Schlagwort: Simbabwe

Benjamin Dusa, Schwedens Minister für Hilfe und Außenhandel, sagt: „Wir befinden uns an einem entscheidenden Punkt in der Geschichte Europas. Die Ukraine steht sowohl am Verhandlungstisch als auch an der Front unter Druck. Um die Unterstützung für die Ukraine zu verstärken, müssen wir schwierige Prioritäten setzen. Deshalb stellt Schweden schrittweise die Entwicklungshilfe für Simbabwe, Tansania, Mosambik, Liberia und Bolivien ein“. Die Botschaften in Bolivien, Liberia und Simbabwe werden geschlossen. Die diplomatischen Beziehungen zu diesen Ländern bleiben jedoch wichtig und werden beispielsweise durch die Akkreditierung eines anderen Landes in der Region aufrechterhalten. Seit dem Amtsantritt der rechtskonservativen Regierung im Jahr 2022 wurde die Hilfe für mehr als zehn Länder gekürzt, darunter Burkina Faso und Mali. Das skandinavische Land ist einer der größten Geber von Entwicklungs- und humanitärer Hilfe mit einem Budget von 56 Milliarden Kronen pro Jahr in den vergangenen drei Jahren. 

Die Frau­en­recht­le­rin Karen Fari­sai Muk­wasi aus Sim­babwe erhielt den Men­schen­rechts­preis der Stadt Wei­mar, dotiert mit 5000 €. Mit digi­ta­len Kam­pa­gnen setzt sie sich für die Sicher­heit von Frauen und sozialer Gerech­tig­keit ein. Die Lau­da­tio hielt Johan­nes von Dohna­nyi von der Ham­bur­ger Stif­tung für poli­tisch Ver­folgte. „Ich widme die­sen Preis allen Frauen welt­weit, deren Stim­men durch Gewalt, Repres­sion oder patri­ar­chale Struk­tu­ren zum Schwei­gen gebracht wer­den“, sagte Muk­wasi.

Innenminister Leon Schreiber hat eine 18-monatige Verlängerung der simbabwischen Ausnahmegenehmigungen (ZEPs) bis zum 28. Mai 2027 angekündigt. Die ZEP wurde erstmals 2017 eingeführt und sollte den Status von simbabwischen Staatsangehörigen regularisieren. Im Dezember 2021 kündigte das Innenministerium an, dass das ZEP eingestellt wird und die Inhaber bis zum 31. Dezember 2022 in eine andere Visumkategorie wechseln können. Der Oberste Gerichtshof von Johannesburg entschied im Jahr 2023, dass die Beendigung des ZEP rechtswidrig war, und wies die Regierung an, die Entscheidung auf faire und rechtliche Weise zu überprüfen.

Während sich der Nachfolgekampf innerhalb der Zanu-PF verschärft, hat Präsident Emmerson Mnangagwa versucht, einen möglichen Putsch abzuwehren, indem er mehr als 700 hochrangige Armeeoffiziere mit geländegängigen Fahrzeugen ausstattete. Verfolgt vom Gespenst des Novembers 2017 scheint Mnangagwa kein Risiko einzugehen und das Militär zu besänftigen, die traditionellen Königsmacher in der simbabwischen Politik. In der Zwischenzeit hat die ZANU-PF der Provinz Bulawayo einstimmig die Führung von Präsident Mnangagwa über 2028 hinaus unterstützt. Beobachter warnen, dass Simbabwe zunehmend einer mafiösen Wirtschaft ähnelt.  

Ein neuer umfassender Gesetzentwurf, der im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten eingebracht wurde, sieht die Aufhebung der seit fast 25 Jahren gegen Simbabwe verhängten Sanktionen vor und könnte eine grundlegende Wende in der Politik Washingtons gegenüber Harare bedeuten.

Nach einer Rekordernte in diesem Jahr hat Simbabwe ein Einfuhrverbot für Mais eingeführt, um die lokalen Landwirte zu unterstützen. Simbabwe, verbraucht jährlich etwa 1,8 Millionen Tonnen Mais. Im Jahr 2020 gab das Land 300 Millionen US-Dollar an knappen Devisen für Maisimporte aus, da aufgrund wiederholter Dürren mehr als die Hälfte der Bevölkerung auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen war.

Die Regierung hat ihre Bemühungen zur Ausweitung der Krokodilzucht und des Exports intensiviert, wobei der Schwerpunkt auf dem Bezirk Binga liegt. Die Binga Crocodile Farm verfügt über mehr als 600 Zuchtkrokodile. Das Land ist derzeit der zweitgrößte Exporteur von Nilkrokodilprodukten weltweit und hält einen Anteil von 45 % am globalen Markt für Niloticus-Häute. Die Krokodilprodukte des Landes erreicht bereits hochwertige Märkte in Europa, Asien und anderen Regionen weltweit. Die weltweite Nachfrage nach hochwertigen Krokodilhaut und -fleisch steigt.

Ein landesweites Verkaufsverbot von Secondhand-Kleidung und nächtlichem Straßenhandel wurde in Kraft gesetzt. Im Oktober letzten Jahres hat die Regierung über das Ministerium für Industrie und Handel die Einfuhr von Secondhand-Kleidung verboten. Das Verbot wurde damit begründet, dass die zunehmende Verbreitung von Secondhand-Kleidung die Baumwollindustrie zerstört, habe und die Kleiderballen für den Drogenschmuggel genutzt werden.

Das Anwesen im Vorort Alexandra Park in Harare – einst bekannt als 31 John Plagis Place, benannt nach einem Fliegerass des Zweiten Weltkriegs – wurde nun als Wahrzeichen zu Ehren von L. Ron Hubbard eröffnet. L. Ron Hubbard, Gründer der Scientology. Er kam Mitte der 1960er Jahre nach Rhodesien dort legte er eine Verfassung, eine Bill of Rights und ein Strafgesetzbuch vor. Darin forderte er, was es in Rhodesien nicht gab, nämlich allgemeines Wahlrecht, unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit, Hautfarbe oder Glaubensbekenntnis, allgemeine Menschenrechte – und eine Garantie, dass diese Rechte nicht ungestraft verletzt würden. Mr. Hubbard gab auch dort sein einziges gefilmtes Interview –berühmt als Eine Einführung in die Scientology- ab. 31 John Plagis Place ist das erste Scientology-Wahrzeichen in Simbabwe – und das zweite auf dem afrikanischen Kontinent. Insgesamt gibt es 9 solcher Wahrzeichen auf drei Kontinenten. Die Wahrzeichen liegen auch in Ländern, die Scientology offiziell als Religionsgemeinschaft anerkennen – darunter Südafrika, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten.

Am Welt-Heidelbeertags (8. Juli) und im World Blueberry Month teilte ZimTrade mit, dass der Heidelbeermarkt in Zimbabwe wächst. 2008 begann der kommerzielle Anbau und 2017 folgten die ersten Lieferungen für den Weltmarkt. Die Einnahmen stiegen von 11 Millionen US-Dollar im Jahr 2020 um 351% auf 50 Millionen US-Dollar im Jahr 2024. Das Horticultural Development Council (HDC) rechnet für das laufende Jahr mit einem Exportanstieg von 8.000 auf 10.000 Tonnen (25%). Der HDC betont, dass die Exporte von 8.000 Tonnen im Jahr 2024 auf 30.000 Tonnen bis 2030 ausgeweitet werden sollen, sofern politische Fragen geklärt, eine langfristige Finanzierung gesichert und operative Hürden überwunden werden können.

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