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Die Regierung und die Bewegung der Demokratischen Kräfte der Casamance (MFDC) haben unter Vermittlung des Präsidenten von Guinea-Bissau, ein Friedensabkommen unterzeichnet, mit dem ein seit vier Jahrzehnten andauernder Konflikt beendet wird.

Die Partei (Pastef) von Präsident Bassirou Diomaye Faye die Parlamentswahl klar gewonnen. Die Patrioten Senegals für Arbeit, Ethik und Brüderlichkeit (Pastef) konnte laut den veröffentlichten vorläufigen Ergebnissen 130 der 165 Abgeordnetenmandate und damit mehr als drei Viertel der Sitze erringen. Die Partei hatte zuvor den Wahlsieg bereits für sich reklamiert. Die Koalition Takku Wallu, die vom ehemaligen Präsidenten Macky Sall angeführt wird, kommt auf nur 15 Sitze. Der politische Einfluss von Parteien und Persönlichkeiten, die das Land in den vergangenen 25 Jahren maßgeblich prägten, ist endgültig vorbei.

Die EU erklärt, dass sie ein Fischereiabkommen zwischen Brüssel und Dakar aufgrund von „Mängeln“ in Bezug auf illegale, nicht gemeldete und unregulierte Fischerei nicht verlängern wird. Das Abkommen zwischen der EU und Senegal, das seit 2019 in Kraft ist, läuft am Sonntag um Mitternacht aus. Im Rahmen des Abkommens durften EU-Schiffe – vor allem spanische – jährlich 10.000 Tonnen Fisch fangen. Im Gegenzug hat Senegal seit 2019 5, 8,5 Millionen Euro erhalten. Im Senegal, wo die Fischerei ein Schlüsselsektor ist, der direkt oder indirekt den Lebensunterhalt von etwa 600.000 Senegalesen bei einer Bevölkerung von etwa 18 Millionen sichert, wurde das Abkommen jedoch zunehmend kritisiert.

In einer Bevölkerung von 18 Millionen Menschen bietet die Fischereiindustrie rund 600.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze an. Doch eine Ressource, die einst unerschöpflich schien, wird aufgrund von Überfischung, illegalen Fängen und globaler Erwärmung immer knapper. Für die Senegalesen, die mit hohen Lebenshaltungskosten und weit verbreiteter Arbeitslosigkeit konfrontiert sind, steigen die Preise, und Grundnahrungsmittel „Fisch“ wird zunehmend unerschwinglich. Die neue Regierung hat nun versprochen, die Fischzucht zu fördern. Die nationale Agentur hofft, bis 2032 65.000 Tonnen Zuchtfisch zu produzieren und rund 50.000 Arbeitsplätze zu schaffen. Nach Statistiken aus dem Jahr 2024 entfallen nur etwa 1,9 % der weltweiten Aquakulturproduktion auf Afrika, auf Asien 91,4%.

Frankreich hat einen wichtigen Schritt unternommen, um das Andenken an die afrikanischen Soldaten zu ehren, die während des Zweiten Weltkriegs auf Befehl der französischen Armee im Lager Thiaroye in Senegal tragisch ums Leben kamen. Sechs dieser Soldaten – vier aus dem Senegal, einer aus der Elfenbeinküste und einer aus dem heutigen Burkina Faso – wurden posthum als „für Frankreich gestorben“ („morts pour la France“) geehrt. Am 1. Dezember 1944 erschossen französische Kolonialtruppen und Gendarmen auf Befehl französischer Offiziere mehrere Dutzende afrikanische Soldaten im Militärlager Thiaroye in der Nähe von Dakar, Senegal. Sie wurden getötet, nachdem sie überfällige Prämien und Gleichbehandlung gefordert hatten. Die als tirailleurs Sénégalais bezeichneten Soldaten waren aus deutschen Lagern repatriiert worden und warteten auf ihre Demobilisierung.

„Wenn in Westafrika noch mehr Länder in die Instabilität kippen, hat das nicht nur dramatische Konsequenzen für die Menschen vor Ort, sondern auch direkte Auswirkungen für unsere Sicherheit in Europa“, so Außenministerin Annalena Baerbock bei ihrem Besuch in den Senegal und die Elfenbeinküste. Im Wettstreit mit Russland und China fordert die Außenministerin gleichberechtigte Kooperationen mit Ländern in Afrika.

In Ghana wird er mit Präsident Nana Akufo-Addo zusammentreffen, um die Bedeutung der Partnerschaft zwischen den USA und Ghana für die Förderung von Demokratie und Sicherheit in Westafrika zu unterstreichen und die wechselseitigen Handels- und Investitionsbeziehungen zu stärken. In Gabun werden Gespräche mit führenden Vertretern der gabunischen Übergangsregierung und Vertretern der Zivilgesellschaft geführt, um den politischen Übergang des Landes zur Demokratie zu erörtern und Möglichkeiten für wirtschaftliches Wachstum auszuloten. Die Sicherheitspartnerschaft zwischen den Vereinigten Staaten und Gabun erörtern, einschließlich der gemeinsamen Interessen an regionaler Stabilität und maritimer Sicherheit im Golf von Guinea. Im Senegal wird Campbell US-Investitionen in die senegalesische Wirtschaft vorstellen, darunter den 550-Millionen-Dollar-Energievertrag der Millennium Challenge Corporation zur Verbesserung des Energiezugangs und den 81-Millionen-Dollar-Kredit der U.S. International Development Finance Corporation zur Unterstützung des Gastgewerbes. Der stellvertretende Minister Campbell wird sich auch mit Unternehmern treffen, um zu erörtern, wie IT-Lösungen das Wirtschaftswachstum ankurbeln und zur Bewältigung ökologischer Herausforderungen beitragen können.

Das australische Unternehmen Woodside Energy hat mit der Produktion seines ersten Offshore-Projekts begonnen. Das Tiefseeprojekt Sangomar, etwa 100 km südlich von Dakar, soll 100.000 Barrel Öl pro Tag fördern. Die schwimmende Anlage hat eine Lagerkapazität von 1,3 Millionen Barrel. In einer Tiefe von 780 Metern enthält sie sowohl Öl als auch Gas. Die Entdeckung von Öl- und Gasfeldern im Jahr 2014 weckte große Hoffnungen für die senegalesische Wirtschaft. Das staatliche senegalesische Energieunternehmen Petrosen schätzt, dass der Sektor in den nächsten drei Jahrzehnten mehr als 1 Milliarde US-Dollar pro Jahr einbringen könnte. Präsident Faye hat versichert, dass die Gewinne aus dem Verkauf von Öl und Gas „gut verwaltet“ werden. Woodside hält einen Anteil von 82 % an dem Tiefseeprojekt, der Rest wird von Senegals staatlichem Energieunternehmen Petrosen gehalten.

Der Aktivist Bah Diakhate und der Imam Cheikh Ahmed Tidiane Ndao wurden, wegen „Verbreitung falscher Nachrichten“, zu drei Monaten Haft und einer Geldstrafe von jeweils 100.000 CFA-Francs (165 Dollar) verurteilt. Sie hatten sich darüber geärgert, dass Premierminister Sonko dem französischen Politiker Mélenchon erlaubt hatte, sich auf einem Studentenforum in Dakar zu gleichgeschlechtlichen Ehen zu äußern. Berichten zufolge wurden seine Äußerungen von den Zuhörern der Cheikh Anta Diop Universität mit Buhrufen quittiert. Daraufhin sagte Sonko, dass westliche Länder in sozialen Fragen wie den LGBTQ-Rechten Zurückhaltung üben sollten, da dies zu einer „antiwestlichen Stimmung“ führen könnte. Der Senegal werde Fragen im Zusammenhang mit Homosexualität weiterhin im Einklang mit seinen soziokulturellen Normen regeln, Homosexualität im Senegal sei „nicht akzeptiert, aber toleriert“ so der Premierminister. Homosexuelle Handlungen sind in im Land verboten und werden mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft.

Der neu gewählte Präsident Bassirou Diomaye Faye, hat den Vorsitzenden der größten Oppositionspartei zu seinem Premierminister ernannt. Ousmane Sonko ist der politische Mentor von Präsident Faye, und die beiden waren kurz vor den Wahlen im März inhaftiert worden. Der scheidende Präsident Macky Sall gewährte ihnen, wie vielen anderen politischen Gefangenen, Amnestie. Im Wahlkampf kündigten beide Männer radikale politische und wirtschaftliche Reformen an, darunter auch eine nationale Versöhnung nach den monatelangen Unruhen, die durch ihre Inhaftierung ausgelöst worden waren. In seiner Antrittsrede am Dienstag sagte Präsident Faye, Senegal werde ein Land der Hoffnung mit einer gestärkten Demokratie werden.

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