Schlagwort: Simbabwe

Löwen-DNA wurde weltweit zum ersten Mal erfolgreich zur Strafverfolgung von Wilderern eingesetzt. Experten für Wildtierkriminalität haben mitgeteilt, wie sie das einzelne Tier anhand von Körperteilen identifizieren konnten, die im Dorf eines Verdächtigen gefunden wurden. Die DANN stimmte mit einem Profil in der Löwendatenbank Simbabwes überein. Zuvor war dem männlichen Löwen, der von den Behörden im Hwange-Nationalpark mithilfe eines Funkhalsbands verfolgt wurde, eine Blutprobe entnommen worden. Zwei Wilderer wurden für den Vorfall aus dem Jahr 2024 verurteilt und ins Gefängnis gesteckt. Löwen (Panthera leo) besitzen einen diploiden Chromosomensatz von 38 Chromosomen. Es besteht eine genetische Ähnlichkeit von 95% mit Tigern und Hauskatzen.

Das Kabinett von Simbabwe hat umfassende Verfassungsänderungen gebilligt, um die Amtszeit des 83-jährigen Präsidenten Emmerson Mnangagwa bis 2030 zu verlängern. Die gebilligten Änderungen umfassen die Verlängerung der Amtszeit des Präsidenten von fünf auf sieben Jahre und die Wahl des Präsidenten durch das Parlament anstelle der Bürger. Oppositionspolitiker und Analysten betonten, dass hierfür die Zustimmung von 2/3 beider Kammern des Parlaments, sowie ein nationales Referendum erforderlich seien. Versuche, gegen diesen Plan zu demonstrieren, wurden von der Polizei mit Härte bekämpft, wodurch zahlreiche Menschen inhaftiert wurden. Die verfassungsmäßige Begrenzung auf zwei fünfjährige Amtszeiten für den Präsidenten wurde 2013 eingeführt.

Am Sonntag kippte ein Tanklastwagen mit 44.000 Litern Benzin auf der Straße zwischen Bulawayo und Harare in Höhe der 15-km-Marke in der Nähe der Mahatshula-Brücke um. Dies führte zur Sperrung der Straße auf einer Länge von einem Kilometer in beide Richtungen. Die Bewohner des Vororts Mahatshula sind aufgrund der Gefahr durch die über ihnen verlaufenden Hochspannungsleitungen in höchster Alarmbereitschaft.

Außergewöhnlich starke Regenfälle führen im südlichen Afrika zu schweren Überschwemmungen. Besonders dramatisch ist die Lage in Mosambik. Mehr als 200.000 Menschen sind von den Unwettern betroffen. In Maputo wurden Zwangsevakuierungen angeordnet. Auch im benachbarten Simbabwe und dem nordöstlichen Südafrika wurden ganze Landstriche überschwemmt. Häuser sind nicht mehr bewohnbar, Ernten zerstört, sauberes Trinkwasser knapp. Große Teile des weltberühmten Krüger-Nationalparks stehen ebenfalls unter Wasser. Für die nächsten Tage sagen die Meteorologen weitere sintflutartige Regenfälle voraus.

In Harare haben anhaltende Regenfälle zu Überschwemmungen in mehreren tief gelegenen Vororten geführt, insbesondere in Mbare, Highfield, Waterfalls, Warren Park, Budiriro und Glen Norah. Während der aktuellen Regenzeit mit wird mit tropischen Wirbelstürmen gerechnet.

Benjamin Dusa, Schwedens Minister für Hilfe und Außenhandel, sagt: „Wir befinden uns an einem entscheidenden Punkt in der Geschichte Europas. Die Ukraine steht sowohl am Verhandlungstisch als auch an der Front unter Druck. Um die Unterstützung für die Ukraine zu verstärken, müssen wir schwierige Prioritäten setzen. Deshalb stellt Schweden schrittweise die Entwicklungshilfe für Simbabwe, Tansania, Mosambik, Liberia und Bolivien ein“. Die Botschaften in Bolivien, Liberia und Simbabwe werden geschlossen. Die diplomatischen Beziehungen zu diesen Ländern bleiben jedoch wichtig und werden beispielsweise durch die Akkreditierung eines anderen Landes in der Region aufrechterhalten. Seit dem Amtsantritt der rechtskonservativen Regierung im Jahr 2022 wurde die Hilfe für mehr als zehn Länder gekürzt, darunter Burkina Faso und Mali. Das skandinavische Land ist einer der größten Geber von Entwicklungs- und humanitärer Hilfe mit einem Budget von 56 Milliarden Kronen pro Jahr in den vergangenen drei Jahren. 

Die Frau­en­recht­le­rin Karen Fari­sai Muk­wasi aus Sim­babwe erhielt den Men­schen­rechts­preis der Stadt Wei­mar, dotiert mit 5000 €. Mit digi­ta­len Kam­pa­gnen setzt sie sich für die Sicher­heit von Frauen und sozialer Gerech­tig­keit ein. Die Lau­da­tio hielt Johan­nes von Dohna­nyi von der Ham­bur­ger Stif­tung für poli­tisch Ver­folgte. „Ich widme die­sen Preis allen Frauen welt­weit, deren Stim­men durch Gewalt, Repres­sion oder patri­ar­chale Struk­tu­ren zum Schwei­gen gebracht wer­den“, sagte Muk­wasi.

Innenminister Leon Schreiber hat eine 18-monatige Verlängerung der simbabwischen Ausnahmegenehmigungen (ZEPs) bis zum 28. Mai 2027 angekündigt. Die ZEP wurde erstmals 2017 eingeführt und sollte den Status von simbabwischen Staatsangehörigen regularisieren. Im Dezember 2021 kündigte das Innenministerium an, dass das ZEP eingestellt wird und die Inhaber bis zum 31. Dezember 2022 in eine andere Visumkategorie wechseln können. Der Oberste Gerichtshof von Johannesburg entschied im Jahr 2023, dass die Beendigung des ZEP rechtswidrig war, und wies die Regierung an, die Entscheidung auf faire und rechtliche Weise zu überprüfen.

Während sich der Nachfolgekampf innerhalb der Zanu-PF verschärft, hat Präsident Emmerson Mnangagwa versucht, einen möglichen Putsch abzuwehren, indem er mehr als 700 hochrangige Armeeoffiziere mit geländegängigen Fahrzeugen ausstattete. Verfolgt vom Gespenst des Novembers 2017 scheint Mnangagwa kein Risiko einzugehen und das Militär zu besänftigen, die traditionellen Königsmacher in der simbabwischen Politik. In der Zwischenzeit hat die ZANU-PF der Provinz Bulawayo einstimmig die Führung von Präsident Mnangagwa über 2028 hinaus unterstützt. Beobachter warnen, dass Simbabwe zunehmend einer mafiösen Wirtschaft ähnelt.  

Ein neuer umfassender Gesetzentwurf, der im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten eingebracht wurde, sieht die Aufhebung der seit fast 25 Jahren gegen Simbabwe verhängten Sanktionen vor und könnte eine grundlegende Wende in der Politik Washingtons gegenüber Harare bedeuten.

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