Schlagwort: Simbabwe

Simbabwe, ein wichtiger Lithiumproduzent in Afrika, kündigte an, die Ausfuhr von Lithiumkonzentrat ab Januar 2027 zu verbieten, um die lokale Raffination zu fördern und mehr Einnahmen aus dem wertvollen Mineral zu erzielen.  Winston Chitando (Minister für Bergbau) erklärte, dass durch von China investierten Unternehmen Bikita Minerals und Prospect Lithium Kapazitäten zur Herstellung von Lithium in Batteriequalität aufbaut werden. Es werden Lithiumsulfatanlagen errichtet. Im Jahr 2022 hat das Land die Ausfuhr von rohem Lithiumerz verboten und mit der Ausfuhr von Lithiumkonzentraten begonnen.

Simbabwe hat angekündigt, zunächst 50 Elefanten zu töten, um die Populationsgröße zu kontrollieren. Das Elefantenfleisch soll an die lokalen Gemeinden verteilt werden, während das Elfenbein Staatseigentum ist. Laut einer der Luftbildvermessung von 2024 gibt es in der Save Valley Conservancy 2.550 Elefanten gegenüber einer ökologischen Tragfähigkeit von 800 Elefanten. Das Reservat hat in den letzten fünf Jahren 200 Elefanten in andere Gebiete des südlichen Afrikas umgesiedelt.

Die Botschafterin der Vereinigten Staaten in Simbabwe, Pamela Tremont, bezeichnete die Korruption als ein Krebsgeschwür, das die Menschen in Simbabwe ihrer wertvollen Ressourcen beraubt, und warnte davor, dass sich dies nachteilig auf den Handel und die Investitionen im Land auswirkt. Die Generalstaatsanwaltschaft räumte ein, dass dem Land durch illegale Geschäfte und undichte Stellen jährlich etwa 2 Milliarden US-Dollar verloren gehen. Der jüngste Korruptionswahrnehmungsindex (Corruption Perceptions Index – CPI) listet Simbabwe auf Platz 158 von 180 Ländern. Im Jahr 2023 lag Simbabwe auf Platz 149, was bedeutet, dass das Ausmaß der Korruption zugenommen hat.

Die Universität von Simbabwe (UZ) hat angekündigt, streikende Dozenten durch Teilzeitkräfte zu ersetzen, die nur 5,50 US-Dollar pro Stunde verdienen, wovon 40 % – umgerechnet 2,20 US-Dollar – in Landeswährung gezahlt werden und der Einkommenssteuer unterliegen. Der Austauschprozess hat bereits begonnen. Die UZ-Dozenten hatten etwa einen Monat lang gestreikt, um bessere Gehälter und Arbeitsbedingungen zu fordern. Die streikenden Dozenten hatten mit ansehen müssen, wie ihre Gehälter von einem Höchststand von 3.000 US-Dollar auf 250 US-Dollar gesunken waren. Es ist zu erwarten, dass die Spannungen angesichts dieser jüngsten Entwicklung eskalieren werden, da die Gewerkschaften und die Betroffenen im Bildungsbereich sich gegen das wehren, was viele als einen gezielten Angriff auf die akademischen Arbeitskräfte ansehen.

Präsident Emmerson Mnangagwa hat ein umstrittenes Gesetz unterzeichnet, das vorsieht, dass alle Autofahrer eine Radiolizenz erwerben müssen, bevor sie eine Fahrzeugversicherung abschließen können. Jährlich sollen sie 92 US$ zahlen, um in ihren Fahrzeugen Radio hören zu dürfen. Die defizitäre Zimbabwe Broadcasting Corporation (ZBC) bezieht ihre Einnahmen aus der Rundfunkgebühr und aus staatlichen Zuschüssen und sucht Einnahmequellen. Es gibt etwa 1,2 Millionen zugelassene Autos im Land, aber nur 800.000 von ihnen zahlen eine Versicherung, wie lokale Medien berichten.

Die Stadtverwaltung von Harare kämpft darum, die Bettwanzen (tsikidzi) im dicht besiedelten Vorort Mbare loszuwerden, nachdem diesen Monat ein Ausbruch gemeldet wurde. Die Ausräucherung der Bettwanzen hat sich als schwierig erwiesen, da die parasitären Insekten offenbar eine Resistenz gegen die verwendeten Chemikalien entwickelt haben. Offizielle Stellen vermuten, dass der Bettwanzenbefall möglicherweise durch den Verkauf von gebrauchter Kleidung aus dem Ausland verursacht und durch mangelnde Hygiene verstärkt wurde. Die Stadtverwaltung wird ab nächster Woche Fahrzeuge des öffentlichen Nahverkehrs wie Kombis und Busse ausräuchern, um eine Ausbreitung der Wanzen auf andere Bereiche zu verhindern.

Simbabwe feierte am 18. April 2025 seinen 45. Unabhängigkeitstag, doch die Feierlichkeiten werden weiterhin von Problemen wie Korruption, politischer Unterdrückung und wirtschaftlicher Instabilität überschattet. Kriegsveteran Blessed Geza bekräftigt seine Forderung nach dem Rücktritt von Mnangagwa. Er behauptet bei seiner Kampagne zur Entmachtung von Präsident Emmerson Mnangagwa mit Elementen des Sicherheitsapparats, einschließlich der Streitkräfte, zusammenarbeiten. Geza hat für den 22. und 23. April 2025 zu einer zweitägigen landesweiten Arbeitsniederlegung aufgerufen, um gegen Präsident Emmerson Mnangagwa zu protestieren.

Präsident Emmerson Mnangagwa hat das umstrittene Gesetz zur Änderung des Gesetzes über private Freiwilligenorganisationen (Private Voluntary Organisations – PVO) unterzeichnet, das weitreichende Änderungen des simbabwischen Rechtsrahmens für zivilgesellschaftliche Gruppen und Nichtregierungsorganisationen vorsieht. Das neue Gesetz gibt den Behörden weitreichende Befugnisse zur Überwachung und Kontrolle der Tätigkeit privater Freiwilligenorganisationen, einschließlich der Möglichkeit, deren Eigentumsstrukturen, Finanzierungsquellen und Zugehörigkeiten zu überprüfen; außerdem ermächtigt es Organisationen abzumelden, Vermögenswerte zu beschlagnahmen oder Einrichtungen aufzulösen. Die Europäische Union hat als Konsequenz ihre für 2025 geplante Finanzierung von Initiativen für gute Regierungsführung in Simbabwe ausgesetzt.  Menschenrechtsgruppen meinen das neue Gesetz könnte genutzt werden, Organisationen ins Visier zu nehmen, die die staatliche Politik in Frage stellen oder die Korruption der Behörden aufdecken.

Simbabwe gab Staatsanleihen im Wert von 308 Millionen Dollar aus und leistete kleine Barzahlungen an weiße Farmer, die vor 25 Jahren im Rahmen einer staatlich unterstützten Landreform enteignet wurden. Der frühere simbabwische Präsident Robert Mugabe hatte die Veteranen des Befreiungskrieges ermutigte, Landeigentümer und ihre Arbeiter von ihrem Land zu vertreiben, um bei den knappen Wahlen im Jahr 2000 Unterstützung zu erhalten. Ein Landentschädigungsausschuss hat die Entschädigung von 740 ehemaligen Farmbesitzern genehmigt, wobei die ersten 378 Farmer Ende März 1% der Gesamtentschädigung in Höhe von 311 Mio USD sowie Staatsanleihen erhalten haben.

Präsident Emmerson Mnangagwa hat angekündigt, dass er die Zölle auf aus den USA importierte Waren aussetzen wird, um eine „positive Beziehung“ zur Regierung von Präsident Donald Trump aufzubauen. Dieser Schritt erfolgte wenige Tage, nachdem Trump 18%ige Zölle auf simbabwische Exporte in die USA verhängt hatte. „Diese Maßnahme soll die Expansion amerikanischer Importe auf dem simbabwischen Markt erleichtern und gleichzeitig das Wachstum simbabwischer Exporte in die Vereinigten Staaten fördern“, sagte Mnangagwa.

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