Nach einem Bericht des African Center for Strategic Studies and Digitalization könnten durch künstliche Intelligenz und Automatisierung bis 2030 mehr als 1,3 Millionen Arbeitsplätze in Marokko gefährdet, sein. Besonders betroffene Sektoren sind: Auslagerung und Outsourcing von Geschäftsprozessen, Banken & Versicherungen, die Automobilindustrie und der Textilsektor. Der Bericht betont das Missverhältnis zwischen den Qualifikationen, die Marokkos Wirtschaft benötigen wird, und dem, was das Bildungssystem derzeit hervorbringt. Das Land bringt jährlich rund 22.000 Fachkräfte im digitalen Bereich hervor – weit weniger als die 250.000 bis 480.000 Personen, die laut Schätzungen des Berichts jedes Jahr ausgebildet oder umgeschult werden müssten, um mit dem KI-getriebenen Wandel Schritt zu halten. Erschwerend kommt hinzu, dass in Marokko ein großer Teil der Wirtschaft im informellen Sektor angesiedelt ist, in dem etwa 67,6 % der Erwerbsbevölkerung beschäftigt sind.