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Senegal – 3000 Sonnenstunden im Jahr, 700 km Atlantikküste – das meiste davon Sandstrand – Tierparks und Naturreservate mit einer erstaunlichen Vielfalt an Tieren und Pflanzen, freundliche Menschen mit reichen Kulturen, all das hat Senegal zu bieten. Eine stabile Politik, ein gutes Straßennetz, Hotels, Camps und Lodges zum Wohlfühlen und ein neuer Flughafen sollten den Tourismus attraktiver machen und dem Land die nötigen Devisen bringen.

Senegal – In der Parlamentswahl hat die Regierungskoalition von Präsident Macky Sall 42 aus 45 Wahlkreisen gewonnen. Seine beiden Gegner, der inhaftierte Bürgermeister von Dakar Khalifa Sall und der 91-jährige Ex-Präsident Wade gingen leer aus. Die Parlamentswahl findet zwei Jahre vor der nächsten Präsidentschaftswahl statt. Macky hofft, seine Macht bis 2019 konsolidieren zu können. Der Wahlkampf war von Gewalt überschattet und die Wahl selbst durch Verzögerung und Stimmrechtsverletzungen beeinträchtigt.

Senegal – Als die Polizei die sich bekämpfenden Fans mit Tränengas trennen wollte, flohen die Zuschauer in Panik. Dazu stürzte eine Stadionwand ein. Acht Menschen starben unter den dicken Steinbrocken, 88 wurden verletzt, 49 davon schwer.

Senegal – 23 Menschen starben und weitere 80 wurden verletzt, als aus unbekannter Ursache ein Feuer in der provisorischen Unterkunft von Zelt und Stroh im Osten des Landes ausbrach, wo sich Tausende Muslime aus ganz Westafrika zu religiösen Übungen versammelt hatten.

Senegal – Seit das einzige Strahlentherapiegerät im Land letztes Jahr ausfiel und es für das überholte Modell keine Ersatzteile gab, kann man Patienten nur alternative Behandlungen anbieten. Bis August will die Regierung drei Linearbeschleuniger einsetzen. Die wenigen Onkologen in einem Land, das lange ein gutes medizinisches Ansehen genoss, da auch Kranke aus ganz Westafrika zur Hauptstadt Dakar kamen, sind verärgert, dass nicht schon früher neue Geräte angeschafft wurden.

Senegal – Am letzten Wochenende waren hunderttausende Muriden auf der jährlichen Pilgerfahrt zur heiligen Stadt Touba. Die Sufi-Bruderschaft wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Amadu Bamba gegründet und ist gesellschaftlich und wirtschaftlich eine der einflussreichsten Kräfte des Landes. Sie kommen mit Lastwagen und Eselskarren. Sogar die 200 km westlich gelegene Hauptstadt Dakar scheint verlassen. Arbeitsmigranten kommen aus New York, Rom und Paris geflogen. Muriden suchen die Nähe Gottes durch harte Arbeit und lange Pilgerwege.

Senegal – In Dakar ist vor zwei Tagen der britische Extremschwimmer Ben Hooper in den Atlantik gesprungen, um in 140 Tagen, mit zehn Stunden Schwimmen pro Tag, Brasilien zu erreichen. Ein Boot mit Arzt und Proviant begleitet ihn. Gegen Haie schützt er sich durch den Geruch von künstlich verrottetem Hai-Fleisch und ein elektrisches Kabelsystem. Grenzerfahrung ist Hoopers Motivation für die 3000 km Reise über den Ozean.

Senegal – Nur noch wenige Menschenaffen leben im Wald direkt hinter dem Dorf Dindéfelo. Der Initiator Carim Camara will den Naturpark in ein Ökodorf umwandeln, um es sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltiger zu gestalten. Der Hauptkampf gilt dem Plastikmüll. In regelmäßigen Sendungen über Community Radio informiert er die Bürger und animiert sie zur Mitarbeit. Ihr Hauptziel ist, den Lebensraum der Schimpansen zu schützen. Spanische Wissenschaftler unterstützen Camara und die Ranger. Wenn die Schimpansen bleiben, kommen auch die Touristen.

Senegal – Eine Frauenorganisation hat im Senegal einen 3300 m anti-Salz Deich gebaut, um das von dem steigenden Salzwasser bedrohte Land rückzugewinnen. Durch ihr Eingreifen konnte über 1500 ha die natürliche Vegetation regeneriert und der Reisanbau revitalisiert werden. 5000 Kleinbauern profitierten davon. Dabei sind Frauen weitgehend von Komitees gegen Klimawandel ausgeschlossen, obwohl sie und ihre Familien zu den meist betroffenen 1,3 Mrd. gehören. Weltweit stellen Frauen 43% der landwirtschaftlichen Arbeitskraft, und in afrikanischen Ländern produzieren sie 90% der Nahrung, neben der Beschaffung von Wasser und Feuerholz.

Senegal – Senegalesen verbrauchen jährlich pro Kopf rund 90 Kilo Reis. Der Bedarf des Hauptnahrungsmittels wird hauptsächlich durch Importe aus Thailand und China gedeckt. Der Reis aus Asien hat eine höhere Qualität. Die Regierung will die Abhängigkeit von Importen verringern und bis Ende 2017 den Bedarf durch Eigenproduktion decken.

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