Schlagwort: Simbabwe

Nach einer Rekordernte in diesem Jahr hat Simbabwe ein Einfuhrverbot für Mais eingeführt, um die lokalen Landwirte zu unterstützen. Simbabwe, verbraucht jährlich etwa 1,8 Millionen Tonnen Mais. Im Jahr 2020 gab das Land 300 Millionen US-Dollar an knappen Devisen für Maisimporte aus, da aufgrund wiederholter Dürren mehr als die Hälfte der Bevölkerung auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen war.

Die Regierung hat ihre Bemühungen zur Ausweitung der Krokodilzucht und des Exports intensiviert, wobei der Schwerpunkt auf dem Bezirk Binga liegt. Die Binga Crocodile Farm verfügt über mehr als 600 Zuchtkrokodile. Das Land ist derzeit der zweitgrößte Exporteur von Nilkrokodilprodukten weltweit und hält einen Anteil von 45 % am globalen Markt für Niloticus-Häute. Die Krokodilprodukte des Landes erreicht bereits hochwertige Märkte in Europa, Asien und anderen Regionen weltweit. Die weltweite Nachfrage nach hochwertigen Krokodilhaut und -fleisch steigt.

Ein landesweites Verkaufsverbot von Secondhand-Kleidung und nächtlichem Straßenhandel wurde in Kraft gesetzt. Im Oktober letzten Jahres hat die Regierung über das Ministerium für Industrie und Handel die Einfuhr von Secondhand-Kleidung verboten. Das Verbot wurde damit begründet, dass die zunehmende Verbreitung von Secondhand-Kleidung die Baumwollindustrie zerstört, habe und die Kleiderballen für den Drogenschmuggel genutzt werden.

Das Anwesen im Vorort Alexandra Park in Harare – einst bekannt als 31 John Plagis Place, benannt nach einem Fliegerass des Zweiten Weltkriegs – wurde nun als Wahrzeichen zu Ehren von L. Ron Hubbard eröffnet. L. Ron Hubbard, Gründer der Scientology. Er kam Mitte der 1960er Jahre nach Rhodesien dort legte er eine Verfassung, eine Bill of Rights und ein Strafgesetzbuch vor. Darin forderte er, was es in Rhodesien nicht gab, nämlich allgemeines Wahlrecht, unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit, Hautfarbe oder Glaubensbekenntnis, allgemeine Menschenrechte – und eine Garantie, dass diese Rechte nicht ungestraft verletzt würden. Mr. Hubbard gab auch dort sein einziges gefilmtes Interview –berühmt als Eine Einführung in die Scientology- ab. 31 John Plagis Place ist das erste Scientology-Wahrzeichen in Simbabwe – und das zweite auf dem afrikanischen Kontinent. Insgesamt gibt es 9 solcher Wahrzeichen auf drei Kontinenten. Die Wahrzeichen liegen auch in Ländern, die Scientology offiziell als Religionsgemeinschaft anerkennen – darunter Südafrika, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten.

Am Welt-Heidelbeertags (8. Juli) und im World Blueberry Month teilte ZimTrade mit, dass der Heidelbeermarkt in Zimbabwe wächst. 2008 begann der kommerzielle Anbau und 2017 folgten die ersten Lieferungen für den Weltmarkt. Die Einnahmen stiegen von 11 Millionen US-Dollar im Jahr 2020 um 351% auf 50 Millionen US-Dollar im Jahr 2024. Das Horticultural Development Council (HDC) rechnet für das laufende Jahr mit einem Exportanstieg von 8.000 auf 10.000 Tonnen (25%). Der HDC betont, dass die Exporte von 8.000 Tonnen im Jahr 2024 auf 30.000 Tonnen bis 2030 ausgeweitet werden sollen, sofern politische Fragen geklärt, eine langfristige Finanzierung gesichert und operative Hürden überwunden werden können.

Simbabwe, ein wichtiger Lithiumproduzent in Afrika, kündigte an, die Ausfuhr von Lithiumkonzentrat ab Januar 2027 zu verbieten, um die lokale Raffination zu fördern und mehr Einnahmen aus dem wertvollen Mineral zu erzielen.  Winston Chitando (Minister für Bergbau) erklärte, dass durch von China investierten Unternehmen Bikita Minerals und Prospect Lithium Kapazitäten zur Herstellung von Lithium in Batteriequalität aufbaut werden. Es werden Lithiumsulfatanlagen errichtet. Im Jahr 2022 hat das Land die Ausfuhr von rohem Lithiumerz verboten und mit der Ausfuhr von Lithiumkonzentraten begonnen.

Simbabwe hat angekündigt, zunächst 50 Elefanten zu töten, um die Populationsgröße zu kontrollieren. Das Elefantenfleisch soll an die lokalen Gemeinden verteilt werden, während das Elfenbein Staatseigentum ist. Laut einer der Luftbildvermessung von 2024 gibt es in der Save Valley Conservancy 2.550 Elefanten gegenüber einer ökologischen Tragfähigkeit von 800 Elefanten. Das Reservat hat in den letzten fünf Jahren 200 Elefanten in andere Gebiete des südlichen Afrikas umgesiedelt.

Die Botschafterin der Vereinigten Staaten in Simbabwe, Pamela Tremont, bezeichnete die Korruption als ein Krebsgeschwür, das die Menschen in Simbabwe ihrer wertvollen Ressourcen beraubt, und warnte davor, dass sich dies nachteilig auf den Handel und die Investitionen im Land auswirkt. Die Generalstaatsanwaltschaft räumte ein, dass dem Land durch illegale Geschäfte und undichte Stellen jährlich etwa 2 Milliarden US-Dollar verloren gehen. Der jüngste Korruptionswahrnehmungsindex (Corruption Perceptions Index – CPI) listet Simbabwe auf Platz 158 von 180 Ländern. Im Jahr 2023 lag Simbabwe auf Platz 149, was bedeutet, dass das Ausmaß der Korruption zugenommen hat.

Die Universität von Simbabwe (UZ) hat angekündigt, streikende Dozenten durch Teilzeitkräfte zu ersetzen, die nur 5,50 US-Dollar pro Stunde verdienen, wovon 40 % – umgerechnet 2,20 US-Dollar – in Landeswährung gezahlt werden und der Einkommenssteuer unterliegen. Der Austauschprozess hat bereits begonnen. Die UZ-Dozenten hatten etwa einen Monat lang gestreikt, um bessere Gehälter und Arbeitsbedingungen zu fordern. Die streikenden Dozenten hatten mit ansehen müssen, wie ihre Gehälter von einem Höchststand von 3.000 US-Dollar auf 250 US-Dollar gesunken waren. Es ist zu erwarten, dass die Spannungen angesichts dieser jüngsten Entwicklung eskalieren werden, da die Gewerkschaften und die Betroffenen im Bildungsbereich sich gegen das wehren, was viele als einen gezielten Angriff auf die akademischen Arbeitskräfte ansehen.

Präsident Emmerson Mnangagwa hat ein umstrittenes Gesetz unterzeichnet, das vorsieht, dass alle Autofahrer eine Radiolizenz erwerben müssen, bevor sie eine Fahrzeugversicherung abschließen können. Jährlich sollen sie 92 US$ zahlen, um in ihren Fahrzeugen Radio hören zu dürfen. Die defizitäre Zimbabwe Broadcasting Corporation (ZBC) bezieht ihre Einnahmen aus der Rundfunkgebühr und aus staatlichen Zuschüssen und sucht Einnahmequellen. Es gibt etwa 1,2 Millionen zugelassene Autos im Land, aber nur 800.000 von ihnen zahlen eine Versicherung, wie lokale Medien berichten.

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