Schlagwort: Simbabwe

 Erzbischof Serafim von Simbabwe weihte in Harare Angelic Molen zur Diakonin; davor gab es nur Subdiakoninnen im Kongo. Molen engagiert sich in St. Nektarios in Harare; sie studiert Geographie und Umweltwissenschaften. Als Diakonin wird sie für ökologische Initiativen in den Pfarreien Simbabwes zuständig sein. Das orthodoxe Patriarchat von Alexandria und ganz Afrika hatte bereits 2016 beschlossen, Frauen zum Diakonat zuzulassen, wie es in der frühen Kirche üblich war. Das Diakonat ist nach orthodoxem Verständnis sakramental. Der Evangelist Markus wird als Gründer des Patriarchats von Alexandrien angesehen. Es stellt mit etwa 250.000 Gläubigen in Ägypten und anderen Staaten Afrikas eine Minderheit dar und wird von Patriarch Theodoros II. geleitet.

Rund 100.000 Lemba, schwarze Juden, leben in Südafrika und Simbabwe. Das Volk der Lemba, eine schwarze jüdische Gemeinschaft, stellt die traditionelle zionistische Sichtweise der jüdischen Identität in Frage. Obwohl die Genetik ihre jüdische Abstammung bestätigt hat, sehen sie Israel nicht als das alleinige Herkunftsland der Juden an. Stattdessen glauben sie, dass die Juden ursprünglich aus Afrika stammen und an mehreren Orten heimisch sein können. Dies steht im Widerspruch zu der zionistischen Auffassung, dass Israel die angestammte Heimat aller Juden ist.

„Wie du mir, so ich dir“. Simbabwe wird Kenias Bewerbung, um die Wahl des altgedienten Oppositionsführers Raila Odinga zum Vorsitzenden der Kommission der Afrikanischen Union im nächsten Jahr unterstützen. Im Gegenzug wird Kenia den Wiedereintritt des Landes in das Commonwealth befürworten. Außerdem wird Kenia Simbabwe helfen, sich gegen „illegale“ Sanktionen zu wehren. William Ruto eröffnete am Samstag die Internationale Handelsmesse in Simbabwe.

Die Regierung der Demokratischen Republik Kongo will die Züchtung und den Besitz von Boerboels und Pitbulls regeln. Der Boerboel wurde speziell zum Schutz südafrikanischer Farmen gezüchtet, indem Mastiffs und Bulldoggen gekreuzt wurden. Mosambik hat diesen Monat die Einfuhr von 23 Hunderassen, darunter Pitbulls, Boerboels und Rottweiler, verboten.  Im vergangenen Jahr wurden in Mosambik in der ersten Jahreshälfte 9 000 Fälle gemeldet, in denen Menschen von Hunden gebissen wurden, was einen Anstieg von 21 % gegenüber 2022 bedeutet. In Simbabwe werden die Besitzer von Hunden, die Menschen angreifen, wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Großbritannien hat auch Pitbull-Terrier, Japanische Tosa, Dogo Argentino und Fila Braziliero verboten.

Ein italienisches Forschungsteam meint, dass es für afrikanische Staaten zur Stromgewinnung günstiger ist, schon existierende Seen mit Photovoltaik zu bedecken statt neue Stauseen anzulegen. Die schwimmenden Anlagen könnten bis zu 100% des Stroms generieren, den die geplanten Wasserkraftwerke liefern sollen. Am Beispiel des Sambesi, der schon mehrere Stauseen hat und noch weitere plant, wäre das Geld besser in schwimmende Solaranlagen angelegt, die die jährlichen Schwankungen in der Energieerzeugung und die Gefahr von Dürren geringer ausfallen lassen. Nachteile gäbe nur für die Fischerei und den Tourismus. Ein weiterer Vorteil ist, dass immense Wassermengen gespart werden, weil die Verdunstung verhindert wird, was bei Stauseen auch der Stromversorgung zugutekommt.

Simbabwe hat eine neue goldgedeckte Währung namens ZiG eingeführt – „Zimbabwe Gold“. Die neue Währung wird mit sofortiger Wirkung eingeführt, und die Banken müssen ihre Guthaben von Simbabwe-Dollar in ZiG umrechnen. Die neuen Banknoten, wird es in sieben Stückelungen von 1 bis 200 ZiG geben wird. Die Simbabwer haben 21 Tage Zeit, um die alten, von der Inflation betroffenen Banknoten in die neue Währung umzutauschen. Der ZiG wird durch eine Mischung aus Devisenreserven, Gold und anderen wertvollen Edelmetallen gestützt. Die bisherige Währung, der Simbabwe-Dollar, war stark abgewertet und notierte bei 36.000 Z$ pro US-Dollar, nachdem er allein in diesem Jahr mehr als drei Viertel seines Wertes verloren hatte. Der US-Dollar, auf den 85 % der Transaktionen entfallen, bleibt jedoch gesetzliches Zahlungsmittel, und die meisten Menschen werden ihn wahrscheinlich weiterhin bevorzugen.

Präsident Emmerson Mnangagwa erklärte die Dürre zu einer nationalen Katastrophe; er sagte, das Land benötige 2 Milliarden Dollar an Hilfe, um Millionen von Menschen zu helfen, die Hunger leiden. Eine durch das El-Nino-Wettermuster ausgelöste Dürreperiode richtet im gesamten südlichen Afrika verheerende Schäden an.  Im südlichen Afrika ist Simbabwe nach Malawi und Sambia das dritte Land, das die Dürre zu einer nationalen Katastrophe erklärt hat.

Präsident Emmerson Mnangagwa hat 250.000 Tonnen Weizen von der russischen Regierung und 23.000 Tonnen Dünger von der russischen Unternehmensgruppe Uralchem-Uralkali erhalten. Letztes Jahr kündigte Russland ein Programm zur kostenlosen Lieferung von Getreide an afrikanische Länder an. Neben Simbabwe umfasst das Programm auch Burkina Faso, Mali, Eritrea, Somalia und die Zentralafrikanische Republik.

Durch einen Social-Media Post wurde die Polizei auf eine Sekte aufmerksam, die auf einer Farm in Mashonaland West 251 Kinder–ohne Geburtsurkunde und ohne Schulbesuch–als Arbeitssklaven hielt. Bei einer Razzia stieß die Polizei auch auf 16 nicht angemeldete Gräber, darunter auch von einigen Kleinkindern. Die Kinder wurden in Sicherheit gebracht und werden ärztlich untersucht. Die acht  selbsternannten Propheten sind in Untersuchungshaft und werden sich vor Gericht wegen Verstößen gegen Kinderschutzgesetze verantworten müssen.

Simbabwe und Sambia, die bereits mit Nahrungsmittelengpässen zu kämpfen haben, leiden nun unter der geringen Stromerzeugung im Kariba-Kraftwerk. Für beides ist El Niño verantwortlich. Das Wettersystem hat zu unterdurchschnittlichen Niederschlägen geführt, mit denen die Landwirte zunächst zu kämpfen hatten. Jetzt geht das für die Stromerzeugung reservierte Wasser zur Neige, wobei der Wasserstand bei 15 % der Gesamtkapazität liegt und weiter sinkt. Bei voller Kapazität erzeugt der Kariba-Damm etwa 30 % der gesamten Stromerzeugungskapazität von Sambia (3 400 MW) und etwa 50 % der Kapazität von Simbabwe (2 300 MW). Fällt der Damm aus, sind beide Länder auf Importe angewiesen. Südafrika – das buchstäbliche Kraftwerk der Region – hat selbst nur wenig Strom zur Verfügung.

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