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Auf Afrika entfallen fast 80 % der Krankheit Sichelzellanamie.  Medikamente dagegen gibt es nur als extrem teure Importe aus Europa oder Amerika.  Das Pharmaunternehmen Teranga Pharma hat mit der Produktion von DREPAF begonnen, eine Generikum-Version von Hydroxyurea.  DREPAF ist das erste hergestellte Medikament zur Behandlung von Sichelzellkrankheit in Afrika. Es gibt Millionen von Betroffenen Hoffnung. Ländern wie Burkina Faso, Guinea, der Elfenbeinküste, Gabun, Kamerun und der Demokratischen Republik Kongo haben bereits Lieferanfragen gestellt.

Die AXIAN-Gruppe und die Afrikanische Entwicklungsbank haben ein umfangreiches Programm zur finanziellen Inklusion von Frauen ins Leben gerufen. Es soll den Zugang zu Finanzmitteln und unternehmerischer Unterstützung für mehr als 34.000 von Frauen geführte Unternehmen in fünf afrikanischen Ländern zu verbessern. Es umfasst zwei sich ergänzende Komponenten:  die Bereitstellung maßgeschneiderter digitaler Finanzprodukte und -dienstleistungen für 34.000 von Frauen geführte Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen in Madagaskar, Tansania und Senegal; und Schulungen in den Bereichen Finanzwissen, digitale Kompetenzen und Unternehmertum für 25.000 Frauen in Madagaskar, Tansania, Senegal, Togo und auf den Komoren. Das Programm nutzt Mobile-Money-Dienste, digitale Kreditlösungen und alternative Bonitätsprüfungsverfahren, um Unternehmerinnen zu erreichen, die von herkömmlichen Finanzsystemen traditionell nur unzureichend versorgt wurden. Afrika weist weltweit die höchste Quote an weiblichem Unternehmertum auf.

Präsident Bassirou Diomaye Faye hat ein Gesetz unterzeichnet, das „acts against nature“ unter Strafe stellt. Die Höchststrafe für gleichgeschlechtliche Beziehungen wurde auf bis zu 10 Jahre Haft verdoppelt. Das Gesetz, das mit überwältigender Mehrheit in der Nationalversammlung verabschiedet wurde, sieht zudem strafrechtliche Sanktionen für Personen vor, die der Förderung oder Finanzierung gleichgeschlechtlicher Beziehungen für schuldig befunden werden. Seit Februar wurden Dutzende Männer aufgrund der Anti-LGBTQ-Gesetze festgenommen; den Auftakt zu einer Welle von Festnahmen bildete die Festnahme von 12 Männern durch die Polizei, darunter zwei lokale Prominente. Die Festnahmen basierten häufig auf Anschuldigungen und Durchsuchungen von Mobiltelefonen, über die fast täglich berichtet wird, wobei die Namen der Festgenommenen veröffentlicht werden.

Das senegalesische Parlament hat die Höchststrafe für gleichgeschlechtliche Beziehungen auf 10 Jahre verdoppelt. Die Abgeordneten nahmen das von der Regierung unterstützte Gesetz mit 135 Stimmen bei keiner Gegenstimme und drei Enthaltungen an. Das Gesetz, ein wichtiges Wahlversprechen von Präsident Bassirou Diomaye Faye und Premierminister Ousmane Sonko, verschärft ein bestehendes Gesetz. Das neue Gesetz kriminalisiert auch die Förderung von Homosexualität und erhöht die Geldstrafen auf bis zu 10 Millionen CFA-Francs. Es verbietet Richtern, Bewährungsstrafen zu verhängen oder Mindesthaftstrafen zu reduzieren. Menschenrechtsgruppen sagen, dass dieser Schritt einen allgemeinen Trend zur Verschärfung der Anti-LGBTQI+-Gesetze in Teilen Afrikas widerspiegelt, mit ähnlichen Entwicklungen in Ländern wie Burkina Faso und Ghana.

Premierminister Ousmane Sonko hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die Höchststrafe für gleichgeschlechtliche Beziehungen verdoppeln könnte. Vor den Abgeordneten erklärte Sonko, dass der Gesetzentwurf sogenannte „widernatürliche Handlungen” mit Freiheitsstrafen von fünf bis zehn Jahren ahnden würde, während derzeit Strafen von einem bis fünf Jahren vorgesehen sind. Zudem erklärte er, dass die Taten weiterhin als Vergehen (misdemeanor) und nicht als Verbrechen eingestuft bleiben sollen.

Die senegalesische Polizei nahm sie 14 Personen fest und hat ein kriminelles Netzwerk zerschlagen hat, das zwischen dem Senegal und Frankreich operierte. Die Gruppe, die sich aus senegalesischen Staatsangehörigen zusammensetzte, war angeblich seit 2017 aktiv.  Ihr werden schwere Straftaten vorgeworfen: organisierte Pädophilie, Zuhälterei, Vergewaltigung von Minderjährigen unter 15 Jahren, Sodomie und vorsätzliche Übertragung von HIV/Aids. Die Festnahmen erfolgten nach koordinierten Razzien in Dakar und Kaolack. Die Polizei hat sich verpflichtet, solche kriminellen Netzwerke weiterhin zu verfolgen und zu zerschlagen, und hat eine gebührenfreie Telefonnummer eingerichtet, unter der die Öffentlichkeit relevante Informationen melden kann.

Mehr als 4.000 leere Schiffscontainer sind in Mali gestrandet. Unsicherheit, auf der wichtigsten Handelsroute nach Senegal, machen den Transport gefährlich. Anfang September wurde von der Dschihadistengruppe JNIM ein Embargo verhängt. Die Versorgung Malis ist gefährdet, da die Zahl der leeren Container im Hafen von Dakar sehr gering ist. Dies weckt Befürchtungen hinsichtlich Versorgungsengpässe und Preisanstiegen in einem Land, in dem die meisten Importe über den Hafen von Dakar abgewickelt werden. Angesichts des bevorstehenden Ramadans haben die Übergangsbehörden Malis wiederholt erklärt, dass sie daran arbeiten, die Versorgung sicherzustellen und Preissteigerungen zu bekämpfen.

Die ehemalige Haupt- und Küstenstadt Saint-Louis (UNESCO-Weltkulturerbe), ist durch den Anstieg des Meeresspiegels bedroht. Schätzungen zufolge könnten bis zum Jahr 2100 70 % der Stadt unter Wasser verschwinden. Tausende Fischer wurden bereits umgesiedelt.

In Rabat wurde Senegal zum zweiten Mal in seiner Fußball Geschichte Afrikameister. In einem spannenden Finale des TotalEnergies Africa Cup of Nations (AFCON) gewann Senegal nach Verlängerung mit 1:0 gegen Gastgeber Marokko. In Casablanca, im Spiel um den dritten Platz, besiegte Nigeria Ägypten mit 4:2 im Elfmeterschießen, nachdem es in der regulären Spielzeit zu einem torlosen Unentschieden gekommen war.

Die Regierungen von Senegal und Mali sind verärgert darüber, wie ihre Staatsangehörigen in dem Mauretanien behandelt werden. Nach Angaben von Menschenrechtsgruppen wurden in den letzten Monaten viele ausländische Staatsangehörige von mauretanischen Sicherheitskräften aufgegriffen, inhaftiert und über die Grenze nach Senegal und Mali geschickt wurden. Nach einer Schätzung der Mauretanischen Vereinigung für Menschenrechte (AMDH) wurden allein im März 1.200 Menschen zurückgeschickt, obwohl etwa 700 von ihnen eine Aufenthaltsgenehmigung hatten. Diejenigen, die zurückgeschickt wurden, berichteten Reportern, dass sie wahllos befragt und dann verhaftet, tagelang in engen Gefängniszellen mit unzureichendem Essen und Wasser festgehalten und gefoltert wurden. Viele Menschen blieben in Mauretanien im Gefängnis. Das größtenteils in der Wüste gelegene Land – das teure Abkommen mit der Europäischen Union unterzeichnet hat, um Migranten von der riskanten Bootsfahrt über den Atlantik zu den westlichen Küsten abzuhalten – hat die Zurückweisungen als notwendig bezeichnet, um gegen Menschenschmugglernetzwerke vorzugehen.

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