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Marokko – Die gemäßigte islamistische Regierungspartei PJD (Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung), die seit dem „Arabischen Frühling“ die Koalition anführt, konnte sich behaupten. Die wirkliche Macht bleibt jedoch in den Händen von König Mohammed VI., Nachkomme einer Monarchie, die das nordafrikanische Land schon 350 Jahre regiert. Die Wahlen seien „transparent“ gewesen. Um den vielen Analphabeten die Entscheidung zu erleichtern, haben Parteien Symbole benutzt, z.B. Traktor und Kamel.

Marokko – Die 21-jährige deutsche Extremschwimmerin Nathalie Pohl aus Marburg hat einen neuen Weltrekord aufgestellt, als sie die Straße von Gibraltar in zwei Stunden und 53 Minuten durchquerte. Ohne Neoprenanzug schaffte sie die 15 km Strecke von Tarifa in Spanien nach Point Cires in Marokko und brach so den Frauenrekord um 10 Minuten. Erschwert wird das Unternehmen durch die Atlantikströmung, starke Winde, niedrige Wassertemperatur und einen regen Frachter Verkehr. Pohl bereitet sich nun auf die Durchquerung des Ärmelkanals vor.

Marokko – Marokkanische Lastenträger schmuggeln regelmäßig Ware durch die Grenze der Enklave Melilla im Nordwesten des Landes. Der sechs-Meter hohe Stacheldrahtzaun, der die spanische Enklave vor ungewollten Migranten schützen soll, ist durchbrochen durch ein Tor, durch welches marokkanische Träger frühmorgens auf spanische Lastwagen stürmen. Sie packen die bis zu 80 kg schweren Bündel und schleppen sie über die Grenze. Was einer tragen kann, gilt als zollfreies Handgebäck. Für jedes geschleppte Bündel zahlen Schmuggler etwa 5.00 US$, kaum genug für Essen und Schulgeld. Da der Handel illegal ist, gibt er keinerlei Versicherung oder Vergütung.

Marokko – Gestern hat eine riesige Solaranlage in der Sahara, südöstlich von Casablanca, den Betreib aufgenommen. Die Anlage Nur 1 soll das größte Sonnenwärmekraftwerk der Welt sein, das die Sonnenenergie speichern und bei Dunkelheit abgeben kann. Wenn voll ausgebaut, soll die Anlage 500 Megawatt erzeugen – vergleichbar mit der Kapazität eines Atomkraftwerks. Umweltschützer fürchten, dass der große Wasserbedarf zur Kühlung einen negativen Einfluss auf die begrenzten Wasserreserven der Wüstenregion hat.

Marokko – Die „Gerechtigkeits-und Entwicklungspartei (PJD)“ der moderaten Islamisten will öffentliche Verstöße gegen das Fastengebot im Ramadan unter Strafe stellen. Dasselbe gilt für außerehelichen Geschlechtsverkehr. Oppositionelle sehen in dem Gesetzentwurf einen Rückschritt, begrüßen aber, dass auch sexuelle Belästigung strafbar wird und Menschenhandel sowie Hasspredigten als schwere Verbrechen eingestuft werden. Was heftige Debatten auslöst ist, dass die offiziell verbotene Polygamie um sich greift. Allein im Kabinett zählen Menschenrechtler drei Fälle.

Marokko – Marokkos Marine hat am Wochenende wieder eine Gruppe von 40 Migranten aus sub-Sahara Afrika davon abgehalten, vier improvisierte Schlauchboote zu besteigen, um über die Straße von Gibraltar nach Spanien zu gelangen. Auch hat die Regierung die illegalen Siedlungen vor den spanischen Enklaven Ceuta und Melilla demontiert, um die Anstürme auf den Grenzzaun zu reduzieren. An der Grenze zu Ceuta entdeckte der Scanner einen 8-jährigen Jungen aus der Elfenbeinküste, der in einem Rollkoffer nach Spanien geschmuggelt werden sollte.

Marokko – Als ein Reisebus nahe der südmarokkanischen Stadt Tan-Tan mit einem Lkw zusammenstieß, fing er sofort Feuer und brannte total aus. Die meisten der 33 Opfer waren Kinder – 8 bis 14 Jahre alt – die von einem Sportsevent zurückkamen.

Marokko – Spanische Behörden haben in der Exklave Ceuta an der marokkanischen Küste eine islamistische Gruppe, die angeblich bereit war, entweder Spanien oder andere Ziele in Europa anzugreifen, untätig gemacht. Mit den neuesten Gefangennahmen hat Spanien seit September bereits 20 vermutliche Islamisten inhaftiert. Laut dem spanischen Innenminister sei kein Land des Westens vor der dschihadistischen Bedrohung sicher.

Marokko – Eine Veranstaltung in Düsseldorf am Wochenende mit Zeitzeugenberichten und Demonstrationen vor den Konsulaten von Marokko und Spanien soll an die Katastrophe in der spanischen Exklave Ceuta erinnern, wo am 6. 2. 2014 Migranten auf der Flucht vor der Polizei ins Meer sprangen und ertranken. Auch will man auf die Misere der schätzungsweise 20 -30,000 Menschen aus sub-Sahara Afrika aufmerksam machen, die in den Städten und Wäldern Marokkos gestrandet sind und immer noch hoffen, eines Tages den Grenzzaun nach Ceuta zu überwinden. Ihre Lebensbedingungen sind unerträglich, und seit dem Terroranschlag auf Charlie-Hebdo sind die Razzien noch rigoroser.

Marokko – An der Atlantikküste nahe der Stadt Tarfaya stehen auf einer Fläche von 8,900 Hektar 131 Windräder, die zum Wochenanfang in Betrieb genommen werden. Mit einer Leistung von 301 Megawatt sollen sie 1,5 Mio. Haushalte mit Strom versorgen. Durch die Windenergie können jährlich 900,000 Tonnen CO² eingespart werden. Auch wäre Marokko weniger vom Energieimport abhängig. Bis 2020 will das Land 40% seines Stromverbrauchs aus erneuerbarer Energie decken.

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