erfolgen, indem sie eine befristete Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung erhalten. Präsident Duma Boko sagt: „Sie erledigen Arbeiten, die sonst nicht erledigt werden würden“ und „auch eine Gelegenheit für die Landsleute, grundlegende Fertigkeiten wie Schweißen und Klempnern von Simbabwern zu lernen“.  Weiter sagt er: „Wir stehen vor einer Krise der Arbeitslosigkeit – bei einer Bevölkerung von 2,4 Millionen Menschen, von denen fast 30 % arbeitslos sind, ist das eine Krise. Es ist eine tickende Zeitbombe“. Es ist unklar, wie viele Simbabwer sich genau in Botswana aufhalten, aber seit Simbabwes Wirtschaft aufgrund der Hyperinflation vor zwei Jahrzehnten zusammengebrochen ist, sind Tausende hin und her gereist. Einige haben auch politische Zuflucht gesucht. Die Entscheidung wird in dem diamantenreichen Land wahrscheinlich nicht auf Gegenliebe stoßen.

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