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Marokko – Von den 200 Migranten, die heute versuchten, durch den Zaun ins spanische Ceuta zu gelangen, haben es 73 geschafft. Mit Drahtschneidern konnten sie einen Durchgang machen. Im ersten halben Jahr gelang es bereits Tausenden, die spanischen Enklaven Ceuta und Melilla zu erreichen. Noch immer kampieren unzählige afrikanische Migranten in den umliegenden Wäldern und warten auf eine Chance, über den Zaun oder vom Meer aus auf EU Territorium zu gelangen.

Marokko – König Mohammed VI. hat anlässlich seines 18. Thronjubiläums 1178 Inhaftierte freigelassen, unter ihnen viele, die bei Demonstrationen auf der Straße verhaftet wurden. Die Begnadigten dürfen keine Kriminellen sein; aus humanitären Gründen sollen sie zu ihren Familien zurückkehren. Menschenrechtler sehen die Freilassung als positiven Schritt, doch müsste mehr getan werden, um die Ursachen für den Unwillen der Bevölkerung, wie Arbeitslosigkeit, Willkür der Polizei und Korruption, zu beseitigen.

Marokko – In der von Berbern bewohnten Rif-Region im Norden Marokkos gibt es seit Ende Mai tägliche Proteste. Die Demonstranten fordern die Freilassung ihres inhaftierten Anführers und protestieren gegen Arbeitslosigkeit und Korruption.

Marokko – Mit diesem Freudenruf feierten Flüchtlinge, die es geschafft hatten, den Grenzzaun nach Ceuta zu überwinden. Zwei Mal am vergangenen Wochenende, Freitag und Sonntag/Montag haben Hunderte den messerscharfen 8 km langen und 6 m hohen Zäunen getrotzt. Viele erlitten Schnittwunden und manche Knochenbrüche. Die Massenanstürme häufen sich, denn zehntausende notleidende Menschen, die meisten von südlich der Sahara, aber auch Syrer, harren in der Nähe der Exklaven Ceuta und Melilla unter unmöglichen Bedingungen aus und warten auf eine Chance, bereit ihr Leben zu riskieren. Menschenrechtsorganisationen fordern, dass unter UNO und EU Druck Spanien den Flüchtlingen eine Möglichkeit zum Asylantrag gibt.

Marokko – König Mohammed VI., das Parlament und der Rat der Religionsgelehrten haben letzte Woche entschlossen, dass die Abwendung vom Islam nicht mehr mit dem Tod bestraft werden soll, ein kleiner Hoffnungsfunken für Christen im bis zu 99% muslimischen Land Nordafrikas. Von Religionsfreiheit kann aber noch keine Rede sein. Es könnte höchstens einen langsamen Mentalitätswandel geben, besonders da der König den „islamisch-konservativen Kräften entgegen zu steuern“ scheint.

Marokko – Beim Gipfeltreffen letzte Woche in Addis Abeba kehrte Marokko nach 33-jähriger Abwesenheit in die AU zurück. Damals trennte sich das Land, als die Polisario-Regierung von Westsahara aufgenommen wurde, betrachtet und kontrolliert doch Marokko die Westsahara als eigenes Staatsgebiet. Trotz heftiger Kritik von einigen starken Staaten, stimmte die Mehrheit – 39 von 54 Staaten – für die Wiederaufnahme Marokkos als 55. AU – Mitglied.

Marokko – Laut Medienberichten will Marokko binnen 48 Stunden den Verkauf, die Produktion und den Import von Burkas verbieten. Es soll als Sicherheitsmaßnahme gelten, da Extremisten den Ganzkörperschleier wiederholt genutzt haben, um ihre Attacken zu verüben. Während Menschenrechtler das Verbot als Verletzung des Rechts der Frau kritisieren, begrüßt der marokkanische Familienminister den „wichtigen Schritt im Kampf gegen den religiösen Extremismus“. König Mohammed VI. strebt seit Jahren einen moderaten Islam an.

Marokko – Etwa 1.100 gut organisierte Migranten haben in der Neujahrsnacht mit Gewalt versucht, den 8 km langen und 6 m hohen Grenzzaun zur spanischen Exklave Ceuta zu stürmen. Er gab viele Verletzte, auch unter den Sicherheitskräften. Nur zwei Kletterern gelang es, spanisches Territorium zu erreichen. Sie wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht. Schon Anfang Dezember hatten 400 Eindringlinge den Zaun gestürmt; sie landeten in einem Auffanglager. Zehntausende Afrikaner halten sich illegal um die Exklaven Ceuta und Melilla auf und hoffen auf eine Chance, die EU zu erreichen.

Marokko – In der Wüstenstadt Marrakesch treffen sich ab heute Experten von 195 Mitgliedstaaten. Sie feiern das Inkrafttreten des Pariser Weltklimavertrags, müssen aber intensiv an der Umsetzung des globalen Klimaschutzabkommens arbeiten. Es geht um Bremsen und Überprüfen von Treibgas Emissionen, um die Sorgen der Inselstaaten, die durch den Meeresspiegelanstieg bedroht sind, um erneuerbare Energien und um die armen Länder, die für die Einbrüche des Klimawandels Entschädigung erwarten.

Marokko – Über 200 Migranten, die es am Montag geschafft haben, über den hohen starken Stacheldraht zu klettern oder durch aufgestoßene Grenztore von Marokko nach Ceuta zu gelangen, freuten sich, endlich auf EU Territorium zu sein. Spanische Sicherheitskräfte versorgten die Verletzten, suchten die Berge nach Flüchtigen ab und brachten sie in ein Auffanglager. Ihr Schicksal ist längst nicht sicher, da Spanien die Annahme von Asylgesuchen verweigern kann. Seit Anfang des Jahres haben etwa 1000 Menschen die stark befestigte Grenze überwunden. Die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla sind die einzigen EU-Außengrenzen auf dem afrikanischen Kontinent.

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