Schlagwort: Marokko

Muslime im Irak, in Libyen und in Marokko versammelten sich zum Mawlid al-Nabi und begingen den Geburtstag des Propheten Mohammed mit Gebeten, Prozessionen und Feierlichkeiten. Konservative und puritanische Strömungen des Islam – wie der Salafismus, der Wahhabismus und der Deobandismus – verbieten Mawlid-Feierlichkeiten streng. Daher wird der Mawlid in Ländern wie Saudi-Arabien und Katar nicht als offizieller Feiertag begangen.

Marokko hat die 1.055 km lange Schnellstraße Tiznit-Dakhla nach US-Präsident Donald Trump benannt. Die Tiznit-Dakhla-Schnellstraße führt in die Westsahara. Marokko erhebt Souveränitätsansprüche darüber. Ein Teil des Gebiets wird jedoch von der Polisario-Front kontrolliert, einer bewaffneten Gruppe, die die Unabhängigkeit für das Volk der Sahrauis anstrebt. Während der ersten Amtszeit von Trump, erkannten die USA Marokkos Anspruch auf die umstrittene Region an, in dem Marokko sich bereit erklärte, die Beziehungen zu Israel zu normalisieren. Die UNO hat sich konsequent für eine Lösung des Konflikts eingesetzt, unter anderem durch ein Referendum, doch die indigene Bevölkerung der Region hatte bisher nie die Möglichkeit, über ihre eigene Zukunft abzustimmen. Die Afrikanische Union erkennt die Unabhängigkeit der Westsahara an. Die europäischen Regierungen haben es bis vor kurzem vermieden, Partei zu ergreifen. Großbritannien und Spanien, haben jedoch Marokkos Plan unterstützt, der Westsahara Autonomie zu gewähren, ihr aber die Unabhängigkeit zu verweigern.

Spanien teilte mit, dass die Einreisen von Migranten in seine nordafrikanische Enklave Ceuta über Nacht zum Erliegen gekommen seien. Die Polizei hatte am Samstag vor der Grenze zu Marokko mit der Installation einer 500 Meter langen schwimmenden Barriere begonnen, nachdem bei einem Massenansturm mindestens 72 Menschen ums Leben gekommen waren. Nach Angaben der spanischen Behörden hatten seit Donnerstag etwa 50.000 Menschen auf dem Land- und Seeweg Ceuta erreicht. Ein beispielloser Ansturm an einer der wenigen Landgrenzen der Europäischen Union zu Afrika. Mehr als 48.000 von ihnen kehrten innerhalb von 48 Stunden nach Marokko zurück.

Marokkos Anti-Terror-Behörde hat 10 Mitglieder einer Zelle festgenommen zu haben, die mit dem ISIL-Ableger in der Sahel-Provinz (ISSP) in Verbindung steht. Geplante Anschläge wurden so vereitelt. Bei Razzien in mehreren marokkanischen Städten, darunter Casablanca, Tetouan, Agadir, Taroudant, El Hajeb, Fquih Ben Salah und Safi wurden Klingenwaffen, militärische Kleidung, Anleitungen zur Bombenherstellung, digitales Material und Chemikalien sichergestellt. In der Sahelzone und in Westafrika kommt es zu einer Zunahme der Aktivitäten von mit dem ISIL und Al-Qaida verbundenen Kampfgruppen.

Nach einem Bericht des African Center for Strategic Studies and Digitalization könnten durch künstliche Intelligenz und Automatisierung bis 2030 mehr als 1,3 Millionen Arbeitsplätze in Marokko gefährdet, sein. Besonders betroffene Sektoren sind: Auslagerung und Outsourcing von Geschäftsprozessen, Banken & Versicherungen, die Automobilindustrie und der Textilsektor. Der Bericht betont das Missverhältnis zwischen den Qualifikationen, die Marokkos Wirtschaft benötigen wird, und dem, was das Bildungssystem derzeit hervorbringt. Das Land bringt jährlich rund 22.000 Fachkräfte im digitalen Bereich hervor – weit weniger als die 250.000 bis 480.000 Personen, die laut Schätzungen des Berichts jedes Jahr ausgebildet oder umgeschult werden müssten, um mit dem KI-getriebenen Wandel Schritt zu halten. Erschwerend kommt hinzu, dass in Marokko ein großer Teil der Wirtschaft im informellen Sektor angesiedelt ist, in dem etwa 67,6 % der Erwerbsbevölkerung beschäftigt sind.

Tausende demonstrierten in Rabat und verurteilten das neue israelisches Gesetz. Sie versammelten sich entlang der Mohammed-V.-Allee im Zentrum von Rabat, schwenkten palästinensische und marokkanische Flaggen und skandierten Parolen gegen die Todesstrafe und Israels Militäraktionen im Gazastreifen. Das israelische Gesetz sieht vor, die Todesstrafe als Regelsatz für Palästinenser im besetzten Westjordanland einzuführen, die von Militärgerichten wegen tödlicher Anschläge (als „Terrorismus“ eingestuft) verurteilt werden. Kritiker und Menschenrechtsorganisationen bemängeln, dass das Gesetz faktisch ein duales Rechtssystem schafft, da es nicht gleichermaßen auf israelische Siedler angewendet werden soll.

Safran Landing Systems (eine Tochtergesellschaft des französischen Luft- und Raumfahrtkonzerns Safran) hat einen Vertrag mit Marokko, über die Errichtung eine 280 Millionen Euro teuren Fahrwerksfabrik in der Nähe von Casablanca, unterzeichnet.  In Nouaceur sollen Komponenten für die Airbus A320-Familie hergestellt werden. Im Oktober 2025 wurden bereits Vereinbarungen über ein neues Triebwerks-Industriezentrum getroffen. Zusätzlich entsteht ein Wartungs- und Reparaturzentrum (MRO), das ab 2027 jährlich bis zu 150 Triebwerke instand setzen wird. Seit über 25 Jahren ist Safran ist in Marokko präsent.  An 10 Standorten werden fast 5.000 Mitarbeiter beschäftig. Die neuen Deals sind ein weiterer Schritt Marokkos, seine Position in den globalen Lieferketten der Luft- und Raumfahrtindustrie zu stärken. Mit 150 Unternehmen beschäftigt der Luft- und Raumfahrtsektor Marokkos 25.000 Menschen.

Marokko hat Rettungseinheiten der Armee eingesetzt, um bei der Evakuierung Tausender Menschen zu helfen. Heftige Regenfälle und steigende Flusspegel hatten Teile des Nordwestens des Landes überschwemmt. Der Fluss Loukous überschwemmte mehrere Stadtteile in Ksar Kbir, etwa 190 km nördlich von Rabat. Mehr als 20.000 Menschen wurden in Notunterkünfte und Lager gebracht. Die reichlichen Niederschläge beendeten eine siebenjährige Dürreperiode, die das Land zu hohen Investitionen in Entsalzungsanlagen veranlasst hatte.

In Rabat wurde Senegal zum zweiten Mal in seiner Fußball Geschichte Afrikameister. In einem spannenden Finale des TotalEnergies Africa Cup of Nations (AFCON) gewann Senegal nach Verlängerung mit 1:0 gegen Gastgeber Marokko. In Casablanca, im Spiel um den dritten Platz, besiegte Nigeria Ägypten mit 4:2 im Elfmeterschießen, nachdem es in der regulären Spielzeit zu einem torlosen Unentschieden gekommen war.

Das britische Junior-Bergbauunternehmen Aterian gab bekannt, dass es eine verbindliche Absichtserklärung mit dem französischen Start-up Lithosquare unterzeichnet hat, um ein gemeinsames Kupferexplorationsprogramm in Marokko und Botswana zu starten. Im Rahmen der Vereinbarung wird Aterian die Datenwissenschafts- und KI-Tools von Lithosquare nutzen, um vielversprechende Kupfervorkommen zu identifizieren, und sich damit einer wachsenden Zahl von Bergbauunternehmen in Afrika anschließen, die KI einsetzen, um die Mineralienfindung zu verbessern. Das Ziel der Unternehmen ist es, die Identifizierung von Vorkommen zu beschleunigen und die Bohrergebnisse durch algorithmische Modellierung, geophysikalische Analysen und datengestützte Explorationsverfahren zu verbessern.

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