Schlagwort: Marokko

Marokko hat alles was es braucht, um Deutschland und Teile von Europa von fossilem Gas unabhängig zu machen: 10 bis 12 Sonnenstunden pro Tag, im Norden sich drehende Windräder und im Süden den bisher größten Solarkomplex der Welt, Noor (arab.Licht) genannt. Die 500.000 Reflektoren  haben eine Gesamtfläche von 1,4 Millionen m² (etwa 200 Fußballfelder). Dazu hat Marokko den ehrgeizigen Plan, Weltmarktführer zu werden. Marokko aber weiß auch, dass  nach immer länger werdenden Dürreperioden die Wasserknappheit akuter wird. Deshalb entstehen im ganzen Land Entsalzungsanlagen; zur Wasserstofferzeugung soll nur Meerwasser genutzt werden. Im Mai letzten Jahres haben sich sechs Länder, darunter Ägypten, Kenia, Namibia und Südafrika mit Marokko zur Afrikanischen Grünen Wasserstoffallianz zusammengeschlossen. Gemeinsam will man bald jährlich mindestens 500.000 Tonnen „grünen“ Wasserstoff produzieren.

Die einzigen Neunlinge, die alle überlebten, kamen jetzt heim nach Mali.  Geboren wurden sie vor 19 Monaten per Kaiserschnitt in Marokko, wohin die 27- jährige Mutter zur fachärztlichen Behandlung geflogen worden war. Die 5 Mädchen und 4 Jungen wogen bei der Geburt zwischen 500 Gramm und einem Kilo. Die ersten Monate verbrachten sie in der Klinik, dann mit medizinischer Unterstützung in einem Appartement in Casablanca. Der glückliche Vater ist sicher, dass Allah, der Ihnen die Kinder schenkte, auch weiterhelfen wird. Unterstützung erhält die Familie von der Regierung. Die Menschen in Mali sind interessiert, ihre Babys „mit eigenen Augen“ zu sehen.

Zum ersten Mal ist es einem afrikanischen Migranten gelungen, den Grenzzaun zwischen Marokko und der spanischen Exklave Melilla mit einem Gleitschirm zu überfliegen und so in EU Territorium zu gelangen. Die spanische Polizei konnte den illegalen Ankömmling nicht fassen und identifizieren. Immer wieder versuchen afrikanische Flüchtlinge, die 6 – 10 Meter hohen streng bewachten Grenzzäune aus Stacheldraht zu erklimmen, um in eine der beiden Exklaven, Ceuta oder Melilla, zu gelangen. Manche wagen es, bei Ebbe aufs offene Meer zu schwimmen, um die Grenze zu umgehen. Viele starben bei ihren Versuchen; andere wurden verletzt oder gefangen. Trotzdem harren noch Hunderte in den umliegenden Wäldern auf ihre Chance, nach Europa zu gelangen.

Agroberries Limited, ein weltweit tätiger Produzent, Vermarkter und Vertreiber von Beeren mit eigenen und geschützten genetischer Beerensorten, hat mit dem Anbau in Marokko begonnen, um den europäischen Markt zu bedienen. Die erste Phase der Strategie von Agroberries umfasst die Anpflanzung von ca. 300 Hektar Heidelbeeren in drei verschiedenen Regionen, was einer Gesamtinvestition von 40 Mio. EUR entspricht. In den kommenden Jahren will das Unternehmen sein Anbaunetz durch die Lizenzierung seiner eigenen Sorten weiter ausbauen, mit dem Ziel, eine Gesamtfläche von ~1.000 Hektar in allen Beerenkategorien zu erreichen. Fast 90 % der marokkanischen Blaubeerproduktion werden hauptsächlich nach Spanien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien und in die Niederlande exportiert, so der Präsident des marokkanischen Verbandes der Erzeuger roter Früchte (AMPFR) Amine Bennani.

Anlässlich des 23. Thronjubiläums von König Mohammed VI, erklärte der König, er wolle die Beziehungen zum Nachbarland Algerien verbessern. Er bezeichnete beide Länder als „brüderliche Völker, die durch die Geschichte, die menschlichen Bande und das gemeinsame Schicksal verbunden sind“. Die diplomatischen Beziehungen waren auf Eis gelegt, da beide Länder sich gegenseitig für zahlreiche regionale und innenpolitische Probleme verantwortlich machen. Algier wirft Marokko vor, Separatisten und islamistische Oppositionsbewegungen in Algerien zu unterstützen, während Rabat die Unterstützung Algiers für Separatisten in der von Marokko beanspruchten Westsahara ablehnt.

Hunderte von Mitarbeitern des Katastrophenschutzes und der Wasser- und Forstbehörde sowie Soldaten, Polizisten und Freiwillige sind im Einsatz, um die Feuer zu bekämpfen, die bereits eintausendsechshundert Hektar Wald in den Provinzen Larache, Ouezzane, Taza und Tetouan zerstört haben. Das Land, das mit einer starken Dürre zu kämpfen hat, wurde in den letzten Tagen von einem Temperaturanstieg auf bis zu 45 ° Celsius heimgesucht.

Die spanische Polizei hat 6 Unterwasserdrohnen beschlagnahmt, die gebaut wurden, um große Mengen illegaler Drogen aus der Ferne aus Marokko zu schmuggeln. Die unbemannten U-Boote – die jeweils 200 kg tragen können – hätten genug Reichweite, um die 15 km lange Strecke über die Straße von Gibraltar zurückzulegen. Die Polizei sagt, dass die Drogenhändlerbanden Drogen an Kriminelle in Frankreich, Dänemark, Italien und Spanien lieferten. 8 Personen wurden bei der Polizeiaktion in Barcelona und in den südlichen Provinzen Malaga und Cádiz festgenommen.

Unter dem Motto „Schwarze Leben zählen“ gingen in mehreren spanischen Städten, besonders in Madrid und Barcelona, Tausende auf die Straße. Der Tod von 23 Migranten in einer Massenpanik beim Sturm auf den Grenzzaun in der Exklave Melilla und die schändliche Behandlung der Überlebenden durch die Polizei hatten die Gemüter erhitzt. Mit Schildern „Grenzen töten“ und „Kein Mensch ist illegal“ wandten sich die Demonstranten, darunter viele mit afrikanischen Wurzeln, gegen Rassismus und Kolonialismus. Auch in der marokkanischen Hauptstadt Rabat war eine Demonstration geplant. Die Polizei in Spanien und Marokko will die tragischen Geschehnisse untersuchen.

Die FAO (Welternährungsorganisation), die marokkanische Regierung und andere Partner haben in Er-rich, in einer Ebene inmitten des Atlasgebirges, ein technisches Zentrum für Bienenzucht gegründet. Die Aufgabe ist es, die Fähigkeiten der Bienenzüchter zu verbessern und Bienenköniginnen auszuwählen, zu vermehren und zu verbreiten, um die Zukunft der gelben Bienenrasse (Apis mellifera sahariensis) in der Sahara zu sichern. Die „gelbe Biene“ ist die sanfteste Rasse; sie ist gutmütig, produziert großartigen Honig und ist eine bessere Sammlerin, da sie bis zu 8 km weit fliegen kann, während die normale Biene nur 3 km weit fliegt. Die Saharabiene ist aufgrund von Dürreperioden, den negativen Auswirkungen der notwendigen Schädlingsbekämpfung und den Folgen der Einführung anderer Bienenrassen in diesem Gebiet vom Aussterben bedroht.

Als am Freitagmorgen etwa 2000 Menschen versuchten, den Grenzzaun zwischen Marokko und der spanischen Exklave Melilla zu überwinden, kamen 23 von ihnen ums Leben. Manche sollen im Gedränge gestorben sein und andere von dem 7 Meter hohen gefährlichen Grenzzaun gefallen sein. Die marokkanischen Sicherheitskräfte werden beschuldigt, „ungerechtfertigte Gewalt“ gebraucht zu haben. Etwa 100  Migranten sei es gelungen, über den Zaun auf spanisches Territorium zu gelangen. Es war der erste Massenübertrittsversuch seit der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Spanien und Marokko im März. In den Wäldern um Melilla und auch um die 250 km westlich gelegene Exklave Ceuta lauern oft Zehntausende Afrikaner, vorwiegend aus sub-Sahara Afrika, auf eine Chance, in die EU zu gelangen. Der spanische Premier macht die Menschenhändler- Mafia für die Grausamkeit gegen die verletzten Migranten verantwortlich.

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