Schlagwort: Simbabwe

Das Ministerium für Industrie und Handel hat ein Verbot für den Import von Secondhand-Kleidung erlassen. Nach den neuen Vorschriften werden Genehmigungen für die Vermarktung solcher Waren nur unter strengen Auflagen erteilt. Einige Händler haben Bedenken hinsichtlich des Zeitpunkts der Maßnahme geäußert und argumentieren, dass diese zwar darauf abzielt, die lokale Industrie wiederzubeleben, jedoch an die tatsächliche Produktionskapazität des Sektors angepasst werden sollte. Daten zeigen, dass Simbabwe im Jahr 2024 Kleidung im Wert von etwa 1,37 Millionen US-Dollar aus China importierte, was die erhebliche Abhängigkeit des Landes von ausländischer Bekleidung unterstreicht.

Seit dem 20. März streiken in Harare und den Midlands die Krankenschwestern. Die Lehrergewerkschaft ARTUZ will, sich dem Streik der Pflegekräfte anzuschließen. Die Streikenden fordern eine Gehalterhöhung, höhere Nachtdienstzulagen und kostenlose medizinische Versorgung in staatlichen Kliniken. Laut Gewerkschaften ist die monatliche Pendlerpauschale von 500 ZiG (ca. 15 USD) nicht ausreichend, da tägliche Pendlerkosten oft 6 USD erreichen. Viele Pflegekräfte verdienen weniger als 300 USD im Monat. Ein Gehalt das nicht den Lebensunterhalt sichert.

Die katholischen Bischöfe Simbabwes haben Bedenken hinsichtlich des vorgeschlagenen Verfassungsänderungsgesetzes Nr. 3 geäußert und erklärt, dass dies weitreichende Auswirkungen auf die demokratischen Prozesse des Landes haben könnte. Der Gesetzentwurf sieht mehrere Änderungen vor, darunter die Verlängerung der Amtszeit von Präsident Emmerson Mnangagwa und die Änderung des derzeitigen Systems, nach dem der Präsident direkt von den Bürgern gewählt wird. „Das Recht auf die Direktwahl des Präsidenten ist ein zentraler Mechanismus der Volkssouveränität. Die Übertragung dieser Befugnis auf das Parlament entfernt die Exekutivgewalt vom Volkswillen“, so die Bischöfe.

Simbabwe bekommt neue Geldscheine als Teil größerer Reformen, um die Wirtschaft zu stabilisieren. Simbabwe hat eine Geschichte gescheiterter Währungen. Der zur Unabhängigkeit 1980 eingeführte Zimbabwe Dollar wurde in den 2000er Jahren Opfer der Hyperinflation der Mugabe-Ära. Als nach mehreren Abwertungen im Jahr 2009 sogar Geldscheine im Nominalwert von 100.000.000.000.000 Zim-Dollar ausgegeben werden mussten, wurden ausländische Währungen amtliche Zahlungsmittel, vor allem der US-Dollar und der südafrikanische Rand. Ein neuer Zim-Dollar, genannt RTGS-Dollar (Real Time Gross Settlement) wurde 2019 eingeführt, konnte sich aber gegen die ausländischen Währungen nicht durchsetzen und wurde 2024 zugunsten der aktuellen Währung ZiG abgeschafft, die angeblich durch Goldreserven abgedeckt und damit stabil ist.

Die Gesundheitsbehörden Simbabwes haben am 19. Februar mit der Verabreichung des langwirksamen injizierbaren HIV-Präventionsmedikaments Lenacapavir begonnen. Das Land ist eines der ersten weltweit, dass dieses Medikament einführt. Im Gegensatz zur täglichen Pilleneinnahme bietet die Injektion einen nahezu 100-prozentigen Schutz und reduziert Probleme bei der Therapietreue sowie die soziale Stigmatisierung. Es wird als halbjährliche Spritze (Depotpräparat) verabreicht. In der Anfangsphase werden etwa 46.000 Menschen an 24 Standorten davon profitieren werden, was nur einen Bruchteil der potenziellen Nachfrage in einem Land mit rund 15 Millionen Einwohnern ausmacht. Laut UNAIDS entfielen im Jahr 2024 63 % aller Neuinfektionen in Subsahara-Afrika auf Frauen und Mädchen aller Altersgruppen, was auf geschlechtsspezifische Ungleichheit, Armut und ungleichen Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen zurückzuführen ist.

Löwen-DNA wurde weltweit zum ersten Mal erfolgreich zur Strafverfolgung von Wilderern eingesetzt. Experten für Wildtierkriminalität haben mitgeteilt, wie sie das einzelne Tier anhand von Körperteilen identifizieren konnten, die im Dorf eines Verdächtigen gefunden wurden. Die DANN stimmte mit einem Profil in der Löwendatenbank Simbabwes überein. Zuvor war dem männlichen Löwen, der von den Behörden im Hwange-Nationalpark mithilfe eines Funkhalsbands verfolgt wurde, eine Blutprobe entnommen worden. Zwei Wilderer wurden für den Vorfall aus dem Jahr 2024 verurteilt und ins Gefängnis gesteckt. Löwen (Panthera leo) besitzen einen diploiden Chromosomensatz von 38 Chromosomen. Es besteht eine genetische Ähnlichkeit von 95% mit Tigern und Hauskatzen.

Das Kabinett von Simbabwe hat umfassende Verfassungsänderungen gebilligt, um die Amtszeit des 83-jährigen Präsidenten Emmerson Mnangagwa bis 2030 zu verlängern. Die gebilligten Änderungen umfassen die Verlängerung der Amtszeit des Präsidenten von fünf auf sieben Jahre und die Wahl des Präsidenten durch das Parlament anstelle der Bürger. Oppositionspolitiker und Analysten betonten, dass hierfür die Zustimmung von 2/3 beider Kammern des Parlaments, sowie ein nationales Referendum erforderlich seien. Versuche, gegen diesen Plan zu demonstrieren, wurden von der Polizei mit Härte bekämpft, wodurch zahlreiche Menschen inhaftiert wurden. Die verfassungsmäßige Begrenzung auf zwei fünfjährige Amtszeiten für den Präsidenten wurde 2013 eingeführt.

Am Sonntag kippte ein Tanklastwagen mit 44.000 Litern Benzin auf der Straße zwischen Bulawayo und Harare in Höhe der 15-km-Marke in der Nähe der Mahatshula-Brücke um. Dies führte zur Sperrung der Straße auf einer Länge von einem Kilometer in beide Richtungen. Die Bewohner des Vororts Mahatshula sind aufgrund der Gefahr durch die über ihnen verlaufenden Hochspannungsleitungen in höchster Alarmbereitschaft.

Außergewöhnlich starke Regenfälle führen im südlichen Afrika zu schweren Überschwemmungen. Besonders dramatisch ist die Lage in Mosambik. Mehr als 200.000 Menschen sind von den Unwettern betroffen. In Maputo wurden Zwangsevakuierungen angeordnet. Auch im benachbarten Simbabwe und dem nordöstlichen Südafrika wurden ganze Landstriche überschwemmt. Häuser sind nicht mehr bewohnbar, Ernten zerstört, sauberes Trinkwasser knapp. Große Teile des weltberühmten Krüger-Nationalparks stehen ebenfalls unter Wasser. Für die nächsten Tage sagen die Meteorologen weitere sintflutartige Regenfälle voraus.

In Harare haben anhaltende Regenfälle zu Überschwemmungen in mehreren tief gelegenen Vororten geführt, insbesondere in Mbare, Highfield, Waterfalls, Warren Park, Budiriro und Glen Norah. Während der aktuellen Regenzeit mit wird mit tropischen Wirbelstürmen gerechnet.

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