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Senegal – Senegal, eine der größten Volkswirtschaften Westafrikas, beendete einseitig sein Doppel-Nichtbesteuerungsabkommen (DBA) mit Mauritius. Die Regierung behauptet, über 17 Jahre hinweg seien dem Land 257 Millionen Dollar an Steuereinnahmen entgangenen. Mauritius gehört zu den 10 besten Steuerparadiese; ihrer Rangfolge nach: Bahamas, Andorra, Monaco, Bulgarien, Panama, Mauritius, Dubai, Guernsey, Cayman Islands, Schweiz.

Senegal – Der Windpark, in Taiba N’Diaye, soll das Land mit 30% seiner Energie versorgen. Laut Senelec (nationale Elektrizitätsgesellschaft) wird der Windpark Strom für 2 Mill. Menschen liefern und den Ausstoß von 300.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr verhindern. Die Elektrizität steht 60% der 16 Mill. Einwohner zur Verfügung. Außerhalb der Städte ist Senegal größtenteils noch nicht elektrifiziert. Lekela, ein britisches Unternehmen, erstellte den Windpark. Es ist auch in Südafrika, Ägypten und Ghana tätig.

Senegal – Präsident Macky Sall hat zugestimmt, die Leichen der Bürger, die im Ausland an Covid-19 gestorben sind, zurückkehren zu lassen. Die Rückführungen wurden im April verboten, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Länder wie Frankreich, Italien und die Vereinigten Staaten wurden mit zahlreichen Leichen in Ungewissheit gelassen. Im Senegal wird ein religiöses Begräbnis am Geburtsort als eine Notwendigkeit angesehen. Verzweifelte Familien hatten gegen das Rückführungsverbot gekämpft.

Senegal – Im Kampf gegen Covid-19 erobert sich der Senegal eine internationale Vorreiterrolle. Ein Test, der nur einen Dollar kostet und schon nach 10 Minuten Resultate produziert, wird gerade getestet. Sollte er erfolgreich sein, will die Regierung die gesamte Bevölkerung testen lassen. Senegalischen Ingenieuren ist es gelungen mit 3D Druckern Beatmungsgeräte für 60 Dollar zu produzieren, die sonst 16.000 Dollar kosten. Das Land hat außerdem die höchste Rate von Genesenen in Afrika und die dritthöchste weltweit.

Senegal – Zivilgesellschaftliche Organisationen im Senegal kämpfen zusammen mit Bauern und Bäuerinnen für eine inklusive Reform des senegalesischen Bodenrechts. Ziel ist es, die Zugangs- und Nutzungsrechte für ländliche Gemeinden zu sichern. Die Regierung hingegen versucht, ausländische Investoren anzulocken und die Privatisierung natürlicher Ressourcen voranzutreiben. Auch die Weltbank unterstützt Änderungen des Bodenrechts zugunsten von Agro-Unternehmen und Investoren. Hierdurch wird die Ernährungssouveränität der Bevölkerung erheblich gefährdet.

Senegal – Die Bilder aus dem All zeigen ausgedorrte Weideflächen in Senegal und im angrenzenden Mauretanien. Die Rinderherden, die Haupt Nahrungs – und Einkommensquelle der Bevölkerung, werden eingehen, weil nicht genug Gras wachsen konnte. Dabei ist die Regenzeit fast vorbei. Sollte noch später Regen fallen, verursacht er Überflutung, aber kein Pflanzenwachstum. Viehherden, die in Farmen eindringen, sind in Westafrika die Ursache blutiger Kämpfe zwischen Hirten und Bauern, denn der Kampf um die knappen Ressourcen ist ein Überlebenskampf.

Senegal – Das größte Hospitalschiff der Welt ist in Dakar angekommen und bleibt für zehn Monate im Hafen der Hauptstadt verankert. Die Organisation „Mercy Ships“ will in der Zeit 1 500 kostenlose chirurgische Eingriffe in schiffseigenen OP Sälen anbieten und einheimisches Fachpersonal schulen. Auf dem Festland soll es eine Zahnklinik und in Hafennähe ein Patientenzentrum für Nachbehandlungen geben. Die großzügigen Spender und ehrenamtlich Arbeitenden an Bord werden ihr Bestes geben, um den Senegalesen Hoffnung und Heilung zu bringen und bleibende Hilfe zurückzulassen, wenn die „Africa Mercy“ im Juni 2020 weiterzieht.

Senegal – Die 35-jährige Marie Diouf hat ein Geschäft aufgebaut, in dem sie Salz aus den selbst erworbenen Sumpfgebieten sammelt. Vor zehn Jahren fing sie an und investierte in den Kauf eigener Salinen in Fatick. Ihr Salz hat ein Extra: von der kanadischen NGO „Nutrition“ hat sie gelernt, Salz mit Jod anzureichern, das Kinder zu ihrer Entwicklung brauchen und das dem senegalesischen Salz fehlt. Inzwischen hat sie Männer und Frauen auf ihrem Marschland beschäftigt, darunter ihren eigenen Mann. Diese Saison will sie 1.000 Tonnen Salz produzieren.

Senegal – Der Ausgang, 40 Prozentpunkte vor dem ersten Rivalen, war abzusehen, da die zwei prominentesten Gegner wegen Korruptionsvorwürfen nicht antreten durften. Trotz mancher Kritik hat Macky Sall, seit 2012 im Amt, mit Infrastruktur-Verbesserung und dem Ausbau regenerativer Energien gepunktet. Er verspricht, jetzt mehr für die Basisdienstleitungen zu tun, um durch Bildung und Arbeitsbeschaffung den Standard der ärmeren Bevölkerung zu heben. Senegal gilt als Musterbeispiel für Stabilität in Westafrika. In seiner postkolonialen Geschichte hat das Land nie einen Bürgerkrieg oder ein Militärregime erlebt.

Senegal – Mehrere ehrgeizige Projekte: neue Eisenbahnlinie, Brücke über den Gambia Fluss, Museum für Schwarze Zivilisation, geben ein imposantes Bild, doch Menschen kritisieren mangelnde Grundentwicklung. Die Hälfte der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. Die Jugend sucht Arbeitsplätze, um ihr Leben zu fristen. Der Senegal hat drei friedliche Regierungswechsel geschafft. Die Befürchtung ist, dass es am 24. Februar nicht so friedlich sein könnte.

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