Schlagwort: Kongo Brazzaville

Die Republik Kongo hat die russisch-orthodoxe Kirche offiziell auf ihrem Staatsgebiet anerkannt. Damit breitet sich die russisch-orthodoxe Kirche (ROK) weiter auf dem afrikanischen Kontinent aus. Erst Anfang des Jahres erhielt sie im Nachbarland Kamerun ihre Zulassung. Durch die Expansion widersetze die ROK sich den Regeln der Orthodoxie. Der afrikanische Kontinent untersteht traditionell dem griechisch-orthodoxen Patriarchat von Alexandria.

Präsident Denis Sassou Nguesso erklärte am 25. Mai, dem Afrika-Tag, ab dem 1. Januar 2027 eine visumfreie Einreise für alle afrikanischen Staatsangehörigen in sein Staatsgebiet. Benin, Togo, Ruanda, Ghana, die Seychellen und Gambia haben bereits Maßnahmen eingeführt, afrikanischen Staatsbürgen eine visumfreie Einreise zu ermöglichen. Benin gewährt seit 2020 Bürgern aller afrikanischen Länder visumfreien Zugang für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen.  Am 18. Mai 2026 beschloss Togo ein Aufenthalt von 30 Tagen nach vorheriger Online-Anmeldung zu erlauben.

Im Kintélé-Stadion in der Nähe der Hauptstadt Brazzaville, in Anwesenheit von 10 afrikanischen Staatschefs, wurde Denis Sassou Nguesso für seine fünfte Amtszeit als Präsident der Republik Kongo vereidigt. Der 82-jährige Präsident Sassou Nguesso regierte Kongo-Brazzaville zunächst von 1979 bis 1992 im Rahmen eines Einparteiensystems, bevor er die ersten Mehrparteienwahlen des Landes verlor. Nach einem Bürgerkrieg kehrte er 1997 an die Macht zurück und wurde seitdem fünfmal wiedergewählt. Gemäß der Verfassung von Kongo-Brazzaville ist dies Sassou Nguessos letzte Amtszeit als Präsident, die 2031 endet.

Präsident Denis Sassou N’Guesso, wurde nach vorläufigen Ergebnissen, für eine fünfte Amtszeit in Folge wiedergewählt. Der 82-Jährige erhielt rund 94,8 % der Stimmen. Sechs weitere Kandidaten traten gegen den 82-Jährigen um das höchste Amt in dem zentralafrikanischen Land an, das über eine der größten Ölreserven in Subsahara-Afrika verfügt. Die Wahlen 15. März waren von einem landesweiten Internet-Blackout und Verkehrsbeschränkungen überschattet. 

Mehr als 3,2 Millionen Kongolesen sind als Wähler registriert. Im Jahr 2021, als Sassou mit 88,4 %der Stimmen gewann, lag die Wahlbeteiligung bei fast 68 %. Der 82-jährige Präsident Denis Sassou Nguesso kandidiert für eine fünfte Amtszeit bei einer Wahl, die von den großen politischen Parteien boykottiert wird. Die Republik Kongo, der drittgrößte Ölproduzent in Subsahara-Afrika und ein Produzent von Flüssigerdgas (LNG), ist eines der politisch repressivsten Länder der Welt; Freedom House bewertet die Freiheit dort mit 17 von 100 Punkten.

Die Präsidentschaftswahlen am 15. März werden voraussichtlich streng kontrolliert verlaufen, da der 82-jährige amtierende Präsident Denis Sassou Nguesso seit seiner Rückkehr an die Macht nach dem Bürgerkrieg eine fünfte Amtszeit in Folge anstrebt. Sassou Nguesso ist nach wie vor einer der am längsten amtierenden Staatschefs Afrikas. Er trat sein Amt erstmals 1979 unter einem Einparteiensystem an und trotz einer Wahlniederlage 1992 erlangte er 1997 mit militärischer Gewalt die Macht zurück und hat seitdem jede Wahl gewonnen. Innerhalb der Regierungspartei Parti Congolais du Travail (PCT) bringen sich in Stellung: Denis-Christel Sassou Nguesso (Sohn des Präsidenten), Jean-Dominique Okemba (Neffe des Präsidenten und Geheimdienstchef) und Jean-Jacques Bouya (Cousin des Präsidenten). Das Land hat eine hohe Jugendarbeitslosigkeit (ca. 40 %) und eine hohe Armutsrate (46,5 %).

Der ehemalige Präsident Umaro Sissoco Embalo ist in die Republik Kongo nach Brazzaville gereist. Embalo hatte zunächst im benachbarten Senegal Zuflucht gesucht, nachdem eine Gruppe von Militäroffizieren vor der Veröffentlichung der vorläufigen Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen erklärt hatte, sie habe die „vollständige Kontrolle” über Guinea-Bissau übernommen. Die wahren Motive für den Putsch bleiben unklar, es kursieren Spekulationen und Verschwörungstheorien, darunter auch die, dass er mit Embalo’s Segen durchgeführt wurde. Der Putsch hat eine Welle internationaler Verurteilung ausgelöst, regionale Führer und die Vereinten Nationen forderten die neuen Militärführer Guinea-Bissaus auf, die verfassungsmäßige Ordnung wiederherzustellen und den Wahlprozess zu Ende zu führen.

Im Dezember unterzeichnete die Regierung von Brazzaville auf der COP28 einen Vertrag über 950 Millionen Rand für den Naturschutz. Im Februar erteilte die Regierung eine Genehmigung zur Ölförderung im artenreichsten Schutzgebiet, dem Conkouati-Douli-Nationalpark. Nun drängt ein Konsortium von 13 Nichtregierungsorganisationen (NRO) die Geber, die Finanzierung des Parks einzustellen, bis die Regierung die Genehmigung widerruft. Die NRO sind der Ansicht, dass der Staat in unlauterer Absicht gehandelt hat, als er einem Unternehmen die Genehmigung erteilte, das zu 85 % der China Oil and Natural Gas Overseas Holding und zu 15 % dem staatlichen Unternehmen, das La Société Nationale des Pétroles du Congo gehört. In dem in Aussicht gestellten Gebiet leben schätzungsweise 7 000 Menschen in 28 Dörfern sowie Westliche Flachlandgorillas, Schimpansen, Lederschildkröten und Elefanten.

In Kinshasa haben Überschwemmungen Chaos angerichtet: Das Wasser drang in die Häuser ein, und die Bewohner mussten die überfluteten Straßen mit dem Kanu befahren. Es kommt immer wieder zu Überschwemmungen, aber in diesem Jahr ist der Kongo-Fluss über 6,26 Meter gestiegen und hat damit den Pegelstand des Rekordhochwassers von 1961 erreicht. Der überlaufende Fluss Kongo, der einen Großteil des Landes durchquert, hat auch Orte außerhalb der Hauptstadt überflutet. Nach offiziellen Angaben sind in den letzten Monaten mehr als 300 Menschen bei Überschwemmungen ums Leben gekommen.  Auch in Kongo-Brazzaville führte der Fluss zu Überschwemmungen und Chaos.

Die Regierung von Kongo-Brazzaville hat Berichte über einen Putschversuch gegen Präsident Denis Nguesso, der seit 39 Jahren an der Macht ist, dementiert. Sie reagierte damit auf unbestätigte Berichte in den sozialen Medien, wonach das Militär versuche, den 79-jährigen Staatschef zu stürzen, der derzeit auf der 78.Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York ist. „Die Regierung dementiert dies als Fake News, „Wir versichern der Öffentlichkeit, dass Ruhe herrscht, und fordern die Menschen auf, ihren Aktivitäten in Ruhe nachzugehen.“

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