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Senegal – Gleich nach Beginn des Prozesses schimpfte der Angeklagte Habré, einer der brutalsten Staatschefs in Afrikas Geschichte, über das vom Westen manipulierte Verfahren und wies alle Anschuldigungen, die das Sondertribunal der AU gegen ihn vorbrachte, als „Farce“ zurück. Er musste aus dem Saal gezerrt werden. Der Prozess wird bis 7. September ausgesetzt.

Senegal – Heute beginnt in Dakar der Prozess gegen Hissène Habré, der vor 25 aus dem Tschad geflohen ist, wo er acht Jahre lang mit blutiger Gewalt regiert hatte. 40,000 Menschen sollen zwischen 1982 und 1990 getötet und Zehntausende gefoltert worden sein. Obwohl er im Tschad in Abwesenheit zum Tode verurteilt wurde, kam nie ein Antrag auf Auslieferung. Es ist das erste Mal, dass ein Land den früheren Staatschef eines andern Landes vor Gericht stellt. Für Menschenrechtler ist es ein wichtiges Signal dafür, dass Verbrechen früherer Tyrannen nicht ungesühnt bleiben.

Senegal – Das Forschungszentrum für Diplomatie und Strategie (CEDS) in Dakar fordert in einem am 15. Mai veröffentlichen Bericht, dass die drei Buchreligionen als unverletzbar gehalten werden, um dem religiösen Fundamentalismus entgegen zu arbeiten. Dazu sollen sich die muslimischen Staaten zusammentun „als Basis für eine globale Partnerschaft“, die stark genug ist, gegen selbsternannte Dschihadisten vorzugehen. Weil der radikale Fundamentalismus in Zentral-und Westafrika weit verbreitet ist, gibt es einen dringenden Handlungsbedarf, meinte ein Experte des Forschungszentrums.

Senegal – Auf Bitten des saudi-arabischen Königs Salman ist der senegalesische Staatschef Macky Sall bereit, 2100 Soldaten für den Militäreinsatz gegen die Huthi Rebellen im Jemen zu entsenden. Die Entscheidung sei im Interesse beider Länder. Senegal, überwiegend sunnitisch muslimisch; empfängt reichlich finanzielle Hilfe und sollte zum Schutz der heiligen Stätten Mekka und Medina beitragen. Kritiker in Dakar behaupten, es gäbe keine Rechtfertigung für den Einsatz, da weder Saudi-Arabien noch die Pilgerorte bedroht seien.

Senegal – Der Ex-Präsident will alles dransetzen, auch sein „eigenes Leben“, damit sein Sohn Karim Wade vom Gericht freigesprochen wird. Seit Juli 2014 läuft ein Prozess gegen ihn, weil er als Minister und Berater in der Regierung seines Vaters sich ein Vermögen von 240 Mio. Dollar angeeignet haben soll.

Senegal – Auf dem heutigen zehnten Semperopernball wird, u.a., der senegalesische Präsident Macky Sall für seinen Einsatz für „freiheitliches Denken, Handeln, Toleranz und Demokratie“ mit dem Orden des Balls geehrt. Er wird von den Sängern Youssou N’Dour und Baaba Maal begleitet, die mit Musik aus dem Senegal auf der Bühne auftreten. Auch ausgezeichnet wird Topmodell Naomi Campbell für ihr „soziales Engagement in der Ebola-Bekämpfung“ in Westafrika.

Senegal – Senegal hat Anfang der Woche die Landesgrenze nach Guinea für den freien Personen – und Warenverkehr wieder geöffnet, nachdem die Zahl der Ebola Neu-Infektionen drastisch zurückgegangen war. Es sollen aber noch Gesundheitskontrollen an allen Grenzübergängen durchgeführt werden. Senegal hatte im August alle Luft, – Land und Seegrenzen zu Guinea geschlossen, weil ein Patient von Guinea eingereist war. Auch Luftverbindungen nach Liberia und Sierra Leone waren unterbrochen.

Senegal – Papst Franziskus hat den senegalesischen Präsidenten Macky Sall in Privataudienz empfangen. In den Krisenregionen von Westafrika leiste die Kirche einen wichtigen Beitrag zur nationalen Versöhnung, hieß es bei dem Gespräch. Der Papst schätze den interreligiösen Dialog und die Religionsfreiheit im Senegal, wogegen der Präsident das Engagement der Kirche im Erziehungs – und Gesundheitswesen würdigte. Macky Sall lud Papst Franziskus in den Senegal ein. In seinem Land sei der Besuch von Johannes Paul II in 1992 noch immer in guter Erinnerung.

Der bekannte Regisseur Sembene Ousmane, der 1966 den ersten Film aus dem subsaharischen Afrika produzierte, verstarb im Alter von 84 Jahren. Sein letzter Film „Moolaade“ gewann Preise in den Festspielen von Cannes und Venedig. Er war Mitbegründer der Filmfestspiele FESPACO in Ougadougou.

Im Gegensatz zu andern afrikanischen Ländern ist das Zusammenleben von Christen und Muslimen im Senegal in der Stadt wie auch auf dem Land harmonisch, sagte der Erzbischof von Dakar, Kardinal Theodore-Adrien Sarr, in einem Gespräch mit „Kathpress“ und „Radio Stephansdom“. Es gebe im senegalesischen Islam mystische Bruderschaften aber keine radikale islamische Gruppierung, die das Zusammenleben stören könnte.

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