Schlagwort: Tansania

Präsident Yoweri Kaguta Museveni und Samia Suluhu Hassan aus Tansania haben eine wegweisende Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) unterzeichnet, die darauf abzielt, die Energiewirtschaft Ostafrikas neu zu gestalten. In der Region soll Schwerpunkt von Rohölexporten auf den Aufbau eines integrierten regionalen Energie- und Industriezentrums verlagert werden. Das Projekt wird die Bereiche Erdölraffinerie, Lagerung, Logistik, Petrochemie und grenzüberschreitende Energieinfrastruktur entlang der tansanischen Küste am Indischen Ozean miteinander verbinden.

Ein neues Wasserkraftwerk mit einer Leistung von 2.115 Megawatt wurde in Betrieb genommen. Damit verdoppelt sich die Stromerzeugungskapazität des Landes und es entsteht ein Überschuss, der Stromexporte und das industrielle Wachstum fördern könnten. Das Julius-Nyerere-Wasserkraftprojekt (JNHPP), Tansanias größtes Kraftwerk, wurde am Rufiji-Fluss für rund 7,45 Billionen tansanische Schilling (2,84 Milliarden US-Dollar) errichtet.

Die Regierung hat politische Kundgebungen landesweit bis auf Weiteres ausgesetzt und erklärt, dieser Schritt sei notwendig, um die Sicherheit im Land zu gewährleisten. Die Regierung gibt an, Sicherheitsbedrohungen identifiziert zu haben, darunter Personen, die angeblich im Besitz von Waffen waren und kriminelle Handlungen planten. Die Entscheidung wurde von Oppositionsgruppen kritisiert, die die Aussetzung als rechtswidrig bezeichnen. Sie erfolgt vor dem Hintergrund von Berichten über geplante Demonstrationen, bei denen demokratische Reformen und Rechenschaftspflicht für die tödliche Niederschlagung von Protesten nach den Wahlen im vergangenen Jahr gefordert werden. Die Aussetzung bedeutet eine Kehrtwende bei den Reformen von Präsidentin Samia Suluhu Hassan, die 2023 ein sechsjähriges Verbot politischer Kundgebungen aufgehoben hatte, das von ihrem Vorgänger John Magufuli verhängt worden war.

Sansibar hat offiziell ein Sonderprojekt gestartet, bei dem Drohnen eingesetzt werden, um Mückenbrutstätten zu identifizieren und zu beseitigen. Dies ist Teil der laufenden Bemühungen, Malaria auf den Inseln vollständig auszurotten. Das Projekt wird von der japanischen Regierung mit einem Betrag von 1 Milliarde Shilling finanziert.

Der 1 Million Dollar Milken-Motsepe-Preis für KI und Fertigung ging an das Unternehmen BleagLee. In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung von Edea, einer Stadt in der Küstenregion von Kamerun, wird die Abfallwirtschaft optimiert und nachhaltige Praktiken gefördert.  Eine patentierte KI-basierte Software hilft die Müllansammlungen in Gemeinden aufzuspüren und einzusammeln. BleagLee verarbeitet Kunststoff-, Landwirtschafts- und Elektroschrott zu hochwertigen Industrieprodukten wie recycelten Polymeren, Filamenten für den 3D-Druck und biobasierten Kohlenstoffmaterialien. Das in Tansania ansässige Unternehmen Freshpack Technologies wurde für seine KI-gestützte Kühlhauslösung zur Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung in Afrika, mit dem mit 250.000 Dollar dotierten, zweiten Preis ausgezeichnet. Der im Mai 2025 ins Leben gerufene „AI and Manufacturing“-Preis hat mehr als 2.000 Unternehmer aus 100 Ländern auf fünf Kontinenten dazu bewegt, sich zu bewerben.

Burundische Flüchtlinge haben sich darüber beschwert, dass sie gewaltsam aus dem Lager Nduta im Nordwesten Tansanias vertrieben wurden, nachdem sich die Regierungen in Daressalam und Bujumbura darauf geeinigt hatten, bis Juni rund 100.000 von ihnen zurückzuführen. Ende 2025 lebten schätzungsweise 142.000 burundische Flüchtlinge in zwei tansanischen Lagern: Nduta und Nyarugusu. Sie waren vor jahrelangem Bürgerkrieg, politischer Unterdrückung und tief verwurzelter Armut in ihrem kleinen Land in der Region der Großen Seen in Afrika geflohen. Die rund 3.000 Flüchtlinge, die im Lager (Nduta) verblieben waren, wurden gewaltsam in Fahrzeuge verladen, um nach Burundi zurückgeschickt zu werden.

Die Regierung hat ein Paket von Vereinbarungen mit dem US-amerikanischen Unternehmen Panda Hill Tanzania Limited unterzeichnet. Auf dem Gelände der Songwe-Gefängnisfarm soll Niob, ein kritisches Metall, das zur Härtung von Stahl und für Hochleistungslegierungen in der Luft- und Raumfahrt gebraucht wird,  abgebaut und verarbeitet werden. Auch eine Ferroniob-Schmelzanlage, die einzige Anlage dieser Art in Afrika und erst die vierte weltweit, soll erichtet werden. Das Projekt wird voraussichtlich mehr als 1.600 Arbeitsplätze während der Bauphase und etwa 600 dauerhafte Arbeitsplätze schaffen. Die Bauzeit soll 21 bis 24 Monate betragen und die Betriebsdauer mehr als 30 Jahre. Der Staat ist mit 16 % an dem Projekt beteiligt.

Tausende nahmen an einem der größten gemeinschaftlichen Iftar-Mahlzeiten Sansibars im Amani-Stadion der Insel teil. Muslime und Nicht-Muslime versammelten sich, um während des Ramadans bei Sonnenuntergang das Fasten zu brechen. „Wir haben es gerade geschafft, der ganzen Welt zu zeigen, dass Sansibar ein Ort des Friedens, der Einheit und der Liebe ist“, sagte Arif Abbas Manji, der Leiter der Sansibar-Kommission für Tourismus. In Tansania sind etwa 37 % der Bevölkerung Muslime. Auf der Insel Sansibar bekennen sich jedoch etwa 99 % der Bevölkerung zu diesem Glauben.

Die Regierung hat Beamten die Nutzung privater E-Mail-Adressen für den Versand offizieller Dienstnachrichten untersagt, da dies mit erheblichen Sicherheitsrisiken für staatliche Angelegenheiten begründet. Offizielle E-Mail-Systeme der Regierung müssen genutzt werden.

Chinas Außenminister Wang Yi besucht Somalia, Tansania und Lesotho. Die Reise findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem China, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, daran arbeitet, seine politischen und wirtschaftlichen Interessen zu wahren, während die Konkurrenz durch die Vereinigten Staaten und Europa um Einfluss in Afrika zunimmt. Seine Reiseroute umfasst Regionen, die für Chinas globale Handelsrouten, den Zugang zu natürlichen Ressourcen und die diplomatische Positionierung von entscheidender Bedeutung sind. Ostafrika, insbesondere das Horn von Afrika, liegt zwischen dem Golf von Aden und dem Roten Meer, einem wichtigen Seeweg für chinesische Exporte, die über den Suezkanal nach Europa transportiert werden. Tansania spielt eine zentrale Rolle in Chinas Strategie, sich den Zugang zu den Kupferressourcen Afrikas zu sichern. Chinesische Unternehmen sanieren derzeit die Tazara-Eisenbahn, eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen Tansania und dem Kupfergürtel Sambias.

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