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Das kündigte die EU- Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei ihrem Besuch in Senegals Hauptstadt Dakar an. Die im Dezember gegründete  EU-Initiative Global Gateway (Tor zur Welt) will den internationalen Einfluss der EU steigern und China Konkurrenz machen. Geplante Projekte sind: Energieerzeugung mit klimaneutralem Wasserstoff, der Ausbau von Straßen, Bahnlinien und Internetverbindungen, sowie Besserung von Gesundheit, Bildung und Forschung. Einzelheiten sollen beim kommenden EU – AU Gipfel in Brüssel vorgestellt werden. Das Projekt ist eine bewusste Konkurrenz zu Chinas „Neuer Seidenstraße“, die, laut Kritikern, sich wenig um Umweltschutz und Menschenrechte kümmert und afrikanische Länder in Schuldenfallen lockt. Weltweit sollen 300 Milliarden Euro durch Global Gateway investiert werden.

Ein im Parlament eingebrachter Gesetzentwurf zur Verschärfung der strafrechtlichen Sanktionen für Homosexuelle (die möglichen Haftstrafen auf 5 bis 10 Jahre zu erhöhen und das maximale Bußgeld zu verdreifachen) ist an der ersten Hürde gescheitert und hat es nicht ins Plenum geschafft. Die Begründung dafür sagte, dass das geltende Strafgesetzbuch Homosexualität bereits „streng“ bestraft. Homosexualität wird im Senegal, der zu 95 % muslimisch ist, weithin als abartig angesehen.

Schon die französischen Benediktinermönche, die das Kloster Keur Moussa, unweit der Hauptstadt Dakar, in  1963 gründeten, waren angetan vom Klang der Kora, der westafrikanischen Stegharfe. Der Klangkörper ist eine mit Tierfell überzogene Kalabassenschale, auf die ein Steg mit 21 Saiten aufgestellt ist. Wie bei der Harfe, zupfen beide Hände die Saiten. Seit 1972 betreiben die Mönche eine  Kora Werkstatt, von der auch die lokalen Griots (Barden) ihre Instrumente beziehen. Die Mönche selbst – inzwischen alles Senegalesen in einem zu 95% muslimisch geprägten Land – begleiten den Gregorianischen Choral mit der Kora und suchen so Harmonie untereinander und mit Gott. Zum Missionssonntag 2021 brachten geladene Gäste vom Keur Moussa Kloster Kora Klänge auch nach Deutschland.

Im Alter von 79 Jahren verstarb der ehemalige Staatschef des Tschad, Hissène Habré an den Folgen von Covid-19. Er verbüßte im Senegal eine lebenslange Haftstrafe, nachdem er wegen Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Folter schuldig gesprochen worden war. Habré wurde von einem eigens eingerichteten Tribunal verurteilt, das durch ein Abkommen zwischen der Afrikanischen Union, Senegal und dem Tschad eingerichtet wurde.

Die senegalesische Marine hat ein Boot abgefangen, das über 8 Tonnen Cannabisharz durch die Gewässer vor der Küste schmuggelte. Das Schiff, das unter togolesischer Flagge fuhr, wurde 140 Kilometer von der Küstenhauptstadt Dakar entfernt gestoppt. Zu Beginn dieses Jahres beschlagnahmten die Behörden in Niger 17 Tonnen Cannabisharz im Wert von rund 31 Mill.  Euro, die größte Razzia in der Geschichte des Landes. Laut Interpol verschicken die Drogenbosse größere Sendungen als Reaktion auf die COVID-19-Reisebeschränkungen und Grenzschließungen, die ihre Möglichkeiten eingeschränkt haben, häufiger kleinere Mengen von Drogen über einzelne Kuriere zu transportieren.

Nach einer Vereinbarung mit dem belgischen Biotech-Konzern Univercells könnte L’Institut Pasteur de Dakar nächstes Jahr mit der Produktion des Impfstoffs COVID-19 beginnen. Das Institut Pasteur ist die einzige Einrichtung in Afrika, die derzeit einen Impfstoff – eine Gelbfieberimpfung – herstellt, der von der Weltgesundheitsorganisation präqualifiziert ist, die von den Herstellern die Einhaltung strenger internationaler Standards verlangt. Das Institut würde zunächst mit der Verpackung und dem Vertrieb von Impfstoffen beginnen, die von Univercells in Belgien hergestellt werden. In 2022 würde Univercells seine komplette Produktionslinie in den Senegal verlegen. Es ist noch nicht klar, welcher Impfstoff in den Senegal geliefert werden wird. Univercells ist in der Lage, in Belgien virale Vektor-COVID-19-Impfstoffe herzustellen, wie sie von Johnson & Johnson (JNJ.N), AstraZeneca (AZN.L), Russlands Sputnik V und Chinas Cansino entwickelt wurden. In Afrika mit seinen  mit 1,3 Milliarden Einwohnern sind nur etwa 7 Millionen bisher vollständig geimpft.

Fast 8000 km schlängelt sich die “Mauer“ quer durch Afrika, von Senegal im Westen bis Dschibuti im Osten.  Der etwa 15 km breite Gürtel von Bäumen, Sträuchern und Kulturpflanzen soll verhindern, dass sich die Sahara mit ihrer Trockenheit und Hitze noch weiter über Afrika ausbreitet. Die Initiative ist schon Jahrzehnte alt und hat, besonders unter der Leitung der AU, manche Teilerfolge erzielt, besonders in Senegal, Nigeria und Äthiopien. Doch bewaffnete Konflikte, Terror und Geldmangel stoppten die Arbeit immer wieder. Auf der „One Planet Summit“ im Januar in Paris gaben die Teilnehmer die Zusage, fast 12 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Bis 2030 soll das Projekt fertig sein, das neben der Wüsteneindämmung auch das Klima verbessern und Millionen Menschen Arbeit und Einkommen geben soll.

Im Djoudj-Vogelschutzgebiet, im Norden Senegals, wurden 750 Pelikane, vor allem Jungvögel, tot aufgefunden. Das abgelegene Feuchtgebiet nahe der Grenze zu Mauretanien ist ein Durchgangsort für etwa 350 Vogelarten, die jedes Jahr die Sahara-Wüste nach Westafrika durchqueren. Die Ursache des Vogelsterbens ist noch nicht bekannt. Senegal meldete diesen Monat jedoch einen Ausbruch der hochpathogenen H5N1-Vogelgrippe auf einer Geflügelfarm in der Region Thies, was zur Keulung von etwa 100.000 Hühnern führte.

Die UNO nennt es das schwerste Schiffsunglück des Jahres. Das Boot mit etwa 200 Migranten an Bord war am vergangenen Wochenende zu den Kanarischen Inseln aufgebrochen, als es vor der senegalesischen Küste Feuer fing und kenterte. 95 Menschen konnten von der senegalesischen und spanischen Marine sowie von Fischern gerettet werden. Die Überfahrt von Afrika zu den Kanaren, EU Hoheitsgebiet, ist verhältnismäßig kurz aber extrem gefährlich

Nach einem 7stündigen Wolkenbruch hat Präsident Macky Sall einen Nothilfeplan aufgestellt. An einem einzigen Tag fiel mehr Regen als normalerweise während der dreimonatigen Regenzeit. In der Sahelzone West- und Zentralafrikas kommt es zu heftigen Regenfällen, die unter anderem in Niger, Nigeria, Tschad und Kamerun, zu verheerenden Überschwemmungen führen. Menschen sterben und Tausende werden vertrieben.

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